Interessanterweise ist bekannt, dass Aluminium das Myelin in vielfacher Weise schädigen kann. Tierversuche haben gezeigt, dass Aluminium die Eigenschaften des Myelin verändern kann, seine Oxydationsrate beschleunigen und einen raschen Abbau im Ammonshorn und im Rückgrat verursachen kann. Wie genau dieser Prozess abläuft, ist nicht bekannt. Sarin und Kollegen38 zeigten in einer Studie am Gehirn von Affen, denen dauerhaft Aluminium zugeführt worden war, dass dieses Metall drei membrangebundene Enzyme gehemmt hatte: Na+K+ATPase, Acetylcholinsterase und interessanterweise das myelinspezifische Enzym 2’, 3’-zyklische Nukleotidphosphohydrolase. Diese Hemmung verursacht eine schnelle Verdünnung der Myelinschicht bei Ratten39 und Mäusen,40 und sie kann deren Zusammensetzung verändern, indem sie die Galactolipide vermehrt und das Myelin so anfälliger für Oxidation macht.41, 42 Es ist kein großer Schritt in diesem zerstörerischen Prozess die mögliche Ursache für die Demyelinisierung und damit verbundene Retrogenese zu sehen, die bei Alzheimerpatienten beobachtet wird.
Zudem hemmt Aluminium das Enzym Phospholipase A2, was vermutlich Funktionsstörungen der Hirnhaut hervorruft, und es scheint den Status des Antioxidationsmittels zu schwächen, indem es die Menge an Glutathionperoxydase, Superoxiddismutase und Katalase im Hirn reduziert. Daher beschleunigt sich die Lipidperoxidation der Zellmembranen durch freie Radikale.43
Die biochemischen Belege dafür, dass bei Menschen, die zu wenig Kalzium und Magnesium in Kombination mit deutlich zu viel Aluminium zu sich nehmen, einige enzymatische Prozesse gehemmt werden, sind sehr eindeutig. Diese Hemmung geschieht mit der größten Wahrscheinlichkeit bei Enzymen, die zusätzlich Abwehrstoffe gegen Aluminium enthalten, so wie Kalzium, Magnesium und Eisen. Da das Resultat dieser Hemmung der Enzyme Alzheimer ist, ist es also nicht überraschend, dass bei Patienten mit dieser Form der Demenz eine große Bandbreite an biochemischen Abnormitäten zu erkennen ist, von denen 11 ausführlich in dem Buch What Really Causes Alzheimer’s Desease44 vorgestellt werden, das vom Autor dieses Artikels verfasst wurde. Daher wird kein Medikament je diese Krankheit verhindern oder heilen, es sei denn, es verhindert die Aluminiumaufnahme des Körpers.45
Wie man Alzheimer verhindert
Wie man das gesellschaftliche Risiko reduziert
Das Trinken von zu saurem Wasser, das einen erhöhten Anteil an Aluminium und zu wenig Kalzium, Magnesium und Kieselsäure enthält, fördert offensichtlich Alzheimer.
Man könnte nun naiv annehmen, dass es relativ leicht wäre, ein Gesetz zu verabschieden, das geringere Aluminiumhöchstwerte festlegt und die Anreicherung des Trinkwassers mit Kalzium, Magnesium und eventuell auch Kieselsäure vorschreibt. Doch Regierungen scheinen nicht nur wenig Interesse daran zu haben, den Magnesiumgehalt des Trinkwassers zu erhöhen, sie genehmigen den Wasserwerken sogar den Zusatz von Aluminiumsulfat als Antiflockungsmittel. Diese Maßnahme reduziert die Menge an Sedimenten in der Wasserleitung, aber sie erhöht auch die Menge an gelöstem Aluminium erheblich, besonders dort, wo das Wasser sauer ist.46 Aluminiumsulfat muss auf jeden Fall durch Alternativen ersetzt werden.
Die Ernährung in der westlichen Welt fördert Alzheimer auf drei verschiedene Arten. Zunächst ist sie sehr arm an Kalzium und Magnesium,47 so dass Menschen, die sich so ernähren, sehr anfällig für eine Aluminiumvergiftung sind. Zudem kommen viele Speisen aus der Dose, sie werden in Aluminium verpackt und/oder zubereitet. Je saurer das Essen ist, desto leichter löst es das Aluminium. Drittens wird vielen verarbeiteten Lebensmitteln Maltose zugefügt, um den Geschmack zu „verbessern“.48 Maltose fördert die Fähigkeit von Aluminium, vom Blut ins Gehirn überzugehen und die Enzyme dort zu stören. Forscher, die ein Kaninchen untersuchen wollen, dessen Hirn durch alzheimerähnliche Beläge und Bündel stark geschädigt ist, füttern es mit Maltose.49 Es gibt keinen Grund, Maltose grundsätzlich als Zusatzstoff bei Kakaogetränken, Bier, Backwaren und vielen anderen Produkten zu erlauben.
Wie man das persönliche Risiko reduziert
Für die meisten Leser dieses Artikels beginnt der Tag vermutlich mit einer Dusche. Wenn das Wasser sauer ist und zudem zu wenig Kalzium und Magnesium enthält, dann dringt dabei möglicherweise Aluminium durch Poren und Nase in den Körper ein. Dies ist besonders wahrscheinlich, wenn das Wasserwerk Aluminiumsulfat als Antiflockungsmittel einsetzt, um Sedimente zu verhindern. Nachdem sie sich abgetrocknet haben, werden die meisten Leser ihren Körper mit einer Schicht Aluminium bestreichen, die aus ihren Deodorants kommt.50 Wie viel von diesem Aluminium tatsächlich in den Körper eindringt, ist unklar, aber McGrath51 behauptet, dass das Rasieren unter den Armen und der häufige Gebrauch von Deos offenbar im Zusammenhang mit einer Brustkrebsdiagnose in jungen Jahren steht.
Britische Forscher52, 53 haben Belege zur Untermauerung von McGraths These gefunden, als sie in den Gewebeproben von 20 verschiedenen Brustkrebstumoren Spuren von Parabenen entdeckten. Parabene sind Chemikalien, die in Deodorants und anderen Kosmetika verwendet werden, und die Östrogen imitieren können. Es ist bekannt, dass das Hormon Östrogen die Tumorbildung in der Brust fördert. Parabene aus Deodorants können also in den Körper eindringen, und daher ist es möglich, dass auch Aluminium das kann. Deos auf pflanzlicher Basis enthalten diese Giftstoffe normalerweise nicht.
Zeit für das Frühstück. Tee, Kaffee und heiße Schokolade werden normalerweise mit Leitungswasser zubereitet. Es ist wichtig, kein weiches, saures Wasser zu verwenden, das womöglich monomeres Aluminium enthält. Die meisten Wasserversorgungsunternehmen informieren über die chemische Zusammensetzung ihres Trinkwassers, so dass man den Aluminium-, Kalzium- und Magnesiumgehalt erfragen kann. Falls nicht, kann man eine solche Analyse relativ preisgünstig von einer privaten Firma durchführen lassen. Wenn man Cola oder Limonade trinkt, dann möglicherweise aus einer Dose. Diese werden meistens aus Aluminium hergestellt. Je länger das Getränk in der Dose war, desto höher ist der Aluminiumanteil darin.54 Zu dem Aluminium, das sie möglicherweise enthält, kommt bei heißer Schokolade hinzu, dass sie wahrscheinlich mit Maltose „angereichert“ wurde, was somit die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das Metall in das Gehirn eindringt. In ähnlicher Weise enthält Tee, der mit saurem Wasser zubereitet oder mit Zitronensaft abgeschmeckt wurde, deutlich höhere Mengen an biologisch verwertbarem Aluminium als üblich, denn das Metall, das sich in den Teeblättern befindet, ist in Wasser mit einem niedrigen pH-Wert besser löslich.55














Dr. Harold D. Foster, in England aufgewachsen, spezialisierte sich auf Geologie und Geographie, machte 1964 am University College in London seinen BSc (Bachelor of Science) und promovierte 1968 an der London University. Als Wahlkanadier ist er seit 1967 Fakultätsmitglied im geographischen Institut der Universität von Victoria in British Columbia, Kanada. Dr. Foster engagiert sich jedoch zusätzlich in zahlreichen anderen Stiftungen.




Kommentare
11. Mai 2010, 12:56 Uhr, permalink
Thomas Knecht
Vielen Dank für diesen sehr informativen und weitgehend erfrischend neutral verfassten Beitrag! Bin begeistert. Allerdings halte ich die Erwähnung der Studie von McGrath et al. (2003) zum Thema "Brustkrebs durch die Verwendung von Deos auf rasierten Achseln etc." sehr unseriös, da die Studie sehr umstritten ist bzw. schlichtweg als falsch gilt.
"Another study published in 2003 looked at responses from questionnaires sent out to women who had breast cancer. The researcher reported that younger women who were diagnosed with breast cancer said they used antiperspirant and started shaving their underarms earlier and shaved more often than women who were diagnosed when they were older. But the study design did not include a control group of women without breast cancer and has been criticized by experts as not relevant to the safety of these underarm hygiene practices.
Probably, in general, young women are more likely than older women to shave their underarms and use antiperspirants, whether or not they develop breast cancer later. For instance, most women born in the 1950s and 1960s may have started shaving earlier and using antiperspirants more often than women born in the 1930s and 1940s. Or, it is possible that many women shave and use antiperspirants less often as they get older. These are more likely explanations of the researcher's findings than the suggestion that these practices cause cancer. Of special note, the study asked about underarm products that the women were using at the time the questions were answered, not what they used before they developed breast cancer."
(cancer.org).
Anstatt die Aluminiumgefahr bei den ohnehin sehr schwach dosierten Deos zu suchen, sollte man besser verdeutlichen, welche Konzentrationen in alltäglichen Lebensmittel, Zusatzstoffen und Gebrauchsgegenständen stecken. Hier herrscht Aufklärungsbedarf!
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