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Der Tod ist nicht der Tod: Instrumentelle Transkommunikation als Draht zur Ewigkeit

ITK_Teaser1959 fing der Schwede Friedrich Jürgenson auf einem Tonbandgerät Signale ein, die sich als die Stimmen Verstorbener zu erkennen gaben. Seitdem hat das Gebiet der „instrumentellen Transkommunikation“ immer wieder neue Forscher angezogen. Wenn auch die Herkunft der Stimmen aus wissenschaftlicher Sicht weiterhin spekulativ bleibt, so ist ihre Botschaft doch eindeutig: Es geht ihnen um einen Bewusstseinswandel der Menschheit.

Anm. d. Red.: Den Artikel können Sie hier als PDF herunterladen.

„Vieles über den Zustand des Menschen nach dem Tode ist mir geoffenbart worden, damit man wisse, dass der Mensch nach dem Tode lebt“, schrieb im 18. Jahrhundert der schwedische Naturwissenschaftler und Seher Emanuel Swedenborg, der behauptete, in zahlreichen Visionen den Himmel geschaut zu haben.

„[Die Verstorbenen] baten mich zu sagen, dass sie nicht tot seien, sondern jetzt ebenso als Menschen lebten wie zuvor.“1

Die Vorstellung einer eigenständigen, den Körper überdauernden Seele ist so alt wie das menschliche Selbst-Bewusstsein. Schon die Bestattungsriten des „Pekingmenschen“, eines gut 500.000 Jahre alten Vorfahren des heutigen Menschen, deuten auf einen Jenseitsglauben hin. Der Versuch, mit den Verstorbenen in Kontakt zu treten, ist die natürliche Konsequenz dieses Glaubens und wurde erstmals schriftlich im Gilgamesch-Epos fixiert, dessen Ursprung im 24. Jh. v. Chr. vermutet wird.2 Bei Platon gilt der Tod gar als Transzendierung des Menschen, als die Befreiung und Läuterung der Seele, die den Menschen erst zur ultimativen Einsicht bringe:

„Solange wir nämlich einen Leib haben und solange unsere Seele mit einem solchen Übel vermengt ist, werden wir niemals wirklich besitzen, wonach wir streben. Das aber ist, wie wir sagen, das Wahre.“3

Hier taucht die Vorstellung auf, dass der Körper dem eigentlichen Kern des Menschen nur als Vehikel diene, um ihn am Ende seiner Daseinszeit freizugeben und seine „Wahrheit“ entdecken zu lassen – eine Wahrheit, die laut Platon wirklicher ist als die Welt der Dinge. „Wir haben einen Körper, doch wir sind Bewusstsein“, brachte in jüngster Zeit der niederländische Kardiologe und Autor Pim van Lommel die platonische Auffassung auf den Punkt.4 Konform dazu betonte Swedenborg, dass der Himmel weniger ein Ort als vielmehr ein „Zustand“ sei, der weder Raum noch Zeit kenne:

„Der Himmel ist nämlich im Menschen, und in den Himmel kommt, wer den Himmel in sich hat.“5

Nun ist der Glaube eine Sache. Wie aber verhält es sich mit der wissenschaftlichen Seite, sprich: mit Fakten? Gibt es Beweise für ein Fortbestehen des sich seines Selbst bewussten Kerns des Menschen über den Körper hinaus – gibt es Beweise für ein Leben nach dem Tod? Der amerikanische Naturwissenschaftler Frank J. Tipler hat der Bejahung dieser Frage ein ganzes Buch mit dem Titel „Die Physik der Unsterblichkeit – Moderne Kosmologie, Gott und die Auferstehung der Toten“ gewidmet.6 Seine in Fachkreisen kontrovers diskutierte Omegapunkt-Theorie postuliert die virtuelle „Auferstehung“ des Menschen auf Grundlage nicht seines Lebens-Substrats (biologische Ebene), sondern seines Lebens-Musters (Informationsebene). Tipler definiert Leben vor allem als codierte Information und ein Fortbestehen des Lebens dementsprechend als Fortbestehen dieser Information.7 Daraus lässt sich folgern: Besteht die „Information“ weiter, besteht der Mensch weiter – in Form von Bewusstsein, denn dieses ist die Ebene, auf der Information letzten Endes „stattfindet“.

Der Tod als endgültige Vernichtung des Lebens ist eine Vorstellung, die spätestens seit den medizinisch-wissenschaftlichen Untersuchungen durch Raymond A. Moody, Bruce Greyson, George Ritchie, Kenneth Ring und Michael B. Sabom im Bereich der Nahtoderfahrung als überholt gelten darf. Wenngleich wissenschaftliche Studien, wie beispielsweise die Langzeitstudie Dr. Pim van Lommels,8 keine greifbaren Beweise liefern können, so geben sie dem Un(be)greifbaren doch Konturen und führen zu der Erkenntnis, dass „die Entwicklung der Seele, besonders ihrer geistigen Fähigkeiten der Liebe und des Wissens, nicht mit dem Tode [endet]. Vielmehr geht sie weiter auf der anderen Seite, vielleicht ewiglich […]“, wie Moody zusammenfassend schreibt9 – denn „[d]er Tod ist nicht der Tod“.10

Aber gibt es eine Verbindung zwischen „Diesseits“ und „Jenseits“? Sprechen die vermeintlich Toten zu uns? Und wird der Kontakt zu uns Erdgebundenen auf „der anderen Seite“ vielleicht sogar angestrebt?

„Friedrich, du wirst beobachtet“:

Ominöse Stimmen auf dem Tonband

Der 12. Juni 1959, ein Freitag, ist kein besonderer Tag im abgeschiedenen schwedischen Örtchen Mölnbo. Der Kunstmaler und ehemalige Opernsänger Friedrich Jürgenson und seine Frau besitzen hier ein Sommerhäuschen und verbringen die Wochenenden des kurzen schwedischen Sommers zumeist auf dem Land. Am 12. Juni hat Jürgenson sein Tonbandgerät mitgenommen, das er am Fenster der Dachstube in der etwas abseits gelegenen Waldhütte aufbaut, um Vogelstimmen aufzunehmen. Doch als er das Band später abhört, ertönt nicht etwa das Gezwitscher des Buchfinken, sondern ein Rauschen, aus dem sich vage Ausschnitte einer norwegischen Radiosendung über nächtliche Vogelstimmen heraushören lassen. Jürgenson ist verblüfft und versucht in den folgenden Wochen, weitere „Sendungen“ zu empfangen, zunächst aber erfolglos. Dann, einen Monat später, am 12. Juli 1959, leuchtet plötzlich die Kontrolllampe am aufnahmebereiten Tonbandgerät und signalisiert damit das Einströmen elektromagnetischer Impulse. Das Abhören gestaltet sich schwierig; Jürgenson braucht einige Zeit, bis er durch die Störgeräusche hindurch eine männliche Stimme identifizieren kann, die in behäbigem Englisch sagt: „Friedrich, du wirst beobachtet.“11

Weitere Einspielungen folgen; inhaltlich stehen sie alle in Zusammenhang mit einem kulturhistorischen Aufsatz, an dem Jürgenson im Auftrag des schwedischen Rundfunks arbeitet. Dies und die Tatsache, dass „die Stimmen“ Schwedisch, Russisch, Deutsch, Polnisch und Italienisch zu einem Sprachkonglomerat vermischen, spricht gegen die Annahme, dass es sich um zufällig empfangene Radiostimmen handelt. Jürgenson hat keine Erklärung für dieses Phänomen, ist aber so beeindruckt, dass er sich künftig ganz der Untersuchung dieser Tonbandstimmen widmet.

Immer öfter empfängt er Botschaften dieser „unsichtbaren Intelligenzen“,12 wie er sie nennt, und stets nehmen sie Bezug auf aktuelle Geschehnisse im Umfeld Jürgensons, sodass dieser sich schließlich tatsächlich beobachtet fühlt. Nach und nach erfährt Jürgenson, dass es sich bei seinen „Freunden“ angeblich um eine Gruppe Jenseitiger handelt, die mit ihm in Kontakt zu treten versuchen. Mittlerin hierbei scheint eine Stimme zu sein, die sich selbst „Lena“ nennt und die Jürgenson als seine „Radioassistentin“ bezeichnet.13

Spielt Jürgenson zunächst nur mit einem handelsüblichen Tonbandgerät ein, nimmt er später direkt über Radio auf, indem er das Tonbandgerät über den Buchsenanschluss mit diesem verbindet. „Ich weiß nicht mehr, wieso ich auf den Gedanken kam“, schreibt er, aber er hat Erfolg: „Halten, halten!“, vernimmt er die Stimme seiner „Radioassistentin“ Lena, und bei einer späteren Einspielung: „Durchs Radio […] viel mehr wird hereinkommen …“14

Jürgenson spielt hauptsächlich auf einer bestimmten Stelle der Mittelwellenskala ein, die bei etwa 1.485 kHz liegt und heute noch die „Jürgenson-Welle“ genannt wird. Über den Umfang seines zusammengetragenen Materials sagt er:

„Wenn ich das Ergebnis dieser Forschungsarbeit ungekürzt wiedergeben wollte – schon allein die Länge der Spuren auf den Tonbändern beträgt zusammen über 140 Kilometer! –, so müsste mein Buch den Umfang der Bibel überschreiten.“15

ITK_1

Aufnahme durch Ernst Senkowski in Mainz (links Original, rechts bearbeitet) – direkte Stimme vom Lautsprecher im eindeutigen Zusammenhang mit einem familiären Ereignis in Berlin. Das auf Kurzwelle spontan aufgetretene Signal war unmittelbar verständlich. (© Dr. Ernst Senkowski)

Kommentare

29. Juni 2010, 23:58 Uhr, permalink

fd

"[...] paranormal eingeschobene markierte Zeile: „1120FERNSEHWOHNZ“ bezieht sich auf das Wohnzimmer [...]"

--> So ein Quatsch! das ist nur der Name der Diskette, den derjenige vergeben hat, der die Diskette irgendwann formatiert hat! Keine Ahnung vom 64er oder was?

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