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Die Buteyko-Methode – Eine wirksame Behandlungsmethode gegen Asthma

Der russische Arzt Professor Buteyko entwickelte eine einfache, medikamentenfreie Behandlung für Asthma und andere Erkrankungen, nachdem er entdeckte, dass übermäßiges Atmen den Stoffwechsel stört und den Körper empfänglich für Krankheiten macht.

Das Ziel der Buteyko-Methode

Zu tiefes Atmen führt also zu einem Überfunktionieren der Lunge, auch Hyperventilation genannt. Die Bedeutung von Buteykos Entdeckung liegt in dem, was er verdeckte Hyperventilation nannte. Dies bezeichnet langfristiges, übermäßiges Atmen, dessen wir uns normalerweise nicht bewusst sind.
Professor Buteyko interessierte sich für das Atemvolumen generell. Was passiert, so fragte er, auf den Stufen zwischen extremer Hyperventilation und normaler menschlicher Atmung? Er konnte, wie jeder andere auch, die Auswirkungen von Hyperventilation klar erkennen, bei der 30 Liter pro Minute eingeatmet werden. Wer so atmet (bitte nicht ausprobieren!), durchlebt Symptome einer akuten, starken Panikattacke, also zitternde Hände, Angst, Brustschmerz, Atemnot, Fingerkribbeln und Zuckungen, Krämpfe und Pulsrasen.

Ein erwachsener Asthmakranker atmet normalerweise 5 bis 10 Liter Luft pro Minute ein, wenn es ihm gut geht. Bei einem Anfall, steigt die Menge auf 10 bis 20 Liter. Das simple – und erreichbare – Ziel der Buteyko-Methode ist es, das Luftvolumen auf eine normale Menge zu reduzieren, also auf 3 bis 4 Liter.
Mit einer Reihe genau festgelegter Atemübungen lernen Menschen, die zu tief atmen, ihr Luftvolumen auf eine normale Menge zu reduzieren. Es funktioniert, wie Tausende erfolgreicher Patienten beweisen, und die Technik ist so einfach, dass sogar ein Kind sie erlernen kann und dabei noch Spaß hat.

Die Buteyko Atemübungen

Die Schulung in der Buteyko-Methode besteht aus fünf bis zehn Sitzungen, die jeweils zwischen einer und zwei Stunden dauern. Üblicherweise sind fünf bis sieben einstündige Sitzungen genug, um beim Patienten eine Verbesserung herbeizuführen und so sein Vertrauen in die Methode zu wecken. In besonders schweren Fällen, etwa bei Kranken, die regelmäßig stationär behandelt werden, kann es bis zu neun Monaten dauern, bis ein ausreichendes Maß an Erleichterung eintritt. Mit der Buteyko-Technik lernen Patienten, ihre Atmung zu normalisieren. Sie werden aufgefordert:

1.     Nur durch die Nase ein- und auszuatmen, um übermäßiges Atmen zu vermeiden.

2.     Den Mund beim Schlafen mit einem Heftpflaster zuzukleben, es sei denn, die Nase ist verstopft. Erwachsene gewöhnen sich leicht daran; allerdings haben Eltern häufig zunächst Bedenken, dies ihren Kindern aufzutragen. Bis Eltern und Kinder Vertrauen gefasst haben, kann der Mund auch nur teilweise abgeklebt werden. Man sollte ein sehr leichtes, einfach zu entfernendes Heftpflaster verwenden.

3.    Auf der linken Seite zu schlafen, und das Liegen auf dem Rücken zu vermeiden. Die Rückenlage verursacht in den meisten Fällen Hyperventilation. Professor Buteykos Forschung beweist, dass beim Liegen auf der linken Seite dies in den seltensten Fällen vorkommt.

4.    Die Kontrollpause und die Maximalpause zu verlängern (diese Begriffe werden im nächsten Abschnitt definiert).

Die Kontrollpause

Kontrollpause nennt man die Zeitspanne, die es dauert, normal auszuatmen und dann den Atem anzuhalten, bis die ersten kleinen Anzeichen von Unwohlsein auftreten. Dieser Wert wird dan notiert. Die meisten Menschen können im Ruhezustand 10 bis 20 Sekunden schaffen. Manche halten nicht einmal eine Sekunde durch, während andere problemlos 40 Sekunden und mehr erreichen. Ziel ist es, die Luft nach dem Ausatmen bis zu 50 oder 60 Sekunden anzuhalten. Daran wird der Erfolg gemessen.

Wenn eine Person lediglich eine Kontrollpause von 15 Sekunden erreicht, dann bedeutet das, dass sie ein Luftvolumen für vier Personen einatmet. Bei einer Kontrollpause von 30 Sekunden atmet man für zwei. Eine Kontrollpause von 60 Sekunden bedeutet, dass die Atmung unter Kontrolle ist, und dass die Person normal atmet.

Die Maximalpause

Maximalpause nennt man die Zeit, in der jemand normal ausatmet, dann die Luft anhält und diese Phase mit Hilfe von speziellen Übungen und Ablenkungsmaßnahmen maximal ausdehnt. Durch Übung, Wiederholung und Ausdauer erreichen manche Personen erstaunliche Pausenzeiten von bis zu zwei Minuten und länger.

Die Patienten werden zum Unterricht gebeten, um dies zu üben, und um während der Atemübungen angespornt zu werden oder um über Probleme oder Vorfälle beraten zu werden, wie etwa zusätzliche Virusinfektionen, persönliche Sorgen oder Ähnliches.

In der Zeit bis zur nächsten Stunde sollen die Patienten die vier Regeln befolgen (nur Nasenatmung, links schlafen etc.) und einen strengen Atemübungsplan zu befolgen. Zweimal täglich sind 20 Minuten erforderlich.

Manche leicht erkrankte Menschen merken nach etwa zwei Monaten, dass ihre Atmung flacher geworden ist und sie weniger Luft einatmen. Sie können dann mit den Übungen aufhören, da sie nicht mehr hyperventilieren.

Erwachsene Asthmakranke sind normalerweise mit der Handhabung von Peak-Flow-Metern vertraut. Anstelle dieser Messgeräte (die auf Wunsch jedoch benutzt werden dürfen), bevorzugen Buteyko-Ärzte ein anderes Instrument: die Stoppuhr. Der Erfolg wird so anhand der Verlängerung der Kontrollpause akkurat gemessen.

Die Maximalpause kann überraschend weit in die Länge gezogen werden, aber man muss den Erfolg letztendlich anhand der Kontrollpause messen. Wenn das erste Auftreten von Unwohlsein erst nach 40 bis 60 Sekunden auftritt, kann der Patient sicher sein, dass seine Atemprobleme auf einem raschen Weg der Besserung sind, dass die Hyperventilation korrigiert wird und dass das Verhältnis von Sauerstoff und Kohlendioxyd sich normalisiert hat.

Eine typische Sitzung mit Buteyko Atemübungen ist hier in Tabelle 2 dargestellt.

Kommentare

21. März 2009, 15:30 Uhr, permalink

Richard Friedel

Die Methode nach Buteyko hat sich etabliert. Dass sie trotzdem durch die orthodoxe Medizin kaum empfohlen wird, erklärt uns Prof. Dieter Lenzen, seit 2003 Präsident der Freien Universität Berlin, in seinem Buch "Krankheit als Erfindung" (S.17).

„Die Medizin schützt sich selbst vor Leistungskontrolle, Kritik und Veränderung.
Diese Kritik kann auf die medizinische Forschung zielen, wenn man ihr vorwirft, sie verzichte, unter Umständen unter dem Deckmantel ethischer Argumente oder gesetzlicher Verbote, auf Kontrollgruppen (hier die Buteyko-Fans) solcher Patienten, die mit ihren neuen Methoden und Mitteln nicht behandelt werden. Auf diese Weise werde der nur im Vergleich nachweisbare Erfolg oder besser: der Mißerfolg medizinischer ahe, daß die »Sozialdialekte« in der Medizin zum Ausschluß von Kommunikationsmöglichkeiten für Laien über ihre eigene Krankheit führen.

Wegen der Konzentration der Schulmedizin auf Asthmamedikamente ist ein Standardwerk der Lungenheilkunde zu zitieren nämlich "Pneumologie in Praxis und Klinik", Herausgeber: Rudolf Ferlinz.

Es heißt her am Anfang des 2. Kapitels "Bleiben wir uns aber bewusst, dass auch auf diesem Gebiet der Medizin vieles Tradition, Vermutung und Empirie ist, so dass die biologischen Zusammenhänge sich bei genauerer Nachprüfung ganz anders darstellen mögen." RF.

14. Oktober 2010, 19:29 Uhr, permalink

Iryna Radunska

Ich bin aus der Ukraine, habe vor 22-24 Jahren persönlich an einer Sitzung von Butejko teilgenommen.

Es sollte ein spezielles Heft geführt werden, in dem man alle Atmungs- und Trainingsdetails zu notieren hatte (z.B. Ausatmen und die Luft halten).

Seitdem leide ich immer noch an Asthma, habe aber bei Atemnot immer so geatmet, wie ich es bei Butejko gelernt habe.

Wenn man das Bedarfsspray nicht in der Nähe hat, hilft das schon gut, das Asthma zu kontrollieren, bis das Bedarfsspray gefunden wird (2-3 Minuten).

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