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NEXUS Magazin 21, Februar-März 2009

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Warum Jod wichtig für unsere Gesundheit ist

Es gibt immer mehr Anhaltspunkte dafür, dass die US-amerikanische Bevölkerung bei besserer Gesundheit wäre und unter weniger Brustkrebsfällen und fibrozystischen Brusterkrankungen litte, wenn sie mehr Jod zu sich nehmen würde. Die Verringerung der Jodzufuhr – gekoppelt mit einer gesteigerten Aufnahme der mit Jod konkurrierenden Halogene Fluorid und Bromid – hat in den USA massenhaft Jodmangelerscheinungen ausgelöst.

Das Jod-Projekt

Dr. Guy Abraham, ehemaliger Professor für Geburtskunde und Gynäkologie an der Universität von Kalifornien in Los Angeles, begründete im Jahre 1997 das von ihm so bezeichnete „Jod-Projekt“, nachdem er die Abhandlung von Ghent et al. über die Wirkung von Jod auf fibrozystische Erkrankungen gelesen hatte. Er ließ seine Firma, Optimox Corporation, Iodoral herstellen (die Tablettenform der Lugol'schen Lösung) und beauftragte zwei Allgemeinärzte, Dr. Jorge Flechas (2000) in North Carolina und Dr. David Brownstein (2003) in Michigan, klinische Studien durchzuführen.

Das Projekt geht von der Hypothese aus, dass erst eine Zufuhr von 12,5 mg pro Tag eine für den gesamten Körper hinreichende Menge an Jod darstellt – ähnlich dem, was die Japaner zu sich nehmen. Nach gängiger Ansicht enthält der menschliche Körper 25 – 50 mg Jod, von denen sich 70 – 80 Prozent in der Schilddrüse befinden. Dr. Abraham ging davon aus, dass die Jodsättigung im Körper ausreichend ist, wenn 90 Prozent des aufgenommenen Jods wieder ausgeschieden werden. Er entwickelte einen Jodsättigungstest, bei dem der Proband 50 mg Jod einnimmt und über die nächsten 24 Stunden die mit dem Urin ausgeschiedene Menge misst. Abraham fand heraus, dass die allermeisten Menschen einen erheblichen Anteil der 50-mg-Dosis im Körper behalten. Bei Vielen ist eine Zufuhr von täglich 50 mg über mehrere Monate hinweg nötig, bevor sie 90 Prozent davon wieder ausscheiden. Die Versuche20 deuten darauf hin, dass der menschliche Körper, wenn er genügend große Jodmengen erhält, davon deutlich mehr speichern kann als ursprünglich angenommen wurde – nämlich 1.500 mg, wovon lediglich drei Prozent in der Schilddrüse gelagert werden.

In Abrahams Projekt erhalten über 4.000 Patienten täglich Jodmengen zwischen 12,5 und 50 mg; Patienten mit Diabetes sogar bis zu 100 mg. Die Forscher fanden heraus, dass Jod in der Tat fibrozystische Erkrankungen heilt.21 Ihre Diabetes-Patienten benötigen weniger Insulin, und Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion weniger Medikamente. Fibromyalgie-Symptome gehen zurück, Migränekopfschmerzen treten nicht mehr auf. Um Dr. Szent-Györgi zu paraphrasieren: Die Forscher wissen nicht genau, wie das Jod wirkt, aber es tut Gutes.

Die Schilddrüsenfunktion blieb bei 99 Prozent der Patienten unverändert. Unerwünschte Effekte des Jods22 – Allergien, Anschwellen der Speicheldrüsen und der Schilddrüse, Jodvergiftungserscheinungen – traten nur selten auf, in weniger als einem Prozent der Fälle. Jod entfernt die giftigen Halogene Fluorid23 und Bromid aus dem Körper. Jodvergiftungserscheinungen – unangenehmer, messingartiger Geschmack im Mund, laufende Nase und akneartige Entzündungsherde der Haut – werden von dem durch Jod aus dem Gewebe extrahierten Bromid hervorgerufen. Die Symptome klingen bei einer Verringerung der Joddosis wieder ab.

Die Ärzte weisen darauf hin, dass eine solche Jodeinnahme im Milligrammbereich natürlich mit einem kompletten Ernährungsplan einhergehen sollte, der adäquate Mengen an Selen, Magnesium und Omega-3-Fettsäuren beinhaltet. Auf diese Weise ist eine Jodgabe des Hundertfachen der täglichen Verzehrmenge (so formuliert es Dr. Abraham, der Leiter des Jod-Projekts) „die einfachste, sicherste, effektivste und preiswerteste Art, die Krise zu überwinden, in der sich unser Land bei der Gesundheitsvorsorge derzeit befi ndet.“ Menschen, die Jod in so hoher Menge einnehmen, berichten über gesteigertes Wohlbefinden, mehr Energie und einen klareren Kopf. In kalter Umgebung frieren sie weniger, brauchen etwas weniger Schlaf, haben schönere Haut und regelmäßigeren Stuhlgang. Diese berichteten gesundheitlichen Vorteile müssen nun gründlicher erforscht werden, genau wie diejenigen, die mit fibrozystischen Erkrankungen und Krebs im Zusammenhang stehen.

In der Zwischenzeit sollten wir uns vielleicht an den Japanern orientieren und unseren Jodverzehr deutlich steigern – wenn nicht mit Meeresalgen, so doch mit zwei Tropfen Lugol'scher Lösung (oder einer Iodoral-Tablette) am Tag.

Anmerkung der Redaktion

Eine Liste empfehlenswerter und weiterführender Literatur zum Artikel finden Sie unter www.lewrockwell.com/miller/miller20.html.

Endnoten

  1. http://optimox.com/pics/Iodine/IOD-12/IOD_12.htm
  2. www.cia.gov/library/publications/the-worldfactbook
  3. www.iccidd.org
  4. www.donaldmiller.com/Iodine%20Talk.doc
  5. http://tinyurl.com/7zdw6k
  6. www.donaldmiller.com/Iodine_For_Fibrocystic_Disease_MX04.pdf
  7. Ebd.
  8. http://clinicaltrials.gov/ct/show/NCT00237523?order=1
  9. http://tinyurl.com/8gfsbz
  10. www.springerlink.com/(bh4w5ojssdvwknvrhlg1tw2l)/app/home/contribution.asp?referrer=parent&backto=issue,1,20;journal,98,977;linkingpublicationresults,1:100484,1; leider führt der Link ins Nichts – bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an den Autor.
  11. http://tinyurl.com/9un54p
  12. www.jbc.org/cgi/content/abstract/281/28/19762
  13. http://tinyurl.com/le9ov
  14. www.optimox.com/pics/Iodine/IOD-08/IOD_08.htm
  15. http://jcem.endojournals.org/cgi/reprint/81/10/3622
  16. http://web.tiscali.it/iodio/
  17. www.sciencedirect.com, aufgerufen am 31. Oktober 2002
  18. www.optimox.com/pics/Iodine/IOD-04/IOD_04.html
  19. http://tinyurl.com/8bdwt3
  20. www.optimox.com/pics/Iodine/IOD-05/IOD_05.html
  21. www.optimox.com/pics/Iodine/IOD-10/IOD_10.htm
  22. www.optimox.com/pics/Iodine/IOD-09/IOD_09.htm
  23. www.lewrockwell.com/miller/miller17.html

Kommentare

20. September 2009, 11:07 Uhr, permalink

Thomas

In der Kontroverse zu dem Buch "Die Jod-Lüge" muss man auch beachten, dass es einem Unterschied zwischen anorganischem Jod (welches im Tafelsalz, Trinkwasser usw zugesetzt wird) und organischem Jod, welches natürlich in Pflanzen oder Algen angereichert wurde. Das sind zwei total verschiedene Schuhe!

02. April 2010, 16:37 Uhr, permalink

JayJay Jod

Dass Frauen, die in Japan leben, weniger an Brustkrebs leiden, hat vielleicht mit einer anderen Ernährung zu tun und weniger mit Jod?? Wie kommen Sie zu der Annahme, dass die Statistik auf die Zunahme von Jod zurückzuführen sei?

27. Mai 2010, 23:55 Uhr, permalink

Ludwig Müller

Ich befolge den Rat von Donald Miller (2 Tropfen Lugolsche Lösung täglich) seit über einem Jahr und es geht mir ausgezeichnet. Schade, dass eine Autorin wie Frau Braunschweig-Pauli tatsächlich zusammen mit Donald Miller genannt wird! Immerhin hat sie ja auch das Buch "38 Heilsteine für ein gesundes Leben: sanft heilend, wirkungsvoll, Behandlungserfolge von A - Z" geschrieben, das ich schlicht für Unfug halte.

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