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Die Priore-Maschine: Eine biologisch wirksame Kombination aus modulierten Magnet- und Mikrowellenfeldern

prEs ist eine dieser mysteriösen Erfindungen, die mangels offizieller Anerkennung und erklärbarem Wirkprinzip in Vergessenheit gerieten. Da in Deutschland wenig über die Erfindung des Franzosen Antoine Priore bekannt ist, veröffentlichen wir hier die Übersetzung eines historischen Berichts des Londoner Office of Naval Research vom 16. August 1978.


Einleitung

Ein ausgesprochen komplizierter Generator, der von Antoine Priore (auch Prioré), einem ehemaligen Radartechniker, der über keinerlei akademische Ausbildung verfügt, erfunden worden ist, soll eine Strahlung hervorbringen, die im Tierversuch zu einem Rückgang bestimmter implantierter Tumoren und zur Heilung von Trypanosomiasis führt. Die Artikel, in denen diese biologischen Effekte beschrieben werden, zeichnen sich durch eine Reihe von Merkwürdigkeiten aus. Am frappierndsten ist dabei das Missverhältnis zwischen dem sorgfältigen Detailreichtum, mit dem die biologischen Daten präsentiert werden, und dem Fehlen von Informationen über den Generator, wenn man von durch und durch nebulösen und widersprüchlichen Angaben absieht. Beispiele für dieses Missverhältnis habe ich an anderer Stelle aufgezählt.1

Die Veröffentlichung dieser Aufsätze in den Comptes rendus de l’Académie des sciences (Paris) führte zu einer heftigen Polarisierung innerhalb der Akademie und anderer französischer Wissenschaftlerkreise.

Einige Forscher hätten das Phänomen, auch wenn es in vollem Umfang belegt gewesen sein mochte, am liebsten ignoriert oder geleugnet, weil die Methoden, mit denen es herbeigeführt wurde, unzureichend beschrieben worden waren. Sie hätten gegen die Präsentation der Berichte vor der Akademie aufbegehrt und diese auch erfolgreich verhindert, wenn nicht Professor Robert Courrier, der angesehene Secrétaire perpétuel (dt.: „Sekretär auf Lebenszeit“) die Präsentation entschieden befürwortet hätte. Andere wiederum äußerten die Ansicht, dass die Tragweite der Ergebnisse, falls sie denn bestätigt werden sollten, eine weitere Erforschung unabdingbar machten: Wenn möglich, sollte dabei das „Geheimnis“ des Erfinders aufgedeckt werden; wenn nicht, wäre dies auch kein Hinderungsgrund.

Dass Journalisten dieses Thema von überbordendem menschlichem Interesse ausschlachteten, war eine zweite Reaktion auf die Ereignisse. Die Berichterstattung2–5 reichte von einem Beitrag im Männermagazin Esquire, dessen Autor einmal mehr den Weg zu zweifelhaftem Ruhm eingeschlagen hat3, bis hin zu Lord (Solly) Zuckerman, der für seine populären Ausführungen bekannt ist.Keiner von ihnen konnte dem beklagenswerten Drang widerstehen, Priores Popularität zu mehren, indem man wissenschaftlich unerhebliche biografische Details einstreute, um zu verdeutlichen, dass sich Priore der politischen Gunst würdig erwies, die ihm wahrhaft nicht zu knapp zuteilwurde. Doch davon abgesehen war die Berichterstattung erfreulich ausgewogen und bewegte sich zwischen Sympathie mit dem Opfer einer Vorverurteilung und gesunder Skepsis gegenüber seinem Schaffen.

Anlässlich eines Vortrages an der Lovelace Foundation in Albuquerque5 wies Zuckerman Priore einen ehrenwerten Platz in seiner Liste von Persönlichkeiten zu, deren innovative Leistungen aufgrund konservativer Vorurteile und Ignoranz nicht anerkannt wurden und die von Babbage bis hin zu Peyton Rous reichte – allerdings nicht, ohne sich ein Hintertürchen offenzuhalten, sollte sich das ursprüngliche Versprechen als unhaltbar erweisen. Der springende Punkt sei, behauptet Zuckerman beharrlich, dass sich Menschen, die von ihrem Tun überzeugt seien, nicht durch eine dummdreiste, feindselige Atmosphäre entmutigen lassen sollten.

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Priores Labor in den 1960er Jahren (Bild: Priore-Cancer.com).

Der vorliegende Bericht ist das Ergebnis einer Besichtigung von Priores Einrichtung, die den Teilnehmern einer Schulung über die Gefahren der Mikrowellenbelastung von der Organisation ADERA ermöglicht worden ist.6 Zuerst werde ich die angeblichen biologischen Effekte skizzieren und im Anschluss Priores Erfindung sowie die Eigenschaften der biologisch wirksamen Strahlung ansprechen. Subjektive Eindrücke und private Gespräche, die sich auf unseren Gegenstand beziehen, finden Erwähnung, sofern sie als belastbare Belege oder Indizien zum Gesamtbild beitragen.

Biologische Beobachtungen

Wenn wir uns ein Bild davon machen wollen, wie es zu Priores Erfindung gekommen ist, sind wir auf mündliche Überlieferungen und Klatschgeschichten angewiesen. Nachdem Priore beobachtet hatte, dass Obst und Gemüse durch die Bestrahlung mit UHF-Feldern haltbar gemacht werden konnten, soll er ein Interesse an möglichen medizinischen Anwendungsformen von elektromagnetischen Wellen3 entwickelt haben. Überschüssige Finanzmittel der US-amerikanischen Armee ermöglichten die Konstruktion einer Maschine, und schließlich wurden erkrankte Personen dem erzeugten Strahlenfeld ausgesetzt.3 Ein US-Wissenschaftler, der interessiert daran gewesen war, einige von Priores Experimenten zu wiederholen, berichtet etwa von einer Dame aus Bordeaux. Diese verfüge über gute politische Kontakte, sei mit der Maschine vom Krebs geheilt worden und erfreue sich nach wie vor bester Gesundheit, obwohl ihr ein frühzeitiger Tod prognostiziert worden war.

Delmon und Biraben führten die ersten Tierversuche durch, bei denen die Wirkung der Priore-Strahlung auf Krebs untersucht wurde, verzichteten aber auf eine Veröffentlichung, nachdem sie ein ungünstiges Gutachten eines Komitees erhalten hatten. Außerdem war zu befürchten, dass eine Veröffentlichung die bevorstehende Habilitation eines der beiden Wissenschaftler gefährden würde.7 Die Forscher verwendeten Ratten, denen ein gut erforschtes Uteruskarzinom, der sogenannte T8-Guerin-Tumor, subkutan eingepflanzt worden war. Zuvor hatten sie die Auswirkungen von Röntgenstrahlen und gepulsten Magnetfeldern auf die Nagetiere untersucht, ohne dass auffällige Beobachtungen gemacht worden wären. Die Magnetfelder hatten weder einen Einfluss auf das Tumorwachstum noch auf die Bildung von Lymphknotenmetastasen gehabt, und die durch die Röntgenstrahlen herbeigeführte Remission war nur von kurzer Dauer gewesen. Als die Tiere aber der Strahlung aus der Priore-Maschine ausgesetzt wurden, konnte das Tumorwachstum für drei Monate gehemmt werden. Der Gesundheitszustand der Tiere verbesserte sich wieder, Lymphknotenmetastasen traten nur mehr selten auf.8

Auch Rivière und seine Kollegen9 von Guérins Labor im Krebsinstitut in Villejuif untersuchten den T8-Tumor bei Ratten. Nach der Behandlung stellten sie eine sichtbare Rückbildung des Tumors sowie der Metastasen fest, Rückfälle blieben bis zu drei Monate nach der Behandlung aus. Rivière et al. kamen mit der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse Delmon und Biraben zuvor.

In der Folge arbeiteten Rivière und seine Mitarbeiter mit Ratten, denen ein lymphoblastisches Lymphom implantiert worden war, das sich ohne Behandlung innerhalb von 11 bis 15 Tagen ausnahmslos als letal erwies, wobei es allgemein zu einem Lymphknotenbefall und einem leukämischen Verlauf kam. Die Behandlung mit der Priore-Maschine ermöglichte die vollständige Rückbildung des transplantierten Tumors und der davon ausgehenden metastatischen und leukämischen Erscheinungen.10 Die Experimente wurden zum Teil an Tieren aus Courriers Labor unter ständiger Aufsicht von Rose Colonge, Courriers Assistentin, durchgeführt. Die dabei erzielten Resultate, die mit den früheren übereinstimmten, publizierte Courrier im Anhang zu einem weiteren Artikel von Rivière et al.11, der vergleichbare Forschungsergebnisse im Zusammenhang mit einem Lymphosarkom bei Mäusen zum Gegenstand hatte. Weitere Studien an Ratten12 ließen erkennen, dass es bei Individuen, bei denen das Lymphosarkom nach der Behandlung klinisch nicht mehr nachweisbar war, nach einer syngenen Transplantation zu einer Resorption des Tumors kam, während sie nach einer allogenen Transplantation eines histologisch unterschiedlichen Tumortyps starben.

Courrier7 beklagte sich darüber, dass sich aufgrund einer Verunglimpfungskampagne kein französischer Krebsforscher bereit erklärte, die Experimente zu wiederholen. Allerdings bahnte sich eine kurzfristige Zusammenarbeit mit einem englischen Labor an: Einem Bericht zufolge wurden krebskranke englische Mäuse an Priores Labor geschickt, und einige Zeit später traten gesunde Mäuse die Rückreise an – allerdings soll es sich dabei nicht um die ursprünglichen Individuen gehandelt haben. Der nicht namentlich genannte Direktor des englischen Labors stellte daraufhin die Zusammenarbeit ein, doch nicht, ohne einem französischen Kollegen ausführlich Bericht zu erstatten. Im Jahr 1977 veröffentlichte Courrier seine Sicht der Dinge und nannte darin die Beteiligten beim Namen.7 Bei dem Direktor handelte es sich um den inzwischen verstorbenen Sir Alexander Haddow (Institute of Cancer Research, Royal Cancer Hospital, Universität London), bei seinen Mittelspersonen in Floirac um E. Whiss und das Forscherehepaar Ambrose, wobei sich die Letzteren einer gewissen wissenschaftlichen Reputation erfreuen. Courrier war nachweislich nicht vom Austausch der Mäuse überzeugt, denn er stellte fest, dass man das Gerücht in die Welt gesetzt hätte.

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Trypanosoma equiperdum

Die Entdeckung einer spezifischen Immunreaktion gegen Krebszellen in den behandelten Tieren könnte die Vermutung untermauert haben, dass die Priore-Strahlung möglicherweise auf das Immunsystem des Wirtes und nicht direkt auf die Krebszellen wirke. Wie dem auch sei, Prof. Raymond Pautrizel, ein Parasitologe, der bereits wissenschaftliche Kontakte mit Rivière und Guérin pflegte, bestrahlte Mäuse, denen der Krankheitserreger Trypanosoma equiperdum in einer Dosis injiziert worden war, die ausgereicht hätte, um die Tiere ohne Behandlung innerhalb von fünf Tagen zu töten. Sie überlebten allesamt.13 Dieses Mal ergriff man außergewöhnliche Maßnahmen, um jeden Betrugsverdacht auszuräumen: Hinter Schloss und Riegel und unter den wachsamen Augen eines Amtmannes, der von einer Kontrollkommission eingesetzt worden war, die aus Repräsentanten der Universität und lokalen Würdenträgern bestand, wurden die Experimente erfolgreich wiederholt. Alle Mitglieder der Kommission beglaubigten den offiziellen Bericht. Ein positives Ergebnis unter derart strengen Bedingungen hätte eigentlich, wie Courrier meinte, allen Verdächtigungen von redlichen Menschen ein Ende bereiten müssen.7

In einer weiteren Reihe von kurzen Artikeln, die in den Comptes rendus de l’Académie des sciences14–16 veröffentlicht wurden, konnte diese indirekte Wirkung auf das Immunsystem von Tieren, die mit T. equiperdum infiziert worden waren, bestätigt und erweitert werden. In diesen kurzen Beiträgen steckt sehr viel Arbeit: Wie viel es gewesen sein musste, erschloss sich mir aus einem Vortrag, den Pautrizel während meines Aufenthalts in Floirac hielt. Als ich ihn fragte, ob er beabsichtige, eine ausführliche Dokumentation der Belege zu veröffentlichen, erzählte er mir, dass es ihm nicht gelungen sei, eine Zeitschrift zu finden, die bereit wäre, ein solches Manuskript anzunehmen.

Die darin vorgelegten Belege entstammen Experimenten an Mäusen13,14,16, Ratten14 und Kaninchen15 und entsprechen den herkömmlichen Richtlinien. Ich werde darauf verzichten, sie in allen Einzelheiten zu besprechen. In aller Kürze: Die pathogenen Organismen waren in den behandelten Tieren, die auf Dauer überlebten, nicht mehr nachweisbar. In den seltenen Fällen, in denen sie wieder auftauchten, gehörten sie einem anderen Serotyp an als die Parasiten, die die Infektion ursprünglich ausgelöst hatten. Die Strahlenbehandlung verhalf den Tieren zu einer ausgeprägten erworbenen Immunität. Einige der Versuchstiere wurden über einen Zeitraum von sechs Monaten siebenmal reinfiziert – zuletzt mit der 100-fachen Anfangsdosis, die sich unter normalen Umständen ausnahmslos als letal erweist. Die mehrmaligen Reinfektionen hatten einen hohen Titer agglutinierender Antikörper zur Folge.

Das Blut dieser Tiere führte bei gesunden Tieren zu einer rund 45 Tage währenden Immunität, wenn es auf sie übertragen wurde. Die Gabe des Immunsuppressivums Cyclophosphamid verringerte die Zahl der agglutinierenden Antikörper, konnte ihre Bildung aber nicht verhindern, wenn die infizierten Tiere der Priore-Strahlung ausgesetzt wurden; nach ungefähr zwölf Tagen kehrte die Krankheit allerdings zurück. Neugeborene Tiere überlebten die Infektion nicht, ob sie nun bestrahlt wurden oder nicht. Die Organismen, die in ihrem Blut nachgewiesen werden konnten, gehörten dem ursprünglichen Stamm an.

Nicht näher beschriebene Antigene von Trypanosomen, die nach der ersten Bestrahlung in die Bauchhöhle von infizierten Tieren injiziert wurden, führten zu einer Steigerung der Antikörperproduktion. Wenn die Parasiten aber vom Immunsystem des Wirtes abgeschirmt waren, indem man sie innerhalb einer Diffusionskammer implantierte, vermochte die Priore-Strahlung ihre Vermehrung nicht einzudämmen. In seinem Vortrag berichtete Pautrizel, dass der Änderungsverlauf der IgM- und IgG-Werte, des Albumin-Globulin-Quotienten und der Agglutinations- sowie Hämagglutinationstiter bei bestrahlten und reinfizierten Tieren ungefähr ein Jahr lang verfolgt worden war, um mehr über die offensichtliche Fähigkeit der Strahlung, das Immunsystem zu aktivieren, in Erfahrung zu bringen. Die Daten wurden in allen Einzelheiten behandelt. Es mangelte mir an der nötigen Zeit, um diese Fülle an Informationen zu verstehen, geschweige denn, um sie einzuordnen, und so erhielt ich den Eindruck, dass sich ein eindeutiges Bild erst noch abzeichnen müsse – eine Folgerung, der sich offensichtlich auch Prof. Czersky aus Warschau anschloss. Interessant fand ich, dass das Versagen der Strahlung bei dem Versuch, den Verlauf der Malaria-Infektion zu verändern, nur beiläufig erwähnt wurde. Das ist freilich keine Überraschung, wenn man den weitaus komplexeren Lebenszyklus der Plasmodien und ihre Antigenvariabilität berücksichtigt.

Sein Postulat, dass die Strahlenemission der Priore-Maschine die körpereigenen Abwehrmechanismen generell stimuliere, veranlasste Pautrizel zu einer Untersuchung, ob sich diese Wirkung auch auf die Vorbeugung oder Heilung von Arteriosklerose ausweiten ließe. In einem weiteren kurzen Artikel, den mir – wie sonst auch – Courrier17 übermittelte, wird ein spektakuläres „Abklingen“ von Hyperlipidämie bei Kaninchen, die durch eine Ernährung mit „Industriegranulat“ ausgelöst worden ist, beschrieben. Dem Futter wurde ein Prozent Cholesterin zugesetzt, sodass jedes Kaninchen rund ein Gramm Cholesterin pro Tag verzehrte. Die Bestrahlung der Tiere hatte zur Folge, dass eine Erhöhung des Cholesterinspiegels – auch noch mehrere Wochen nach der Behandlung – ausblieb und die Ablagerungen in der Aorta deutlich zurückgingen. Ich persönlich finde die Daten wenig überzeugend, da sich die Werte von Versuchs- und Kontrollgruppe stark überschneiden. Was den möglichen Wirkmechanismus betrifft (falls der Effekt bestätigt werden kann), so warfen Pautrizel et al.17 die Frage auf, ob ihm eine Aktivierung des Fettkatabolismus zugrunde liegen könnte.

Seltsamerweise wird die Rolle von Makrophagen für die Rückbildung von Tumoren, die Heilung bei Trypanosomiasis oder die Vorbeugung eines hohen Cholesterinspiegels nicht angesprochen, obwohl eine Mobilisierung von Makrophagen als gemeinsamer Mechanismus durchaus denkbar ist.

Die Erfindung

Priores Geheimniskrämerei wurde vielfach bedauert. Die einen brachte sie in Verlegenheit, andere wiederum nahmen sie zum Anlass, seine Erfindung herabzuwürdigen. Ich persönlich vertrete die Meinung, dass eine Erfindung, sofern sie von Bedeutung ist, trotz der Verschwiegenheit ihres Erfinders wie ein empirisches Phänomen untersucht werden muss, und dass das Hindernis, das die mangelnde Kooperationsbereitschaft darstellt, in dem Geiste akzeptiert werden sollte, in dem wir die Uneinholbarkeit der Natur als eine intellektuelle Herausforderung ansehen.

Genau genommen hat sich Priore als sehr viel zugänglicher als der Allmächtige erwiesen, der uns die Baupläne seiner Schöpfung nicht mitgeliefert hat, während Priore seiner ersten Veröffentlichung eine Fußnote9 beigefügt hat, in der uns anvertraut wird, dass das physikalische Prinzip seiner Erfindung Gegenstand eines Patents gewesen ist.18 Wie merkwürdig, dass keiner der Journalisten, die sich dem Thema gewidmet haben – ob Zuckerman oder andere –, es der Mühe wert gefunden hat, auf dieses Dokument hinzuweisen. Als ich mehrere Teilnehmer an der Exkursion nach Floirac davon in Kenntnis setzte, machte sich allein schon ob der Existenz dieser Patentschrift Erstaunen breit, gefolgt vom Zweifel daran, ob sich in einem ihnen bislang unbekannten Schriftstück überhaupt Informationen von Wert finden lassen würden. Ich hatte nicht die Gelegenheit, Priore persönlich zu fragen, doch ein Kollege, der ihn darauf ansprach, erhielt eine ähnlich lautende Antwort: Das Dokument werde sich als keine große Hilfe erweisen, meinte er. Dennoch handelt es sich bei der darin beschriebenen Apparatur vermutlich um diejenige, die von Rivière eingesetzt wurde und die er auch in einem Artikel erwähnte. Der Umfang der darin angegebenen Informationen dürfte ausreichen, dass – falls kein Betrug im Spiel ist – Personen, die auf diesem Gebiet bewandert sind, die erzeugte Strahlung vernünftig beurteilen können.

Vor diesem Hintergrund war eigentlich geplant, nur eine Zusammenfassung in diesem Bericht zu bringen, doch habe ich mich nunmehr zu einer vollständigen Übersetzung20 entschlossen, ohne die der merkwürdige Beigeschmack des Dokuments verloren ginge. Merkwürdig insofern, als in eine anscheinend einleuchtende Beschreibung der Bestandteile und des Aufbaus wunderliche pseudobiologische Aussagen – manch einer würde sie als abergläubisch bezeichnen – eingestreut werden und Pioniere der Elektrophysiologie Erwähnung finden, deren Identität sich hinter dem Nebelschleier des orthografischen Grauens nur erahnen lässt.

Beispielsweise soll die Modulationsfrequenz des Magnetfeldes so gewählt werden, dass sie mit der Herzschlagfrequenz des Patienten übereinstimmt. Ferner ist die Rede davon, dass die bestmöglichen Ergebnisse erzielt werden können, wenn die Kathode, die einen Strom positiver Ionen hervorbringt, aus Molybdän besteht, dem Metall, dessen Valenz der durchschnittlichen Valenz der chemischen Moleküle, aus denen lebendes Gewebe besteht, am nächsten kommt.

Ich überlasse es den werten Lesern, sich eine eigene Meinung über die Erfindung zu bilden, die in der Patentschrift beschrieben wird, und beschränke mich darauf zu erwähnen, dass die wirksame Strahlung aus einer Röhre austritt, die ein rotierendes Ablenkelement enthält. Auf dieses Element treffen aus unterschiedlichen Quellen ein Strom positiver Ionen, der in einem Zyklotron beschleunigt wurde, Zentimeterwellen, die in einem Magnetron erzeugt wurden sowie ein Magnetfeld. Diese können – einzeln oder in ihrer Gesamtheit – in verschiedener Weise zerhackt beziehungsweise moduliert werden. Während meines Aufenthalts in Floirac war die Maschine in Betrieb.

Die Austrittsöffnung der Röhre, unter der die zu behandelnden Lebewesen positioniert werden, war einsehbar. Ich konnte ein Knacken und Knistern vernehmen, und das rosafarbene lumineszente Plasma schien sich durch Turbulenzen auszuzeichnen. Ich erkundigte mich nach der Rotationsgeschwindigkeit, wurde jedoch von einem Mitarbeiter Priores darauf hingewiesen, dass diese Information streng vertraulich wäre. Meine Schätzung belief sich auf deutlich unter 100 Umdrehungen pro Minute.

Das emergente Feld

Nachdem wiederholt irreführende Angaben über die Eigenschaften des biologisch wirksamen Feldes, das die Priore-Maschine erzeugt, gemacht worden waren (siehe Endnote 1), erschien in den Comptes rendus ein kurzer Artikel, der die Ergebnisse von Experimenten beschrieb, die zwei renommierte Physiker mit Priore, Pautrizel und deren Mitarbeitern durchführen durften. Berteaud und Bottreau19 gelang es, die Strahlung einigermaßen genau zu analysieren, bis hin zu Frequenzen von Röntgen- und Gammastrahlen.21 Ihre Ausführungen beschränken sich auf die Feststellung, dass sie gepulste elektromagnetische Wellen mit einer Frequenz von 9,4 Gigahertz, amplitudenmoduliert mit einer Frequenz von 17 Megahertz, sowie ein langsam moduliertes kontinuierliches Magnetfeld in der Größenordnung von einem Kilogauß nachweisen konnten. Falls weitere Komponenten entdeckt worden sind, so fanden sie keine Erwähnung. Wie ich erfuhr, existiert aber auch ein vertraulicher Bericht über die gesamte Untersuchung. Bottreau versicherte mir persönlich, dass es keinerlei Hinweise auf ionisierende Strahlung gab.

Berteaud und seine Mitarbeiter19 ermittelten zusätzlich die Intensitätsverteilung dieser Strahlung auf einer Ebene, die senkrecht zur Achse des Apparates stand. Nachdem sie in der Folge Mäuse, die mit T. equiperdum infiziert worden waren, als Zielorganismen verwendeten, konnten sie eine einfache Beziehung zwischen der Abnahmerate der Krankheitserreger im Blut der Versuchstiere und der relativen Intensität der UHF-Komponente22 demonstrieren. Allerdings stellten sie in davon unabhängigen Versuchen fest, dass die Letalität unter den infizierten Mäusen nicht sank, wenn die Tiere einem unmodulierten 9,4-Gigahertz-Feld von vergleichbarer Intensität ausgesetzt wurden. Sie folgerten, dass das durch die Priore-Maschine erzeugte UHF-Feld eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für die beobachtete biologische Wirkung ist.

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Makrophage (hellblau) verdaut Cryptococcus neoformans, einen pathogenen Pilz (hellgelber Kreis). (Foto: Carolina Coelho)

Die Ergebnisse von Berteaud et al. lassen einige Fragen offen. Falls es ihnen gelungen ist, das emergente Feld vollständig zu analysieren, muss die biologische Wirkung auf dem Zusammenspiel von UHF-Komponente und Magnetfeld beruhen. Aber welcher Einfluss kommt den exakten Werten der vielen beteiligten Parameter und deren Wechselbeziehungen zu, damit sich sein biologischer Effekt manifestieren kann? Waren die Methoden, die Berteaud und seinen Mitarbeitern zur Verfügung standen, möglicherweise ungeeignet, um eine vollständige Analyse zu liefern?

Darüber kann man nur spekulieren. Es hat mich erstaunt, dass sich in keinem der Artikel ein Hinweis darauf finden lässt, dass irgendjemand den genauen Bedingungen, unter denen die Maschine funktioniert, nachgegangen wäre. Offensichtlich bringt die Maschine, so sie denn überhaupt funktioniert, stets Ergebnisse hervor. Man darf nicht vergessen, dass zwei verschiedene Modelle konstruiert und als Erfolg eingestuft worden sind. Eine Größe, die immer wieder erwähnt wird, ist die magnetische Flussdichte, die beim ersten Modell 620, beim zweiten 1.240 Gauß beträgt. Die Patentschrift scheint einen hohen Flexibilitätsgrad in der Funktionsweise nahezulegen. Darüber hinaus ist es praktisch unvorstellbar, dass Priore über ausreichende theoretische Grundkenntnisse verfügte, um im Hinblick auf eine Veränderung der biologischen Reaktion ein bestimmtes Strahlungsmuster einem anderen vorzuziehen – besonders da biologische Reaktionen an sich schon unglaublich komplex und vollkommen unvorhersehbar sind. Man muss zwangsläufig die Vermutung hegen, dass die genaue Strahlenkombination alles andere als wichtig ist und dass die beschriebenen biologischen Wirkungen – falls sie wirklich aufgetreten sind – möglicherweise auch mit viel einfacheren Mitteln hätten erzielt werden können. Es ist von gewissem Interesse, dass aktuelle biologische Experimente mit monochromatischen Mikrowellen – im Gegensatz zu der mehr oder weniger unterschiedslosen Reaktion, von der man in unserem Zusammenhang ausgeht – eine ausgeprägte Frequenzselektivität nahelegen.

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Das elektromagnetische Spektrum mit den verschiedenen Arten elektromagnetischer Wellen, geordnet nach zunehmender Frequenz. Die Frequenz in Hertz ist auf der Skala im unteren Bereich angegeben. Die uns vertrauteste Form der elektromagnetischen Strahlung, sichtbares Licht (Mitte), befindet sich zwischen Infrarot- und Ultraviolettbereich. Hochfrequente elektromagnetische Wellen (rechts) wie Röntgen- und Gammastrahlen sind Beispiele für ionisierende Strahlung. Wellen (links) mit geringer Frequenz wie Licht, Infrarot (IR), Mikrowellen, Radiowellen und Strahlung im Niederfrequenzbereich sind Beispiele für nichtionisierende Strahlung.

Die Notwendigkeit einer Feinabstimmung könnte bei einer auf Robustheit und breite Anwendbarkeit angelegten Maschine natürlich umgangen werden, wenn man dafür sorgt, dass sie – was die entscheidenden Merkmale betrifft, zu denen die Frequenzmodulation und vielleicht auch ihre Ableitungen zählen – „weiße“ Energie produziert. Alternativ ließe sich eine Ausgangsstrahlungsleistung erzeugen, die in Echtzeit rasch innerhalb eines ausreichend großen Wertebereiches wechselt, und zwar systematisch oder nach dem Zufallsprinzip. Die biologische Wirkung einer derartigen Strahlung würde in diesem Fall auf der Summe von mehreren qualitativ und quantitativ verschiedenen, alternierenden Prozessen beruhen, zu denen auch die mögliche Aufhebung additiver Effekte wie Stimulation oder Hemmung zählt. Eine vollständige Aufhebung wäre allerdings auch nicht wahrscheinlicher als im Falle des Sonnenlichts und seinen alltäglichen Auswirkungen. Eine derartige Herangehensweise – ob sie nun von Priore bewusst gewählt wurde oder eher zufällig entstanden ist, als er bestimmte Komponenten nach anderen bekannten Prinzipien kombinierte und dabei unvorhergesehene Eigenschaften entdeckte – würde den exorbitant hohen Energieverbrauch der Maschine bei einem gleichzeitig sehr bescheidenen biologischen Erfolg erklären. Obwohl sich in den Stellungnahmen Berteauds und Bottreaus19 kein direkter Hinweis darauf findet, könnte eine etwaige „weiße“ Beschaffenheit auch andere als die von ihnen untersuchten Parameter betreffen. Die Möglichkeit, dass eine bislang unerkannte Strahlungseigenschaft des rotierenden Plasmas für den Priore-Effekt verantwortlich ist, sollte nicht von der Hand gewiesen werden, wenigstens nicht von Personen, die von Plasmen keine Ahnung haben, wie beispielsweise meine Wenigkeit.

Dr. John Carstoiu aus Brookline, Massachusetts, zu dessen wissenschaftlichen Errungenschaften eine Erweiterung der Maxwell-Gleichungen auf die Berechnung von ponderomotorischen Kräften zählt, bezeichnet die Priore-Maschine gerne als einen magnetohydrodynamischen Wellenleiter. Er erachtet die Beschleunigung des Plasmas als wesentlich und verweist auf die verschiedenen Schwingungsarten, die erzeugt werden könnten, sagt aber nichts darüber aus (und kann es vermutlich auch gar nicht), wie sie sich durch ein Fenster aus Quarzglas hindurch manifestieren können. Als unbefangener Betrachter muss man bezweifeln, dass die Beschleunigung, die mit einem Apparat, wie er in der Patentschrift beschrieben wird, erzielt werden kann, groß genug ist, um eine nennenswerte Gravitationswelle zu erzeugen. Falls sich jedoch ein Plasmaphysiker findet, dem dieses Ansinnen nicht als blanker Unsinn erscheint, wird jemand die Berechnungen ausführen müssen.

Der neue Generator

Die Weiterentwicklung von Priores Erfindung findet unter der Schirmherrschaft einer Organisation statt, die eigens zu diesem Zweck ins Leben gerufen wurde: der Société d’Exploitation du Rayonnement Antoine Priore (SERAP), wodurch eine formelle Beziehung zwischen Priore und dem in Angoulême ansässigen Unternehmen Moteurs Leroy Somer zustande kommt. Diese Firma hat von der DGRST (Delégation Générale à la Recherche Scientifique et Téchnique) einen Auftrag im Wert von 700.000 Dollar erhalten, um eine Maschine der dritten Generation mit stark erhöhter Leistung zu konstruieren. Berichten zufolge geht der Erfinder allerdings davon aus, dass sich die Kosten eher auf drei Millionen Dollar belaufen werden. Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass weitere Finanzierungsquellen zur Verfügung stehen. Als Gegenleistung für eine Unterstützung in dieser Höhe stellt Priore eine viel größere und bessere Maschine in Aussicht, die ein stärkeres Feld mit einem weitaus größeren (Wirkungs-)Querschnitt erzeugen kann als der Apparat, mit dem die weiter oben beschriebenen Resultate erzielt worden sind. Man kann also davon ausgehen, dass eine größere Zahl kleiner Versuchstiere gleichzeitig in kürzerer Zeit als früher bestrahlt werden kann und dass sehr viel mehr Informationen gesammelt werden – vorausgesetzt, die Auswertung der biologischen Daten kann mit dem Tempo der Maschine Schritt halten. Möglicherweise wird man aus demselben Grund auch größere Tiere behandeln können und in weiterer Folge auch kranke Menschen, was letztlich der Sinn und Zweck der gesamten Bemühungen sein dürfte.

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Die Hauptkomponente: die Plasmaröhre.

Während meines Aufenthaltes in Floirac war wenig über diese neueste Entwicklung in Erfahrung zu bringen. Priores Residenz erinnert inzwischen an ein elektrotechnisches Industrielabor, das zur Versuchsanlage für großindustrielle Ziele aufgerüstet wird. Es sind Gerüchte über ernsthafte technische Schwierigkeiten in Umlauf, wie man sie bei der Vergrößerung eines derart komplizierten Gerätes hätte vorhersehen können. Beispielsweise hört man, es sei schwierig, einen Behälter aus Pyrex zu bauen, der dem extremen Energiefluss im Plasma standhalten könne.

Wird die neue Maschine wirklich benötigt? Auf der technischen Ebene lautet die Antwort ziemlich eindeutig „Nein“. Augenscheinlich werden technische Erwägungen hier von anderen Motiven außer Kraft gesetzt, die zweifellos von persönlicher, politischer und sogar patriotischer Natur sind. Das gesamte Projekt nimmt einen absurden Charakter an, wenn man berücksichtigt, dass die einzige echte Notwendigkeit in der derzeitigen Situation darin besteht, von unabhängiger Seite Bestätigung oder Widerlegung der Ergebnisse zu erhalten, die mithilfe eines Modells erzielt worden sind, das für die ursprünglichen Experimente offensichtlich ausreichte. Die finanziellen Mittel, die nun bereitgestellt werden, würden ausreichen, um etliche Kopien der zweiten Version anzufertigen. Würde man die Maschinen in ausgewählten Forschungseinrichtungen aufstellen, könnten unabhängige Forscherteams die früheren Befunde in kritischer Haltung wiederholen und erweitern. Ob dem zeitaufwendigen Unterfangen, eine monströse Ausführung der Priore-Maschine zu entwickeln, Gedeih oder Verderb beschert sein wird, ist praktisch ohne Belang angesichts der erheblichen Zweifel an der angeblichen Wirkung der Strahlung, die fortbestehen werden. Diese kostspielige Zerstreuung der Kräfte verrät eine gewisse Unbekümmertheit, die den aufrichtigen Bemühungen, das Geheimnis um die „Affäre Priore“ zu lüften, einen Bärendienst erweist.

Anmerkung der Redaktion

Das Office of Naval Research, für das J. B. Bateman dieses Dokument 1978 verfasst hat, ist ein Forschungsbüro der US Navy. Den Originaltext des Artikels inklusive englischer Übersetzung des Patents und weiterer Quellenangaben finden Sie auf RexResearch.com unter https://tinyurl.com/y9kh6lzw.

Endnoten

Anmerkung des Autors: Die Endnoten (3) bis (5) habe ich ausschließlich in der französischen Übersetzung verwendet, weshalb ich diese zitiere und das englische Original nur angebe, falls die Daten zur Verfügung stehen.

  1. Bateman, J. B.: „Microwave Magic“, ONR London Conference Report, ONRL C-14-77, 1977
  2. Greenberg, D. S.: „The french Concoction“ in Saturday Rev. Sci., Mai 1973, S. 36–44, Übersetzung durch die Association Nationale de Bioélectromagnétisme (ANB) mit dem Titel: „La Mystérieuse Machine Médicale française“
  3. Rorvik, D. M.: „Les français ont-ils un Traitement Contre le Cancer?“, Übersetzung des Esquire-Artikels durch die ANB, 1975
  4. Zuckerman, (Lord): „Le grand mystère de la machine magnétique de Bordeaux“, Übersetzung des Artikels „The great Bordeaux magnetic mystery machine“ in Sunday Times Weekly Review durch SERAP, 07.01.73
  5. Zuckerman, (Lord): „Orgueil et préjugé dans le domaine de la science“, Übersetzung der William-Randolph-Lovelace-Gedenkvorlesung: „Pride and prejudice in science“ durch die ANB in Aerospace Medicine 45, 1974, S. 638–647
  6. Bateman, J. B.: „Staging the perils of nonionizing waves“, Office of Naval Research London, European Scientific Notes, 1978, ESN 32-3:85–88
  7. Courrier, R.: „Exposé de M. le professeur R. Courrier secrétaire perpétuel de l’Académie des sciences fait au cours d’une réunion à l’Institut sur les effets de la machine de M. A. Priore le 26 Avril 1977“, 1977
  8. Delmon, G. und Biraben, J.: „La croissance du carcinome de Guérin sous l’action de champs magnétiques“ in Rev. Path. Comp. 3, 1966, S. 85–88
  9. Rivière, M. R.; Priore, A.; Berlureau, F.; Fournier, M. und Guérin, M.: „Action de champs électromagnétiques sur les greffes de la tumeur T8 chez le rat“ in Compt. rend. acad. Sci. 259, 1967, S. 2895–7
  10. Rivière, M. R.; Priore, A.; Berlureau, F.; Fournier, M. und Guérin, M.: „Effets de champs électromagnétiques sur un lymphosarcome lymphoblastique transplantable du rat“ in Compt. rend. acad. Sci. 260, 1965a, S. 2099–2102
  11. Rivière, M. R.; Priore, A.; Berlureau, F.; Fournier, M. und Guérin, M.: „Phénomènes de regression observés sur les greffes d’un lymphosarcome chez les souris exposées à des champs électromagnétiques“ in Compt. rend. acad. Sci. 260, 1965b, S. 2639–42
  12. Rivière, M. R. und Guérin, M.: „Nouvelles recherches effectuées chez les rats porteurs d’un lymphosarcome lymphoblastique soumis à l’action d’ondes électromagnétiques associées à des champs magnétiques“ in Compt. rend. acad. Sci. D262, 1966, S. 2669–72
  13. Pautrizel, R.; Rivière, M.; Priore, A. und Berlureau, F.: „Influence d’ondes électromagnétiques et de champs magnétiques sur l’immunité de la Souris infestée par Trypanosoma equiperdam“ in Compt. rend. acad. Sci. D263, 1966, S. 579–82
  14. Pautrizel, R.; Priore, A.; Berlureau, F. und Pautrizel, A. N.: „Stimulation, par des moyens physiques, des défenses de la souris et du rat contre la trypanosomose expérimentale“ in Compt. rend. acad. Sci. D268, 1969, S. 1889–92
  15. Pautrizel, R.; Priore, A.; Berlureau, F. und Pautrizel, A. N.: „Action de champs magnétiques combinés à des ondes électromagnétiques sur la trypanosomose expérimentale du lapin“ in Compt. rend. acad. Sci. D271, 1970, S. 877–80
  16. Pautrizel, R.; Priore, A.; Mattern, P. und Pautrizel, A. N.: „Stimulation des défenses de la souris trypanosomée par l’action d’un rayonnement associant champs magnétiques et ondes électromagnétiques“ in Compt. rend. acad. Sci. D280, 1975, S. 1915–18
  17. Pautrizel, R.; Priore, A.; Dallochio, M. und Crockett, R.: „Action d’ondes électromagnétiques et sur les modifications lipidiques provoquées chez le lapin par l’administration d’un régime alimentaire hypercholesterolé“ in Compt. rend. acad. Sci. D274, 1972, S. 488–91
  18. Priore, A.: „Procédé et dispositif de production de rayonnements utilisables notamment pour le traitement de cellules vivantes, République Française: Brevet d’invention P. V. No. 899.414, No. 1.342.772, délivré par arrête du 7 Octobre 1963
  19. Berteaud, A. J.; Bottreau, A. M.; Priore, A.; Pautrizel, A. N.; Berlureau, F. und Pautrizel, R.: „Essai de corrélation entre l’évolution d’une affectation par Trypanosoma equiperdam et l’action d’une onde électromagnétique puisée et modulée“ in Compt. rend. acad. Sci. D272, 1971, S. 1003–6
  20. Anm. d. Red.: Siehe unter dem Originalartikel auf RexResearch.com auf https://tinyurl.com/y9kh6lzw oder in der Patentschrift auf Patents.Google.com unter https://tinyurl.com/y7lrejt6.
  21. Anm. d. Übers.: Röntgen- und Gammastrahlen gehören zu den ionisierenden Strahlen, auf die es keine Hinweise gegeben hat, weshalb sich uns das „up to x- and gamma-ray frequencies“ im Originalartikel in diesem Zusammenhang nicht erschließt. Der Artikel von Berteaud und Bottreau stand uns leider nicht im Original zur Verfügung.
  22. Anm. d. Übers.: Eigentlich SHF oder Mikrowellen.