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Editorial Ausgabe 108

Daniel Porträt 2022Liebe Leser, die vergangenen zwei Monate hat es bei uns kräftig gerappelt. Kaum ist die letzte Ausgabe 107 beim Drucker, stürzen wir uns ins Geistreich am Teich – unser Creatival, das wir Ende Juni aus dem Lausitzer Sand gestampft haben. Infomails schreiben, Faltpläne drucken, Schilder bemalen, Helfer und Referenten koordinieren … der ganze Groß- und Kleinkram eben, den so ein Event mit sich bringt.


Die Orga hält mich das ganze Wochenende über in Atem, aber die prägendsten Momente funkeln bis heute: In der Nacht vor der Premiere öffnet der Himmel seine Schleusen und flutet uns den Saal, sodass wir mit Besen bewaffnet wannenweise Wasser hinauskehren. Am Eröffnungsabend brennen fünf Agnihotra-Feuer, ich chante das Sonnenuntergangsmantra zum ersten Mal in einer größeren Gruppe und sitze danach in einem friedlichen Feld, das ich in dieser Stärke so noch nie gespürt habe. Samstag schafft es Florian König, mit seinen MHR-Rohren den Mobilfunkturm auf dem Gelände zu entstören, was neben mir auch andere Elektrosensible spüren. Am Abend sitze ich im Dodekaeder, der sonst die Sphärenharmonieanlagen von Madjid Abdellaziz umgibt, und Sonntagmorgen zwischen zwei Lakhovsky-Spulen eines serbischen Arztes, die Stephan Wiethaler vom Homa-Hof Heiligenberg zufällig dabei und zum Test aufgestellt hat.

Ja, und dann sind da die Myriaden Kontakte und Gespräche, von QEG-Tests und Sufi-Mystik über PI-Wasser und Goldkolloide bis hin zu Frequenzgeräten, Wellengenom und Alienrassen. Die lächelnden Gesichter, die über das Gelände streifen, zeigen mir: Mit dem Format, ein Forum für Freigeister zu bieten und gleichzeitig Handlungsimpulse zu setzen, haben wir ins Schwarze getroffen.

Sacken lassen kann ich das alles nicht, denn als der Tatort beräumt ist, wartet schon die nächste Aktion: Die irische Geomantin Alanna Moore, Referentin beimGeistreich, gibt am Wochenende darauf unser NEXUS-Seminar, bei dem ich übersetze. Nicht nur für die Teilnehmer, auch für mich stehen die ersten Erfahrungen im Muten an, und ich stelle erstaunt fest, dass das Pendel auf meine Fragen reagiert. Wir ermuten eine Wasserader auf dem Seminargelände, entstören sie mittels Erdakupunktur und bauen einen Kraftturm. Der fängt kosmische Energien ein, genau wie unser Körper, der beim Pendeln wie eine verlängerte Antenne fungiert, so Alanna.

Kaum sitzt sie im Flieger, fiept auch schon das aktuelle Heft, an dessen Texten ich bis eben geraspelt habe. Mein Favorit ist natürlich der Leitartikel von Jeane Manning, die seit Jahren über die Versuche schreibt, diese kosmische bzw. „freie“ Energie einzufangen und technisch nutzbar zu machen. Mich hatte der Inhalt ihres Buchs „Hidden Energy“ so getriggert, dass ich sie gleich bitten musste, uns ein Update zum Stand der Forschung zu schreiben. Ich weiß, ich weiß, an dem Begriff „freie Energie“ wird gerade herumgenörgelt – aber er trifft den Kern der Sache und jeder weiß, worum es geht: Maschinen, die uns aus der fossilen Not- und Zwangsgesellschaft befreien und in eine Zeit katapultieren, die die Bezeichnung 21. Jahrhundert wirklich verdient hat. Dass es Geräte gibt, die Überschussenergie liefern oder Antigravitation erzeugen, davon bin ich nicht erst seit Mannings Artikel überzeugt. Daher spuken in meinem Kopf schon länger sehr konkrete Fragen zu diesem Thema herum:

  1. Wieso setzen wir in Zeiten einer Energiekrise nicht unsere Unis darauf an, mit Hochdruck in diesem Feld zu forschen und die Spreu vom Weizen zu trennen?
  2. Warum verschwinden aktuell noch immer die vielversprechendsten Prototypen mitsamt Tüftlern? Wer will eigentlich verhindern, dass Energie für jeden frei und kostengünstig verfügbar ist?
  3. Wer soll diese Technologien bauen und verbreiten? Gehört die Sache in Privathände, in die des Staates – oder soll das Wissen darum Allgemeingut sein?
  4. Wenn wir Energie in Hülle und Fülle haben – was machen wir dann damit?

So, wie ich das wahrnehme, läuft hinter den Kulissen längst ein Kampf, schließlich ist die Energiefrage nun maldiezentrale Frage jeder Hochzivilisation. Solche Maschinen könnten das ganze System auf den Kopf stellen … aber alles, worüber wir uns in der Öffentlichkeit Gedanken machen, sind popelige Solar- und Windenergie mit miserablem Wirkungsgrad oder Wärmepumpen. Hurra.

Auch Bitcoin ist so ein Thema, das vom Mainstream gern umschifft wird. Dabei hat die Technologie bei genauerer Betrachtung alles, was Kritiker des Fiatgeldsystems sich schon immer von einer freien Währung wünschen: rar, teilbar, dezentral, weltweit verfügbar und quasi unkorrumpierbar – Eigenschaften, die ein Staat bzw. eine Zentralbank mit unbegrenztem Papierdruckrechtnichtso recht haben mag. Was wäre denn, wenn alle, die vom alten Geldsystem die Nase voll haben, von heute auf morgen auf Bitcoin umsteigen? Und, gleich noch weitergedacht: Was passiert eigentlich mit seinem auf Energie basierenden Wert, wenn die Overunity-Maschinen da sind?

Ich denke, beide Themen sind brandheiß, denn unser aller Freiheit wird gerade von höchster Ebene aus plattgewalzt. Ziel ist es offenbar, der Masse möglichst viel Muffensausen zu machen, damit man sie in einen Gedankenknast aus Krieg, Krankheit und Klima pferchen kann.

Das ist perfide und irre, daher mache ich da nicht mit. Ich schlage einen anderen Weg ein – mit Menschen, die auf meiner Wellenlänge sind. Unsere Veranstaltungen haben mir gezeigt, wie wichtig dafür der persönliche Austausch ist, und dass ähnlich tickende Menschen mit offenem Geist ebenfallsfreie Energieproduzieren … und die hat die Welt bitter nötig.

Das heißt: Wir werden nachlegen.

Herzlich,

Ihr Daniel Wagner