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Experimente und Selbstversuche mit Browns Gas

broDer in NEXUS 75 veröffentlichte Artikel von George Wiseman zu Browns Gas (BG) hat mich dazu animiert, meine eigenen Versuche mit dem Gas wieder aufzunehmen. Ich hatte schon länger mit BG experimentiert, fühlte mich aber durch den Artikel motiviert, endlich mit dem Eigenversuch zu beginnen. Da ich völlig gesund bin und viel Sport treibe, waren für mich lediglich die angeblich wesentlich schnellere Regeneration nach dem Sport, der Anti-Aging-Aspekt und die präventiven Eigenschaften von BG interessant. Die eigentliche Motivation meiner Experimente ist aber die Weitergabe meiner Gerätschaften im Kreise meiner Verwandten, denn gerade für Senioren dürfte die Inhalation von Browns Gas sehr interessant sein.


BG besteht zu einem Drittel aus Sauerstoff und zu zwei Dritteln aus Wasserstoff. Vielen dürften die positiven Effekte einer zusätzlichen „Sauerstoffdusche“ bekannt sein – beim Wasserstoff sieht es schon anders aus. Dabei sind in den zahlreichen Forschungsberichten, wissenschaftlichen Beiträgen und mehr als 700 Studien, die die positiven gesundheitlichen Effekte von Wasserstoff belegen, fast alle Erkrankungen des modernen westlichen Menschen im höheren Alter zu finden: Demenz, Alzheimer, Diabetes, Bluthochdruck, Schlaganfall, Entzündungen, Rheuma, Parkinson, Allergien, Krebs, MS oder Psoriasis, um nur ein paar zu nennen. Links zu entsprechenden Studien finden Sie am Ende des Artikels. Diese beziehen sich alle auf Wasserstoff, also nur einen Teil von BG – die positiven Eigenschaften des zusätzlich enthaltenen Sauerstoffs wurden darin gar nicht untersucht. Doch der Reihe nach: Wie begann meine Faszination für Browns Gas?

Die ersten Schritte

Circa 2011 entdeckte ich auf Youtube die Videos von Peter Salocher zum Thema Browns Gas. Ich war sofort fasziniert und so entstand schnell die Idee, eine eigene „Zelle“ zu bauen. Lassen Sie mich kurz erklären, wie eine BG-Zelle aufgebaut ist und wie das Ganze funktioniert: Browns Gas, das im deutschsprachigen Raum oft als HHO bezeichnet wird, entsteht durch die Elektrolyse von Wasser. Falls Ihnen der Begriff Elektrolyse nicht mehr geläufig ist, dann stellen Sie sich einen Behälter mit destilliertem Wasser vor, in den zwei Metallplatten getaucht werden, die sich nicht berühren dürfen. Eine der Metallplatten ist mit dem Pluspol und die andere mit dem Minuspol einer Batterie verbunden. Destilliertes Wasser kann keinen Strom leiten, deshalb wird noch eine Substanz benötigt, welche die Leitfähigkeit des destillierten Wassers herstellt. Mit der Zuführung der später noch beschriebenen Chemikalie in das destillierte Wasser hätten wir dann eine stromleitfähige Flüssigkeit – die Elektrolytlösung. Nun fließt Strom durch das Wasser und zerteilt einzelne Wassermoleküle (H2O) in Wasserstoff und Sauerstoff. Das ist, extrem vereinfacht erklärt, der Vorgang der Elektrolyse in einem offenen Behälter. Dieser Behälter mit den Metallplatten nennt sich dann Zelle bzw. Elektrolyseur. In diesem speziellen Fall spricht man von einer Nasszelle, welche oft im Schulunterricht verwendet wird. Für unsere Zwecke ist die sogenannte Trockenzelle (engl. „Drycell“) jedoch interessanter. Bei der Trockenzelle sieht man von außen keine Elektrolytflüssigkeit mehr, sondern nur noch viele Metallplatten, Dichtungen und Schläuche. Die Elektrolytlösung befindet sich, umrandet von einer Dichtung, in dem etwa zwei Millimeter kleinen Spalt zwischen den Metallplatten. Damit neue Elektrolytflüssigkeit in die Trockenzelle gelangen kann und das entstandene Gas abgeleitet werden kann, sind Löcher in den Metallplatten vorhanden.

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Kompletter Versuchsaufbau mit Elektrolytbehälter (Kanister, allerdings nicht lebensmittelecht), Zelle, Bubbler-Flaschen und Labornetzteil. Der Nasenschlauch liegt auf dem Netzteil.

Die ersten Zellen bastelte ich zusammen mit einem befreundeten Ingenieur, im Laufe der Zeit wurden sie dann immer größer und leistungsfähiger. Irgendwann waren es 1.200 Liter Gas pro Stunde bei 3.200 Watt Leistungsaufnahme. Das frisch produzierte Browns Gas kann man durch eine Schweiß- bzw. eine Lötdüse strömen lassen und entzünden. Hierbei erhält man eine hübsche hellblaue Flamme, mit der man im Keller viel Spaß haben kann.

Meine Experimente mit Browns Gas

Mit meiner BG-Flammen-Schweißdüse bewaffnet unterzog ich diverseste Materialien in meinem Keller einem Belastungstest. Die Effekte waren absolut faszinierend und unerklärlich. Ich konnte beispielsweise mit meinem Finger oder der ganzen Hand durch die Gasflamme fahren, ohne mich zu verletzen. In einer Maturaarbeit (Quelle am Ende des Artikels) über Browns Gas fand ich die Information, dass BG nur mit 140–180 Grad Celsius brennen soll. Die Besonderheit bei BG ist jedoch, dass die entstehende Temperatur nicht von der Flamme kommt, sondern erst in Verbindung mit dem jeweiligen Material entsteht – und das blitzschnell. Jegliches Material kann zum Schmelzen gebracht werden. Manche Materialien werden so heiß, dass sie die flüssig glühende Form überspringen und in Rauch aufgehen bzw. sublimieren.

Keramikpipes glühten bei meinen Versuchen beispielsweise in Sekundenbruchteilen so grell, dass mein ganzer Keller durch die Keramikpipe beleuchtet wurde. In das gleißende Licht konnte ich nur mit Schweißerbrille hineinsehen. Bei entsprechender Gasmenge beginnt die Keramikpipe zu schmelzen, was auf Temperaturen zwischen 2.000–3.000 Grad hinweist.

Oder nehmen wir das angeblich „temperaturstabilste“ Metall Wolfram. Der Schmelzpunkt von ca. 3.400 Grad wird übersprungen und sofort wird die Siedetemperatur von knapp 6.000 Grad erreicht. Somit fängt Wolfram nicht mal an zu glühen, sondern kollabiert unter der BG-Flamme sofort zu dunklem Rauch. Einen schönen Vorführeffekt ergibt auch gleißend hell blubberndes Lavagestein, das man sogar mit einem Stück Metall verbacken kann.

Eine weitere interessante Frage, die viele andere Experimentatoren beschäftigt, ist, ob BG explodiert oder implodiert. Ich würde sagen beides – nur nacheinander. Um das zu demonstrieren, kann man BG in eine stabile Plastikflasche füllen und einen Piezozünder in den Deckel kleben. Falls die Plastikflasche die Explosion übersteht, beginnt sich nach einigen Sekunden der Abkühlung die Flasche zusammenzuziehen. Es bildet sich ein Vakuum – nur ein Tropfen Wasser bleibt übrig. Aus ca. 1.860 Milliliter Browns Gas wird also ein Milliliter Wasser. Erst eine Explosion mit einer Detonationsgeschwindigkeit von 2,8 km/s – und dann langsam der Aufbau von einem fast perfekten Vakuum. Faszinierend, oder?

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Eine EM-Keramikpipe, die mit BG instantan zum Glühen gebracht werden kann − es muss also irgendeine direkte „Interaktion"mit dem Material geben.

In weiteren Versuchen brachte ich Autokatalysatoren zum Glühen, um daraus vielleicht mal eine Heizung basteln zu können. Natürlich testete ich die BG-Zelle auch im PKW, merkte aber bald, dass sich der Spriteinspareffekt nur bei älteren Motoren ohne Lambdaregelung einstellte. Zu guter Letzt versuchte ich, einen Notstromgenerator auf BG-Betrieb umzurüsten. Dafür musste eine neue Zündanlage aufgebaut werden, die ich mithilfe eines befreundeten Ingenieurs später sogar zu einer Hochspannungs-Plasmazündanlage umrüstete. Das Resultat: Das Notstromaggregat lief mit 100 Prozent BG etwas über der Leerlaufdrehzahl – ein Overunity-Effekt war definitiv nicht zu beobachten. Interessant und lehrreich war es trotzdem, auch wenn es natürlich wenig Sinn macht, mit drei Kilowatt Strom Browns Gas zu produzieren, damit dann ein Motor mit zu niedriger Drehzahl und wenig Drehmoment läuft. Stanley Meyer soll seinen Buggy ja mit 100 Prozent Wasser betrieben haben, was mir nach dem Studium seiner Patente und Bauten absolut glaubwürdig zu sein scheint.

Während dieser Zeit des Bastelns habe ich in diversen Foren immer wieder über die angeblichen positiven Gesundheitsaspekte gelesen. Mehr als eine Minute Gasschnüffeln wurde damals aber nicht daraus. Meine Experimentierfreude ist dann irgendwann eingeschlafen – bis der NEXUS-Artikel von George Wiseman erschien.

Was braucht man alles für den Selbstversuch?

Der von George Wiseman empfohlene Elektrolyseur liegt bei ca. 2.500 Dollar, wobei vermutlich noch Steuern und Zölle hinzukommen. Die Alternative wäre es, sich diese Gerätschaften zum Beispiel auf Ebay zu kaufen. Hier dürfte man mit ca. 300 Euro sehr weit kommen. Benötigt werden eine Stromversorgung, der Elektrolyseur, ein Elektrolytbehälter, zwei Bubbler, der Nasenschlauch und etwas Werkzeug. Wenn ein klein wenig handwerkliches Geschick, eine Heißklebepistole und ein Lötkolben vorhanden sind, kann es losgehen.

Worauf man beim Kauf der Zelle achten sollte

Ich würde eine Trockenzelle empfehlen, da diese Zellen explosionsgeschützt, leistungsfähig und sehr günstig sind. George Wiseman empfiehlt, für gesundheitliche Zwecke circa 40 bis 60 Liter BG pro Stunde einzuatmen. Oft findet man bei Onlineangeboten jedoch nur die Gasleistung pro Minute. Hier sollte man sich immer an dem unteren Wert orientieren. Wenn der Zellenverkäufer von beispielsweise ein bis vier Litern pro Minute spricht, dann gehen Sie besser von einem Liter pro Minute aus. BG-Elektrolyseure werden im Dauerbetrieb sehr warm. Oft findet man auf Youtube diverse Videos fantastischer Hochleistungszellen mit schwindelerregenden Literzahlen. Wenn man auf das austretende Gas achtet, ist oftmals Wasserdampf zu sehen. Hat die Zelle allerdings erst einmal 80, 90 oder 100 Grad erreicht, dann tritt nicht nur BG aus dem Schlauch aus, sondern auch Elektrolyt mit Restbestandteilen von Natriumhydroxid bzw. Kaliumhydroxid. Die Elektrolytlösung besteht aus destilliertem Wasser und etwas Lauge, um die Stromleitfähigkeit zu gewährleisten – diesen Dampf will sicher niemand in der Lunge haben. Somit sind nur Zellen interessant, die möglichst lange betrieben werden können, ohne heiß zu werden. Sie sollten also lieber eine größere Zelle kaufen, am besten eine, die theoretisch fünf Liter BG/HHO pro Minute herstellen kann. Damit ist gewährleistet, dass die Zelle bei einem Liter pro Minute länger kühl bleibt.

Die Elektrodenplatten sollten aus V4A-Stahl mit hohem Titananteil bestehen. Die technische Bezeichnung des Edelstahls mit Titananteil ist 316Ti bzw. 1.4571. Optimal ist es, wenn die Minus-Anschlussplatten aus reinem Titan sind. Der Verkäufer sollte exakte Angaben zu den verwendeten Stahlqualitäten machen; telefonische Erreichbarkeit und eine eigene Website könnten ebenfalls ein Zeichen von Seriosität sein.

Elektrolytvorratsbehälter

Auf Ebay gibt es beispielsweise BG-Komplettpakete für den Einbau in Fahrzeugen. Neben der Zelle sind dann oftmals auch diverse Kleinteile, Schläuche und der Elektrolytvorratsbehälter im Paket enthalten. Die mitgelieferten ein bis zwei Liter fassenden Elektrolytbehälter sind für den etwa einstündigen Betrieb voraussichtlich ausreichend. Falls Sie die Zelle mehrstündig betreiben wollen oder mehrere Personen nacheinander das Gerät benutzen wollen, kann mit einem größeren Elektrolytbehälter die Laufzeit verlängert werden. Je größer der Vorratsbehälter ist, desto mehr kühle Elektrolytlösung gelangt in die Zelle. Der Elektrolytbehälter wird über der Zelle positioniert und die Elektrolytflüssigkeit zirkuliert kontinuierlich zwischen Zelle und Vorratsbehälter. Der Behälter sollte möglichst massiv, laugenfest und vor allem lebensmittelecht sein. Ein geeigneter Kunststoff ist beispielsweise Polyethylen (HDPE, PE-HD, PD-LD). Ein lebensmittelechter Behälter aus HDPE oder PE-HD sollte nach dem Öffnen nicht nennenswert nach Plastik riechen. Übelriechende Kunststoffkanister aus dem Baumarkt sind sicher nicht so optimal, da man die Ausgasungen sämtlicher Behälter mit einatmet. Wer sich einen größeren Elektrolytbehälter selbst zusammenbauen möchte, benötigt natürlich auch noch Bohrer, Gewindeschneider, Teflonband und die entsprechenden laugenfesten Schlauchanschlüsse.

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Bubbler

Nach dem Elektrolytbehälter strömt das BG in den Bubbler. Dieser mit Leitungswasser gefüllte Behälter, in dem das Gas beim Durchlauf Blasen bildet, soll den Flammenrückschlag („Flashback“) verhindern. Falls sich das BG beim Basteln im Keller entzünden sollte, kann nur das wenige Gas im Schlauch und im Bubbler explodieren. Beim Einatmen von BG hat der Bubbler allerdings noch eine andere Funktion: Er soll etwaige Elektrolytrückstände im Gas herausfiltern. Darum verwendet George Wiseman sogar zwei Bubbler hintereinander (bzw. nacheinander). Für mich erscheint es logisch, dass die Bläschen möglichst klein sein sollten.

Hierfür habe ich mir einen Aquariumstein in den zweiten Bubbler gebaut, der die Blasen von Zentimeter- auf Millimetergröße reduziert. Alternativ könnte man den zweiten Bubbler auch halb mit Sand füllen, was ich aber noch nicht selbst ausprobiert habe.

Einen Bubbler kann man auch ganz leicht selber bauen: Man nimmt einfach zwei große 1,5-Liter-Kunststoffflaschen (Cola- bzw. andere PET-Flaschen), bohrt zwei kleine Löcher in den Deckel und dichtet die Schläuche mit einer Heißklebepistole ab. Der Schlauch für das einströmende Gas geht dabei bis an den Flaschenboden und der Schlauch für das ausströmende Gas endet direkt unter dem Deckel. Die Flasche wird dann zu circa 80 bis 90 Prozent mit Wasser gefüllt, sodass das Gas vor dem Verlassen der Flasche durch das reinigende Leitungswasser muss. Nach den Bubblern kommt schon der Nasenschlauch. Manche Exemplare riechen unangenehm nach Plastik – hier kann man sich aber an den Kundenrezensionen auf bekannten Internetplattformen orientieren.

Stromversorgung

Ebenfalls erwähnenswert ist natürlich die Stromversorgung. Um 40 Liter BG in einer Stunde zu produzieren, benötigt man ein Netzteil mit 100 oder 120 Watt. Die allermeisten Trockenzellen sind für den 12-Volt-Betrieb konzipiert, weshalb das Netzteil dauerhaft 12–13,6 Volt Gleichstrom (DC) und entsprechend 8–10 Ampere liefern sollte. Ich verwende aktuell ein Labornetzteil, das allerdings 300 Euro kostet und nicht wirklich empfehlenswert ist, da sich mit steigender Erwärmung der Zelle deren Widerstand ständig ändert und somit das Labornetzteil häufig nachgestellt werden muss. Eine günstige und vermutlich bessere Alternative ist ein Spannungswandler von 230 Volt auf 12 Volt und 10 Ampere (ca. 30–40 Euro). Das Gerät sollte vernünftige Kabel haben und für den Dauerbetrieb geeignet sein (z. B. geeignet für den Betrieb eines 12-V-Kühlschranks, Kfz-Zigarettenanzünders etc.) Eventuell funktioniert auch das alte Netzteil eines Notebooks, sofern die Leistungsdaten passen. Beim Anschluss der Stromversorgung an die Zelle sind möglicherweise Lötarbeiten notwendig.

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Gasbläschen in den mit Leitungswasser gefüllten Bubblern. Verwendet werden handelsübliche PET-Flaschen und ein Aquariumstein.

Elektrolytlösung

Als Elektrolyt verwende ich dampfdestilliertes Wasser zuzüglich zwei bis vier Gewichtsprozent NaOH (Natriumhydroxid) bzw. KOH (Kaliumhydroxid). Der Laugenanteil verbleibt während der Elektrolyse vollständig im Wasser, sofern, wie bereits erwähnt, die Zelltemperatur im grünen Bereich ist. George Wiseman verwendet NaOH – ich habe bisher KOH verwendet, da es nicht so aggressiv bei Hautkontakt ist und die Zelle effizienter arbeitet als mit NaOH. Da George aber NaOH präferiert, werde ich ebenfalls auf diese Lauge wechseln. NaOH wird von Bäckern zur Herstellung von Brezeln und Laugensemmeln verwendet – das macht Natriumhydroxid etwas sympathischer als Kaliumhydroxid, welches eher beim Ablaugen von Möbeln punkten kann. Zum Wasser: Viele unerwünschte Inhaltsstoffe von destilliertem Baumarkt-Wasser, das in Wirklichkeit Osmosewasser ist, werden ebenfalls elektrolytisch gespalten. Das kann je nach Inhaltsstoff mehr oder weniger gefährlich werden – gäbe man dem Wasser beispielsweise Kochsalz (NaCl) hinzu, dann würde in der Elektrolysezelle Chlorgas (Cl2) und Natron(lauge)entstehen. Da jeglicher Inhaltsstoff des Wassers elektrolytisch gespalten wird, empfehle ich, dampfdestilliertes Wasser zu verwenden, das Sie zum Beispiel in Apotheken erhalten. Auf lange Sicht wäre eventuell der Kauf einer Dampfdestille zu erwägen.

Probleme und Lösungen

Bräunliche Verfärbung des Elektrolyts

Ein großes Problem bei „günstigen“ Zellen ist die Braunfärbung der Elektrolytlösung. Ähnlich wie bei der Herstellung von kolloidalem Silber können sich auch aus den Stahlplatten des Elektrolyseurs Nanoteilchen herauslösen. Hierdurch soll sich zum Beispiel Chrom aus dem Edelstahl lösen. Chromate in der Elektrolytflüssigkeit sind sicherlich nicht sonderlich gesundheitsfördernd. Je höherwertig der verwendete Stahl, desto länger bleibt die Elektrolytlösung hell. Meine Lösung ist auch nach etwa 100 Stunden Betrieb noch völlig hell.

Schaumbildung

Ebenfalls störend ist die Schaumbildung der Elektrolytlösung. Ob sich durch die Lauge oder die Elektrolyse noch weitere Stoffe aus Platten, Schläuchen, Anschlüssen, Dichtungen usw. lösen und zu der nervigen Schaumbildung führen, kann ich nicht genau sagen. Bezüglich der Schaumbildung wird oftmals von Fettrückständen gesprochen. In meiner Zelle ist nach zig Elektrolytwechseln garantiert kein Fett mehr vorhanden und trotzdem fängt die Lösung irgendwann an zu schäumen. Allerdings habe ich in meiner Zelle keine reinen Titananoden verbaut. Abhilfe oder wenigstens Besserung soll, wie oben bereits erwähnt, die Verwendung von Titan-Minusplatten bringen. NaOH bzw. KOH mit möglichst hohem Reinheitsgehalt und dampfdestilliertes Wasser bringen ebenfalls Besserung. In einem Video von George Wiseman sieht man ihn an seiner kleinen Zelle mit einem selbstgebauten Staubsauger stehen, wo er seine uralte dunkelbraune Elektrolytlösung von massivem Schaum befreit. Wenn Ihre Elektrolytlösung jemals so aussehen sollte, hätten Sie besser schon lange vorher neue ansetzen sollen.

Kein Gas

Bei kalter Zelle dauert es, bis die Gasproduktion losgeht. Falls ihr Netzteil etwas schwach auf der Brust ist, kann es hilfreich sein, die NaOH-Konzentration um ein oder zwei Prozent zu erhöhen.

Einschlafen mit dem Schlauch in der Nase

Hier hilft ein günstiges Bauteil (ca. 10 Euro): eine Steckdose mit Zeitschaltuhr, die nach wahlweise 30, 60 oder 120 Minuten (je nach Modell) abschaltet.

Explosionsgefahr in der Wohnung

Laut Wikipedia besteht ab vier Prozent Wasserstoffanteil in der Raumluft eine gewisse Brandgefahr und ab 18 Prozent Anteil bereits eine Explosionsgefahr. In 60 Litern Browns Gas sind 40 Liter Wasserstoff enthalten. In einem 20 Quadratmeter bzw. 40 Kubikmeter großen Raum könnten wir rein rechnerisch also 40 Stunden Gas strömen lassen, bis eine Brandgefahr besteht. Da sich Wasserstoff jedoch an der Decke sammelt, können entsprechende Konzentrationen bereits früher erreicht werden. Etwas Lüften oder ein paar offene Zimmertüren können sicher nicht schaden. Die bei einem Atemvorgang eingeatmete H2-Menge liegt – im Verhältnis zu den ein bis zwei Litern eingeatmeter Raumluft – im Promillebereich und ist somit meilenweit von einer Zündfähigkeit entfernt. Bitte rechnen und recherchieren Sie aber noch einmal selbst nach.

Der Eigenversuch

Kommen wir nun zum Eigenversuch, den ich seit ungefähr sechs Wochen durchführe. Meist abends auf der Couch oder direkt nach einer Radtour lege ich den Nasenschlauch für eine Weile an – das kann nachmittags mal eine halbe Stunde sein oder abends mehrere Stunden. Ich konnte mit dem Gas auch wunderbar einschlafen und war dann blitzartig wieder wach, als ich mich im Dämmerzustand wieder an das eingeschaltete Gerät erinnerte. Da die halbe Nacht auf der unbequemen Couch schon geschafft war, beschloss ich, den Rest auch noch durchzuhalten. Die achtstündige Session war unkomfortabel, aber ansonsten sehr gut verträglich.

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Größere Trockenzelle für den 300-V-Gleichstrombetrieb, die 20 Liter BG pro Minute produziert.

Auffällig waren für mich bisher eine wesentlich schnellere Regenerationszeit nach längeren Radtouren und eine zügige Zunahme meiner Kondition – 120-km-Radtouren mit 1.700 Höhenmetern hatte ich so kurz nach Radsaisonbeginn in den Vorjahren bisher noch nie absolviert.

Insofern bin ich schon beeindruckt, hatte ich doch an mir selbst keine großartigen Veränderungen erwartet. Völlig subjektiv, aber dennoch erwähnenswert, ist meine sehr gute Motivation für sportliche Aktivitäten. Dies ist vielleicht auch der Tatsache geschuldet, dass die „schweren Beine“ schneller verschwanden. Weitere Erfahrungsberichte kann ich erst nachliefern, wenn Interessenten in der Verwandtschaft entsprechende Erfahrungen gemacht haben.

Wenn Sie auch schon mit BG experimentiert und Erfahrungen gesammelt haben, können Sie mich gern über die unten angegebene Redaktionsadresse kontaktieren – oder Sie nutzen die Kommentarfunktion auf der NEXUS-Homepage, sobald dieser Artikel freigeschaltet ist.

Nachtrag

Ich bin kein Wissenschaftler, kein Arzt und ich will auch nichts verkaufen. Der Artikel soll meine eigenen Experimente und meinen Selbstversuch dokumentieren und Interessierten ein paar Tipps geben. Laugen können ätzen, BG/HHO kann explodieren. Machen Sie mit BG besser keine Explosionstests im Keller. Falls doch: Tragen Sie bitte unbedingt immer Gehörschutz und Schutzbrille. Was sämtliche Angaben im Artikel angeht, so möchte ich Sie bitten, diese selbst nachzurecherchieren und nachzurechnen.

Weiterführende Informationen


Kommentare

Kommentar von Horst Thuy (17. Juli 2018, 09:56 Uhr)

Eine Anmerkung zum Artikel "Brownsgas im Eigenversuch" der letzten Ausgabe.

Im Artikel schrieb ich: "George Wiseman empfiehlt ca. 40-60 Liter BG pro Stunde". Eine Leserin, welche sich das Gerät von George Wiseman gekauft hat, wies mich darauf hin, dass George lediglich 18-20 Liter BG-Gas pro Stunde empfiehlt.

Lt. einer Untersuchung der TU-Braunschweig atmet man durchschnittlich 17 mal pro Minute ca. 0,5 Liter Luft ein. Das Einatmen dürfte somit bei knapp zwei Sekunden liegen, in denen bei bei 60 Litern BG/Std. bzw. 40 Litern H2/Std. in etwa 22ml H2 einatmet. Damit liegt der "TU-Durchschnittsmensch" bei knapp 4,5% H2-Atemgaskonzentration, was theoretisch schon eine brennbare Mischung wäre. Laut Wikipedia soll eine explosive Mischung erst bei 18% Wasserstoffkonzentration in der Luft vorhanden sein - andere Quellen sprechen schon ab 4% Konzentration von einer Gefahr. Somit macht es also aus Sicherheitsgründen durchaus Sinn, sich an dem niedrigeren Wert zu orientieren. Im Artikel "Brown´s Gas for Health" (Walter Last with George Wiseman) war folgendes zu lesen: " Undiluted BG has a hydrogen concentration of 66.6%, and his generator produced 75 litres of BG. As usual, he felt great and energetic during the inhalation, but something very unusual showed up in the blood picture. "
Weiter unten im Artikel ist jedoch noch folgender Hinweis zu finden: "To keep the hydrogen concentration of the inhaled gas below 4% the BG volume should be adjusted to about 18 to 20 litres. That should not be necessary when inhaling from a bottle. However, G.W. is still inhaling BG at 8 to 9% with a cannula for several hours on most days."

Lt. diesem Hinweis "schnüffelt" George Wiseman 75 Liter BG pro Stunde - empfiehlt aber aus Sicherheitsgründen seinen Kunden lediglich 18-20 Liter BG pro Stunde. Vergessliche Indoor-Raucher mit kleinem Lungenvolumen sollten vielleicht sogar noch niedrigere Gasmengen vorziehen ;-)


Kommentar von Jürgen J Jansen (09. September 2018, 14:49 Uhr)

Sicherheit steht bei George Wiseman an erster Stelle. Das ist der Grund und die lebenslange Garantie, dass wir den AquaCure H2 nun auch in Deutschland anbieten. Sollte problemlos in Google gefunden werden


Kommentar von Heinz Kircher (04. Dezember 2018, 17:17 Uhr)

Der Artikel über das Brownsgas ist sehr treffend geschrieben. Ich selbst betreibe seit 5 Jahren ebenfalls ein solches Gerät. Wir haben das beim Verein GAIA zusammen gebaut. Seither dient es mir zur Präsentation bei vielen Ungläubigen was Wasser alles kann. Die Bürger sollten selbstständig denken können und vielleicht bleibt doch etwas hängen. Was mich umtreibt ist das Elektrolyt, das mit der Zeit immer brauner wird. Ist theoretisch ein Blechpaket aus Titan (sehr teuer) nicht das bessere Material? Übrigens, kennen Sie den Bericht E 5001-15 der den Ministerien in Belin vorliegt und wären belastbare Forschungen nicht mit diesem Gas zu erreichen ? Mit freundlichen Grüßen Heinz Kircher Mail: kircher.heinz@gmail.com


Kommentar von Horst Thuy (04. Dezember 2018, 19:13 Uhr)

Hallo Herr Kircher, bezüglich dem Elektrolyt könnten Sie anstatt KOH einfach mal NaOH probieren. Wichtig: Immer dampfdestilliertes Wasser verwenden. Das billige Baumarktosmosewasser verursacht oft div. Probleme. Der Wirkungsgrad der Zelle ist bei KOH minimal besser, jedoch hat NaOH einige Vorteile:
Die Schaumbildung des Elektrolyts ist minimal und selbst nach wochenlanger Benutzung (1-4 Stunden täglich) gibt es absolut keine Verfärbung. Wichtig ist natürlich, dass hochwertiger Stahl verwendet wird wie z.B. 1.4571 bzw. 316Ti. Sehr wichtig ist, den Stahl mit Zitronensäure bei 60 Grad für ca. 30 Minuten zu passivieren. Reines Titanblech bietet sich leider nur als Kathodenmaterial an. Vor einigen Wochen baute ich mir eine komplette Zelle aus Titan in Kombination mit NaOH als Elektrolyt. Leider lies diese Zelle nur für wenige Sekunden den Strom durch die Platten. Nach der Demontage ist ein Belag an der jeweiligen Anodenseite zu sehen. Absolute Stromblockade. Den Grund kenne ich leider nicht. Vielleicht bildet sich eine Schicht mit Titandioxid, welche die gegen Null gehende Stromleitfähigkeit erklären würde.
Meine Grade 1 Titanplatten habe ich mir günstig bei Metall Jobst bestellt. Die Platten werden gekantet und sind leicht verzogen. Bei 2mm Platten ist das Begradigen ein echter Kampf. Besser die 1mm Platten verwenden.
Jedenfalls habe ich nur minimale anfängliche Schaumbildung - und absolut keine Verfärbungsprobleme mehr. Wichtig ist auch niemals die Polarität der Zelle zu ändern. Dann lösen sich alle Ablagerungen und das Elektrolyt ist sofort verfärbt.
Bezüglich belastbarer Forschungen auf dem Gebiet von Brownsgas leben wir leider im falschen Land. Niemals würde ein BG-Gerät hier in Deutschland aufgrund der Explosionsgefahr eine Zulassung bekommen. In anderen Ländern gibt es da weniger Hürden. Wer jetzt die Idee hat das Ganze durch eine Membrane zu trennen und die einzelnen Gase getrennt voneinander zu behandeln - es ist eben dann kein Brownsgas mehr. Die Effekte von BG erkläre ich mir durch das Vorhandensein von monoatomaren Wasserstoff und auch monoatomaren Sauerstoff. Dieser könnte in dem Moment entstehen, wenn die Blasen groß genug sind und beide Elektroden bei Aufsteigen kontaktieren. Der Randbereich dieser Blase würde aus Pollacks EZ-Wasser (OH-) Wasser bestehen.....Evtl. entstehen sogar Hydridionen (H-). Das Wasserstoffion H+ besteht aus lediglich einem Proton und keinem Elektron. Mit einem zusätzlichen Elektron wird aus dem H+ der monoatomare Wasserstoff H. Mit einem zusätzlichen Elektron würde wieder ein Ion entstehen - das H- Ion bzw. Hydridion. Dieses wäre aber nicht mehr gasförmig, sondern Bestandteil des Wasserdampfes. Dieses Hydridion ist natürich sehr interessant - hat es doch zwei Elektronen und kann beispielsweise ein Hydroxylradikal (OH.) reduzieren. Es würde nur ein Hydridion ausreichen, um ein Hydroxylradikal zu H2O zu reduzieren. Bitte das Hydroxylradikal (OH.) nicht mit einem OH- Ion verwechseln, welches sehr gesund ist (basisches Wasser, Gletscherwasser, Pollacks EZ-Water = OH- Wasser)
Ein fehlendes Elektron macht aus dem gesunden OH- Ion eines der gefährlichsten Radikale. ...so schnell schweift man ab ;-)


Kommentar von Horst Thuy (11. Dezember 2018, 15:29 Uhr)

Zusatzinfo zu obigem Kommentar:
Zusatzinfo:

Was mir sonst noch einfällt, um braunes Elektrolyt zu vermeiden: Den hochwertigern Stahl 1.4571 am besten nicht unbedingt aus China oder den USA bestellen ;-).
Wie schon geschrieben ist sehr sehr wichtig: dampfdestilliertes Wasser und KOH bzw. NaOH in Laborqualität (ca. 4-5% Gewichtskonzentration). Beim Handling mit den Platten immer Handschuhe tragen, damit absolut kein Fett auf den Platten ist (Fett + Lauge-> Seifenschaum). Dann die Passivierung - eine 20%ige Lösung mit Zitronensäure bei 60-65 Grad.
Wichtig sind natürlich auch die Dichtungen. Hier können sich ebenfalls div. Stoffe lösen. Nehmen Sie mal ein Multimeter und Ohmen ihre EPDM-Dichtung durch. Hier fließen oft ganz massive Ströme. Das oft empfohlenen EPDM ist somit für eine effektiv arbeitende Zelle die zweite oder dritte Wahl.
Ich hatte für meine dicke Zelle ca. 140 Dichtungen geschnitten, die Zelle zusammengebaut und dann war der Wirkungsgrad bei grottenschlechten 7 Wattstunden pro Liter HHO.
Nach einer Fehlersuche blieben nur die Dichtungen übrig. Also alle neu geschnitten (von einem anderen Hersteller) und dann verbesserte sich der Wirkungsgrad auf 2,6-2,8 Wattstunden pro Liter HHO bzw. 3 Wh bei "Voll-gas" ;-).
Zuletzt hatte ich mir drei verschiedene EPDM´s bestellt und alle waren eine Katastrophe. Falls Sie mal im Niedervoltbereich kein Kabel zur Hand haben, dann kann man auch mal ein schlechtes EPDM als Kabelersatz verwenden. (Kleiner Scherz, funktioniert aber wirklich - wird es natürlich schnell sehr warm....)
Sehr gut ist natürlich auch noch echter Gummi - der stinkt allerdings nach dem Kauf oft wochen- oder monatelang vor sich hin, bis der Geruch erträglich wird und man ihn verwenden kann.
Für BG Zellen zum Einatmen würde ich echten Gummi aber ebenfalls nicht verwenden.
Optimale Dichtmaterialien sind natürlich Teflon PTFE und auch HDPE. Beide in Lebensmittelqualität, temperaturbeständig, laugenresistent und gute bzw. sehr gute Isolatoren.
Das Schneiden der Dichtungen ist aber sehr aufwändig (HDPE: Heißluftföhn zum Vorwärmen des Kunststoff und des Messers).
Zum zusätzlichen Abdichten des HDPE habe ich noch beidseitig Teflonband verwendet.
Sinnvoll sind auch Schläuche aus echtem Silikon - nicht die billigen Baumarktschläuche, welche müffeln und sicher auch div. Chemikalien wie Weichmacher i.d. Elektrolyt abgeben.
Bei Baumarktschläuchen sieht man, dass sie nach einigen Monaten ihre Elastitzität verlieren und ohne Klammer nicht mehr abdichten.
Jedes Molekühl, welches aus Dichtungen oder Schläuchen usw. im Elektrolyt landet, wird sehr wahrscheinlich genauso "gespalten", wie das Wasser. Das alles können Quellen für Elektrolytschaum sein.
Die Braunfärbung hingegen kommt sicherlich primär aus minderwertigen Stahlplatten bzw. nicht ausreichend passivierten Platten.
Das ist der gleiche Effekt wie bei der Herstellung von kolloidalem Silber: Metall + dest. Wasser + Strom -> Verfärbung des Wassers d.d. suspendierten Metallnanoteilchen.
Das sind dann nicht unbedingt nur Metallionen, sondern können auch wie bei der Kolloidherstellung statisch geladene Metallnanocluster sein. Diese lagern sich dann nicht aufgrund ihrer
Ladung an der Kathode an, sonder verbleiben eine ganze Weile im Elektrolyt, bis sie ihre statische Ladung verlieren und dann an den Boden sinken. Beim nächsten Einschalten
der Zelle werden sie dann wieder aufgewirbelt. Die von der Elektroden abgelösten Metallionen lagern sich sich höchwahrscheinlich an der gegenlüberliegenden Elektrode an - je nachdem, welche Ladung Sie haben. Meiner Meinung nach lösen sich nicht nur Metallionen von der Anodenseite ab! Das Natriumion Na+ aus dem Elektrolyt NaOH reagiert beispielsweise an der Kathode und wandelt sich vom Ion wieder zurück zu metallischem Natrium. Dieses metallische Natriumatom reagiert sofort wieder explosiv mit Wasser.
-> neg. geladenes Metallion + Elektron = wieder Metall.
Dieser Sachverhalt ist nebenbei erwähnt vermutlich der Haupteffekt der Elektrolyse. Es geht also nicht nur um H+ und OH-, sondern das Elektrolyt spielt vermutlich die erste Geige.
Nochmal: NaOH wird in Lösung zu Na+ und OH-. Das Na+ Ion bekommt von der Kathodenseite ein Elektron. Jetzt wird das Ion wieder zu einem Metallatom.
Was passiert, wenn man Natrium ins Wasser wirft - es entsteht Wasserstoff. Hierzu gibt es ein paar hübsche YT-Videos wie ein Natriummetallbrocken und Wasser reagieren.
Das Natriummetallatom reagiert mit Wasser und es entstehen wieder div. Ionen und natürlich Wasserstoff. Das H+ bzw. H3O+ Ion gibt es natürlich auch noch, welches ebenfalls zu H bzw. H2 wird, sobald es von der Kathode ein Elektron bekommt.

PS: Entgegen der technischen Stromrichtung ist die physikalische Stromrichtung natürlich exakt umgekehrt. Der Strom fließt auf technischen Zeichnungen von Plus nach Minus.
In der physikalischen Realität fliessen die Elektronen aber vom Minus zum Plus. Die DC-Minusseite, also die Kathode, ist somit immer der "Elektronenspender". Bei der BG-Zelle haben wir aber viele Neutralplatten. Diese haben keinen Stromanschluss. Zwischen den Platten ist also kein richtiger Plus und Minus vorhanden, sondern ein Potentialunterschied. Durch den Elektromagnetismus werden die Elektronen auf die entsprechende Seite der Neutralplatte gedrückt. Die Anschlusskathode hat also den größten Potentialdruck mit beispielsweise 24Volt und 5Ampere gegenüber der Anschlussanode. Die von der Kathodenseite aus betrachtet erste Neutralplatte hat "noch" 22 Volt Potentialunterschied gegenüber der Anschlussanode. Misst man die Anschlusskathode jedoch gegenüber der ersten Neutralplatte, dann werden 2 Volt Potentialunterschied angezeigt. Die in der ersten Neutralplatte nach der Anschlusskathode ankommenden Elektronen werden von der Anschlusskathode weggedrückt. Ist also die Anschlusskathode auf der linken Seite, dann hat die erste Neutralplatte nach der Anschluskathode auf der linken Seite die Anode und gleichzeitig auf der rechten Seite die Kathode. Dadurch findet zwischen jeder Neutralplatte ebenfalls eine Elektrolyse statt, obwohl diese keinen eigenen Stromanschluss haben.