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Gor Rassadin: Ein Dialog im Hyperraum

gorEin gebürtiger Russe gibt bei Vorträgen, in Webinaren und YouTube-Videos seine Sicht aufs Weltgeschehen und eine eigene Kosmologie kund. Seine Aussagen sind von markanter Tiefe – vieles klingt archaisch und zugleich seltsam vertraut. Nebenbei verteilt er noch ein paar Backpfeifen an Hans und Gretel Guckindieluft.


Daniel Wagner (DW): Gor, als du mir kürzlich zum ersten Mal über den Bildschirm geflimmert bist, dachte ich: Den kennst du doch. Es war eine dieser eigentümlichen Synchronizitäten, die mich schon länger verfolgen. Dann sah ich mir einige Vorträge von dir an: über das Wesen und die Entwicklung von La Solara, unserem organischen Sonnensystem, über den Platz des Menschen im Kosmos, über die dreifaltige Natur des Bösen und wie man echte Magie macht. Ich muss sagen: Treffer, versenkt. Es war, als würdest du ein paar letzte Fäden für mich verknüpfen. Daher meine erste Frage: Woher beziehst du eigentlich dein Wissen?

Gor Rassadin (GR): Danke, Daniel. Ich beziehe es gar nicht. Einerseits ist das Wissen einfach wie das klare Sehen, es wird dabei nichts „geholt“, sondern lediglich registriert. Andererseits ist das Wissen als Übersetzung oder Interpretation der Realität auch ein Erschaffungsprozess. Den gestalte ich immerwährend in meinem Geiste und empfehle auch jedem, mitzumachen. Man könnte also sagen, mein Wissen entsteht aus der Natur der Dinge.

Ich finde es bezeichnend, dass eine solche Antwort auf diese mir oft gestellte Frage die meisten Menschen zufriedenstellt, auch wenn ursprünglich ein Verweis auf irgendeine externe Autorität erwartet wurde. Dies ist nämlich sehr charakteristisch für die ewige menschliche Quellenfrage: Schon ein Schritt der Weiterleitung („Ich habe das aus dem Buch XY oder vom Lehrer YZ“) beruhigt die Geister, auch wenn die Quelle weder bekannt noch gut noch überprüfbar ist. Das würde im Klartext heißen: „Wenn das ein anderer (nicht du) sagt, dann kaufe ich es dir ab.“

Nun, ich kann mit keiner externen Quelle „glänzen“. Mein Wissen ist wirklich mein Direktwissen.

DW: Nun ist es ja so, dass nicht jeder Mensch unmittelbar über die Natur des Sonnensystems, die Entstehung des Kosmos und den Ursprung der Menschheit Bescheid weiß – oder sagen wir, die Dinge so direkt ausdrückt wie du. Mir scheint, wir sind alle in diesen Wissensstrom eingebettet, haben aber irgendwie den Zugriff darauf verloren. Wie war das bei dir? Hattest du diesen Zugriff schon immer?

GR: Informationen im Raum und in der Natur der Dinge zu lesen ist gewiss eine Gabe, die bei Menschen im unterschiedlichen Ausmaß vorhanden ist. Und selbst das ist nur der erste Schritt. Informationen in Wissen zu verwandeln ist ein schöpferischer Prozess der Synthese und der Sinngebung, ähnlich wie wenn man aus Baumarktmaterialien ein funktionierendes Haus baut. Die Wissenserschaffung ist sowohl meine Arbeit als auch die Fähigkeit, die ich schon immer besaß.

DW: Das muss ich verdauen – Wissen als schöpferischer Prozess. Mir stellt sich da die Frage: Gibt es überhaupt so etwas wie universelles Wissen bzw. das, was man gemeinhin als „Wahrheit“ bezeichnen würde?

GR: Das Wissen an sich ist ein Prozess der Auffassung diverser Informationen und Erschaffung daraus sinnhafter Konstrukte. Wenn das im universellen Format geschieht, dann entsteht auch das universelle Wissen – dynamisch, paradox und immerwährend. Also, es gibt kein kosmisches Buch, wo man alles in der einzig richtigen Version nachlesen könnte.

Die Wahrheit als solche hat mit korrekten Informationen recht wenig zu tun. Sie ist vielmehr eine belebende, wirksame Qualität des Wissens, die auch als wunderbares und sehr spezifisches Licht im Hyperraum direkt sichtbar ist.

Den vollständigen Artikel können Sie in NEXUS 106 lesen.

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