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Im Gleichgewicht mit der Natur

manningschaubergerteaserViktor Schauberger sah einen Zusammenbruch der Gesellschaft vorher, falls die Technologie einen zerstörerischen Weg einschlagen sollte. Dieser Artikel zeichnet den Lebens- und Erkenntnisweg des vielseitig aktiven Wissenschaftlers und Erfinders nach.


Das Original des Artikels erschien in drei Teilen am 10., 18. und 28. April 2026 auf Jeane Mannings Substack Aether or … unter dem Titel: „Harmony with nature“.

Mein Wendepunkt

Als ich am letzten Tag der Konferenz der International Tesla Society im Jahr 1986 Colorado Springs verließ, war ich durcheinander: Soll ich den Versuch aufgeben, über dieses Thema zu schreiben?

Die meisten der Vortragenden auf der Tesla-Konferenz hatten sich einer wissenschaftlichen Fachsprache bedient, die nicht für Neulinge und Touristen gedacht war. Mir sagten damals nicht einmal Begriffe wie „Nullpunktenergie“ und „Vakuum des Weltraums“ noch besonders viel. Und überhaupt: Wie sollte ich weitere Reisen und die Zeit, mich mit diesen Themen vertraut zu machen, finanzieren?

Als freie Autorin würde ich das nicht schaffen. Chefredakteure kauften keine Artikel an, in denen es um nicht konventionelle Wissenschaft geht, vor allem, wenn man für die Recherchen keine Quellen aus der Schulwissenschaft heranzog. Sie erwarteten Referenzen aus der Mainstreamwissenschaft.

Es gab noch einen anderen Grund für mich, das Feld der grenzenlosen Energie aufzugeben, wenn ich mich auf anerkannte Experten verlassen musste. Die wenigen Vortragenden auf der Tesla-Konferenz, die Doktortitel hatten, schienen mir den Bezug zur Natur und dem gesunden Menschenverstand verloren zu haben.

Einer von ihnen machte den Vorschlag, Energie in die Ionosphäre zu strahlen, um zu sehen, was passieren würde. Ich interviewte auch einen anderen Vortragenden, der Referenzen von einer der angesehensten Universitäten hatte. Er hoffte auf eine Finanzierung für sein Projekt zur Entsorgung von Atommüll – den Bau einer gigantischen Railgun, die den Giftmüll direkt in die Sonne schießen sollte.

Einen solchen Irrsinn wollte ich mit meinen Artikeln nicht fördern.

Als ich mit einem neuen Freund, der mich zum Flughafen bringen wollte, das Universitätsgelände in Colorado Springs verließ, habe ich ihm wahrscheinlich einige meiner Gedanken mitgeteilt. Auf dem Parkplatz erkannte mein Begleiter Walter Baumgartner und Rhetta Jacobsen, zwei Moderatoren der Konferenz, die gerade ihr Gepäck in ein Auto luden. „Wie hat Ihnen die Veranstaltung gefallen?“, rief Walter uns zu. Mein Freund hätte durchaus eine intelligente Bewertung abgeben können, überließ aber mir die Beantwortung der Frage. „Ich bin kein Techniknarr“, gab ich zu.

Rhetta wollte mehr wissen – wahrscheinlich deshalb, weil wir Frauen bei solchen Versammlungen nur selten anzutreffen waren. Also erzählte ich ihr, aus welchen Gründen ich hier war: „Ich habe in Kanada ein paar Erfinder kennengelernt, die mir von Nikola Tesla erzählt haben. Und ich wollte verstehen …“

„Wir brauchen Autoren auf diesem Gebiet“, sagte Rhetta und fragte mich nach meiner Visitenkarte. Walter holte aus dem Kofferraum seines Wagens einen Stapel Newsletter mit dem Titel Causes („Anliegen“) und eine Zeitschrift namens Energy Unlimited („Unbegrenzte Energie“). „Nehmen Sie die. Wir würden gern mit Ihnen in Kontakt bleiben.“ Sie ließen sich Zeit für unser Gespräch – und je mehr sie uns erzählten, desto mehr wollte ich erfahren.

Walter und Rhetta erläuterten mir, dass die Menschheit falsch an Technologie herangeht – und dass auch Forst- und Landwirtschaft, unser Umgang mit Wasser, Bildung und die Gesellschaft insgesamt ihre Richtung ändern müssten. Es gebe aber, so sagten sie, bereits ein paar vielversprechende neue Wege, die in die Zukunft führten.

„Es wäre also möglich, dass wir über reichlich saubere Energie verfügen und trotzdem im Gleichgewicht mit der Natur leben können?“, fragte ich. Zwei Wochen später lag ein Päckchen in meinem Postfach in Vancouver. Darin befanden sich weitere Newsletter und eine Fotokopie des Buches „Lebendes Wasser: Viktor Schauberger und das Geheimnis natürlicher Energie“ von Olof Alexandersson.

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Abb. 1: © Nevin Eckart von TrueSpring Water Quality Solutions

Schauberger hatte offenbar nachgewiesen, dass wärmeerzeugende sowie mit Strahlung und Explosionen verbundene Technologien eine Lebenskraft zerstören, wohingegen kühlende, reibungsfreie, implosive Methoden im Gegensatz dazu Wasser und unsere Gesundheit regenerieren, während sie nützliche Arbeit – zum Beispiel Energieerzeugung – leisten.

Die Lektüre der Schauberger-Biografie „Lebendes Wasser“ brachte mich zum Umdenken. Ich wollte jetzt doch nicht aufgeben, sondern mich stattdessen weiter mit dem Thema der neuen Energieentdeckungen befassen.

Ich hatte erfahren, dass man eine Zivilisation mit Energie versorgen und gleichzeitig in Harmonie mit der Natur existieren kann. Selbst wenn es für die Erforschung transformativer Technologien, die ohne Brennstoffe auskommen, weiterhin wenig Geld geben sollte – unsere Welt brauchte sie.

Und das Wort „brauchen“ liest sich mittlerweile stark untertrieben

Wenn ich zurückschaue, wird mir klar, dass im Jahr 1986 die Meinungen und Ansichten bei Konferenzen zu freier Energie noch völlig andere waren. Heute trauen sich viel mehr Wissenschaftler mit Doktortiteln, dort in Erscheinung zu treten. (Vielleicht liegt das daran, dass man dazu nicht mehr sicher in Rente sein muss, um Rügen durch den Arbeitgeber oder Spott von den Kollegen zu entgehen …)

Eine noch wichtigere Veränderung sehe ich aber darin, dass der Anteil technisch geschulter Menschen, die ernsthaft im Gleichgewicht mit der Natur arbeiten wollen, erheblich gestiegen ist. Viele haben inzwischen davon gehört, dass Viktor Schauberger (1885–1958) wusste, wie wir uns diesem Ziel annähern können – und dass seine Einsichten für das Überleben unserer Spezies unverzichtbarer sind als je zuvor.

Das Weltgeschehen dieser Woche brachte mich dazu, wieder über Schauberger nachzudenken

Er schrieb oft, dass Ausgeglichenheit eine der dringendsten Notwendigkeiten der Natur sei und dass eine Gesellschaft und ihre Technologie in einer Wechselbeziehung stehen. Wenn es große Ungleichheiten in Bezug auf Wohlstand und Chancen gibt, dann wird diese Ausgeglichenheit in der menschlichen Gesellschaft gestört. Leider sagte Schauberger aber auch einen moralischen und spirituellen Zusammenbruch unserer Zivilisation vorher – ebenso wie Klimakatastrophen, wenn wir die Umwelt weiterhin mit den falschen Technologien schädigen.

Dennoch wies er uns den Weg dazu, „eine Oktave höher zu denken“. Der Schauberger-Biograf Alick Bartholomew schrieb:

„Er gab uns vor allem auch die Schlüssel an die Hand, unser Erbe als wirkliche Bewahrer der Natur zurückzufordern. Und er zeigte uns, wie sich die Schäden beheben lassen, die wir unserer kostbaren Erde bereits zugefügt haben.“

Schaubergers grundlegende Auffassung gipfelt in dem bekannten Satz, den er über die Explosionstechnologien geäußert hat: „Ihr bewegt falsch!“

Wie sieht also die richtige Bewegung aus?

Dank Schauberger, der die bevorzugten Pfade der Energie erforschte, wissen wir heute, dass kühle, reibungsfreie, implosive Systeme Wasser und unsere Gesundheit regenerieren, während sie nützliche Arbeit – zum Beispiel Energieerzeugung – leisten können. Darauf komme ich gleich zurück.

Zuerst aber möchte ich erklären, wer Viktor Schauberger war.

Ich habe Biografien über ihn gelesen und auch selbst ein paar Kapitel über diesen Mann geschrieben. Er weigerte sich in seiner Jugend standhaft, das Angebot einer Universitätsausbildung anzunehmen, und fing gleich an, als Förster zu arbeiten. Dennoch gelangte er zu bedeutenden Erkenntnissen, die Experten für Energie- und Wasserforschung vordem entgangen waren. Wie war das möglich?

Die kurze Antwort lautet: Schaubergers Liebe zur natürlichen Welt sorgte dafür, dass ihm selbst die kleinsten Verschiebungen und Veränderungen auffielen.

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[BU Abb. 2] Eines von Jeanes Neue-Wissenschaft-Bücherregalen, das dem Thema Wasser gewidmet ist

Schaubergers Aufgabe bestand darin, ein entlegenes Waldgebiet zu betreuen, das einem österreichischen Fürsten gehörte. Heute gibt es ein solch unberührtes, riesiges Gebiet mit Bäumen, Flüsschen und Bergen gar nicht mehr. Schauberger beobachtete, wie sich Temperaturveränderungen in Luft und Wasser auswirkten, und richtete sein Augenmerk insbesondere auf wirbelnde, strudelnde Bewegungen. Er sah sich an, wie Fische und Bäume von einer Levitationskraft unterstützt wurden, und analysierte noch weitere Phänomene, die in diesem großen, ungestörten Ökosystem auftauchten.

So kam Schauberger zu der Einsicht (die er auch anderen vermittelte), dass Technologien, die Reibung, Wärme sowie Strahlung und/oder Explosionen erzeugen, die falsche Art von Bewegung hervorrufen, wenn sie nicht von der Kraft dominiert werden, die einer Explosion entgegenwirkt. Eine explosive, expandierende Kraft zerlegt Stoffe und zerstört etwas. Als Beispiele dafür nannte Schauberger die Kernspaltung, die Verbrennung von Kraftstoffen sowie Strahlung.

Aber er hatte auch etwas Positives zu vermelden: Geräte zur Energieerzeugung können ebenso wie landwirtschaftliche oder wasserbezogene Technologien harmonisch und harmlos sein – sofern sie von dieser anderen Kraft dominiert werden, nämlich der Implosion.

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[BU Abb. 3] William Baumgartner experimentiert mit Schauberger-Technik zur Energetisierung von Wasser.

Die implosive Kraft schafft und belebt.

Zu Beginn des Beitrags habe ich bereits den Maschinenbauingenieur Walter Baumgartner vorgestellt, der mich in die Grundlagen der Implosionstechnologie einführte.

Als ich Baumgartner das nächste Mal traf, hatte er seinen Vornamen aus privaten Gründen in William ändern lassen. Im Zuge eines weiteren Zusammenseins nach einer Konferenz in Colorado führte er einige von uns durch eine Wiese und zu einer Naturquelle. Dort hatten wir Gelegenheit, Wasser am Höhepunkt seiner Vitalität zu trinken – eine Erfahrung, über die schon Schauberger geschrieben und sie erläutert hat.

Als ich dann in den frühen 1990er-Jahren auf meiner Recherchereise durchs ganze Land unterwegs war, besuchte ich auch Baumgartner in New Mexico. Er versuchte gerade, eine Art Energiegenerator zu bauen, der mit Wasser in einer nach innen fließenden Spiralbewegung funktionierte. William begann mit handgeschnitzten Modellen von Formen, mit denen man spezielle Wasserrohre herstellen konnte. Ihr Inneres war geformt wie ein Ohr und verengte sich zu einem kleinen Querschnitt. Das Bild unten zeigt einen der frühen Versuche zur Erstellung der Formen, die Baumgartner in die äußerlich primitiv wirkenden Gussformen einbringen wollte.

Mit den heute erhältlichen Rapid-Prototyping-Geräten hätte er keinen solchen Aufwand betreiben müssen, um Schaubergers „Spiralrohre“ nachzubauen.

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[Abb. 4] Foto: © Jeane Manning

Ein Jahrzehnt später zog Baumgartner nach British Columbia, wo seine Frau Maggie und ich gute Freunde wurden. William ersuchte mich, ihm beim Verfassen eines Buches über seine Entdeckungen behilflich zu sein; er starb aber Ende 2010, bevor wir das Projekt auch nur annähernd fertig hatten.

Wie es nach dem Tod eines langjährigen Rechercheurs/Experimentators auf dem Gebiet der Neuen Wissenschaft leider viel zu häufig der Fall ist, verschwanden große Teile seines Lebenswerks. In William Baumgartners Fall war es so, dass Maggie langsam dement wurde, was ihre Freunde aber nicht bemerkten. Sie gab ganze Kisten mit seinen Unterlagen weiter, ohne irgendwo festzuhalten, wer sie erhalten hatte.

Eine neue Generation von Kollegen, die bahnbrechende Forschungen unternehmen, sorgt heute jedoch dafür, dass wertvolle Sammlungen zum Thema fortgeschrittene Wissenschaft in leicht zugängliche Archive wandern. Sie wollen Wissen frei zugänglich machen. Hier sehen Sie beispielsweise das Bild von einer der zahlreichen Notiztafeln, die der fleißige Archivar Esa Ruohoaus Finnland angelegt hat, um seine seit Jahrzehnten gesammelten Dokumente nach Unterthemen zu ordnen.

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[BU Abb. 5] Eine der „Tafeln“, die Esa Ruoho erstellt hat, um seine Forschungsthemen auf Patreon zu dokumentieren

Zurück zu Schauberger

Gegen Schluss war Viktor Schaubergers Leben mit Sicherheit nicht so harmonisch wie seine frühen Jahre. Wahrscheinlich hat er sich in der Endphase des Zweiten Weltkriegs gewünscht, er wäre Förster geblieben und hätte keinen Energiegenerator erfunden.

Ich habe bereits kurz über Schaubergers Erkenntnisse geschrieben. Als junger Mann war er Verwalter eines riesigen Waldes, wo er die Natur beobachten konnte und sah, wie sie in Flüssigkeiten oder der Luft eine nach innen fließende Spiralbewegung nutzte, um eine kühlende, levitierende, energetisierende Kraft zu erzeugen. Diese verdichtende, kühlende, nach innen fließende Spiralkraft ist weniger augenfällig als sich ausdehnende, explosive Kräfte.

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[Abb. 6] Illustration von W. Baumgartner: Ausdehnung und Kontraktion des Raums wiederholen sich.

Schauberger beobachtete Ursachen und Wirkungen in der Natur sehr genau – vom Strudeln des Wassers in Flüssen und dessen Auswirkungen auf den Pflanzenbewuchs am Flussufer bis hin zu der Frage, wie Temperaturänderungen in Gebirgsquellen sich auf die Fähigkeit des Wassers auswirken, eine Last zu befördern. Er registrierte sogar, dass eine Eiform Vorzüge hat und sich in Maschinen als nützlich erweisen könnte.

Saugkraft statt Druck

Obwohl Schaubergers Herz dem Wald gehörte, muss ihm der Verstand eines Ingenieurs in die Wiege gelegt worden sein. So entwarf er beispielsweise eine Holzriese (Rinne zum Abtransport geschlagenen Holzes), die aufgrund der natürlichen Kraft einer Spiralbewegung und der Vitalität kalten Wassers funktionierte, und erfand „Biotechnologien“.

Seine auf Implosionsenergie beruhenden Erfindungen übten keinen Druck auf Wasser oder Luft aus, sondern nutzten das Prinzip der Saugkraft. Die experimentellen Geräte erzeugten ein Vakuum, das mehr Luft oder Wasser ansaugte und in eine Spiralbewegung brachte, die mit zunehmender Verdichtung von Luft oder Wasser immer schneller wurde und damit auch mehr Energie erzeugte.

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[Abb. 7] William Baumgartner veröffentlichte diese Bilder in der Zeitschrift Energy Unlimited.

1938, als die deutschen Truppen in Österreich einmarschierten und dort ein Nazi-Regime errichteten, war Schauberger in seinen mittleren Jahren. Der Krieg wütete noch sieben Jahre, in denen Viktor unermüdlich weiter daran arbeitete, harmonische Lösungen zu finden, mit denen sich umweltverschmutzende Technologien ersetzen ließen.

1939 meldete er ein Patent für eine „mehrstufige Zentrifuge mit konzentrisch nebeneinander angeordneten Druckkammern“ an, die dazu dienen sollte, Maschinen in der Luft oder im Wasser anzutreiben, Wasser zu reinigen oder Strom zu erzeugen.

Was hätten Sie getan?

Gegen Kriegsende bekam Schauberger den Befehl, sich zum aktiven Dienst in der Wehrmacht zu melden. Man brachte ihn ins Konzentrationslager Mauthausen, wo er sich ein Team von geeigneten „Ingenieurshäftlingen“ aussuchen sollte, die ihm bei der Fertigstellung seines Energiegenerators behilflich sein würden. Der Lagerkommandant teilte ihm mit, dass man ihn hinrichten und seiner Familie schaden würde, falls er die Zusammenarbeit verweigern sollte.

Natürlich entschied sich Schauberger dafür, seine Familie zu schützen und am Leben zu bleiben. Er und seine Mannschaft aus Zwangsarbeitern bauten also eine untertassenförmige Maschine. Schauberger setzte sich dafür ein, dass man die Häftlinge aus dem KZ in Werkstätten in der Nähe brachte, mit ordentlicher Kleidung ausstattete und ihnen genug zu essen gab. Die Maschine, die sie auf Befehl herstellten, sollte nutzbare Energie erzeugen und sich eventuell sogar in die Luft erheben und fliegen können. Ein Modell begann tatsächlich mit großer Kraft zu levitieren und zerschellte an der Decke.

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[Abb. 8]

Der Krieg war vorbei, bevor die „Repulsine“ in Produktion gehen konnte. Auf dem Cover des von Callum Coats herausgegebenen Buches mit Schaubergers Schriften ist ein kleines Modell mit etwa 60 Zentimeter Durchmesser abgebildet.

Nick Cook, ein angesehener Luft- und Raumfahrtjournalist, widmete der Schauberger-Saga ganze 20 Seiten seines Werks „Die Jagd nach Zero Point“. Cook hatte einen privilegierten Zugang zu Dokumenten, darunter auch Viktors Tagebuch. Aus Letzterem ging laut Cook hervor, dass die Endmontage der Repulsine am 5. April 1945 begann und das Gerät einen Monat später „einsatzbereit“ war.

„Doch die Sache endete beinahe surreal. Am 6. Mai fand nicht, wie geplant, der erste Testlauf statt, bei dem die Turbine aufsteigen sollte. Stattdessen erwachte Schauberger, um festzustellen, dass die SS-Offiziere, die die Operation beaufsichtigen sollten, in die Nacht hinaus geflohen waren. Schaubergers Gruppe stellte am 8. Mai ihre Arbeit ein, wenige Stunden, bevor die Kapitulation der deutschen Truppen am 9. Mai in Kraft treten sollte. […]

Das Tagebuch verriet, dass Viktor Schauberger eine Maschine gebaut hatte, die in einer früheren Kriegsphase […] tatsächlich abgehoben war. Ebenfalls stand fest, dass die Funktionsweise der Maschine ganz und gar unkonventionell war – was bedeutete, dass die Methode, die der Maschine Auftrieb verlieh, mit den herkömmlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht zu erklären war.“

Später spürten amerikanische Geheimagenten Schauberger auf und nahmen ihn fest. Fast zur selben Zeit brachen viele Kilometer entfernt russische Geheimagenten in seine Wiener Wohnung ein. Wie Cook berichtet, nahmen sie alles auch nur annähernd Wertvolle an sich und sprengten die Wohnung anschließend. Anderen Autoren zufolge wurde Viktor dann in die USA gebracht, wo er seine Erfindung endlich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen hoffte.

Stattdessen kehrte er jedoch, wie ein Biograf berichtet, mit gebrochenem Herzen nach Hause zurück, weil man ihm die Kontrolle über sein geistiges Eigentum entzogen hatte. Bald danach starb Viktor Schauberger.

Es gäbe so viel mehr zu erzählen – mehr, als in einem Buch Platz hat. Der australische Architekt Callum Coats schrieb eine Reihe von mindestens sieben Büchern über Schaubergers Öko-Technologien.

Anleitung für den Energiegenerator: bis heute verschwunden

Wie der mittlerweile verstorbene William Baumgartner und andere Ingenieure mir berichteten, ist von allen Schauberger-Erfindungen der Energiegenerator am schwierigsten nachzubauen. Baumgartner schaffte es jedoch, ein Modell von etwas zu konstruieren, das höchst schnell und wirksam Wasser erhitzen konnte.

Obwohl Viktor Schaubergers Versuch, der Welt lebensverbessernde Technologien zur Verfügung zu stellen, übel endete, hatte doch alles damit begonnen, dass er in einem unberührten Wald eine Antigravitationskraft in Aktion beobachten konnte. So sah er zum Beispiel einen See, der sich mithilfe einer großen Windhose revitalisierte; Fische, die einen Wasserfall hochlevitierten; Harz, das in Bäumen aufstieg; und Wasser, das kraftvoll einer Bergquelle entsprang. Er wollte unbedingt die dahinterstehende Physik verstehen. Und an all diesen Wundern waren Spiralbewegungen und Strudel beteiligt.

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[Abb. 9] Walter Russells Arbeiten inspirierten die Kunst von William Baumgartner.

Die Suche nach Wissen und Harmonie geht weiter

Um Viktors Vermächtnis zu bewahren, schuf seine Familie Schönes – in der Architektur eines von ihr gegründeten Museums und in den „Im Gleichgewicht mit der Natur“-Leitbildern, die an ihrer Pythagoras-Kepler-Schule gelehrt werden.

Viktor Schaubergers Sohn Walter neigte zur Mathematik. Seinen Enkel Jörg durfte ich kennenlernen, als wir einmal beide Vortragende auf einer Konferenz in Berlin waren. Er besitzt die Gabe, das Gesamtbild auch technisch weniger geschulten Menschen zu vermitteln.

Jörg fügte dem Motto seines Großvaters „Die Natur kapieren und kopieren“ eine dritte Aufforderung hinzu: „… und mit ihr kooperieren!“