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Mein unglaubliches Erlebnis mit Außerirdischen

erlebnisDies ist die Geschichte meiner Entführung durch Außerirdische im Jahr 2017. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht daran denke. Das Erlebnis hat mein Denken für immer verändert und mich mit dem Gefühl zurückgelassen, dass eine Art „neue Welt“ in meinen Geist eingepflanzt wurde. Eine Welt, die irgendwo weit entfernt existiert, der ich mich aber trotzdem zugehörig fühle.


Seit jener Zeit bin ich vollkommen überzeugt, dass wir nicht alleine sind. Mir scheint unsere Welt nur ein kleiner Teil von etwas sehr, sehr Großem und Unendlichem zu sein.

Ich wuchs in einer kleinen ländlichen Stadt in der Nähe des Meeres (in Europa) auf und absolvierte meine schulische Ausbildung am örtlichen Gymnasium. Danach leistete ich eineinhalb Jahre lang meinen Militärdienst ab und arbeitete anschließend in einigen saisonalen Jobs, erst als Rettungsschwimmer, dann als Fahrer und schließlich als Deckhelfer auf einem kleinen Fischerboot. 1998 schloss ich mein Studium ab und fand anschließend eine Anstellung als Buchhalter bei einer lokalen Firma. Meine Eltern hatten ein kleines Haus am Meer, wo ich meine Sommer verbrachte. Wir besaßen auch ein kleines Fischerboot, das wir benutzten, um zu angeln. Meine Liebe zum Meer und zu allem, was mit dem Meer zusammenhängt, ist mir bis heute geblieben. Tatsächlich hatte ich ausgerechnet nach einem Angel­ausflug das oben genannte Erlebnis. Es war Samstag, der 16. September 2017, ein recht warmer Septembertag. Ein Freund – ein leidenschaftlicher Angler wie ich – rief mich an, um mir zu erzählen, wie viele Fische er am Vortag gefangen hatte. Mehr brauchte ich nicht zu hören. Ich packte meine Angelausrüstung ein und machte mich um 16 Uhr auf den Weg an die entsprechende Stelle am Meer, die etwa acht Kilometer entfernt lag.

Das Meer war ruhig und es standen bereits viele Angler am Pier. Ich suchte mir eine gute Stelle aus und begann zu angeln. Nach etwa einer halben Stunde kam mein Freund dazu und leistete mir Gesellschaft. Anfangs ging es zögerlich voran, aber um 18 Uhr hatten wir eine Menge Fische gefangen. Wie meistens blieben wir noch bis zum Sonnenuntergang und mussten Taschenlampen benutzen, als wir unsere Angelausrüstung und die Fische ins Auto luden. Wir wollten noch nicht gehen, denn schließlich mussten wir unseren guten Fang noch feiern. Die Sommersaison war fast vorbei und die meisten Touristen waren bereits Ende August abgereist. Aber eine kleine Fischerkneipe blieb immer bis zum Ende der Herbstzeit geöffnet. Wir gingen dorthin, genossen zwei Bier und unterhielten uns gut. Schließlich stiegen wir in unsere Autos und machten uns auf den Weg in die Stadt. Das war kurz vor 21 Uhr.

Obwohl es bereits ziemlich dunkel war, hielt ich an einem Brunnen an, um mir Wasser zu holen. Das Wasser dort stammte aus einer natürlichen Quelle und war sehr rein und klar. Der Brunnen lag etwa 800 Meter abseits der Hauptstraße. Seit ich denken kann, holte meine Familie von dort Wasser. Die alten Leute sagen, dass das Wasser Heilkräfte haben soll. Ich parkte etwa zehn Meter vor dem Brunnen, holte die Wasser­kanister aus dem Auto und begann das Wasser abzufüllen. Nach einer Minute war der erste Behälter voll. Als ich den zweiten Behälter unter den Wasserhahn hielt, fing alles an …

Anfangs hörte ich es nur ganz schwach aus weiter Ferne – ein sehr, sehr merkwürdiges Summen. Bis heute versuche ich vergeblich, es mit einem bekannten Geräusch zu vergleichen. Es klang nicht wie eine Biene oder Wespe und auch nicht wie irgendein mir bekannter Vogel, geschweige denn wie eine Maschine, ein Flugzeug, ein Hubschrauber oder etwas Ähnliches. Es war etwas anderes. Ich habe viele Militärfilme mit U-Booten gesehen und glaube, dass sich das Geräusch am ehesten mit dem eines U-Boots vergleichen lässt, das unter der Wasseroberfläche dahingleitet. Es war ein sehr leises, aber doch irgendwie unheimliches Geräusch. Da man es nur aus der Ferne hören konnte, achtete ich nicht weiter darauf. Doch dann bemerkte ich, dass es näher kam und die Lautstärke des Summens zunahm. Beunruhigt blickte ich nach oben. Das Geräusch kaum aus östlicher Richtung, wo sich eine kleine Erhebung befand. Zu diesem Zeitpunkt war ich eher überrascht als besorgt. Ich sagte mir: „Was könnte das sein? Es klingt nicht wie ein Hubschrauber oder ein Flugzeug. Das Geräusch ist sehr seltsam.“ Auf einmal erschien etwas über dem östlich von mir gelegenen Hügel. Was ich da zu Gesicht bekam, werde ich bis zu meinem letzten Atemzug nicht vergessen.

außererlebnis

Ich fühlte mich wie betäubt. Einen Moment lang glaubte ich, den Verstand zu verlieren. Es kam mir vor, als sei ich in einer anderen Welt. Das „Ding“, das ich da erblickte, war ein riesiges dreieckiges Objekt, das langsam auf mich zukam. Ich schätze, es flog in einer Höhe von etwa 60 bis 75 Metern. Die Ausmaße waren gewaltig. Ich bin mir nicht sicher, aber jede Seite dieses gleichseitigen Dreiecks war vermutlich 60 Meter lang. An jeder der drei Ecken befanden sich Lichter. Diese waren aber nicht weiß. Es war eine Art nebelblaues Licht von geringer Intensität. Ich glaube, von diesen Lichtern ging eine Art Rauch oder Dunst aus. Aber da ich wie betäubt war, kann ich das nicht mit Sicherheit sagen. Entlang der Kanten des Dreiecks waren etliche schwache Lichter angebracht (die drei großen Lichter befanden sich an der Unterseite). Die Seiten waren perfekt ausgerichtet, und das ganze Gefährt hatte eine dunkle Farbe – Schwarz oder vielleicht Dunkelbraun. Das Flugobjekt kam also langsam näher und ich fühlte mich immer noch betäubt. Einige Gedanken schossen mir durch den Kopf: Träume ich? Halluziniere ich vielleicht? Was zum Teufel ist hier los? Wo bin ich? Dann war das Ding direkt über mir und hielt an. Es schwebte reglos über mir und das Summen wurde lauter. Ich spürte etwas, das schwer zu erklären ist. Mir war, als würde sich mein Geist öffnen. Als wäre ich in eine andere Zeit und in eine andere Dimension gefallen. Es war ein unbeschreiblich seltsames Gefühl. Mir kam es vor, als wäre ich nicht länger von dieser Erde, sondern ein Wesen von einem völlig anderen Ort.

In meinem Kopf entstanden alle möglichen Bilder. An alle kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es waren Bilder von vertrauten und auch von fremden Gesichtern und Orten. Ich sah auch einige Momente aus meiner Kindheit und meiner Zeit als junger Mann, dann wiederum Landschaften an mir völlig fremden Orten – wie aus einer anderen Dimension. Sie werden mir das vielleicht nicht glauben, aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Angst mehr. Im Gegenteil, ich empfand eine seltsame Ruhe. Mir kam es vor, als würde ich innerhalb von Sekunden (das war meine zeitliche Wahrnehmung damals) so viele Dinge lernen. Und dieses Wissen gab mir den Frieden, von dem ich spreche. Obwohl ich auf dem Boden stand, hatte ich das Gefühl, an einem anderen Ort zu sein – nicht körperlich, sondern geistig. An ein Gefühl kann ich mich noch sehr deutlich erinnern – nämlich das Gefühl, dass mein Leben auf der Erde gering und unbedeutend war und ich eigentlich Teil von etwas viel Größerem, Bedeutsamerem war.

Ich habe keine Ahnung, wie lange das alles dauerte. Vielleicht zwei oder drei Minuten? Aber wie kann man in so kurzer Zeit so vieles erkennen? Bald sollte ich herausfinden, dass in verschiedenen Bewusstseinszuständen sehr unterschiedliche Zeitkonzepte gelten können.

Nun schwebte aus der Mitte des dreieckigen Flugobjekts ein Licht herab. Es war ein starkes, blendend helles Licht. Ich erinnere mich noch, dass ich beide Handflächen auf meine Augen presste, weil ich fürchtete, blind zu werden. Ich bekam schreckliche Kopfschmerzen und krümmte mich auf dem Boden. Das hielt nicht lange an und dann verschwanden ein paar Sekunden lang alle Bilder aus meinem Kopf. Da war nichts mehr! Absolut nichts mehr! Dann verlor ich vollständig das Bewusstsein …

Die Entführung

Langsam kam ich wieder zu mir und hatte starke Kopfschmerzen. Meine Augenlider waren schwer und ich empfand einen leichten Schmerz im Magen. Ich hatte Mühe, meine Augen zu öffnen und mich umzusehen. Ich befand mich in einem schwach beleuchteten Raum, dessen Konturen gerade noch zu erkennen waren. Der Raum war rund und hatte die Form einer perfekten Kuppel. Ich lag auf einer Art Bett mit einer Länge von etwa zwei Metern, einer Breite von etwa 1,20 bis 1,50 Metern und einer Höhe von etwa 50 Zentimetern. Es wirkte sehr stabil. Die dunkelbraune Oberfläche schien aus einer Art künstlichem Fell zu bestehen.

Es gab kein Kissen und keine Decke. Ich trug noch dieselbe Kleidung: einen Trainingsanzug, eine dünne Herbstjacke und Sneakers. Ich dachte, ich sollte aufstehen und mich umsehen, was ich auch tat. Ich inspizierte meine Umgebung. Der Fußboden und ebenso die Wände waren schwarz, mattschwarz. Ich berührte zuerst den Fußboden, dann die Wände. Sie schienen aus dem gleichen Material zu bestehen. Ich klopfte mit dem Finger darauf, aber es gab kein Echo. Das Material schien sehr fest zu sein, es war aber weder Eisen noch Stahl, eher vielleicht eine Art stabiles Aluminium, ich bin mir nicht sicher. Das schwache Licht kam aus den Ecken zwischen dem Fußboden und den Wänden.

Dem Bett gegenüber befand sich eine Art Schrank. Er hatte eine ovale Form, seine Farbe war ein dunkler Bronzeton und er schien in die Wand eingebettet zu sein. Ich ging hin, um ihn mir näher anzusehen. Wieder klopfte ich mit dem Finger dagegen, aber es ertönte kein Echo. Es gab keine Griffe. Der Schrank war ziemlich weich, etwa 1,80 bis 2,10 Meter hoch und etwa 1,20 Meter breit. Die Kuppel, unter der ich mich befand, war in der Mitte etwa 4,50 Meter hoch. Ich beschloss, den Raumdurchmesser mit meinen Schritten abzumessen. Es waren etwa 5,50 Meter. Mir kam in den Sinn, dass es eigentlich so etwas wie eine Tür geben müsste. Fenster waren offenbar nicht vorhanden, aber eine Tür müsste es doch geben. Ich tastete die Wände Zentimeter für Zentimeter ab in der Hoffnung, etwas zu finden. Doch da war nichts. Keine Anzeichen für eine Tür oder etwas dergleichen. Ich fand auch keinen Schlitz und keine Kante, die auf eine Möglichkeit, den Raum zu öffnen, hinweisen könnten. Ich blickte nach oben in die Kuppel, doch die war nur schwach beleuchtet und deshalb nur in Umrissen erkennbar. Ich tastete auch den Boden ab, ohne jedoch irgendetwas zu finden.

Ich hatte noch immer starke Kopfschmerzen und beschloss, mich auf das Bett zu setzen, was ich auch tat. Ich fing an, fieberhaft nachzudenken …Was war das für ein Ort? Wie bin ich hierhergekommen und warum? Warum gerade ich? Was wird mit mir passieren? Ich muss zugeben, dass ich Angst hatte, aber ich versuchte, mich zu beherrschen. Mir gingen die Geschichten und Filme über Menschen durch den Kopf, die behaupteten, von Außerirdischen entführt und bestimmten Experimenten unterzogen worden zu sein. Oh mein Gott! Stand mir das etwa auch bevor? Wollten die an mir herumexperimentieren? Mir wurde unheimlich zumute. Irgendwann dachte ich: Haben die ihre Experimente vielleicht schon durchgeführt? Ich bewegte meinen Körper, um festzustellen, ob er irgendwo schmerzte. Das war nicht der Fall. Ich zog meine Jacke und mein Hemd aus, fand aber keine Anzeichen für irgendwelche körperlichen Eingriffe. Ich zog meinen Trainingsanzug und meine Unterhose aus, fand aber ebenfalls nichts. Das beruhigte mich. Offenbar war mir noch nichts geschehen. Doch die Frage blieb: Warum war ich hier?

Ich dachte zurück an das summende Geräusch, das ich gehört hatte, als sich das Flugobjekt mir näherte. Ich lauschte, konnte aber nichts hören. Es war absolut still. Wieder dachte ich an die Menschen, die Entführungen überlebt hatten. Die meisten schilderten ihre Erlebnisse an Bord außerirdischer Raumschiffe als äußerst unangenehm. Doch soweit ich mich erinnern kann, kamen alle unverstümmelt zurück. Ja, diese Menschen hatten nach solchen Erfahrungen Schmerzen verschiedener Art, aber am Ende ging alles gut aus. Das gab mir etwas Hoffnung. Ich redete mir ein, dass sie mich vermutlich gehen lassen würden, nachdem sie was auch immer mit mir angestellt hatten, und dass alles gut werden würde. Ich versuchte, mir selbst Mut zu machen. Ich dachte an die Menschen, die mir nahestanden, und hoffte, dass es ihnen gut ging. Sie hatten sicher keine Ahnung, was mit mir geschehen war. Und das war gut so, denn ich wollte mir gar nicht ausmalen, was sie sonst durchmachen würden.

Wie lange war ich schon hier? Ich hatte keine Ahnung. Eine halbe Stunde? Eine Stunde? Die Zeit war jetzt meine geringste Sorge. Ich dachte nur daran, was mit mir geschehen könnte. Dann hatte ich wieder das Gefühl wie zu dem Zeitpunkt, als das Flugobjekt über mir schwebte. Mein Geist öffnete sich plötzlich. Wissen strömte mit großer Macht in mich ein und ich spürte eine große Erleichterung. Plötzlich hörte ich eine Stimme in meinem Kopf, die zu mir sagte: „Es ist in Ordnung. Du musst jetzt schlafen.“

Gefangen auf einem Tisch

Ich schlief sofort ein. Normalerweise gelingt mir das nicht so leicht, aber nachdem ich diese klare Stimme in meinem Kopf vernommen hatte, legte ich mich hin und konnte sofort einschlafen. Ich träumte, und es waren viele Träume. Ich träume ziemlich oft, kann mich aber nur selten an meine Träume erinnern. Mal sind es gute, mal schlechte Träume. Dieses Mal waren die Träume jedoch wesentlich intensiver und realer als jemals zuvor. Dann wachte ich plötzlich auf …

Tatsächlich war ich froh, dass dieser schlechte Schlaf vorbei war. Doch damit fingen die Überraschungen erst an.

Ich lag auf einem Tisch und war mit einer Art weißem Tuch bedeckt. Es war jedoch kein Stoff, sondern eher ein sehr dünner Kunststoff oder eine Folie. Ich spürte, dass ich unter dem Tuch nackt war. Über mir war ein starkes Licht, das mich fast blendete. Ich versuchte, mich zu bewegen, konnte es aber nicht. Meine Arme und Beine waren nicht festgebunden, aber bewegen konnte ich sie trotzdem nicht. Nur meine Augen konnte ich in alle Richtungen drehen. Aber da das Licht so stark war, konnte ich fast nichts erkennen. Auf jeden Fall war ich nicht mehr in dem gleichen Raum wie zuvor. Dieser hier war wesentlich größer und geräumiger. Die Wände waren schwach beleuchtet.

Mir direkt gegenüber sah ich einen hell erleuchteten Raum, in dem sich irgendwelche Maschinen oder Apparaturen befanden. Ich bin mir nicht sicher. Kleine gelbe Lichter blinkten auf diesen Apparaturen. Ich nahm auch noch andere Dinge wahr. Es lag ein Geruch in der Luft, der in dem Kuppelraum nicht vorhanden gewesen war. Ich kann ihn nicht genau beschreiben, doch er erinnerte mich an verfaulte Eier oder etwas in der Art. Auch die Temperatur war anders. Hier war mir eindeutig kalt, während die Temperatur in dem Kuppelraum ziemlich normal und weder zu heiß noch zu kalt gewesen war. Ich hörte auch ein leises Geräusch, das klang wie die Luftpumpe eines Aquariums. Ich versuchte nochmals, mich zu bewegen, doch es wollte mir nicht gelingen. Ich hätte meinen Körper gern abgetastet, um herauszufinden, ob sie mir irgendetwas angetan hatten, doch ich konnte es nicht.

Abgesehen von meinen Kopfschmerzen, die etwas nachgelassen hatten, ging es mir gut. Ich lag also auf dem Tisch und fragte mich, was als Nächstes geschehen würde. Mir war klar, dass ich keine Kon­trolle über mein Schicksal hatte und dass ich nicht von diesem Ort fliehen konnte. Ich wollte wirklich wissen, was mir bevorstand, und begann nervös zu werden. Ich glaube, ich befand mich mindestens eine Stunde an diesem Ort, vielleicht auch länger. Ich hatte wirklich Angst vor dem, was mit mir geschehen könnte. Warum war da niemand? Warum lag ich auf diesem Tisch und konnte mich nicht bewegen? Wie lange würden die mich hier festhalten? Wann würde dieser Albtraum zu Ende gehen?

Und dann kam „es“ …

Die Enthüllung

Was ich dann zu sehen bekam, werde ich mein ganzes Leben lang nicht vergessen. Es war ein ziemlich großes Wesen, das mindestens zwei, vielleicht auch mehr Meter maß. Es sah schwächlich aus und hatte einen riesigen Kopf. Seine Haut war hellgrau, ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es Haut oder ein Kleidungsstück war. Das Wesen hatte einen winzigen Mund und eine winzige Nase. Ohren konnte ich nicht entdecken. Die Augen waren sehr groß, dunkel und schwarz.

Das Wesen beugte sich über mich und blickte mir direkt in die Augen. In diesem Augenblick fühlte ich wieder so ein „Wissen“ in mir, wie schon zuvor. Mein Geist öffnete sich erneut und ich spürte eine starke unbekannte Energie in mich einströmen. Ich hatte keine Angst mehr, nur das intensive Gefühl, dass alles gut werden und man mir nicht wehtun würde. Es kam mir vor, als würde das Wesen mich sehr genau kennen. Es wusste alles über mich. Dann sagte es zu mir: „Keine Angst, alles wird gut!“

Es sprach mit einer klaren, kompakten Stimme und beherrschte meine Muttersprache perfekt. Die Kommunikation erfolgte jedoch nicht verbal, sondern mental. Ich hörte sie in meinem Geist. Soweit ich weiß, bezeichnen Wissenschaftler das als Telepathie. Ja, es war reine Telepathie und nichts anderes. Dann sagte ich auf die gleiche Weise: „Wer bist du?“ Das Wesen antwortete: „Ich bin der Spezialist.“ Der Spezialist? Merkwürdig. Was für eine Art von Spezialist mochte das wohl sein? Ich fragte: „Wo bin ich? Was willst du von mir?“

Das Wesen antwortete: „Du befindest dich an Bord eines Forschungsschiffs. Wir müssen einige Prozeduren an dir durchführen. Keine Angst, alles wird gut.“ Den Satz „Keine Angst, alles wird gut“ hörte ich mindestens zehn Mal! Ich: „Was wirst du mit mir machen?“ Das Wesen: „Wir benötigen einige Proben von dir.“ Ich: „Was für Proben?“ Das Wesen: „Blut, Gewebe, Samen sowie Proben von deinen Zähnen und deinem Zahnfleisch.“ Ich: „Wozu braucht ihr das?“ Das Wesen: „Wir benötigen Proben deiner DNA.“ Ich: „Warum braucht ihr meine DNA?“ Das Wesen: „Die DNA deiner Spezies ist etwas ganz Besonderes. Man findet sie nirgendwo sonst. Wir verwenden sie, um neues Leben zu erschaffen.“

Das gab mir zu denken. Das klang alles äußerst surreal für mich. Sofort musste ich an die Geschichten der entführten Personen denken. Viele von ihnen berichteten Ähnliches. War das alles also wahr?

In diesem Augenblick kamen zwei Wesen, die das exakte Abbild des Spezialisten waren, auf mich zu. Sie trugen einige Instrumente, die wie Metallröhrchen und unregelmäßig geformte Metallobjekte aussahen. Sie blickten den Spezialisten an und der sagte zu mir: „Wir müssen jetzt mit der Prozedur beginnen. Es wird ein bisschen wehtun, aber keine Angst, alles wird gut.“

Ich fragte: „Macht ihr das auch mit anderen Menschen?“ Er antwortete: „Ja.“ Ich: „Seid ihr die Greys?“ Er: „Nein, das ist eine andere Weltraum-Spezies, die nicht sehr weit von euch entfernt ist. Sie haben eine der Spezies erschaffen, die euren Planeten bewohnen. Wir dagegen kommen von sehr weit her.“ Ich: „Wir Menschen wurden also von Wesen aus dem Weltraum erschaffen?“ Er: „Ja, von mehreren Spezies.“

In diesem Augenblick spürte ich ein leichtes Zwicken in meinem Unterbauch, es war aber kein Schmerz. Nach wenigen Sekunden wurden mein Unterbauch und mein Becken taub. „Was passiert mit mir?“, fragte ich.

Es kam die bereits vertraute Antwort: „Keine Angst, alles wird gut.“

Nun, ich machte mir Sorgen. Wer weiß, was diese Wesen mit mir anstellen würden. „Wann hört das alles auf? Wann kann ich gehen?“ Das Wesen antwortete: „Bald, aber jetzt musst du schlafen.“

Die mentale Verbindung zwischen uns riss rasch ab. Innerhalb von Sekunden versank ich in einen tiefen, schweren Schlaf.

Zurück in dem Kuppelraum

Als ich aufwachte, lag ich nackt und zusammengerollt auf dem Bett in dem Kuppelraum. Kopfschmerzen waren jetzt allerdings nicht mein Problem, denn ich hatte heftige Schmerzen im Unterleib. Ich stand auf und sah mir die schmerzende Stelle näher an. Direkt über meinen Genitalien befanden sich Anzeichen einer gut sieben Zentimeter breiten Einschnittstelle. Sie schien ganz frisch zu sein, denn ich spürte meinen Puls darauf und sah, dass die Wunde offenbar gerade zu heilen begann. Merkwürdigerweise sah ich keine Naht. Wann haben die die Fäden entfernt? Sollten Fäden nicht einige Tage in der Wunde bleiben? Als Teenager wurde ich einmal am Bein operiert und ich erinnere mich, dass etwa eine Woche später die Fäden gezogen wurden. Ich erinnerte mich auch an die Naht­spuren, die um die Operationsstelle herum geblieben waren. Hier war keine Spur einer Naht zu erkennen!

Ich untersuchte meinen ganzen Körper nach weiteren Einschnitten oder Wunden, konnte aber keine finden. Ich hatte auch an keiner anderen Stelle Schmerzen. Ich blickte mich um und lauschte. Alles war wie zuvor. Es gab keine Geräusche oder Gerüche. Ich sah, dass meine Kleidung und meine Schuhe auf der Bettkante lagen. Bekümmert zog ich mich an, legte mich wieder ins Bett und rollte mich zusammen. Ich fragte mich, wie lange ich bereits an diesem Ort war. Ich vermutete, es war mindestens ein Tag, war mir aber nicht sicher.

Ich dachte an mein Leben und an die Menschen, die mir nahestanden. Wussten sie bereits, dass ich verschwunden war? Suchten sie nach mir? Falls ich einen Tag weg war, wäre jetzt Sonntagabend. Morgen würde man mich im Büro vermissen und zu telefonieren beginnen. Das Telefon! Leider war es eine schlechte Angewohnheit von mir, mein Telefon zum Angeln nicht mitzunehmen. Ich wollte nicht gestört werden, also trug ich es nicht bei mir. Wie schade! Wenn ich mein Telefon hätte, könnte ich versuchen, jemanden zu kontaktieren. Wäre das überhaupt möglich? Wo befand ich mich wirklich? Das Wesen hatte gesagt, ich befände mich auf einem Forschungsschiff. Aber wo genau war dieses Schiff gerade? Ich hatte keine Ahnung.

Ich versuchte, mich an das „Gespräch“ mit dem Spezialisten zu erinnern und darüber nachzudenken. Die menschliche DNA war etwas ganz Besonderes, also brauchten sie sie. Ich fragte mich, wofür genau sie sie brauchten. Das hätte ich ihn fragen sollen – und vieles andere mehr. Ich war von Natur aus immer neugierig gewesen. Irgendwie wusste ich innerlich, dass ich noch weitere Begegnungen mit diesen Wesen haben würde. Dann würde ich weitere Fragen stellen können.

Ich denke, ich war zwei oder drei Stunden wach, dann schlief ich wieder ein. Ich begann heftig zu träumen, und die Träume waren so lebhaft wie zuvor. Dieses Mal aber waren es gute Träume. Ich sah viel Licht, das Meer und die Sonne und ich war von lächelnden, glücklichen Menschen umgeben. Es war, als wollten sie mir sagen, dass alles gut enden würde und ich wieder sicher und wohlbehalten zur Erde zurückkehren könnte. Ich war sehr glücklich. Meine Selbstachtung kehrte zurück. Ich hatte das starke Gefühl, dass alles bald vorbei sein und in meinem Leben alles gut gehen würde. Langsam wachte ich wieder auf … und befand mich erneut auf dem „Operationstisch“!

Noch mehr Experimente und ein Gespräch

Ich war wieder am gleichen Ort, lag wieder auf dem Tisch und konnte mich wieder nicht bewegen. Doch dieses Mal war ich nicht zugedeckt. Tatsächlich war ich vollständig bekleidet, ich trug sogar meine Sneakers. Die Einschnittstelle in der Nähe meiner Genitalien schmerzte noch immer, aber nicht mehr so stark wie zuvor. Das Licht von oben war wieder sehr stark. Auch der Geruch von verfaulten Eiern und das Geräusch einer Aquariumpumpe waren unverändert vorhanden. Jetzt war der Raum mit den „Maschinen“ und den blinkenden gelben Lichtern nicht mehr leer.

Ich sah drei Wesen in dem Raum, die mit irgendetwas beschäftigt waren. Sie gingen hin und her, hantierten mit irgendwelchen Utensilien und blickten ständig auf etwas, das wie ein Bildschirm aussah. Da es außerhalb meines Gesichtsfeldes lag, bin ich mir jedoch nicht sicher. Die mentale Verbindung zwischen mir und dem Spezialisten war gerade nicht verfügbar, aber ich versuchte trotzdem, mit den Wesen zu sprechen. Zuerst mental und dann rief ich laut: „He, was geht hier vor?“ Keine Reaktion. Entweder hörten sie mich nicht oder sie beachteten mich einfach nicht.

Das machte mich ein wenig wütend. Ich wartete dort vielleicht 15 bis 20 Minuten lang, aber nichts geschah. Doch dann kam Bewegung in zwei der Wesen und sie verließen den Raum, um irgendwo hinzueilen. Ich rief laut: „He, wo geht ihr hin?“ Wieder keinerlei Reaktion. Dann kam das dritte Wesen langsam auf mich zu und die mentale Verbindung öffnete sich sofort. Ohne Zweifel war das der Spezialist.

Er sagte: „Jetzt nehmen wir eine Blutprobe von dir. Die Wunde von unserem vorherigen Eingriff wird schnell heilen und du wirst keine Schmerzen haben. Keine Angst, alles wird gut.“ Ich fragte: „Was habt ihr das letzte Mal mit mir gemacht? Was ist das für eine Wunde in meinem Unterleib?“ Er: „Wir haben dir Samen- und Gewebeproben entnommen.“

Ich: „Wofür braucht ihr die?“ Er: „Wir brauchen sie, um neues Leben zu erschaffen.“ Neues Leben? Was meinte er damit? Sollte mein Samen verwendet werden, um Außerirdische zu schwängern? Dieser Gedanke verblüffte mich und ich fragte: „Willst du meinen Samen verwenden, um eine Außerirdische zu schwängern?“ Keine Antwort. Totenstille. Ich: „Welchem Zweck dient das alles?“ Er: „Wir erschaffen neue Arten. Viele andere Spezies aus dem Weltraum praktizieren das schon seit sehr langer Zeit. Die Menschheit wurde auf die gleiche Weise erschaffen.“ Ich: „Wo leben diese neuen Arten?“ Er: „Überall. Auch auf deinem Planeten. In jedem Augenblick entstehen im Universum neue Planeten, einige auf natürliche, einige auf künstliche Weise. Sie müssen bevölkert werden.“ Ich: „Wer erschafft künstliche Planeten?“ Er: „Hoch entwickelte kosmische Wesen, die in ihrer Evolution weit fortgeschritten sind.“ Ich: „Weiter fortgeschritten als deine Spezies?“ Er: „Viel weiter fortgeschritten.“ Ich: „Auf der Erde gibt es keine Außerirdischen, nur uns Menschen.“ Er: „Da hast du unrecht. Es gibt sehr viele, aber du kannst sie nicht erkennen. Einige sind eure Herrscher.“ Jetzt musste ich an die Verschwörungstheorien denken, die ich gelesen hatte. Konnte das alles wahr sein? Ich: „Sprichst du von Reptilien?“ Er: „Nicht nur von denen. Es gibt noch einige andere Spezies, die unter euch Menschen leben.“ Ich: „Viele Menschen denken, dass sie der Menschheit übel gesonnen sind und uns versklaven wollen. Stimmt das?“ Er: „Nicht alle von ihnen. Die Greys und einige der Reptilien haben zwei der auf der Erde lebenden Spezies erschaffen, also betrachten sie euch Menschen als ihre Untergebenen.“ Ich: „Was meinst du mit: ‚einige der Reptilien‘?“ Er: „Es gibt verschiedene Arten von Reptilien. Die meisten von ihnen sind hoch entwickelt und wollen euren Planeten nicht beherrschen. Diejenigen aber, die unter euch leben, haben böse Absichten.“ Ich: „Und warum lasst ihr und die anderen kosmischen Spezies zu, dass sie uns beherrschen?“ Wieder Schweigen. Keine Antwort. Ich dachte über das nach, was er mir gesagt hatte. Ich hatte den Eindruck, dass er die Wahrheit sprach. Ich vertraute ihm. Seine Worte waren recht überzeugend. In diesem Augenblick näherte sich ein weiteres Wesen dem Tisch. Es trug etwas, das wie eine Metalldose aussah. Der Spezialist sagte zu mir: „Jetzt musst du schlafen. Keine Angst, alles wird gut.“ Wie zuvor fiel ich augenblicklich in einen tiefen Schlaf.

Eine Belehrung vom Spezialisten

Dieses Mal hatte ich keine Träume. Ich erwachte auf dem Bett in dem Kuppelraum und fühlte mich gut. Der Schmerz von dem Einschnitt hatte weiter nachgelassen. Ich fragte mich, wie viel Zeit wohl vergangen war. Meinem Gefühl nach waren es mindestens zwei Tage. Sicher suchten meine Verwandten bereits nach mir. Was sollte ich ihnen erzählen, wenn ich zurückkehrte? Was war mit meinem Auto? Erst jetzt dachte ich an mein Auto. Vermutlich parkte es noch immer vor der Quelle, an der ich meine Behälter gelassen hatte. Die hatte bestimmt schon irgendjemand gefunden. Viele Menschen besuchen diese Quelle, besonders am Wochenende. Was war wohl geschehen? Vermutlich hatte jemand das unverschlossene Auto gefunden und die Polizei gerufen. Und die hatte bestimmt meine Verwandten verständigt. Oh mein Gott! Ich fing an, mir Geschichten auszudenken, um meine Abwesenheit zu erklären. Der Gedanke, anderen zu erzählen, was ich hier durchmachte, schien mir absurd. Sie würden mich für komplett verrückt halten und mich mein Leben lang verspotten. Schon jetzt hatte ich das Gefühl, ernsthaft verkorkst zu sein. Ich hatte keine Ahnung, wie ich mein Verschwinden erklären sollte. Obwohl mich dieser Gedanke nervös machte, schlief ich wieder ein.

Das bereits vertraute Szenario wiederholte sich. Wieder lag ich auf dem Tisch. Wieder beobachtete ich die drei Wesen in dem gegenüberliegenden Raum, die mit irgend­etwas beschäftigt waren. Das machte mich zwar neugierig, doch ich wollte so schnell wie möglich von hier weg. Meine Angst war zwar verflogen, doch meine Anwesenheit an diesem Ort wurde immer unangenehmer. Mein ganzer Körper war angespannt. Es war Zeit, hier herauszukommen. Ich wusste, dass Rufen zwecklos war, also konzentrierte ich mich und versuchte, die mentale Verbindung zu dem Spezialisten zu aktivieren. Zunächst gelang es mir nicht, doch ein paar Minuten später hatte ich Erfolg. Die Verbindung öffnete sich und er sprach zuerst: „Ich weiß, dass du dir Sorgen machst. Doch das ist unnötig. Wir sind sehr bald fertig und du wirst sicher und wohlbehalten zurückkehren.“

Das war interessant. Dieses Mal stand er nicht direkt neben mir. Vielleicht hatte ich es ja auch mit einem der drei Wesen in dem „Maschinenraum“ gegenüber zu tun. Aber der Betreffende nahm eindeutig meine Besorgnis wahr und erschien in meinem Denken. Ich fragte: „Wann wird das alles vorbei sein?“ Das Wesen: „Sehr bald.“ Ich: „Was werdet ihr jetzt tun?“ Das Wesen: „Wir werden Proben von deinen Zähnen und deinem Zahnfleisch nehmen.“ Ich: „Wofür braucht ihr die?“ Das Wesen: „Die sind wichtig, um neues Leben zu erschaffen.“ Ich: „Warum habt ihr mich für all diese Proben ausgewählt?“ Keine Antwort. Schweigen. Ich: „Nehmt ihr auch von anderen Menschen Proben?“ Das Wesen: „Ja, von vielen anderen Menschen, von deinem und von vielen anderen Planeten. Alle höher entwickelten Spezies tun das.“ Ich: „Aber wer veranlasst euch, das zu tun?“ Das Wesen: „Der Schöpfer.“ Ich: „Mit Schöpfer meinst du Gott?“ Das Wesen: „Ja.“ Der Gedanke war mir schon früher gekommen.

Ich war nie religiös gewesen, hatte aber immer geglaubt, dass es eine höhere Macht gibt, die alles lenkt. Ich beschloss, weiter nachzufragen. Ich: „Was ist Gott? Wo ist er?“ Das Wesen: „Er ist unendliche Macht und Energie aus der anderen Dimension.“ Ich: „Was ist das für eine andere Dimension?“ Das Wesen: „Jedes Universum hat zwei Dimensionen. In der einen leben wir, die andere ist reine Energie. Dort gibt es keine Materie.“ Ich: „Es gibt also noch andere Universen?“ Das Wesen: „Unzählige.“ Ich: „Wo genau befindet sich diese andere Dimension?“ Das Wesen: „Überall um uns herum.“ Ich: „Können wir dorthin reisen?“ Das Wesen: „Nein, solange wir materielle Wesen sind, können wir das nicht. Wenn wir uns in Energie zurückverwandeln, fallen wir direkt dort hinein.“ Ich: „Willst du damit sagen, dass unser Leben in der anderen Dimension weitergeht, wenn wir sterben?“ Das Wesen: „Nirgendwo stirbt irgendjemand. Alles wandelt sich von Energie zu Materie und umgekehrt. Das Konzept des Todes existiert nur in primitiven Welten wie der deinen.“ Ich: „Wie lange dauert dieser Transformationszyklus?“ Das Wesen: „Ewig. Die Menschen haben eine falsche Vorstellung von Zeit. Zeit ist überall im Universum anders. Und in der anderen Dimension existiert sie überhaupt nicht.“ Ich: „Was wird mit dem Leben auf meinem Planeten geschehen? Werden wir uns höher entwickeln, so wie ihr? Werden wir in der Lage sein, durch den Weltraum zu reisen?“ Das Wesen: „Ja. Aber es wird nicht so schnell passieren. Ihr seid eine noch recht wenig entwickelte Zivilisation. Ihr verschmutzt euren Planeten zu sehr, und ihr tötet einander. Solange das anhält, könnt ihr euch nicht weiterentwickeln.“ Ich: „Was müssen wir tun, um mit der Verschmutzung und der gegenseitigen Vernichtung aufzuhören?“ Das Wesen: „Ihr müsst alle zur Vernunft kommen und einen neuen Entwicklungsweg einschlagen. Hört auf eure spirituellen Lehrer, sie sagen euch die Wahrheit. Alle eure anderen Führer täuschen euch bewusst, sie dienen üblen Mächten.“ Ich: „Das Böse existiert also tatsächlich?“ Das Wesen: „Ja, an vielen Orten im Universum. Auf eurem Planeten gibt es sehr viel davon.“ Ich: „Wie können wir es auslöschen?“ Das Wesen: „Keine Sorge, daran wird bereits gearbeitet. Bald wird es grundsätzliche Veränderungen geben. Die Menschheit wird den richtigen Weg einschlagen. Einige Spezies aus dem Weltraum werden euch dabei helfen.“ Ich: „Welche werden das sein?“ Schweigen. Ich: „Wann wird das geschehen?“ Das Wesen: „Bald. Du wirst die beginnenden Veränderungen bald bemerken.“

Tatsächlich? Davon hatte ich immer geträumt – von einer besseren und gerechteren Welt. Es tat sehr gut, alle diese Worte von dem Spezialisten zu hören. Große Erleichterung und Ruhe breiteten sich in mir aus. Dann kamen zwei der Wesen auf mich zu. Eines davon war zweifellos der Spezialist. Er starrte mich mit seinen großen schwarzen Augen an und sagte: „Du musst jetzt schlafen. Keine Angst, alles wird gut!“

Die Reise nach Hause

Dieses Mal hatte ich keine Träume, zumindest konnte ich mich an keine erinnern. Langsam wachte ich auf und wusste, dass alles gut war. Die Wunde in meinem Unterbauch schmerzte, ich hatte heftige Kopfschmerzen und mein Magen krampfte sich zusammen. Auch mein linker Vorderzahn tat mir weh. Es fühlte sich an, als hätte ich eine Betäubungsspritze von einem Zahnarzt erhalten. Als ich meine Augen öffnete, erkannte ich sofort, dass sich meine Situation drastisch verändert hatte. Ich lag auf Gras! Es wehte ein leichtes Lüftchen, das ich fühlen konnte. Es war dunkel, und ich brauchte ein paar Minuten, um mich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Links von mir stand ein großer Baum, rechts von mir erkannte ich die Silhouette eines Autos. Ich blickte nach oben und sah die Sterne. Ganz deutlich konnte ich den Großen Bären und den Polarstern erkennen. Auch Orion und die Plejaden waren zu sehen. Endlich! Ich war wieder auf der Erde!

Ich begann schwer und schnell zu atmen.Es ist vorbei.Dann stand ich auf und blickte mich um. Wo war ich? Ich hatte keine Ahnung. Der Ort war mir nicht vertraut. Ich ging auf das Auto zu, das knapp fünf Meter von mir entfernt stand. Ich erkannte es sofort, es war mein eigenes. Ich öffnete die Tür und fand die Schlüssel auf dem Armaturenbrett, wo ich sie abgelegt hatte, um Wasser von der Quelle zu holen. Aber das war nicht der Ort, an dem sich die Quelle befand. Ich war auf einer Schotterstraße, die an irgendwelchen Feldern vorbeiführte. In unserer Region sind Felder oft durch Baumreihen voneinander abgegrenzt. An einer solchen stand ich jetzt. Ich hielt nach irgendeinem Licht Ausschau, konnte aber keines entdecken. Als ich den Schlüssel herumdrehte, startete der Motor sofort. Ich stieß einen Seufzer der Erleichterung aus, schaltete das Licht ein und wollte gerade losfahren. Aber in welche Richtung? In diesem Augenblick beschloss ich, einen näheren Blick auf mein Auto zu werfen. Ich schaltete die Innenbeleuchtung ein – alles schien in Ordnung. Ich öffnete den Kofferraum, um ihn zu inspizieren. Meine Angelausrüstung und mein Fischfang waren noch da. Die Wasserbehälter fehlten jedoch. Ich vermutete sie an der Quelle, wo ich sie zurückgelassen hatte.

Aber wie war ich bloß hierhergekommen? Und wie mein Auto?Ich sagte mir, dass das im Augenblick nicht das Wichtigste war. Ich musste vor allem herausfinden, wo ich mich befand und wie ich am schnellsten nach Hause gelangen konnte. Ich kam auf die Idee, auf die Uhr zu sehen. Es war 4:20 Uhr. Ich beschloss mich zu konzentrieren. Die Schmerzen in meinem Unterbauch und an meinem Zahn ließen nicht nach. Mein Magen krampfte sich zusammen und mir war schwindlig, aber ich fühlte mich trotzdem in der Lage, zu fahren. Ich beschloss, auf der Schotterstraße in die eine Richtung zu fahren. Wenn sie mich nirgendwo hinführte, würde ich umkehren und in die Gegenrichtung fahren. Langsam fuhr ich los und hielt nach allen Seiten Ausschau nach irgendeinem Licht. Es dauerte nicht lange. Nach etwa zweieinhalb Kilometern entdeckte ich die Lichter eines kleinen Dorfes. Die Straße führte genau in diese Richtung. In dem Dorf würde es sicherlich eine Asphaltstraße geben. Nach wenigen Minuten war ich in dem Dorf und entdeckte tatsächlich sehr bald eine Asphaltstraße. Natürlich waren um diese Uhrzeit keine Menschen auf der Straße, die ich hätte fragen können. Doch der Ort kam mir vertraut vor. Ich fuhr in derselben Richtung weiter und entdeckte am Ortsausgang ein Verkehrsschild. Ja! Meine Scheinwerfer erfassten das Schild und ich konnte den Namen des Dorfes lesen. Ich seufzte erleichtert auf. Das Dorf gehörte zu unserem Landkreis.

Ich fühlte mich einfach großartig. Jetzt wusste ich genau, wo ich war – etwa sechs Kilometer von zu Hause entfernt. Merkwürdigerweise lag dieser Ort zwölf Kilometer von der Quelle entfernt, an der ich das Flugobjekt zuerst gesehen und das Bewusstsein verloren hatte, und zudem in entgegengesetzter Richtung zu meiner Stadt. Doch darüber wollte ich jetzt nicht nachdenken. Ich wurde richtig aufgeregt und fuhr schneller, denn ich wollte so rasch wie möglich nach Hause. Was würde mich dort erwarten? Ich hatte keine Ahnung. Nun kamen mir noch einige wichtigere Fragen in den Sinn.Welcher Tag war heute? Wie lange war ich weggewesen und was war in der Zwischenzeit geschehen?Ich hoffte, das alles schon bald herauszufinden.

Ein paar Minuten später erreichte ich meine Stadt. Alles schien mir unverändert zu sein und ich kam bald zu Hause an. Mein Herz klopfte. Ich hielt vor der Garage und stieg aus dem Auto. Dann ging ich um das Haus herum. Es gab keine Anzeichen für irgendetwas Ungewöhnliches. Ich schloss die Tür auf und ging hinein. Überall schaltete ich das Licht an. Alles war wie zuvor. Offenbar war in meiner Abwesenheit niemand hier gewesen. Ich setzte mich auf meine Couch und stellte mir die Frage:Was jetzt?

Mir kam in den Sinn, dass ich einen Kalender brauchte, um herauszufinden, welchen Tag wir hatten. Sofort fiel mir die Lösung ein – mein Telefon! Mein Smartphone hatte eine Uhr und einen Kalender. Es lag noch genau da, wo ich es zurückgelassen hatte. Ich drückte auf die Taste und der Bildschirm leuchtete auf. Auf der Anzeige las ich: 04:52 Uhr, 17.09.2017.

Oh mein Gott! Das konnte doch nicht wahr sein! Bis heute bin ich bereit zu schwören, dass ich mindestens zwei, vielleicht sogar drei Tage an Bord des Raumschiffes verbracht habe. Dieses Gefühl, das ich dort hatte, hat sich nicht verändert. Der Kalender und die Uhr auf meinem Telefon besagten jedoch etwas anderes. Der Anzeige zufolge war ich nur sieben oder siebeneinhalb Stunden weg gewesen. Ich setzte mich wieder auf die Couch und dachte nach. Wenn das stimmte, dann war vermutlich niemandem meine Abwesenheit aufgefallen.

Ich lebte schon seit einigen Jahren alleine, meine Eltern bewohnten ein anderes Haus und meine Schwester lebte mit ihrer Familie in einer anderen Stadt. So gesehen konnte niemand wissen, dass ich (laut Uhren- und Kalenderanzeige) ein paar Stunden verschwunden gewesen war. Ich war erleichtert. Mein Erlebnis konnte also mein Geheimnis bleiben.

Ich war total erschöpft und die Schmerzen wollten nicht nachlassen. Ich hatte nur Aspirin im Haus, weil ich kaum jemals krank wurde. Rasch schluckte ich zwei Tabletten und ging ins Bett. Ich fiel in einen tiefen Schlaf.

Anmerkung der Redaktion

Der Verfasser dieses Artikels lebt in der Europäischen Union und möchte anonym bleiben.


Kommentare

Kommentar von Andudu (07. April 2021, 14:02 Uhr)

Danke, sehr spannender Entführungsfall.


Kommentar von DNA (07. April 2021, 21:12 Uhr)

Wirklich interessanter Bericht. Bitte bringt mehr von solchen Erlebnissen. Ich bin mir sicher, dass es tausende Betroffene gibt, war selbst in meiner Jugend involviert. Gibt Hoffnung für für Zukunft.


Kommentar von Oscar Entenweich (12. April 2021, 03:54 Uhr)

Ist klar. Wenn ich in einem fremden Raum aufwache, ist es natürlich mit das Erste, was ich mach - den Raum mit meinen Füßen abmessen!!!


Kommentar von Oscar Entenweich (12. April 2021, 03:56 Uhr)

Glaubt der eigentlich wirklich selber, was der hier schreibt? Sehr respektlos den Menschen gegenüber, die wirklich eine Begegnung der 4. Art hatten.


Kommentar von k.t. (12. April 2021, 16:10 Uhr)

@DNA
Schreib doch mal deine Erinnerungen! Sind/waren die ähnlich? Ich kann mir vorstellen, dass man auf viel Unverständnis stößt, aber man muss ja seinen Namen nicht veröffentlichen und es gibt viele, die es interessiert.

@Oscar Entenweich
Klar, wenn er Zeit hat, warum sollte er nicht den Raum ausmessen? Wenn man irgendwo eingesperrt ist, untersucht man zuerst sein Gefängnis, um Herauszufinden wo man ist und wie man vielleicht entkommen könnte. Ich halte das für vollkommen normal.

Der Entführungsbericht deckt sich mit unzähligen anderen, ich denke nicht, dass er ausgedacht ist.