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Twilight Zone: Dvaraka - Ein indischer Mythos entpuppt sich als Historie

dvDie Entdeckung der legendären Stadt Dvaraka, die der Legen-de nach von Sri Krishna gegrün- det wurde, ist ein Meilenstein für die historische Validierung des Mahabharata. Sie hat die von Geschichtswissenschaftlern geäußerten Zweifel an der Historizität des Mahabharata und der Existenz von Dvaraka endlich ausgeräumt. Zudem konnte dadurch eine Lücke in der indischen Geschichte geschlossen und die Kontinuität der indischen Zivilisation vom vedischen Zeitalter bis heute bestätigt werden.


Durch das Auffinden der Stadt wurde wissenschaftlich gesehen auch ein Licht auf die zweite Urbanisierung im sogenannten „Dunklen Zeitalter“, die Wiederaufnahme des Seehandels und die Verwendung der Sanskrit-Sprache und der Indusschrift geworfen.

Dvaraka (Dwarka) – die uralte heilige Stadt Nordindiens

Die heilige Stadt Dvaraka liegt im indischen Bundesstaat Gujarat an der Küste des Arabischen Meers und hat etwa 39.000 Einwohner. Dem indischen Epos Mahabharata zufolge wurde sie vom Gott Krishna höchstpersönlich gegründet. Die gegenwärtige Stadt soll die insgesamt siebte an diesem Standort sein, was durch unter ihr gefundene Ruinenschichten auch teilweise bestätigt werden konnte.

Dvaraka („Tor zum Himmel“) ist eine der Sapta Puri (der sieben heiligen Städte) des Hinduismus und Jahr für Jahr ein Pilgerziel für Tausende Hindus. Manche Gelehrte hal- ten die ehemalige Hafenstadt für die Insel Barka, die in alten Seerouten- beschreibungen des Erythräischen oder Roten Meers Erwähnung fand.

Legenden von Dvaraka

Es gibt zahlreiche Legenden über die Stadt. Die meisten davon finden sich im Mahabharata und sollen Ereignisse beschreiben, die sich um 3100 v. Chr. abgespielt haben.

Nachdem Krishna seinen Onkel Kansa besiegt und getötet hatte, beschloss er, mit seinem Volk von Mathura nach Dvaraka auszuwandern, um dort eine neue Stadt zu gründen. Der Legende nach soll er dem Meer dafür 96 Quadratkilometer Land abgerungen haben. Angeblich beschwor Krishna zum Bau der Stadt den göttlichen Baumeister und Architekten Vishvakarman, der Dvaraka in nur einem Tag aus dem Boden stampfte.

Dvaraka im Mahabharata

Im Mahabharata finden sich viele detaillierte Beschreibungen Dvarakas: „Die Stadt ist von Vogelgezwitscher und dem Summen der Bienen erfüllt, die durch die Parks und Lustgärten fliegen. Die Seen sind von blühenden Stern-Seerosen, Lotusblumen, Wasserlilien, Weißen Seerosen und Utpala-Lotusblüten bedeckt. Überall hört man die Rufe von Schwänen und Kranichen.

Dvaraka konnte sich mit 900.000 Königspalästen brüsten, die alle aus Kristall sowie Silber erbaut und mit riesigen Smaragden prachtvoll verziert waren. In den Palästen war das Mobiliar mit Gold und Edelstein geschmückt.

Der Verkehr bewegte sich durch ein gut ausgebautes Netz aus Bou- levards, Straßen, Kreuzungen und Marktplätzen. Allerorten in der bezaubernden Stadt fanden sich Versammlungshäuser und Tempel für Halbgötter. Alle Straßen, Höfe, Geschäftsstraßen und Wohnterrassen wurden mit Wasser besprenkelt und durch Flaggen, die an Fahnenmasten wehten, vor der Sonnenhitze geschützt.“

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