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Wer wenn nicht wir, wo wenn nicht hier, wann wenn nicht jetzt…?

Osama NaseErinnern Sie sich an die dunklen Voraussagen von US-Vizepräsident Joe Biden (bestätigt von Ex-Außenminister Colin Powell und anderen zentralen Entscheidungsträgern), dass Obamas Administration in den ersten Wochen ihrer Präsidentschaft durch einen furchtbaren Schlag auf die Probe gestellt werde? Viele deuteten diesen nebulösen und dennoch so bedrohlichen „big bang“ als den kommenden Finanz-Supergau, andere als Provokationsterroranschlag. Die politische und wirtschaftliche Großwetterlage weist darauf hin, dass wir uns gerade jetzt im bedrohlichsten Ausschnitt dieses Zeitfensters befinden könnten.


Während Großbetriebe und Banken bereits seit längerem in immer kürzeren Stakkatotritten den Geist aufgeben, kreisen die Pleitegeier nun auch über ganzen Volkswirtschaften; Staaten, die bedeutender sind als die remote Wikingerrepublik Island: So brachte die Presse gleich zweimal innerhalb einer Woche beängstigende Enthüllungen aus Großbritannien. Zum einen gestand Finanzstaatssekretär Myners, dass England beim paneuropäischen Bankenkrach Mitte Oktober 2008 unmittelbar vor dem Ruin gestanden habe. Und quasi um zu zeigen, dass die Zeiten alles andere als besser geworden sind, schob Wirtschafts- Minister Mandelson wenig später das Bonmot des neuen Jahres nach: „The banks are fucked, we´re fucked, the country´s fucked!” Das klingt nach Endzeitstimmung.

Die Versuchung, die drohende ökonomische Katastrophe durch ein gigantisches Ablenkungsmanöver vom Zuschnitt des 11. September 2001 noch einmal hinauszuschieben, muss groß sein. Und sie mischt sich zum unpassendsten Augenblick mit der Angst Israels und der Öllobby, die amerikanische Grand Chessbord-Politik im Mittleren Osten könne nach der Abwahl der Bush-Krieger vor ihrem Ende stehen. Schon verlautbarte das Weiße Haus, Amerika werde gegenüber dem jahrelangen Traumziel US-Israelischer Großraumpolitiker, Iran, künftig versöhnlichere Töne anschlagen. Den arabischen Nationen kündigte Präsident Obama höchstpersönlich eine bessere Partnerschaft an. Wie zur Bestätigung gab Washington seinen europäischen Verbündeten am Rande des Gazakrieges freie Hand, Druck auf Israel auszuüben, damit es seine Truppen zurückziehe. Das tatsächlich von Erfolg gekrönte Unternehmen war, man höre und staune, von Deutschland an vorderster „Front“ mitgetragen worden. Wie weit der Ärger darüber in Jerusalem reicht zeigt die Tatsache, dass wenige Tage später der Zentralrat der Juden, der ob seiner nationalen Präferenz eigentlich „Zentralrat Israels“ heißen sollte, die Holocaustgedenkstunde im Bundestag boykottierte. Die offizielle Begründung für den skandalösen Schritt war derart deplaziert und inhaltsleer, dass aufmerksamen Beobachtern kaum entgehen konnte, dass es einen anderen Grund gab, den der Zentralrat aber nicht nennen konnte ohne sich selbst und sein wirkliches Raison d´etre zu enttarnen.

Öl-, und Israellobbys mit dem Rücken zur Wand, Volkswirtschaften vor dem Totalzusammenbruch, und im Militär- und Sicherheitsbereich kriegslüsterne Bushseilschaften vor ihrer Auswechselung, sind für eine auf Ausgleich gerichtete Politik ein schwer verdaulicher Cocktail. Eine Wiederholung des 11. September müsste, vorausgesetzt dass man das Ereignis als Folge indirekter Strategie („False Flag“) begreift, wenn dann jetzt stattfinden, um die fast schon tote Achse der Willigen zu neuem Leben zu erwecken. Der zuletzt sogar mit biologischen Waffen vorgetragene „Feldzug gegen den Terror“, welcher dem Selbstverständnis der neokonservativen Geheimdiensteinheit P2OG Rechnung trägt, durch Gewalt Gegengewalt zu provozieren, um auf deren Trümmern Kriege aufzubauen, bildet hierfür eine sehr passende Rahmung. Die Diskussion um die Überstellung von angeblichen 9/11-Terroristen aus Guantanamo nach Deutschland ebenso. Wie auch das angebliche Säbelrasseln aus Teheran, wo man dem Vernehmen nach westlichen Botschaften, darunter auch der deutschen, Spionage vorwirft.

Auf deutschem Boden ausgeführt würde eine in den Iran zielende Terrorprovokation die scheidenden Falken im Pentagon übrigens eines zentralen Albdrucks entledigen: Der Tatsache nämlich, dass die Vereinigten Staaten sich angesichts der angespannten Wirtschaftslage kaum noch größere Waffengänge leisten können. Bumst es aber vorher in Berlin, etwa gegen ein jüdisches oder amerikanisches Ziel, dann würde die Bundesregierung im Bemühen ihre Soldaten zu schonen die finanzielle Hauptlast des kommenden Wüstensturms zu bestreiten haben. Weit hergeholt ist die „zündende Idee“ nicht. Just als darüber diskutiert wurde, dass Präsident Obama Anfang Februar zur Münchner Sicherheitskonferenz erwartet werde, tauchten Video-Machwerke auf, in denen vermummte Schattenkrieger Islamterror in deutschen Großstädten ankündigten. Lieferant des explosiven Filmmaterials: die vom US-Kriegsministerium mitfinanzierte Firma IntelCenter und das Unternehmen SITE, geleitet von Rita Katz, deren Vater im Irak als israelischer Spion hingerichtet wurde.

Fake

Kein Fake


Kommentare

Kommentar von freedom of mind (11. Februar 2009, 22:46 Uhr)

Ich persönlich tippe auf einen Zusammenbruch oder Teilzusammen- bruch des US-Wirtschaftssystems, die Spatzen pfeifens mittlerweile von den Dächern.
Eine gewollte Eskalation des am Kochen gehaltenen Nah-Ost Konflikts ist weiterhin sehr wahrscheinlich. Die Elite will diesen Krieg jetzt unbedingt völlig aus dem Ruder laufen lassen, um doch noch gegen den Islam marschieren zu könne. Bedauerlicherweise sind viele Moslems nicht ganz so vernagelt und lebensmüde, wie manche der Imperialten es gerne hätten.
Ich glaube auch, jetzt wirds nicht mehr lange dauern, die Herrschaften drücken voll aufs Tempo. Aber kein Grund zur Panik, umso cooler und lockerer man bleiben kann, umso besser.


Kommentar von Ach, die Wahrheit (25. Februar 2009, 13:54 Uhr)

Mein lieber Herr Eggert!

Die "wirkliche Raison d'etre" des Zentralrats der Juden ist kein Geheimnis. Dieser Zentralrat ist es einfach leid, von antizionistischen Dreiachtelaufgeklärten wie Ihnen über Gerechtigkeit und Menschenrechte belehrt zu werden; von Leuten, die ihr ganzes Leben noch keine Waffe in die Hand nehmen mussten, um ihre Freiheit und ihr Leben gegen genozidale und terroristische Feldzüge zu verteidigen.

Gute Besserung


Kommentar von Morpheus (02. März 2009, 23:47 Uhr)

Wolfgang, weitermachen , die Wahrheit braucht Licht, und du leuchtest in die dunkelsten Machenschaften.

In Frieden und Liebe