Der unsichtbare Feind

nanoSie ist uns schon näher zu Leibe gerückt, als uns recht sein sollte: Nanotechnologie. Ob in 3-D-Druckern, Medizin oder Lebensmitteln – überall wird die neue Mikrowissenschaft bereits eingesetzt, um Produkte besser und wirksamer zu machen. Interessiert es irgendwen, welche langfristigen Schäden entstehen, wenn diese Produkte als Feinstaub in unseren Zellen landen, wo sie bereits vermehrt nachgewiesen werden?Analog zum Weltraumvertrag bräuchte es einen Eigenraumvertrag – eine Garantie für die Unversehrtheit unserer Körper durch neue Technologien. Leider ist es dafür schon zu spät; wir sind Teilnehmer an einem globalen Experiment der Technologieapologeten.

Covid-19 entzieht sich unseren fünf Sinnen. Das Virus nutzt unsere Unfähigkeit aus, es physisch zu erkennen, weshalb wir uns auf Symptome und Verfahren wie die fehlerhaften PCR-Tests verlassen müssen.1 Unser durch Multivitaminpräparate und Mineralien gestärktes Immunsystem2 kann solche Viren in der Regel abwehren.3 Stellen Sie sich jedoch einen viel tödlicheren Angreifer vor, der sich nicht nur kaum entdecken lässt, sondern es speziell auf unser Immunsystem abgesehen hat.4 Willkommen in der Welt der Nanotechnologie!

Der Wortteil „nano“ kommt vom altgriechischen Wort für „Zwerg“ (νανο oder νάνος). Ein Nanometer ist ein Milliardstelmeter oder 100.000-mal dünner als ein menschliches Haar.5 Die menschliche Doppelstrang-DNA durchmisst zwischen 2 und 20 Nanometer.6

Nanoteilchen sind überall: in Lebensmitteln, Haushaltsprodukten, Arzneimitteln und der Luft, die wir einatmen. Sie können nur mit Rasterkraft-, Elektronen- und Focused-Ion-Beam-Mikroskopen beobachtet werden. Die Blut-Hirn-Schranke, die normalerweise verhindert, dass sich Teilchen im Gehirn ansammeln, kann Nanomaterialien nicht verlässlich identifizieren.7

Nanoteilchen kommen in der Natur vor, zum Beispiel bei Vulkanausbrüchen, durch die unsichtbare Teilchen in die Atmosphäre gelangen. Lebewesen atmen sie ein und sie lagern sich auf dem Boden ab.8

Die Menschheit hat natürlich vorkommende Nanoteilchen jahrtausendelang als Pigmente zum Malen und Tätowieren verwendet.9 Ein Beispiel dafür ist der Lykurgus-Kelch, ein römisches Gefäß aus dichroitischem (farbfilterndem) Glas, das etwa im 4. Jahrhundert n. Chr. angefertigt wurde. Es ist nach dem darauf dargestellten König benannt, hat einen Standfuß und oberen Rand aus Metall und verdankt seinen dichroitischen Effekt der Tatsache, dass das Glas mit Nanoteilchen aus Gold und Silber gemischt wurde.10 In unserer Zeit haben Industrie, Medizin und Militär Nanotech in ihre Werkzeuge und Produkte integriert, was möglicherweise noch verheerende Auswirkungen haben wird. Im Gegensatz zu den alten Römern könnten moderne Wissenschaftler die Nanoteilchen nämlich so programmieren, dass sie bestimmte Aufgaben ausführen.

Vor 60 Jahren stellte sich heraus, dass die als Asbest bekannte Gruppe faseriger Materialien, die in Feuerschutzmitteln, der Industrie und Haushalten verwendet wurde, tödlich ist. Vor 40 Jahren wurden Asbestprodukte in den meisten Ländern der Welt verboten. Heute sterben immer noch Hunderttausende Menschen – sowohl Arbeiter in armen Ländern als auch ältere Bewohner westlicher Staaten, die in ihrer Jugend mit Asbest arbeiteten – an asbestbedingten Krankheiten. Und wir werden heute Zeuge, wie die Industrie diese Geschichte mit Nanotechnologie wiederholt.

Mitte der 1990er-Jahre genehmigte die amerikanische Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA den Einsatz von Nanopartikeln in zahlreichen Medikamenten, vor allem solchen gegen Krebs. Nach drei Jahrzehnten der Forschung, Entwicklung und Erprobung dient Nanotech nunmehr als Plattform für die Verabreichung von DNA- und RNA-Spike-Virusproteinen für Impfungen, die das Immunsystem aktivieren sollen.11

Bestimmte Arten von Zucker-Nanopolymeren (Chitosane und Dextrane), Gold-Nanoteilchen und Kohlenstoff-Nanoröhrchen wurden für den Einsatz in diversen Covid-19-Impfungen getestet.12 Der Impfstoff von Pfizer/BioNTech löste Berichten zufolge bei einigen frühen Empfängern der Impfung einen anaphylaktischen Schock aus, weil sein Nanoträger (Poly­ethylenglykol) dem Allergen Polysorbat 80 ähnelt.13

Die Nanotechnologie lässt die Grenze zwischen Waffenkonstruktion und Wissenschaft verschwimmen. Mit denselben Gentechnikverfahren, die Nanobots zur Krebsbekämpfung programmieren, kann man auch dafür sorgen, dass lebenswichtige Organe gezielt angegriffen werden. Dieselben Nanomaterialien, die Computerkomponenten isolieren, lassen sich auf Uniformen auftragen, um Supersoldaten zu schaffen. Nanotech hat nicht nur das Potenzial, Biowaffen tödlicher zu machen, sondern dehnt ihren Wirkungsbereich durch ihre Integration in Industrie und Medizin derzeit bereits auf die Bioüberwachung aus, während wir uns auf die Vierte Industrielle Revolution zubewegen.

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