Editorial Ausgabe 89

Daniel Wagner EditorialSollten wir den Herren der Welt gratulieren? Nach dem „Krieg gegen den Terror“, bei dem der Feind zwar versteckt, aber immerhin noch zahlenmäßig unterlegen war, ist nun jeder von uns ein Gefährder. Jetzt bedroht uns ein Alien, ein unsichtbares, unfassbares und vielleicht nicht einmal lebendiges Stück RNS, das die Macht haben soll, uns auf fiese Art umzulegen. In jedem von uns könnte diese RNS nachgewiesen werden, und ob sie uns krank macht oder nicht – eingesperrt werden wir dafür.

Dieses Fitzelchen Gencode kann aber noch viel mehr: Es macht uns zu Risikogruppenschützern und Denunzianten, zu Arbeitslosen und Dissidenten; es offenbart unsere tiefsten Glaubenssätze, jagt uns Angst ein oder auf die Straße.

Glauben Sie mir: Ich bemühe mich hart, meine Paranoia in Zaum zu halten und sämtliche Geschichten, die ich über den Plan zur Versklavung der Menschheit gelesen habe, zu verdrängen. Das fällt nicht leicht, denn selbst wenn es diese machtlüsternen Herren nicht gibt – man müsste sie glatt erfinden. Die Pläne für eine digitale Identifizierung jedes Weltbürgers sind längst in der Umsetzung, Immunitätspässe EU-weit geplant, Massenimpfungen bereits im Infektionsschutzgesetz verankert – und das Funkwellengitter, das unser Privatleben noch transparenter macht, wird immer engmaschiger. In Zeiten, in denen wir im Coronaknast sitzen, der amerikanische TRACE Act zur Verfolgung und Zwangstestung von potenziell Infizierten mit der Nummer 6666 vorgeschlagen wird und Bill Gates zur Hauptsendezeit im Öffentlich-Rechtlichen verkündet, sieben Milliarden Menschen durchpiken zu wollen, kann ich es keinem verdenken, wenn sein Verstand durch die Decke geht. Nehmen wir noch den HIV-Entdecker Luc Montagnier dazu, der überzeugt ist, dass das Virus aus dem Labor stammt, haben wir den perfekten Mix. Das alles ist zum Wahnsinnigwerden.

Wenn Sie mich fragen, drehen aber nicht nur die frei, die hinter allem adrenochromgeile Blutsäufer wittern und auf die Erlösung durch QAnon warten. Der Wahnsinn hat auch die Institutionen gepackt: Da werden Massentestungen mit unvalidierten PCR-Tests angeordnet, wo eine schlichte Rechnung zeigt, dass die geringste Fehlerquote zu einer Unsumme an Falsch-Positiven führt und eine Testepidemie am Laufen hält. Da wird aus Datenschrott ein „R-Wert“ zusammengeschraubt, der jedem Astrologen die Schamesröte ins Gesicht treibt. Da betteln wir bis heute um eine repräsentative Studie – denn die, die in Heinsberg, Island oder Kalifornien durchgeführt wurden, waren wohl zu beruhigend. Und obwohl 99 Prozent die Krankheit überstehen und eine natürliche Immunität entwickeln, die die Risikogruppen langfristig schützt, warten wir gebannt auf einen neuartigen DNS-Impfstoff, den die Regierungen mit unserem Geld großzügig vorfinanziert haben.

Wir handeln also hochgradig irrational – und das ist wohl der Hauptgrund, warum die Kettenhunde der Politik gerade wie wild die „kruden Verschwörungstheoretiker“ anblaffen, die den Irrsinn anmahnen und sich um die Grundrechte sorgen. Ich nenne das Projektion.

Erschüttert hat mich vor allem die Hybris, mit der Big Mother und ihre Gefolgsknilche den Rohrstock ausgepackt, die Freiheitsrechte außer Kraft gesetzt und mit Verordnungen um sich geschmissen haben – und die Bücklingshaltung der Bevölkerung. Brav werden Masken getragen, die so gut wie nutzlos sind, Aufrührer angezeigt, die sich den hirnrissigen Vorschriften widersetzen – und in vorauseilendem Gehorsam inzwischen sogar Schulkinder mit grünen Punkten markiert, wenn sie „coronafrei“ sind.

Wer die NWO-Pläne der Eliten und das Lock-step-Szenario der Rockefellers kennt, möchte den Herren der Welt tatsächlich die Hand entgegenstrecken: Chapeau, Jungs, ganz großes Kino. Die halbe Welt ist in Panik, frisst euch aus der Hand und hält sich gegenseitig im Käfig. Ich kenne einige, die am liebsten auswandern würden. Nur wohin?

Nun … vielleicht gibt es einen Lichtschimmer. Für mich blitzte der in einem der besten Texte auf, der mir im Recherchewahn unter die Bindehaut gekommen ist. Er stammt von Charles Eisenstein und nennt sich „The Coronation“„Die Krönung“. Eisenstein greift vieles von dem auf, was ich gerade geschildert habe. Aber er deutet das Geschehen ganzheitlich – als Symptom eines überholten Weltbilds, das im Angesicht von Ungewissheit und Tod panisch in Regression verfällt und die Krallen auspackt, um sie irgendwo hineinzuschlagen. In diesem Weltbild fürchten wir den Tod, halten Mikroben für Feinde und sehen uns in einem endlosen Kampf, in dem „wir“ gegen „die“ zu Felde ziehen. Dieses sterbende Weltbild nährt sich von Framing, Bestätigungsfehlern und Angst – und man sollte vielleicht wirklich damit aufhören, auf diesem halbtoten Viech und seinen Vertretern herumzuhacken, denn das grenzt an Leichenfledderei.

Denn man kann ein Krankheitsgeschehen genauso wenig auf einen Virus reduzieren wie die Regierung auf Merkel oder die WHO auf Bill Gates. Da draußen herrscht ein Gewirr an internationalen Verträgen, an privaten und politischen Zielsetzungen, und es ist nur zu bequem, dem Struktur zu geben, indem man einen Feind definiert.

Im neuen Weltbild liegt das Problem nicht im Außen. Seine Vertreter sehen einen pubertierenden Planeten und wissen, dass der Mensch nicht getrennt existiert, sondern Auge, Mund und Arm von Mutter Erde ist, staunender Sternenstaub. Für sie ist der Film, den wir gerade schieben, eine Manifestation des kollektiven Unbewussten – die Schockwelle einer globalen Heilungskrise.

Ich bleibe zuversichtlich … aber mein Surfbrett halte ich sicherheitshalber griffbereit.

Herzlich,

Ihr Daniel Wagner

Kommentare

04. Juni 2020, 01:57 Uhr, permalink

mlm

Sehr schön geschrieben. Fast poetisch.

ich gebe jetzt auch mal ein Kommentar zu Situation ab :)
Die subtile Lenkung des Bürgers ist ein grundlegendes Konzept jeder Staatsform. Die Konditionierung jeder neuer Generation wird durch Bildungssystem gestartet und ein Leben lang auf unterschiedliche Weise fortgesetzt.
Sobald Existenzängste auftauchen verflüchtigt sich langsam der Schleier der Illusion und aus Lämmer wird eine gefährlich trampelnde Herde. Gegen diese haben Totalüberwachung, Digitalisierung oder sonstige Kontrollmechanismen keine Chance.
Die Entwicklung in diesen seltsamen Zeiten ist überwältigend. Der Versuch die Ereignisse durch Verschwörungstheorien zu deuten ist normal. Diese zu verschmähen ist eine Panikreaktion derjenigen die das Vertrauen der Lämmer als Selbstverständlichkeit hielten. Nur haben sie dieses Vertrauen auf unüberlegte Weise reduziert und diese Handlung reduziert das Vertrauen noch zusätzlich.
.... da muss man einfach über Plan B nachdenken, sei es auch nur eine zusätzliche Rolle Klopapier ...
Ich vermute dass die Prognosen der Finanzexperten Hinweise über weitere Entwicklung geben. Mein Bauchgefühl sagt mir dass es zu einer Kettenreaktion kommt und diese sehr schnell ablaufen wird. Ich glaube nicht dass die aktuellen Manager es managen werden. Da hilft nur die Selbstversorgung sofern diese überhaupt umsetzbar ist ...

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