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NEXUS Magazin 39, Februar-März 2012

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Elektromedizin für Diagnose und Therapie

Der rasante Anstieg von Zivilisationskrankheiten deutet darauf hin, dass sich die heutige Medizin in einer Sackgasse befindet. Dabei sind hocheffektive Methoden einer zukünftigen Elektromedizin längst erfunden und noch lange nicht ausgeschöpft.

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Einführung

Das Thema Elektromedizin ist heute nur wenigen Menschen vertraut. Dabei gibt es seit mehr als 100 Jahren Elektrizität. Bereits 1759 wurde Elektromedizin so erfolgreich eingesetzt, dass ein Buch darüber entstand, das noch 111 Jahre nach der Ersterscheinung nachgedruckt wurde. Der Autor, der zuvor einen Bestseller zum Thema Naturmedizin verfasst hatte schrieb, dass Elektromedizin allem überlegen sei, was er kenne. 1884 setzen in den USA etwa 10.000 Ärzte elektromedizinische Apparate zum Wohle ihrer Patienten ein. Auf der 8. Jahrestagung der amerikanischen elektrotherapeutischen Vereinigung im Jahr 1898 wurde über die elektrische Behandlung bei Taubheit, Akne, Rosacea, Fibromen, Entzündung, Neuritis, Gicht, Krebs und Augenkrankheiten berichtet.

Ab 1931 behandelten Forscher wie Georges Lakhovsky, Royal Rife und Antoine Prioré Krebs elektromagnetisch. All dies ist den meisten Menschen heute unbekannt. Hinweise finden sich auf Internetseiten wie Quackwatch.com oder Esowatch.com, die dies als üble Quacksalberei ohne Wert und wissenschaftliche Absicherung verdammen.

Ist dieses Urteil zutreffend oder geht es vor allem um Propaganda, um von den eigenen Problemen in der Medizin abzulenken? Machen Sie sich selbst Ihr Bild.

Krise in der Medizin

Eine moderne Medizin ist ohne zuverlässige Diagnose- und Therapieverfahren undenkbar. Während elektromagnetische Diagnoseverfahren wie EKG, EEG, Kernspintomographie und Impuls-Therapiegeräte wie TENS oder der Defibrillator zur lebensrettenden Schock-Stimulation des Herzens den meisten Menschen wohlbekannt sind, gibt es weitere elektrische Diagnose- und Therapieverfahren, deren Möglichkeiten allgemein wenig populär sind.

Die Entwicklung und breite Anwendung solcher Methoden wäre wichtig, um die unübersehbare Krise in der Medizin nachhaltig zu überwinden.

2002 schrieben Blank und Kollegen in „Diagnose: ‚Damit müssen Sie jetzt leben!‘“1, dass von 80 Millionen Deutschen 37 Millionen an Allergien und Hauterkrankungen leiden. 26 Millionen bekommen brüchige Knochen, 25 Millionen leiden unter ständiger Müdigkeit und 24 Millionen sterben frühzeitig an Herz- / Kreislauferkrankungen. 20 Millionen leiden unter Diabetes, 16 Millionen haben Bluthochdruck und 15 Millionen Rheuma und Gicht.

Ist es als Erfolgsgeschichte der modernen Medizin zu werten, wenn trotz immer mehr teurer Medikamente chronische Erkrankungen stetig zunehmen, statt zurückzugehen? Da läuft doch etwas grundlegend schief!

Um 1900 war Arteriosklerose wenig bekannt. Heute sind Herz- / Kreislauferkrankungen Todesursache Nr. 1. Diabetes war früher eine sehr seltene Erkrankung, Kinder waren nicht betroffen. Heute sind mehr als neun Prozent der Deutschen erkrankt, darunter auch immer mehr Kinder. Alle zehn Jahre verdoppelt sich die Erkrankungsrate (Bild 1). Woher kommt das?

Leiden die Deutschen an einem chronischen Mangel an Medikamenten, die man nun zur Heilung zuführen muss? Sind es Mangelernährung, Bewegungsmangel oder Stress?

1963 stellt der Chef des deutschen Krebsforschungszentrums Karl Heinrich Bauer fest, dass trotz aller medizinischer Anstrengungen immer mehr Menschen an Krebs sterben.2 21 Prozent Sterblichkeit bedeutete damals bei 56.6 Millionen Bundesbürgern zwölf Millionen Krebstote. Fast 50 Jahre danach sterben mehr als 25 Prozent der 80 Millionen Deutschen an Krebs (Bild 2).3 Wo bleibt der medizinische Fortschritt, wenn trotz jahrzehntelang verbesserter Vorsorge, Operationsmethoden, modernster computergesteuerter Bestrahlungsmaschinen und innovativer Zellgifte kein deutlicher Rückgang der Krebstoten zu beobachten ist?

1976 berichten Cameron und der Nobelpreisträger Pauling über 300 Tage Lebensverlängerung bei Krebs im Endstadium durch hochdosierte Gabe von Vitamin C.4 Eindrucksvolle Grafiken zeigen den mit dieser ungiftigen Maßnahme erreichten Fortschritt beim Überleben von Darmkrebs, Magenkrebs, Bronchialkrebs und Brustkrebs.5

34 Jahre später: 2010 berichtet der Spiegel unter dem Titel „Schlicht obszön“ über eine Lebensverlängerung von 0-2,8 Monaten durch moderne Chemotherapiemittel mit Kosten bis zu 134.280 Euro pro Jahr.6 Genannt werden dabei Einsatzbereiche wie Lungenkrebs, Darmkrebs, Magenkrebs, Leberzellkarzinome, Weichteilsarkome oder Lymphome.

Wo bleibt der medizinische Fortschritt, wenn 2011 hochgiftige, teure Mittel in den meisten Fällen nicht einmal das leisten, was bereits 1976 mit dem ungiftigen und preisgünstigen Vitamin C möglich war?

Da man die häufigsten Krebsarten heute nur selten erfolgreich heilen kann, stellt sich die Frage nach der Qualität von Prävention und Früherkennung. Beides erfordert eine präzise Diagnose. Schauen wir uns die Fakten dazu an:

2008 berichten Kaplan und Porzsolt über eine Zunahme von Brustkrebs durch Mammographie / Biopsie um 22 Prozent.7 2009 melden Jorgensen und Gotzsche von 52 Prozent Überdiagnose durch Mammographien. Durch Vorsorgeuntersuchungen gab es mehr Brustkrebsbehandlungen – nicht weniger.8 2011 kommt die Nachricht, dass das Risiko von Frauen von 40-79 Jahren für eine Brustentfernung aufgrund zuvor durchgeführter Mammographien um 31 Prozent erhöht wird.9 Das ist kein guter Weg.

Der PSA-Test zeigt Prostata-Krebs nicht sicher an.10 Eine US-Taskforce zum Thema Prävention sprach nun die Empfehlung aus, dass gesunde Männer keine solchen Tests mehr machen sollten, weil der Schaden größer als der Nutzen ist.

Kommentare

03. Februar 2012, 13:38 Uhr, permalink

Esowatch.de

Interessanter Artikel.
Im ersten Abschnitt ist ein kleiner Fehler unterlaufen. Esow@tch.com ist die Webseite, die sich als Internetpranger jeder Form von Alternativmedizin gibt.
Auf esowatch.de findet man Richtigstellungen der auf esowatch.com Verleumdeten und weitere interessante Artikel und Hintergrundinfos zu Esowatch.

24. Februar 2012, 13:46 Uhr, permalink

guerilla ontologe

Hallo esowatch.de!

Das ist ja wirklich brillant! Ich habe mal bei Euch reingeschaut und finde es gut, das Ihr Euch kritisch mit esowatch.com auseinandersetzt. Die Idee, das Ihr Euch esowatch.de nennt ist da wirklich super, da es die .com Seite relativiert.
Letztlich ist esowatch.com nichts anderes als Hetze und keine kritische Auseinandersetzung mit Themen.
Das man bei Euch auch als esowatch.com-Betroffenen Richtigstellungen einstellen kann, ist genial.
Wirklich eine Tolle Idee von Euch!
Danke!

Herzliche Grüße

BdSO

21. März 2012, 14:28 Uhr, permalink

Redaktion

@ Esowatch.de:
Hoppla, das haben wir glatt übersehen - ist nun korrigiert. Danke für den Hinweis und alles Gute!

NEXUS-Redaktion

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