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Auf der Jagd nach freier Energie

Nichts ist so, wie es scheint. Wir neigen dazu zu glauben, Energie sei eine Ressource, die irgendwann erschöpft sei. Man macht uns weis, sie sei nur eine Ware wie Öl, Gold oder Nahrung  etwas, das man kaufen, verkaufen und verteilen, etwas, um das man kämpfen könne. Das ist eine Illusion.

REMAT – Seltenerdmagnet-Verstärkungstechnologie

Erst vor wenigen Monaten tauchte ein weiterer Apparat auf, REMAT (Rare Earth Magnetic Amplification Technology) bzw. Seltenerdmagnet-Verstärkungstechnologie genannt. Dieser Permanentmagnet-Motor wurde von einem Mann aus Florida entwickelt, der vorläufig anonym bleiben möchte. Eine Publikumsgesellschaft namens GMC Holdings (GMCC) hat sich mit dem Erfinder zusammengeschlossen und möchte den Motor weiterentwickeln und auf den Markt bringen. Richard Brace, der Direktor von GMCC, ist offenbar ein findiger Geschäftsmann, der über genügend Scharfsinn zu verfügen scheint, um die Entwicklung des Projekts zu leiten und dabei die Fallgruben zu umgehen, die zur Niederlage der meisten freien Erfinder auf diesem Gebiet geführt haben. Brace verfügt über ein hohes Maß an Erfahrung in der Finanzwelt, die den meisten Erfindern wie ein Haifischbecken erscheint. Wir haben die leise Hoffnung, daß er und sein Unternehmen dort Erfolg haben könnten, wo andere versagt haben.

Die REMAT-Vorrichtung ist im Grunde ein Motor auf der Grundlage starker Seltenerdmagneten, die im Rotor zum Einsatz kommen. Spezielle Ständerspulen geben kurze Impulse an die Rotormagneten weiter und stoppen so den Strom abrupt. Der vom zusammenbrechenden Magnetfeld, und vielleicht dem eingebundenen NPE, ausgehende Impuls verpaßt den Rotormagneten einen zusätzlichen Stoß, woraufhin sich der Kreislauf wiederholt. Das Geheimnis des Ganzen besteht vor allem im perfekt aufeinander abgestimmten Zusammenspiel, doch kommen noch weitere Faktoren hinzu, die mit der Konfiguration der Ständerspulen zusammenhängen und die das Unternehmen vorläufig gerne für sich behalten möchte. Ein wenig gespeicherte Energie ist nötig, um den Motor zu starten und in Betrieb zu halten, doch wenn er erst einmal läuft, scheint er eine große Menge an Energie zu produzieren – mehr jedenfalls, als zum Betreiben der Vorrichtung notwendig ist. „Overunity“, bei der mehr Ausgangs- als Eingangsenergie besteht, ist der Heilige Gral der Energiewissenschaft. Sollte es so etwas wie „Übereinheit“ tatsächlich geben, was der Fall zu sein scheint, dann braucht es nicht viel Vorstellungskraft, um sagen zu können, daß diese Erfindung den Punkt markiert, an dem sich alles ändern wird. Wie immer, wird es die Zeit zeigen.

Einige Fotos und Videoaufnahmen des Motors sind unter www.jagonline.net zu sehen. Die Vorrichtung weist ein paar einzigartige Merkmale auf. So wird angeblich entgegengesetzter elektromagnetischer Kraftfluß eingesetzt, um zusätzliche Energie zu erzeugen, während diese Kraft bei den meisten Motoren dafür sorgt, daß Energie verlorengeht. Ein weiteres Merkmal ist, daß der Motor angeblich „kalt läuft“, d.h. er scheint keine Energie durch Hitzeverlust einzubüßen. Das deutet auf unkonventionelle Vorgänge hin, denn derlei Behauptungen stimmen nicht mit den Theorien und Entwürfen der herkömmlichen Maschinenbaulehre überein.

Interessanterweise wußten weder der Erfinder selbst noch andere Mitarbeiter des Unternehmens viel über die Entwicklungen anderer Forscher auf diesem Gebiet. Anscheinend haben sie den Motor ohne fremden Einfluß entworfen. Das ist ermutigend und macht ihre Behauptungen einigermaßen glaubwürdig, da der Forschungsbereich Freie Energie, wie man sich wohl vorstellen kann, voll ist von Widersprüchen, Schwindeleien und Selbstbetrug. Des weiteren ist interessant, daß der Erfinder sich zwar auf einige Werke Nicola Teslas*, des Pioniers in Sachen Energie, bezieht, moderne Konzepte zum energetischen Vakuum und der Nullpunktenergie jedoch nirgends erwähnt.

Vergleichen Sie einmal die REMAT-Apparatur und Beardens MEG auf Gemeinsamkeiten. Wie bereits erwähnt, scheinen sich beide Vorrichtungen mittels elektromagnetischer Hochfrequenzfelder in die Nullpunktenergie einzuklinken.

Ist die Verbindung zur Nullpunktenergie hergestellt, wird der Strom abrupt abgeschnitten und das elektromagnetische Feld bricht zusammen. Es kommt zu einem kurzen Energieschub, der offenbar von der Nullpunktenergie herrührt und der eingefangen wird.

Das „Steilhang“-Phänomen

Werden also in wenigen Jahren MEG- oder REMAT-Geräte unsere Wohnungen und Autos betreiben? Die Zukunft liegt, wie man sagt, im Dunkeln. Um Oberst Bearden zu zitieren: „Wir sind an einem ‚Steilhang’ angelangt, und ab diesem Punkt nun sind große Summen an Fördergeldern notwendig, um von erfolgreichen Versuchen zu tatsächlich funktionierenden Energiesystemen in großem Maßstab übergehen zu können, die sich für Massenproduktion und Vertrieb eignen. Uns ist durchaus bewußt, daß alle vorangegangenen anerkannten [Freie-Energie-]Systeme (und es waren einige an der Zahl) an eben diesem ‚Steilhang’ scheiterten. Trotzdem glauben wir, daß wir Erfolg haben werden, und deshalb führen wir derzeit ernsthafte Verhandlungen mit mehreren größeren Finanzkonzernen, um das nötige Kapital zu bekommen und unser Projekt abschließen und unser Produkt auf den Markt bringen zu können.“ Um Beardens Gesundheit steht es nicht gut, da er am Golfkrieg-Syndrom leidet und auch die Krankheit seiner Frau ihn sehr belastet. Doch da er sich mit vielen fähigen Partnern umgeben hat und viel Energie und Grips besitzt, stehen die Chancen gut, daß er all diese Hindernisse meistern wird. Das kann man nur hoffen.

Was das REMAT-Gerät von GMCC angeht, so gibt es Anzeichen dafür, daß das Unternehmen erfolgreich sein wird, wo viele andere versagt haben. Offenbar haben bereits große und einflußreiche Konzerne (wie Siemens, BAE Systems, die NASA, Motorola, Dupond und andere) ein Auge auf GMCCs Arbeit geworfen und Interesse bekundet (wie man auf der Website von GMCC erfahren kann).

Die industrielle Revolution hat unsere Welt innerhalb weniger Jahrzehnte gewandelt; zwischen der „Kitty Hawk“ und der ersten Mondlandung lagen nur 66 Jahre. Die bevorstehende „Energierevolution“ wird die Welt noch rasanter verändern. Öl wird nur noch zur Herstellung von Kunststoffen und Chemikalien dienen, und nicht mehr als Kraftstoff. Kohle und Uran werden unangetastet unter der Erde bleiben. Unsere vom Öl abhängige Wirtschaft wird sich neu orientieren. Doch sind Veränderungen dieser Größenordnung selten leicht. Es wird Widerstand geben, wenn auch ein Wandel unausweichlich ist. Mit sauberer, unbegrenzter Energie können wir unsere empfindliche Welt entlasten und uns ernsthaft daranmachen, nach den Sternen zu greifen.

*Nikola Tesla (1856-1953) war ein Forscher und Entwickler auf dem Gebiet der Energie, der im großen und ganzen unserer Welt ihr modernes Gesicht gegeben hat. Es ist weithin anerkannt, daß er es war, der Methoden und Maschinen ersonnen hat, mit denen man Wechselstrom produzieren und nutzen kann, wie z.B. den Wechselstrommotor, Transformatoren und Geräte zur Langstreckenübertragung von Elektrizität. Weniger bekannt ist seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der Radio- und Robotertechnik, der Energiewaffen und anderer futuristischer Neuheiten. Besonders die Hochenergie- und Hochfrequenzelektrizität faszinierten ihn, und sein Verstärkungssender mit der Patentnummer 787.412 fesselt und inspiriert viele Energieforscher seit 100 Jahren.

Kommentare

31. Dezember 2009, 01:28 Uhr, permalink

Hasi

Sorry, aber wenn man als Physiker das Nach-hinten-Schleudern beim Anfahren eines Busses als eine Wechselwirkung mit einem NPE deuten muss, dann ist man entweder kein Physiker oder ein totaler Vollidiot.

31. Dezember 2009, 01:33 Uhr, permalink

Schröder

Der Autor muss total verblödet sein und hat da physikalisches Halbwissen mit ein paar Verschwörungstheorien gemixt, noch ein paar Fachbegriffe aus Wikipedia und Google News untergerührt und daraus eine Phantasiestory ohne jeden Wahrheitsgehalt fabriziert.

03. Juni 2010, 23:44 Uhr, permalink

Kritikus

Wenn zwei planpolierte Platten zusammengedrückt werden, dann drückt der von außen kommende Luftdruck sie zusammen und nichts anderes. Das lernen die Kinder in der 7. Klasse!!!

10. Juni 2010, 14:50 Uhr, permalink

D. Anders

@ Kritikus: Die Luftdruck-Sache klingt logisch.

Aber wäre es nicht auch logisch, dass die Erd-Gravitation durch den Druck der Atmosphäre erzeugt wird?

Wenn nur ein kleiner Ausschnitt des Ganzen betrachtet und die erste logische Antwort als richtig angesehen würde, wäre die Antwort: "Ja".

Am Ende bleibt festzustellen, dass viele aktuelle Lehren von Naturgesetzen (die Grundlagen physikalischer Überlegungen) nur Vorgänge beschreiben, aber keine Ursachen.

Darum kann die mögliche Funktion der NPE als Ursache nicht durch das einfache Zitieren eines Naturgesetzes widerlegt werden.

06. Juli 2010, 14:19 Uhr, permalink

Johannes9126

D. Anders schrieb: "Aber wäre es nicht auch logisch, dass die Erd-Gravitation durch den Druck der Atmosphäre erzeugt wird?"

Und wieso haben wir auf dem Mond dann auch Gravitation?

18. Juli 2010, 01:12 Uhr, permalink

preusse

Zumindes die GMC Holdings hätte man besser recherchieren können, denn die haben Ärger mit der SEC wegen Anlagebetrugs. Im Klartext: Es ist wohl wie immer ein Bauernfängermodell ...

05. Februar 2013, 12:49 Uhr, permalink

Dos Weinhof

@Kritikus: Die planpolieerten Platten befinden sich im Vacuum. Da ist kein Luft, wie die Kinder in der 7. Klasse lernen!

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