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Elektrisches Plasma vs. Big Bang

PlasmaDas Urknalluniversum soll zu 95 Prozent aus hypothetischer dunkler Materie und Energie bestehen. Diese Theorie weicht langsam einem neuen Ansatz: das Universum als lebendiges Netzwerk elektrischer Plasmaströme, die Masse anhäufen und Energie über den galaktischen und intergalaktischen Raum hinweg übertragen – eine kosmische Extravaganza beständiger Schöpfung.

Elektromagnetische und -mechanische Kräfte sind wesentlich stärker als die Gravitation. Sie können Materie weitaus effizienter ansammeln und komprimieren als es Anziehungskräfte zu tun vermögen. Mit ihnen kann die Karte des Universums erklärt werden, ohne dunkle Materie oder dunkle Energie zu Hilfe zu nehmen. Ist Materie einmal ausreichend komprimiert und durch die Neukombinierung von Ionen und Elektronen neutralisiert, können die wirkenden elektromagnetischen Kräfte so weit reduziert werden, dass die Schwerkraft an Bedeutung gewinnt und die Komprimierung fortführt. Birkeland-Ströme erklären nicht nur die Entstehung von Galaxien. Sie könnten auch für die nicht-zufällige Verteilung von Elementen im Kosmos verantwortlich sein, und zwar durch einen Prozess elektrischer Sortierung, der als „Marklund-Konvektion“ bekannt ist.

Filamente

Abb. 3: Ausschnitt der Karte des Universums (Bild: Max-Planck-Institut für Astrophysik)

Die Entstehung von Galaxien im Plasmauniversum

Peratt entwickelte ein Modell, das erklärt, wie Galaxien entstehen. Dazu erforschte er die Wechselwirkung galaktischer Birkeland-Ströme untereinander und simulierte mithilfe von Supercomputern eine lokale Fraktion des kompletten Stromkreises, die mit einer lokalen Region in einem angrenzenden Filament interagiert.

Parallele Axialströme innerhalb der Filamente besitzen eine weitreichende Anziehungskraft, während (helikale) Kreisströme im Innern der Filamente eine Abstoßkraft von kurzer Reichweite aufweisen. Sofern die Axialströme die Filamente so nahe zusammenbringen, dass die abstoßende Komponente der Lorentzkraft7 zum Tragen kommt, weisen sich die Kreisströme gegenseitig zurück, brechen zusammen und geben Energie in Form von Synchrotronstrahlung ab. Das leitet die Geburt einer neuen Galaxie ein, im Detail erstmals beschrieben in zwei wissenschaftlichen Abhandlungen [von Afvén et al.] aus den Jahren 1976 und 1986.

Mithilfe seiner Plasmasimulationen konnte Peratt den Ablauf der Evolution von Radiogalaxien und Quasaren hin zu pekuliären elliptischen Galaxien und Spiralgalaxien replizieren, die aus interagierenden Filamentpaaren des Birkeland-Stroms hervorgegangen waren (siehe Abb. 4) – neben weiteren galaktischen Besonderheiten wie etwa kosmischen Jets.

Stephen Smith vom Thunderbolts Project hat den gesamten Sachverhalt in einem Online-Beitrag kurz und knapp dargelegt:

„Die zwei Birkeland-Filamente (die innerhalb ihres magnetisch eingeschnürten Volumens ebenfalls Masse konzentrieren) drehen sich umeinander, verändern die Morphologie des Kernplasmas (sie flachen die Ellipse ab) und entwickeln sich schließlich zu nachziehenden Armen, entlang deren Achse elektrischer Strom in den Kern der Galaxie fließt. Als nächstes verschmelzen die beiden Birkeland-Filamente mit dem Kern. Die genaue Beschaffenheit des Kerns einer Galaxie hängt davon ab, welches intergalaktische Plasma zwischen den zwei (oder mehr) Birkeland-Filamenten eingeschlossen war; die Arme der Spirale entwickeln sich größtenteils aus den eingeschnürten Birkeland-Filamenten selbst.

Die rotierenden Birkeland-Filamente geben das ursprüngliche Drehmoment an die galaxiegroße Plasmastruktur weiter. Während die geladene Plasmastruktur rotiert, entsteht ein begleitendes Magnetfeld mit typischem Dynamocharakter.

Der Strom fließt im Folgenden als Teil eines größeren intergalaktischen Kreises entlang der Äquatorebene durch die Galaxie. Während er das oben erwähnte Magnetfeld passiert, generiert er weitere Rotationsenergie, da die Galaxie wie ein Homopolarmotor reagiert. Das macht die ,anormalen‘ Rotationsgeschwindigkeiten möglich, die in den äußeren Bereichen von Galaxien beobachtet werden […].

Infolge der intergalaktischen Ströme, die entlang der Äquatorebene rotieren, entstehen weitere Magnetfelder in der Galaxie. Die radial entlang der Äquatorebene fließenden Ströme verursachen lokale Magnetfelder, die Plasma in die Birkeland-Filamente hineindrücken. Das gibt den Spiralarmen ihre Struktur (Begrenzung). Eine fortschreitende Filamentierung und höhere Stromdichten treiben die Bildung von Sternen in den Spiralarmen an.“

Kommentare

08. April 2016, 13:13 Uhr, permalink

Jörg v. Paleske

Diese Plasma-Theorie ist zu begrüßen, da sie, wenn sie stimmt (was ich nicht überprüfen kann), die aus der Not geborene Theorie von "Dunkler Materie" überflüssig machen würde. Sie würde die ",anormalen‘ Rotationsgeschwindigkeiten" in den äußeren Bereichen von Galaxien erklären - ohne daß man zur Krücke der "Dunklen Materie" greifen müßte.

Die Vertreter dieser Plasma-Theorie schütten aber das Kind mit dem Bade aus, wenn sie behaupten, aus Ihrer Theorie folge, daß es keinen Urknall gegeben habe. Denn eine solche Schlußfolgerung kann man keineswegs aus der Plasma-Theorie ziehen! Aus der Plasma-Theorie folgt lediglich, daß man nun bezweifeln kann, daß sich z. B. Galaxien um so schneller von uns oder vom gedachten Mittelpunkt unseres Weltalls entfernen, je weiter sie von uns oder vom Mittelpunkt unseres Weltalls entfernt sind.
Vorsichtiger Weise sollten die Vertreter der Plasma-Theorie sich sogar darauf beschränken, daß sich die entfernten Galaxien jedenfalls "nicht so(!) schnell" oder "nicht so(!) beschleunigend entfernen. Denn es ist immerhin möglich, daß ein Teil der "Rotlichtverschiebung" immer noch auf die Tatsache des sich Entfernens zurückzuführen ist. D. H. es ist möglich, daß die "Rotlichtverschiebung" eine GEMISCHTE URSACHE hat, also sowohl auf dem von der Plasma-Forschung erkannten Phänomen beruht, wie zugleich auch auf der Tatsache einer echten "Rotlichtverschiebung" aufgrund der Tatsache, daß das Licht von einem sich entfernenden Körper ausgestrahlt wurde.

Die Anhänger der Plasma-Theorie irren jedoch, wenn sie annehmen, der die These vom Urknall nur dann stimmen könne, wenn sich derzeit die Galaxien beschleunigt voneinander wegbewegen (was sie ja bestreiten). Denn auch dann, wenn sich alle Galaxien derzeit in einem Stillstand zueinander befinden, hieß dies nur, daß sich nun der Raum - und damit die Materie - (wieder) zusammenzieht.

Dann das Ausdehnen und das sich Zusammenziehen des Weltraums hat seine Ursache darin, daß Raum von Materie angezogen wird und daß sich Raum dann zusammenzieht ("Raumkrümmung"). Verstreut sich die Materie, wie nach dem Urknall, dehnt sich Raum - ggf.: explosionsartig - aus. Ähnlich einem Schatten kann sich Raum beliebig ausdehnen und zusammenziehen. Wenn wir in dunkler Nacht eine Lampe über uns halten, ist unser Schatten klein. Halten wir die Lampe jedoch am ausgestreckten Arm und richten wir den Lichtkegel auf uns, wird unser Schatten auf der anderen Seite so lang, daß wir sein Ende schon nicht mehr sehen können.

Einstein hat belegt, daß sich nicht Materie und Materie gegenseitig (z. B. Erde und Mond oder Sonne und Planeten) anziehen, sondern daß sich der Raum "krümmt" . d. h. zusammenzieht.
"Materie" ist nach einem Bonmot Einsteins "Energie auf einem gesperrten Konto".
Tatsächlich scheint es so zu sein, daß ENERGIE und RAUM wie zwei elektrische oder zwei magnetische Pole paarweise entstehen und sich anziehen. "Materie" wäre dann Energie, die auf Mikroebene von RAUM eingekapselt wurde.

Nun ziehen sich Raum und Materie (= Energie mit/im 'Mikro-Raum') also an. Sollten sich also die Galaxien, wie die Plasma-Theoretiker annehmen, nicht voneinander entfernen, so ziehen sie sich gegenseitig an bzw. zieht sich der Raum zwischen ihnen zusammen ("Raumkrümmung") und die Galaxien werden sich zukünftig immer schneller zu einem Zentrum aufeinanderzubewegen: Bis die gesamte Energie (Materie) durch einen enorm geschrumpften Raum zusammengepreßt wird.
Hier führt die Bewegungsenergie aber auch die Erhitzung durch die Kompression zu einem erneuten Urknall. Dies ähnlich den Vorgängen bei einem "Roten Reisen" der - mangels Brennstoff - kollabiert und in welchem nun die enorme Erhitzung (durch Kompression), aber auch die zurückprallende Bewegungsenergie (das ursprüngliche Rasen zum Zentrum hin wird anschließen gleichsam zurückgespiegelt in ein Wegrasen vom Zentrum) zum Absprengen einer äußern Schale führt, so daß nun ein Neutronenstern oder ein "Weißer Zwerg" übrigbleibt. Bei ausreichender Masse wird keine Schale abgesprengt, sondern alles kollabiert zu einem "Schwarzen Loch".

Der Buddha hat übrigens das fortlaufende sich ausdehnen und sich zusammenziehen des Weltalls beschrieben:
"KANDARAKA SUTTA" - www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m051z.html :
"24. "Wenn sein konzentrierter Geist auf solche Weise geläutert, klar, makellos, der Unvollkommenheit ledig, gefügig, nutzbar, stetig und unerschütterlich ist, richtet er ihn auf das Wissen von der Erinnerung an frühere Leben. Er erinnert sich an viele frühere Leben, das heißt, an eine Geburt, zwei Geburten, drei Geburten, vier Geburten, fünf Geburten, zehn Geburten, zwanzig Geburten, dreißig Geburten, vierzig Geburten, fünfzig Geburten, hundert Geburten, tausend Geburten, hunderttausend Geburten, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog, viele Äonen, in denen sich das Weltall ausdehnte, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog und ausdehnte: 'Dort wurde ich soundso genannt, war von solcher Familie, mit solcher Erscheinung, solcherart war meine Nahrung, so mein Erleben von Glück und Schmerz, so meine Lebensspanne; und nachdem ich von dort verschieden war, erschien ich woanders wieder; auch dort wurde ich soundso genannt, war von solcher Familie, mit solcher Erscheinung, war meine Nahrung solcherart, so mein Erleben von Glück und Schmerz, so meine Lebensspanne; und nachdem ich von dort verschieden war, erschien ich hier wieder.' So erinnert er sich an viele frühere Leben mit ihren Aspekten und Besonderheiten."

(Text auf Englisch - lirs.ru/lib/sutra/The_Middle_Length_Discourses(Majjhima_Nikaya),Nanamoli,Bodhi,1995.pdf . Dort Lehrrede "51 Kandaraka Sutta" S. 443, dort Vers 24" )

28. April 2016, 10:32 Uhr, permalink

Jochen

Zitat "Einstein hat belegt, daß sich nicht Materie und Materie gegenseitig (z. B. Erde und Mond oder Sonne und Planeten) anziehen, sondern daß sich der Raum "krümmt" . d. h. zusammenzieht."
Stimmt so nicht. Einstein hat gar nichts bewiesen, nur Theorien aufgestellt. Später habe andere Leute Messergebnisse falsch interpretiert um den "Beweis" damit zu erbringen. Fakt ist aber, dass genau diese Messergebnisse Einstein widerlegen!
Hier in Kurzfassung:
www.youtube.com/watch?v=HMxAJukt9P4

Zitat:
"Die Anhänger der Plasma-Theorie irren jedoch, wenn sie annehmen, der die These vom Urknall nur dann stimmen könne, wenn sich derzeit die Galaxien beschleunigt voneinander wegbewegen (was sie ja bestreiten). Denn auch dann, wenn sich alle Galaxien derzeit in einem Stillstand zueinander befinden, hieß dies nur, daß sich nun der Raum - und damit die Materie - (wieder) zusammenzieht."
Heillose Verallgemeinerung! Wenn wir mal vom Kernteam reden das am elektrischen Universum arbeitet, dem Thunderbolts Project, dann wird dort zu Thema "Alter und Größe des Universums" eigentlich nur gesagt, dass man es nicht wisse, weil man darüber keine brauchbaren Messdaten hat. Das Team vertritt geschlossen die Meinung, dass man darüber bestenfalls philosophisch debattieren kann, aber nicht wissenschaftlich, weil man ohne Messwerte nur spekulieren kann. Und genau diese Spekulationen die irgendwelche theoretischen Konstrukte stützen (in der Astrophysik Standard) will man im EU vermeiden, gerade weil man die Astrophysik von einer abgehobenen Matematisch- philosopischen Ebene wieder zurückbringen will auf ein naturwissenschaftliches Niveau.
Einen Urknall zu propagieren, wenn es KEINEN EINZIGEN ernstzunehmenden Hinweis darauf gibt ist genauso ein Unfug wie zu behaupten, dass man Raum krümmen kann. Raum ist ein Konzept und kein Gegenstand oder Feld. Versuch mal ein Konzept zu krümmen!
Die Gravitationslinsentheorie widerspricht sich übrigens selbst! Der ganze Himmel müsste voll sein von Linsen, sämtliches Sternenlicht weit entfernter Sterne müsste völlig verzerrt bei uns ankommen. Tut es aber nicht. Das einzige was man beobachten kann, sind verzerrte Kerne von Galaxien. Was bei der Plasmadichte völlig normal ist. Plasma bildet dort starke Doppelschichten die vom Magnetfeld der Galaxie organisiert werden. Hier werden die Schichten um die Kurve gezwungen und bilden eine ganz normale Linse. Auch Plasma hat einen Lichtbrechungsindex.

Zum Thema Schwarzes Loch .... wieder so ein theoretisches mathematisches Konstrukt, das
1) In sich selbst fehlerhaft ist (Versuche mal die Gleichungen zu lösen! Wir lernen in der Grundschule, teilen durch null geht nicht, der Astrophysiker nennt es dann einfach 'Singularität')
2) Mathematisch ist keine der vielen unterschiedlichen Schwarze Loch Theorien kompatibel mit dem Rest des Universums. Sämtliche Gleichungen bei allen diesen Theorien beziehen sich auf ein Universum mit EINER EINZIGEN Masse und sind somit mathematisch nicht in unser restliches Universum zu integrieren.

Ich empfehle zum Thema Stephen Crothers:
www.youtube.com/watch?v=Q185InpONK4

Du solltest übrigens lernen zu unterscheiden zwischen humoristischem geplänkel wo man die "Big Bangers" auf die Schippe nimmt, und ernstgemeinter wissenschaftlicher Arbeit. Ich kann das Thunderbolts Team sehr gut verstehen, dass sie mittlerweile das Standardmodell schwer ins lächerliche ziehen .... wenn man das Standardmodell genauer kennt, und auch die NICHT dazu passenden Messdaten, und lernt dann das Elektrische Universum richtig und VOLLSTÄNDIG kennen, dann muss man einfach nur grinsen, wenn man liest was NASA, ESA und Co so von sich geben.

Dein Letzter Absatz hat wenig bis gar nichts mit Urknall zu tun. Buddha beschreibt hier ein zyklisches Universum. Das hat nicht zwangsläufig einen explosionsartigen Beginn, sondern nur eine zyklisch veränderte Größe. Eventuell stehen die Sterne einfach nur mal dichter, mal weiter voneinander entfernt? Das ganze könnte in einem Diagramm aufgezeichnet auch eine Sinuskurve geben.

Die derzeitige Theorie "Am Anfang war nichts .... und es explodierte ... dann teilten Wir Gott durch null und erhalten schwarze Löcher" halte ich persönlich für ungefähr so präzise wie die Theorie "Die Erde ist eine Scheibe". Es ist nur mehr mathematisches Brimborium dabei. Beide Theorien konnten den Messdaten nicht standhalten.

17. August 2016, 18:34 Uhr, permalink

Georg Koulis

Wenn das Universum sich dreht wird immer noch dunkle Energie
unbedingt "noetig"? Dass so grosse Energie irgendwo gepresst war
(mit welcheln mittel) und ploetzlich explodierte (warum eigentlich)
kann man doch nicht ernstfach glauben. Energie war immer vochanden
bloss hat sie mit der Zeit andere Form bekommen. Zum Schluss wird
das Universum als "Asche" in aller Ewigkeit da sein.

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