Kompostierbare Computerchips

Forscher der University of Wisconsin haben Computerchips entwickelt, deren Elektronik auf Nanozellulosepapier sitzt, einem aus Holz gewonnenen Stoff. Mit dieser Herstellungsweise kann der Bedarf an Halbleitermaterialien um den Faktor 5.000 reduziert werden, ohne dass die Chips an Leistung einbüßen.

Bei zwei Vorführungen der Technik zeigte das Team, dass Hochfrequenzschaltkreise mit einer Trägerschicht aus Nanozellulose vergleichbar gut funktionierten wie jene, die üblicherweise in Smartphones und Tablets Verwendung finden. Die Forscher demonstrierten auch, dass die Chips von einer weit verbreiteten Pilzart abgebaut werden können.

Laut dem Leiter der Forschungen Zhenqiang Ma, Professor für Elektro- und Computertechnik, sind die präsentierten Chips bereits marktfähig. Damit die breite Masse der Elektronikhersteller allerdings auf die „Holzchips“ umsteige, müsse der Druck auf die Branche zunehmen –entweder, indem die Forderungen nach umweltfreundlichen Alternativen lauter werden, oder durch einen Engpass von Halbleitermaterialien wie z. B. Gallium.

Quelle: MIT Technology Review, 14.07.2015, http://bit.ly/GN-hchip

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