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Leben und Überleben in einer radioaktiven Welt

Ein Schutz vor radioaktiver Strahlung ist möglich – sowohl vor der Strahlung eines nuklearen Fallouts als auch vor Niedrigstrahlung, wie sie durch Kernkraftwerke, Lecks und Störfälle in die Atmosphäre gelangt. Eine gesunde Ernährung mit essenziellen Mineralstoffen kann die Aufnahme von radioaktiven Elementen in den Körper verhindern.

Die Katastrophe von Fukushima im März 2011 war ein Wendepunkt in der menschlichen Geschichte.

Nach meiner jahrelangen Forschung über Atomkraft und die Auswirkungen von radioaktiver Strahlung auf die Gesundheit möchte ich dem Leser vor allem die Ernsthaftigkeit der Gefahr vermitteln, der wir im Moment gegenüber stehen. Die bisherigen Schäden, die von der regulären, von Kernkraftwerken ausgehenden Strahlung hervorgerufen werden, sind ernst genug, aber inzwischen sind wir an einem Punkt angelangt, an dem wir uns entscheiden müssen: Es liegt jetzt an uns, den beschrittenen Pfad zu verlassen und nachhaltige Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Strahlung in der Umwelt

Ich möchte über die momentanen, uns alle betreffenden Gefahren durch Strahlung in unserer Umwelt sprechen. Auch wenn wir schon morgen Erfolg damit haben sollten, jegliche Atomwaffenproduktion zu stoppen und alle Kernkraftwerke herunterzufahren, wären wir dennoch mit der monumentalen Aufgabe konfrontiert, die Tonnen an radioaktiven Abfällen zu beseitigen, die sich über all die Jahre angesammelt haben – sei es durch Industrie und Forschung, aus atmosphärischen und unterirdischen Atombombentests oder in den sogenannten Endlagern. Weltweit bleiben die Kernkraftwerke über Jahrtausende hinweg Quellen radioaktiver Kontaminierung, weit über ihre Nutzungsdauer von 30 Jahren hinaus.

Die Menschheit lebte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ohne Probleme mit der natürlichen Niedrigstrahlung der Umwelt. Dann wurden die Röntgenstrahlen entdeckt, und obwohl man erkannte, dass diese Form von Strahlung eine verheerende Wirkung haben könnte, gingen die ersten Röntgengeräte unkontrolliert in den medizinischen Einsatz. Bis Mitte der 1940er Jahre wurde sehr wenig über die negativen Auswirkungen der medizinischen Röntgenstrahlen geforscht, und selbst danach wurde bis in die frühen 1970er Jahre ihre volle Bedeutung nicht verstanden. Zusätzlich zu den Röntgenstrahlen fanden in den letzten Jahrzehnten weitere Quellen von Niedrigstrahlung ihren Weg in den Alltag, was zu einem Gesundheitsrisiko durch Strahlenbelastung für uns alle führt. Mit der weltweiten Zunahme der Kernenergienutzung wurde auch der Rolle der Strahlenbelastung im menschlichen Körper zunehmend mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Die möglichen Auswirkungen umfassen verschiedene Krebsarten, Leukämie, schädliche genetische Veränderungen, geistige Behinderungen sowie Fötus- und Säuglingssterblichkeit. Ein Schutz vor ionisierender Strahlung wird immer wichtiger, nicht nur, weil wir von der Kernenergie abhängig geworden sind, sondern auch durch den Fortschritt in der Nuklearmedizin und -technologie.

Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, die Aufnahme von radioaktiven Substanzen in den menschlichen Körper zu verhindern. Außerdem gibt es Wege, die Stoffe aus dem Körper wieder auszuleiten, wenn sie einmal aufgenommen wurden. Dabei sind Lebensmittel mit besonderen schützenden Eigenschaften das Erfolgsrezept. Sie helfen uns, mit der Strahlung zu leben. Schon vor mehr als 2.000 Jahren formulierte Hippokrates: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“ Das klingt fast zu einfach, aber darin liegt sehr viel Wahrheit. Die Tatsache, dass wir uns vor der gesundheitszerstörenden Wirkung von Niedrigstrahlung schützen können, ist nicht allgemein bekannt. Bisher gibt es auch keine allgemeine Synthese über die Wirkungsweise der Ernährung. Die Antistrahlenernährung, die auf einer traditionellen Vollwertkost basiert, wurde in jahrelanger Forschung entwickelt und kann Sie in einem bestimmten Rahmen so strahlungsresistent wie möglich machen.

Gleichzeitig bietet ein bestmöglicher Gesundheitszustand den größten Schutz im Atomzeitalter. Der Strahlungsschutzplan basiert demnach auf zwei Prinzipien: Das Prinzip der selektiven Aufnahme und das Prinzip des gesunden Überlebenden.

Das Prinzip der selektiven Aufnahme

Radioaktive Elemente verhalten sich oft wie ähnliche nichtradioaktive Elemente. Das Prinzip der selektiven Aufnahme basiert auf der nachweisbaren biologischen Tatsache, dass es für radioaktive Elemente nur wenige Möglichkeiten gibt, sich in optimal mit Nährstoffen versorgte und gesättigte Zellen einzulagern. Wenn aber unsere Ernährung über einen längeren Zeitraum einen Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen wie Calcium und Kalium aufweist, erhöht sich die Aufnahme ihrer radioaktiven Pendants.

Ähnliche Elemente haben ähnliche Eigenschaften

Viele Elemente sind sich in ihrer Struktur sehr ähnlich. Elemente werden anhand ihrer Elektronenanzahl, die in der äußersten Schale den Atomkern umkreisen, im Periodensystem in Gruppen eingeteilt. Diese äußersten Elektronen (die auch Valenzelektronen genannt werden) vollziehen chemische Reaktionen. Elemente innerhalb jeder dieser Gruppen („Periode“ oder „Familie“) reagieren chemisch in ähnlicher Weise. Anstelle der spezifischen Elemente, die der Körper tatsächlich braucht, kann er auch „ähnliche“ Elemente der gleichen Gruppe aufnehmen. Diese Tatsache ist wesentlich für das Konzept der selektiven Aufnahme.

Eine Auflistung der Elemente in Gruppen gemäß dem Periodensystem zeigt, welche Elemente der Körper verwenden kann, wenn die benötigten Nährstoffe nicht zur Verfügung stehen.
Der körpereigene Überlebensmechanismus neigt dazu, die Dinge zu absorbieren, die wir für eine normale Funktion und Gesundheit brauchen. Fehlt ein benötigtes Element, nimmt der Körper ein ähnliches Element auf, das gerade zur Verfügung steht. Zum Beispiel sind sich in ihrer Struktur Strontium und Calcium ziemlich ähnlich (sie befinden sich in der gleichen Gruppe im Periodensystem). Strontium-90, ein Radionuklid, das in allen nuklearen Fallouts und Kernkraftwerksemissionen zu finden ist, und Calcium treten in den gleichen Arten chemischer Reaktionen auf. Somit verwendet sie der menschliche Körper auf die gleiche Art und Weise; in erster Linie zum Stärken von Knochen und Zähnen.

Glücklicherweise ist der Körper jedoch wählerisch. Normale (d. h. nichtradioaktive) Elemente haben Vorrang. Wenn nichtradioaktive Elemente vorhanden sind, neigt der Körper nicht dazu, die radioaktiven aufzunehmen. Man kann diese Situation mit der eines Baseballteams vergleichen, welches seine Läufer (Runner) auf den Bases hat. Das Team kann leichter gewinnen, wenn die Bases besetzt sind; es ist besser, Läufer auf der ersten, zweiten und dritten Base zu haben, als alle Bases unbesetzt zu lassen. Wenn alle freien Positionen bereits von Calciumionen besetzt sind, wird sich Strontium dort nicht anlagern. Folglich führt eine Mangelernährung zur Aufnahme von radioaktiven Elementen.

Selektive Aufnahme und bestimmte Organe

Wenn radioaktive Stoffe vom Körper aufgenommen werden, neigen sie dazu, sich in verschiedenen Geweben und Organen anzureichern (eine Abbildung dazu befindet sich im Heft).

Wir haben gesehen: Wenn nicht genügend Calcium im Körper vorhanden und es zudem nicht leicht verfügbar ist, lagert der Körper Strontium-90 (oder andere radioaktive Elemente, die dem Calcium ähnlich sind, wie Barium-140 und Radium-226) in den Zähnen und Knochen ein. Einmal dort eingelagert, strahlt das Strontium in die Zellumgebung aus. Dort beginnt es sofort, die normale Zellfunktion zu stören, was zur zukünftigen Entstehung von Krebs führen kann.

Cäsium-137, ein anderes langlebiges Spaltprodukt, das in allen nuklearen Fallouts und Kernkraftwerksemissionen gefunden wurde, ist ein Radionuklid aus der gleichen Gruppe wie Kalium. Fehlt dem Körper Kalium, wird Cäsium aufgenommen und vor allem in den Muskeln und Fortpflanzungsorganen, insbesondere den Eierstöcken abgelagert. (Radioaktive Formen von Kalium, Kalium-40 und Kalium-42 konzentrieren sich ebenfalls in diesen Bereichen des Körpers.)

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 61.

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