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Twilight Zone: Faktencheck AATIP: Die New York Times und die Ufos

ufoVor zwei Jahren veröffentlichte die New York Times den heiß diskutierten Artikel „Leuchtende Auren und ‚Schwarzgeld‘: Das rätselhafte Ufo-Pogramm des Pentagon.“1 Der Bericht von Helene Cooper, Ralph Blumenthal und Leslie Kean erschien am 16. Dezember 2017 online und einen Tag später in der Printausgabe. Bald darauf wurden die Autoren gebeten, Belege für eine Reihe von Behauptungen vorzulegen. Forscher und Öffentlichkeit warten weiterhin auf angemessene Erklärungen für mehrere Kern­aspekte der Geschichte, die auch 24 Monate später nicht verifiziert werden konnten.

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Schauen wir uns ein paar der Aussagen an, die anscheinend weder die Autoren noch die Times hinreichend erläutern oder zurückziehen wollen.

Artikel: „Beamten des US-Verteidigungsministeriums, Interviews mit Teilnehmern des Programms und Aufzeichnungen der New York Times zufolge wurden jahrelang im Rahmen des AATIP (Advanced Aerospace Threat Identification Program) Berichte über unidentifizierte Flugobjekte untersucht.“

Faktencheck: Tatsächlich gab es einige Aussagen zu geheimen Ufo-Programmen, die verschiedenen, unserer Annahme nach gut informierten Sprechern zugeschrieben werden. Allerdings hat niemand schlüssige Beweise vorgelegt, zum Beispiel in Form von beglaubigten Dokumenten, um diese Behauptungen zu beweisen. Darüber hinaus streitet das Pentagon gegenwärtig ab, dass sowohl das AATIP als auch das AAWSAP (Advanced Aerospace Weapons Systems Applications Program) im Zusammenhang mit Ufos stehen könnten.

John Greenewald erhielt eine Stellungnahme vom Pentagon.2 Er schrieb:

„Die Sprecherin des Pentagons, Susan Gough, erklärte in einer E-Mail an TheBlackVault.com: ‚Weder AATIP noch AAWSAP standen in irgendeinem Zusammenhang mit UAP [Ufos]. Das AATIP wurde zu dem Zweck ins Leben gerufen, ausländische, fortschrittliche Waffensysteme für die Luft- und Raumfahrt zu untersuchen, die zukunftsträchtige Prognosen für die Technologie der nächsten 40 Jahre versprechen, sowie ein Kompetenzzentrum für fortschrittliche Luft- und Raumfahrttechnologien zu gründen.‘“

Sarah Scoles bezeichnete das AATIP als „Advanced Aviation (nicht Aerospace) Threat Identification Program“.3 [Luftfahrt anstelle von Luft- und Raumfahrt, Anm. d. Übers.].

Artikel: „Im fünften Stock des C-Rings, tief im Inneren des Pentagonlabyrinths, wurde [das AATIP] von Luis Elizondo, einem Beamten des Militärgeheimdienstes, geleitet.“

Faktencheck: Das Pentagon hat wiederholt erklärt, dass Luis Elizondo keine Verantwortung beim AATIP trug. Das wurde unter anderem Keith Kloor4 und John Greenewald5 unabhängig voneinander von offiziellen Sprechern bestätigt. Bis heute liegen keine beglaubigten Dokumente oder ähnliche Auskünfte vor, aus denen eindeutig hervorgeht, dass Elizondo das AATIP geleitet hat.

Artikel: „Unter der Leitung von Mr. Bigelow hat [Bigelow Aerospace] Gebäude in Las Vegas für die Lagerung von Metalllegierungen und anderen Materialien umgerüstet, die laut Mr. Elizondo und den Vertragspartnern des Projekts aus unidentifizierten Luftphänomenen geborgen wurden.“

Faktencheck: Im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes erwarten mehrere Forscher endgültige Antworten auf viele Fragen, aber zu diesem Zeitpunkt gibt es noch keine bekannten Details zu den angeblich umgerüsteten Gebäuden in Las Vegas. Auch der mysteriöse Ursprung der vermeintlichen „Metalllegierungen und anderer Materialien“ wirkt bestenfalls fragwürdig.

Den vollständigen Artikel können Sie in NEXUS 87 lesen. Die Ausgabe können Sie hier erwerben.

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