Twilight Zone: Lebende Fossilien, Scheintod und Winterschlaf

twilFossilien sind, so viel ist allgemein bekannt, per Definition tot. Nichts überlebt den enormen Druck, die Tiefe und die Zeit, die nötig sind, um Holz versteinern zu lassen, Schösslinge zu gigantischen Bäumen heranwachsen zu lassen, Pflanzen in Steinkohle oder Schlamm in massive Gesteinsschichten zu verwandeln. Dennoch tauchen immer wieder lebende Organismen unter Umständen auf, die jeglicher Vernunft und allen wissenschaftlichen Regeln widersprechen.

Urzeitwürmer in der Mine

Ein solcher Fall ereignete sich am 22. April 1881 in der Wide West Mine in Ruby Hill, Nevada. Der Bergmann Joe Molino arbeitete in einem Schacht tief unter Tage, wo er einen vorspringenden Gesteinsbrocken von der Wand des Tunnels schlug. Der Stein landete auf seinem Fuß, woraufhin er den Brocken im Zorn mit seinem Vorschlaghammer zertrümmerte. Erstaunt stellte Molino fest, dass der Stein hohl war und sich darin seltsame weiße Würmer befanden, die sich zu diesem Zeitpunkt nicht bewegten. Während eher skeptische Kumpel dazukamen, um die Würmer zu begutachten, begannen sie sich zu bewegen und krochen kurz darauf überall im Schacht herum.

Die Betreiber der Mine schickten die Würmer (deren Spezies offensichtlich nie bestimmt wurde) mitsamt dem steinernen Sarkophag an die zuständige Behörde. Einige Wochen später erhielt der Minenbetreiber ein Schreiben, dass es sich hier um ein Missverständnis handeln müsse. Es sei völlig unmöglich, dass Organismen unter den beschriebenen Bedingungen überlebt haben könnten. Aus Sicht des US Bureau of Mines konnte sich dieser Vorfall daher unter keinen Umständen ereignet haben.

Wunderkäfer

Ein weiteres wissenschaftliches Mysterium ereignete sich im amerikanischen Westen im Jahr 1892. Bergmänner der Longfellow Mine bei Clifton, Arizona, fanden einen großen Käfer in einem Brocken Eisen­erz. Der Erzbrocken und sein toter Bewohner wurden an den Geologen Z. T. White aus El Paso übergeben, der das Insekt zur Aufbewahrung in einen Probenbehälter gab.

Ein paar Tage später stellte er verblüfft fest, dass sich der Käfer bewegte. Mit einer Lupe stellte White fest, dass ein kleiner Käfer aus dem Körper des größeren, toten Käfers krabbelte. Er setzte den kleineren Käfer in ein kleines Marmeladenglas, wo er mehrere Monate lang weiterlebte.

Als der kleine Käfer starb, übergab White beide Insekten sowie den Erzbrocken an die Smithsonian Institution, wo sich die Stücke bis heute befinden.

Eine Fuhre Ochsenfrosch

Während der Großteil der Fossilien unter mehreren Schichten Erde und Gestein begraben ist, werden zoologische Artefakte logischerweise am häufigsten in Minen gefunden. 1873 entdeckten Bergmänner der Black Diamond Coal Mine bei San Francisco einen großen Frosch, der im Kalkstein gefangen war.

Der gewöhnliche, aber altehrwürdige Ochsenfrosch war offensichtlich blind und konnte nur ein Bein langsam bewegen. Nach mehreren Stunden an der Oberfläche starb er. Der Frosch und sein steinernes Grab wurden der San Francisco Academy of Sciences übergeben, wo sein Überleben über eine scheinbar unmögliche Zeitspanne bis heute Rätsel aufgibt.

Doch nicht alle lebenden Fossilien werden in Steinen oder Erzen entdeckt.

Kaum zu glauben?

Im Oktober 1893 schnitten Arbeiter des Sägewerks Brown and Hall in Ontario, Kanada, gerade einen riesigen Baumstamm mit einer Kreissäge zu Planken zurecht, als das Sägeblatt plötzlich auf einen Hohlraum traf und beinahe die darin befindliche lebendige Schildkröte durchschnitt. Die Schildkröte muss genau in der Mitte des Baumstamms in dem Hohlraum gefangen gewesen sein.

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