Weltweite Brände schon länger rückläufig

brändeSeit Beginn der 1980er Jahre werden ausbrechende Feuer weltweit per Satellit überwacht. Durch die Auswertung der Daten aus den letzten drei Jahrzehnten konnten Forscher interessante Erkenntnisse über die Art, Größe und Häufigkeit von Feuern auf allen Kontinenten sammeln.

Eurasien, Nordamerika und Südostasien sind besonders im April und Mai von kleineren Feuern übersät, typisch für Brandrodungen oder kontrolliertes Abbrennen von Feldern in der Landwirtschaft. In den tropischen Wäldern rund um den Äquator in Südamerika und Asien lassen sich diese „Reinigungsfeuer“ gehäuft im August, September und Oktober beobachten. Die Bauern nützen die Trockenzeit, um neues Ackerland zu gewinnen – eine Praxis, die durch die Feuer im Amazonasgebiet gerade stark in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist.

Die meisten (wenn auch nicht größten) Feuer lassen sich jedoch in Afrika beobachten. Im Januar und Februar vor allem im nördlichen Teil des Kontinents, ein halbes Jahr später in der Südhälfte. Auch hier sind Brandrodungen die Hauptursache der Feuer. In Australien hingegen sind, mit wenigen Ausnahmen, das ganze Jahr über zahlreiche Feuer zu beobachten, was den klimatischen Bedingungen und der Vegetation (Steppe) geschuldet ist.

Die höchsten Emissionen lassen sich traditionell im Juli und August beobachten. Neben der „Feuersaison“ in Südafrika haben dann nämlich auch Waldbrände in Eurasien und Nordamerika Hochsaison, ausgelöst durch Blitzeinschläge oder unvorsichtigen Umgang mit Feuer in den sommerlich ausgedörrten Wäldern. Den verhältnismäßig größten Ausstoß an CO2 verursachen jedoch die Brände in den Äquatorregionen Asiens. Obwohl hier nur 0,6 Prozent der jährlich brennenden Fläche liegen, verursachen die Feuer rund acht Prozent der Emissionen.

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Die vielleicht interessanteste Tatsache ist jedoch, so James Randerson, Forscher an der University of California, dass die pro Jahr brennende Fläche in Quadratkilometern im Lauf der Jahre stetig abgenommen habe. Von 2003 bis 2019 sei eine Verringerung um etwa 25 Prozent zu beobachten gewesen.

Ursache dafür sei laut dem Wissenschaftler das Bevölkerungswachstum und das damit einhergehende Fortschreiten der Zivilisation, speziell in Afrika. Vorgehensweisen wie die Brandrodung würden hier durch andere Techniken zur Urbarmachung von Land ersetzt.

Quelle: Earth Observatory der NASA, 13.09.19, https://go.nasa.gov/2P5L3PS

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