Wie der Teufel die Welt beherrscht. Band 1–3

teufelAuf der einen Seite steht das Ideal der intakten Familie, des hart arbeitenden, anständigen Menschen, des Glaubens und der großen Religionen, der Ehe und Heterosexualität, der Moral und der traditionellen Kultur. Auf der anderen Seite steht nur einer: der Teufel. Und der hat den Kommunismus in die Welt gebracht, um seine destruktiven Ziele zu realisieren.

In der heutigen Zeit mutet es durchaus schwierig an, eine derartige These einer breiteren Öffentlichkeit zu „verkaufen“ – auch wenn man das in drei Bänden tut, die anhand zahlreicher Fakten und Behauptungen ausführlich erläutern, warum die menschliche Zivilisation dank der Machenschaften des ewigen Widersachers vor dem Untergang steht. Das beginnt schon damit, dass das eingangs erwähnte Ideal als gottgegeben präsentiert wird, wobei sich die Verfasser der drei Bände des Werks „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ nie ganz entscheiden können, ob es sich bei diesem gütigen Schöpfer um Gott, „die Götter“, „Gottheiten“ oder gar den Buddha mit seinen karmischen Regeln handelt. Wahrscheinlich hätte das Autorenteam aus chinesischen Dissidenten, die zuvor die „Neun Kommentare über die Kommunistische Partei“ verfassten und daher aus gutem Grund anonym bleiben wollen, seinem Thema einen besseren Dienst erwiesen, wenn es den theologischen Wirrwarr weggelassen und sich darauf beschränkt hätte, ein umfassendes „Antikommunistisches Manifest“ zu veröffentlichen.

„Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“, zitieren die Autoren gleich auf den ersten Seiten von Band eins den berühmten Satz von Karl Marx. Dieses Gespenst, so führen sie danach auf beinahe 1.000 weiteren Seiten aus, geistert längst nicht mehr nur in Europa herum, sondern auf der ganzen Welt. Und das tut es in zahlreichen Erscheinungsformen: als Sozialismus, Sozialdemokratie, Progressivismus, Liberalismus, Neomarxismus, Ökosozialismus, politische Korrektheit („die Gedankenpolizei des Teufels“ ist eine besonders schöne Formulierung), Kollektivismus und und und. Nach den Lehren von Marx und Engels eroberte es zuerst Russland und später China, machte diese Länder in Form der Sowjetunion und der Volksrepublik China zu erbarmungslos unterdrückerischen Diktaturen und führte nicht nur zu den absurdesten ideologischen Verrenkungen, sondern auch zum Tod von Abermillionen Menschen – der wahrscheinlich größten Opferzahl, die eine Ideologie in der gesamten Menschheitsgeschichte je gefordert hat. Das Gespenst verbreitete sich mittels Propaganda, Unterwanderung und Indoktrination in vielen Staaten der westlichen und der dritten Welt, infiltrierte über die Frankfurter Schule auch das Bildungswesen und regiert heute in den Köpfen viel zu vieler Menschen, die sich von Forderungen nach Drogenlegalisierung, Umweltschutz, Homo-Ehe, Pazifismus und Ähnlichem dazu verführen ließen, das Werk des Teufels auf Erden zu verrichten.

Es gefährdet den Fortbestand der westlichen Welt, des Kapitalismus, der Religionen, der Vernunft, des unabhängigen Denkens, der unabhängigen Presse, der Gedanken- und Redefreiheit und im Endeffekt der persönlichen Freiheit. Und es ist noch heute in Gestalt Chinas, das die größte Bedrohung der freien Welt darstellt, manifest. Im weltweiten Kommunismus, so behaupten die Verfasser nicht ganz zu Unrecht, werden wir irgendwann alle nur mehr die Sklaven einer kleinen Elite sein, die sich wie im Orwellschen „1984“ keinerlei falsche Äußerung oder Handlung erlauben dürfen, wenn sie physisch und psychisch überleben wollen – wenn wir es nicht schaffen, das Böse aufzuhalten.

In das Gedankensystem der Autoren, das vermutlich stark von der in China verfolgten Sekte Falun Gong beeinflusst ist, wird in diesen drei ebenso informativen wie predigerhaft argumentierenden Bänden wirklich alles einbezogen, was uns im Alltag und den Medien permanent begegnet: das Sozialsystem mit all seinen Nachteilen und seinen Grenzen, der Terrorismus, die Zerstörung der Familie, die Klimahysterie und die neue Öko-Religion, die Götzen von Feminismus, Gender-Kult und LGBTQ-Pseudovielfalt, die Dekadenz des Westens, die Enteignung des Steuerzahlers … all das ist dem Teufel bzw. dem Kommunismus zuzuschreiben. Und all das ist im Westen auf die „nützlichen Idioten“ (wie schon Lenin sie nannte) sowie die perfiden Ideologen zurückzuführen, die einst den langen Marsch durch die Institutionen antraten und heute an deren Spitze sitzen. Vieles davon mag ja wahr sein – aber wenn die Autoren andererseits zwielichtige Figuren wie FBI-Chef J. Edgar Hoover und den US-Senator Joe McCarthy (ja, den mit der Hollywood-„Hexenjagd“) als aufrechte US-Helden im Kampf gegen die rote Höllenbrut bezeichnen, fühlt man sich als Leser schon unwohl. Doch das mag vielleicht auch daran liegen, dass der Teufel seine Klauen schon in unser aller Herzen und Gehirne geschlagen hat …

Chinesisches Autorenteam
Epoch Times

insg. ca. 1.000 Seiten
ISBN: 978-3-9810462-1-2, -2-9, -3-6
€ 50,50 (Gesamtpreis)

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