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Bankchef: KI wird Zehntausende Arbeitsplätze kosten

kiIn der Finanzdienstleistungsbranche fürchtet man schon den Tag, an dem die künstliche Intelligenz (KI) weit genug entwickelt sein wird, um die menschliche Arbeitskraft weitgehend überflüssig zu machen. John Cryan, Geschäftsführer (CEO) der Deutschen Bank, sieht die neue Technologie jedoch ironischerweise als ein Phänomen, das seinen Job retten könnte.

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Der Chef des größten deutschen Kreditinstituts wurde beauftragt, die Bank wieder auf eine solide Basis zu stellen und – natürlich – Kosten zu reduzieren, darunter auch die für den stark aufgeblähten Personalbestand. Die Deutsche Bank hat weltweit 97.000 Mitarbeiter, fast doppelt so viele wie die meisten anderen europäischen Banken dieser Größenordnung.

Bisher wurden etwa 4.000 der 9.000 Angestellten, deren Entlassung Cryan Ende 2015 in seinem Umstrukturierungsplan angekündigt hat, „freigestellt“. Nun hat der CEO in einem Interview mit der Financial Times verkündet, dass maschinelles Lernen und Automatisierungstechnik ihm dabei helfen könnten, Zehntausende weitere Arbeitsplätze einzusparen, vor allem im Backoffice der Bank.

Cryan sagte, viele der geplanten Entlassungen würden dadurch möglich, dass Technik eingesetzt werde, durch die sich normale Bankvorgänge effizienter abwickeln ließen. „Wir arbeiten noch viel zu manuell“, stellte er fest. „Das macht uns nicht nur fehleranfälliger, sondern auch ineffizient. Mit maschinellem Lernen und zunehmender Mechanisierung ist da noch vieles möglich.“ Auf die Frage, wie viele Arbeitsplätze durch diese neue Entwicklung konkret gefährdet seien, antwortete der CEO nur: „Eine große Anzahl.“

Die Mitarbeiterzahl des in Frankfurt ansässigen Kreditinstituts wurde an vielen Standorten reduziert, doch für das Firmenkundengeschäft in den USA stockte die Deutsche Bank 2017 ihr Personal um gleich 24 Geschäftsführer und Direktoren auf.

Cryans Ansichten zur künstlichen Intelligenz sind denen von Elon Musk diametral entgegengesetzt. Der amerikanische Unternehmer warnte nämlich davor, dass KI „die größte Bedrohung für die Menschheit“ sei und die Regierungen der Welt schnellstens etwas zur Regulierung dieser Technologie unternehmen sollten. Manche Experten sind allerdings der Meinung, dass bedeutende Entwicklungen in der KI, die einen beträchtlichen Teil der amerikanischen Arbeitskräfte überflüssig machen könnten, noch in ferner Zukunft lägen und die KI-Technologie ohnehin stark überbewertet sei. Laut dem „Hype Cycle for Emerging Technologies“ der Analystenfirma Gartner, Inc., in dem neue Technologien bewertet und eingeschätzt werden, befindet sich der Hype um das maschinelle Lernen gerade am „Gipfelpunkt überzogener Erwartungen“ und ist auf dem besten Weg ins „Tal der Desillusionierung“.

Quelle: Zerohedge.com, 09.11.2017, http://tinyurl.com/y7xezaf7

Kommentare

18. April 2018, 03:17 Uhr, permalink

Nemesis

Wer bei einer Bank arbeitet, der geht keiner Arbeit nach, sondern einer sinnlosen Sklavenbeschäftigung. Oder wenn er weiter oben steht, kassiert er fürs Nichtstun massenhaft Geld.

Dasselbe gilt im Übrigen für viele andere Berufe ebenfalls. Sie erfüllen überhaupt gar keinen Sinn. Die gesamte Gesellschaft ist fehlerhaft aufgebaut. Das ist aber aus der Sicht der Sklavenhalter sinnvoll. Man möchte mit allen Mitteln vermeiden, dass die Sklaven aufschließen können, sich weiterentwickeln oder zusammenhalten. Und auch sinnvolle Arbeiten und Berufe möchte man so gut es geht vermeiden, weil das auch zu einer positiven Entwicklung führen würde.

Aber das wisst Ihr ja.

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