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Buch- und Filmbesprechungen in NEXUS 107

Rebellen der Erde | Lügen, die mir meine Regierung erzählte | Menschen – spurlos verschwunden | Das UFO vom Rendlesham Forest | Oak Island – die Schatzinsel der Templer | Megatrend Wasserstoff! | Der Energie-Irrtum | Die Große Energiekrise | Das Titanic-Attentat

Rebellen der Erde: Wie wir den Boden retten und damit uns selbst

Benedikt Bösel
Scorpio
256 Seiten
ISBN: 978-3-95803-560-7
€ 26,–

Rebellen der Erde

Was tun gegen das Bodensterben? Was es braucht, ist ein Wandel, weg vom starren Denken der Rationalisierung, hin zu lebendigen Prozessen nach dem Vorbild der Natur. Benedikt Bösel verkörpert diesen Prozess – sein Werdegang vom Invest­mentbanker zum regenerativen Landwirt führt uns drei Dinge verständlich und unterhaltsam vors Auge: (1) Warum es – selbst für die meisten Biobetriebe – nötig und sinnvoll ist, die ausgetretenen Wege der Landwirtschaft zu verlassen, (2) mit welchen Methoden und Ansätzen das gelingen kann und (3) was es braucht, um damit nicht auf die Nase zu fliegen.

Bösel hat es geschafft, viele wichtige Aspekte und Fragen rund um das Thema Boden- und Weidewirtschaft in ein Praxisbuch zu packen, vom dem ich mir wünsche, dass es jeder Bodenwirt zumindest anlesen würde, ob im Schrebergarten oder im Agrar-Großbetrieb. Gerade für Landwirte dürfte es angenehmer sein, einem jungen Bauern zuzuhören, dessen Familie diesen Beruf seit Generationen ausübt, als irgendwelchen feldfremden Politikern, Wissenschaftlern oder Aktivisten. Mit denen hat Bösel sich stellvertretend auseinandergesetzt und seine Erkenntnisse niedergeschrieben, seinen Weg nachgezeichnet, seine Erfolge und Misserfolge dokumentiert und allen eine Anleitung an die Hand gegeben, die auch in 10 oder 20 Jahren noch erfolgreich landwirtschaften möchten.

Und diese Menschen brauchen wir, wenn wir weiter im Futter bleiben wollen. Denn der schlechte Zustand unserer Böden und die immer häufigeren Wetterextreme – eine Melange aus Dürren und Sturzfluten – lassen kaum eine andere Wahl, als die Aufmerksamkeit wieder auf die Lösungen der Natur zu richten und intakte Ökosysteme herzustellen.

Ich bin über Bösels Buch gestolpert, als ich den zweiten Teil meines Artikels zur Bedeutung des Humus und gesunder Böden begonnen habe. Und es hat mich in helle Freude versetzt, dass da jemand den Job noch erschöpfender und mit weit mehr praktischer Erfahrung gemeistert hat, als ich es auf ein paar Seiten tun konnte. Bösels Buch ist ein Nährboden, und die in ihm gepflanzten Ideen werden hoffentlich in die Zukunft ranken und das Wirtschaften mit Pflanzen und Tieren nachhaltig verändern.

Wer neugierig geworden ist, kann übrigens auf Bösels Website GutUndBoesel.org einen ersten Blick auf seinen Hof und sein Wirken werfen.

rc

Lügen, die mir meine Regierung erzählte

Robert W. Malone
Kopp
590 Seiten
ISBN: 978-3-86445-921-4
€ 24,99

Lügen Malone

Dr. Robert W. Malone ist ein anerkannter Wissenschaftler – das heißt, er war es, bis er im Zuge des weltweiten Corona-Irrsinns zum Verschwörungstheoretiker erklärt wurde. Dabei weiß Malone als eigentlicher Erfinder der mRNA-Impftechnologie sowie Virologe und Immunologe mit zahlreichen Publikationen, wovon er spricht. Aber das zählt in unserer Clown-Welt mit ihrem alles überschattenden „Narrativ“ nicht mehr.

In seinem umfangreichen Buch „Lügen, die mir meine Regierung erzählte – und der Weg in eine bessere Zukunft“ wagt es Malone dennoch, sich gegen die dunklen Mächte zu stellen. Er arbeitet die Geschichte des großen Covid-Schwindels vom Standpunkt eines Arztes und Wissenschaftlers auf, angefangen damit, dass ihm ein Licht aufging, als er entdeckte, dass das Weltwirtschaftsforum WEF und die von Bill Gates finanzierte WHO hinter der Lüge von der Pandemie und der Nützlichkeit der Impfung steckten. Daraus entsprossen die Maßnahmen, die uns alle drei Jahres unseres Lebens kosteten, und die allgegenwärtige Zensur, die sich bis in die sozialen Medien sowie die E-Mail- und Messenger-Kommunikation erstreckt.

Robert W. Malone schreibt nicht nur darüber, wie er selbst diffamiert wurde, seit er es gewagt hatte, die Anwendung bekannter und lebensrettender, aber offiziell diskreditierter Medikamente bei Covid-Patienten zu empfehlen, sondern lässt auch andere Experten als Autoren einzelner Kapitel zu Wort kommen. Das beginnt beim Sicherheitsexperten Gavin de Becker, setzt sich mit Ärzten und Forschern wie Meryl Nass und Paul Marik fort und reicht bis zum Strafverteidiger Leonard C. Goodman, der ein für allemal mit dem Mythos aufräumt, dass „Faktenchecker“ etwas mit Fakten zu tun haben.

Vieles von dem, was Malone und seine Koautoren hier vorbringen, hat man in den endlosen Diskussionen der vergangenen Jahre schon gehört, aber es tut gut, es hier auf fundierte Art, gut zusammengefasst und unaufgeregt formuliert noch einmal zu lesen. Ein wichtiger Punkt, den dieses Buch mehrmals anspricht, ist der psychologische Effekt der „Massenbildung“, der dann entsteht, wenn man eine Gruppe von Menschen dazu bringt, alles zu glauben, was man ihr vorbetet – und blind für jede gegenteilige Meinung zu sein, ja, Kritiker sogar mundtot zu machen und zu verfolgen. Man könnte dieses Verfahren, das von Psychologen und Geheimdiensten entwickelt und perfektioniert wurde, auch als totale Gehirnwäsche oder induzierte Massenhalluzination beschreiben.

„Lügen, die mir meine Regierung erzählte“ befasst sich natürlich auch mit den finanziellen Interessen und den Vorteilsnehmern dieses weltweiten Umsturzes hinter der Maske einer Gesundheitskrise und ruft die Menschen dazu auf, endlich wieder ihrer eigenen Wahrnehmung zu trauen, statt sich auf Schritt und Tritt manipulieren zu lassen. Erst wenn man dieser Fernsteuerung und dem Gruppendenken entkommen ist, kann man Widerstand leisten, anderen helfen und aufhören, der Herde blind in den Abgrund zu folgen. Diese Erkenntnis ist wahrscheinlich der wertvollste Aspekt des vorliegenden Werks.

ph

Menschen – spurlos verschwunden

A. Laue, W. Betz
Ancient Mail Verlag
298 Seiten
ISBN: 978-3-95652-318-2
€ 21,90

Menschen spurlos

Jedes Jahr verschwinden Dutzende von Menschen plötzlich in ungeklärten Situationen und ohne eine Spur zu hinterlassen. Der ehemalige US-amerikanische Polizeibeamte David Paulides untersucht seit Jahrzehnten diese mysteriösen Fälle, die er als „Missing 411“ definiert. Vornehmlich geht es dabei um Vorfälle in amerikanischen Nationalparks; umso begrüßenswerter ist dieses Buch, da die Autoren das Thema unter Beibehaltung des etablierten Begriffs in Deutschland bekannt machen und zudem ähnliche Fälle aus der ganzen Welt vorstellen. Auch in Deutschland gibt es nämlich Gegenden, etwa den Nürnberger Reichswald, in dem Menschen aus unerklärlichen Gründen verschwunden sind.

Alle im Buch vorgestellten Vermisstenfälle sind mysteriös und bizarr. Triviale Ursachen wie Naturkatastrophen, kriminelle Handlungen oder absichtliches Verschwinden sind nicht erkennbar und damit auszuschließen. Menschen lösen sich nicht nur in großen Nationalparks oder einsamen Gegenden förmlich in Luft auf, sondern auch in Städten, in belebten Bars, in kleinen Gemeinden oder direkt vor der eigenen Haustür. Dabei sind sie nicht immer allein unterwegs, sondern verschwinden aus Gruppen von Wanderern, Beerensuchern oder Jägern, ohne dass jemand etwas mitbekommt. Sie sind einfach plötzlich weg, verschwinden genau in dem Moment, in dem niemand Blickkontakt zum Opfer hat. Auch Überwachungskameras in Städten oder Räumen verzeichnen nicht das Geringste.

Die meisten von ihnen werden erst Wochen oder Monate später tot aufgefunden, oftmals viele Kilometer vom Ort des Verschwindens entfernt. Ihnen fehlen Kleidungsstücke und immer die Schuhe. Sie werden an Stellen gefunden, die sie nie aus eigener Kraft hätten erreichen können, oft an Fundorten nahe Gewässern wie Bächen oder Seen. Die Leichen werden in den Gebieten entdeckt, die vorher von Suchmannschaften und Spürhunden akribisch abgesucht worden sind. Trotz bester Vorhersagen behindern heftige Unwetter in vielen Fällen die begonnenen Suchaktionen, bis hin zur Einstellung aller Aktivitäten. Die Todesursache lässt sich meist gar nicht ermitteln, der Obduktionsbefund ist schwammig oder unlogisch und passt überhaupt nicht zu den Auffindungsmerkmalen. Die Toten sind meist bizarr positioniert oder die neben ihnen gefundenen Kleidungsstücke sind gefaltet und ordentlich zusammengelegt. Manche werden mit fremder Kleidung aufgefunden, die ohne Sorgfalt angezogen wurde.

Es gibt auch einige wenige Überlebende: Meist sind es Kinder, was damit zusammenhängen könnte, dass Kinder keine ernst zu nehmenden Zeugen sind.

In dem Buch werden 72 Vermisstenfälle mit 79 Opfern analysiert. Die am Ende des Buches befindlichen Aufstellungen und Statistiken beziehen sich auf diese Fälle und geben einen sehr guten Überblick. Die Autoren suchen nach Antworten und scheuen sich nicht, Erklärungsansätze zu bieten. Das gesamte unheimliche und angsterregende Phänomen ist noch viel zu wenig erforscht, doch langsam nimmt die Berichterstattung durch aktuelle Ereignisse in Deutschland und Österreich an Fahrt auf. Dieses Buch ist ein wichtiger Beitrag dazu.

ak

Das UFO vom Rendlesham Forest

N. Pope, J. Burroughs, J. Penniston
Kopp
430 Seiten
ISBN: 978-3-86445-902-3
€ 22,99

Rendlesham Ufo

Roswell war gestern – Rendlesham ist heute. So könnte man den Ansatz des Buchs von Nick Pope kurz zusammenfassen. Der britische Autor ist in der Ufoszene kein Unbekannter und war früher im Verteidigungsministerium seines Landes tätig, wo er auch die Abteilung für die Untersuchung von Ufovorfällen leitete. Gleich in seiner Einleitung schreibt er, dass der Roswell-Zwischenfall sich im Jahr 1947 ereignet hat und praktisch keiner der damaligen Protagonisten noch am Leben ist; oft sind sogar schon deren Kinder verstorben. Der Ufovorfall im britischen Rendlesham Forest ereignete sich hingegen erst im Jahr 1980, und zwei der Hauptzeugen von damals, John Burroughs und Jim Penniston, treten als Mitautoren des vorliegenden Werks auf, deren Aussagen zum Teil wörtlich wiedergegeben werden.

Das bis heute ungeklärte Ereignis fand in drei Nächten kurz nach Weihnachten in einem militärischen Sperrgebiet zwischen den beiden US-Stützpunkten Bentwaters und Woodbridge in der englischen Grafschaft Suffolk statt. Am frühen Morgen des 26. Dezember wurden Lichter beobachtet, die in einem Waldgebiet namens Rendlesham niedergingen. James Penniston, der Sicherheitsoffizier der Zwillingsbasis, machte sich in Begleitung der Air-Force-Soldaten John Burroughs und Edward Cabansag auf die Suche nach dem, was sie ursprünglich für ein abgestürztes Flugzeug hielten. Sie gingen auf ein strahlend helles Licht im Wald zu und entdeckten auf einer Lichtung ein dreieckiges Objekt, das keiner bekannten irdischen Technik ähnelte und über dessen Oberfläche farbige Lichter wanderten. Außerdem seien darauf fremdartige Schriftzeichen zu sehen gewesen; Penniston zeichnete sie ab und hielt danach in seinem Notizbuch eine Art Binärcode fest, der ihm laut eigener Aussage in einer Art Trancezustand übermittelt worden war. Das Objekt hob plötzlich vom Boden ab und flog mit sagenhafter Geschwindigkeit davon. Am Ort seiner Landung wurde später erhöhte radioaktive Strahlung gemessen. Weitere Zeugen berichten von ähnlichen Ereignissen, samt Lichtern, Objekten und sogar beobachteten Außerirdischen, in zwei fast unmittelbar darauffolgenden Nächten.

Nick Pope berichtet über die militärischen Abläufe der nachfolgenden Untersuchungen und Zeugenbefragungen, über den Verbleib der Unterlagen zu dem Vorfall (da es sich um eine amerikanische Basis in Großbritannien handelte, konnte jedes Land die Verantwortung für die Untersuchungen dem jeweils anderen zuschieben) und über die offizielle Haltung der beteiligten Verteidigungsministerien zu unbekannten Flugobjekten. Er geht nicht unbedingt von einer Verschwörung aus, sondern erklärt viele Ungereimtheiten durch die „amtlichen“ Verfahrensweisen der Bürokratie in Staat und Militär – lässt aber dennoch die offenen Fragen nicht unerwähnt: Warum sind so viele der behördlichen Dokumente über den Fall, zum Beispiel die damaligen Strahlungsmessungen sowie die medizinischen Unterlagen von Penniston und Burroughs, bis heute unter Verschluss? Warum wurden die Zeugen so oft über ein und dasselbe Ereignis verhört, wobei sie höchstwahrscheinlich unter Drogen gesetzt und hypnotisiert wurden? Und wie kam es zu den Presseberichten über den Fall, die von sensationslüsternen bis zu „Sind doch alles nur Spinner“-Artikeln reichten?

Der Autor führt sowohl skeptische als auch exotische Theorien zu dem Vorfall im Wald von Rendlesham an, lässt Fachleute zu Wort kommen, berichtet aus eigener Erfahrung darüber, wie in Regierungsstellen mit diesem Ereignis und ähnlichen Zwischenfällen umgegangen wird – und zitiert in seinem Werk vor allem direkte Aussagen der Beteiligten und Auszüge aus offiziellen Dokumenten. Damit liefert er zwar keine echte Auflösung zu den Ereignissen vom Dezember 1980, doch immerhin genug überzeugendes Material, um selbst notorische Zweifler davon zu überzeugen, dass damals mehr passiert sein muss, als die üblichen Abwiegler in Behörden und Medien uns weismachen woll(t)en. Somit ist „Das UFO vom Rendlesham Forest“ eine willkommene Abwechslung zu den meisten Büchern dieses Genres.

ph

Oak Island – die Schatz­insel der Templer

Leon McJames
tredition
308 Seiten
ISBN: 978-3-347-73992-5
€ 22,–

Oak Island

Die Suche nach verborgenen Schätzen ist so alt wie die Geschichte der Menschheit, doch so ausdauernd wie auf Oak Island wurde sie wahrscheinlich selten betrieben. Seit Ende des 18. Jahrhunderts wird vor der kanadischen Küste ununterbrochen geschürft, gebuddelt und gegraben.

Oak Island ist klein, eines von 360 Inselchen in der Mahone Bay südwestlich von Halifax, anderthalb Kilometer lang, einen breit. Es gibt hier keinen Stein, den nicht irgendwer irgendwann schon einmal umgedreht hätte. Schatzsucher haben fast 100 Schächte ins Erdreich getrieben und Verbindungsstollen gegraben, zuerst mit Spitzhacke und Schaufel, später mit Bulldozern und Bohrtürmen. Gefunden haben sie immer nur gerade so viel, dass die Hoffnung nicht erlosch. Und immer gerade genug, um die Legende von Oak Island weiterzuspinnen.

Dabei weiß man eigentlich noch nicht einmal, wonach man sucht. Man weiß nur, dass die Insel ein Geheimnis birgt. Oder glaubt, es zu wissen. Obgleich auch das aktuell vor Ort zu Werke gehende Schatzsucherteam der Lagina-Brüder noch keinen Schatz auf der Insel entdecken konnte, brachte es dennoch einen aufschlussreichen Fund zutage: ein kleines TENET-Bleikreuz aus dem 13. Jahrhundert. Dank umfassender Untersuchungen konnte bestätigt werden, dass dieser Fund tatsächlich in der Region um Rennes-le-Château gefertigt wurde, weshalb er als Beweis für die Templer auf Oak Island gewertet wird. Ein weiterer Fund des Teams ist eine 8-Maravedí-Münze. Diese Zahl reflektiert ebenso wie das Kreuz die 8-Lehre und somit das Geheimnis der Insel.

Bereits 1804 wurde ein geheimnisvoller Granitstein entdeckt, dessen Botschaft niemand entschlüsseln konnte – bis jetzt jedenfalls: Sehr detailliert lässt der Autor den Leser wissen, wie er zu seiner Interpretation des Codes kam. Um die Bedeutung dieser Entschlüsselung zu verstehen, muss man sich auf die Fährte einer 5.000 Jahre alten Lehre begeben. Vom Altägyptischen Reich, der Gralslehre, der Königsachsen am Nil, am Jordan oder in Paris geht es weiter zu den Templern und ihren Spuren quer über den Globus bis hin zu Oak Island. Es geht um die 8-Lehre und um die wahre Essenz jeglicher Religion, die tatsächlich Macht verleihen soll und dementsprechend nicht jeder finden sollte. Der echte Heilige Gral sei eine Schale der „M-8“ (M-ACHT).

Seit 2014 berichtet der History Channel über die Insel und ihre Schatzsucher, was zunehmend langweiliger für den Zuschauer wird. Selbst mit größter Anstrengung und unter Einsatz modernster Technik gelang es bislang nur, Relikte zu bergen, die noch mehr Fragen aufwerfen. Würden die Grabenden die Historie der 8-Lehre sowie deren Symbolsprache kennen, könnte ihnen die Insel alle Antworten liefern, so der Autor. Zumindest folgt auch die Botschaft des Granitsteins der 8-Lehre, denn die Inschrift beinhaltet 8 Worte. Ob damit wirklich das letzte Geheimnis um Oak Island gelöst wurde, mag dahingestellt bleiben. Dass nicht nur die Templer und später die Freimaurer dem geheimen 8-Kult folgten, ist allemal spannend zu lesen. Ihre Spuren führen auf jeden Fall zu der Insel.

ak

Megatrend Wasserstoff!: Gestalten Sie Ihre ganz persönliche Energiewende

Michael Grandt
Kopp
298 Seiten
ISBN: 978-3-86445-890-3
€ 24,99

Megatrend Wasserstoff

Bereits 1874 erkannte der französische Autor Jules Verne das Potenzial des Wasserstoffs für die zukünftige Energieversorgung, wie ein Dialogausschnitt aus seinem Roman „Die geheimnisvolle Insel“ belegt: „Wasser ist die Kohle der Zukunft. Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern.“

Gegenwärtig wird Wasserstoff als Wundermittel der Energiewende angepriesen. So plant die EU für die nächsten Jahrzehnte einen Wasserstoffanteil von 25 Prozent in der Energieversorgung und will dafür 430 Milliarden Euro investieren. Bereits im Juni 2020 beschloss die Bundesregierung die Nationale Wasserstoffstrategie, für die neun Milliarden Euro veranschlagt sind, davon zwei Milliarden für internationale Projekte und sieben Milliarden für eine Wasserstoffinfrastruktur.

Für die interessierte Öffentlichkeit hat der Sachbuchautor Michael Grandt nun eine Einführung in die Thematik verfasst. Nach einer versierten Abrechnung mit der bundesdeutschen Energiepolitik, die nach Auffassung des Autors zum ökonomischen und sozialen Selbstmord Deutschlands führt, wird auch das „Märchen vom E-Auto“ im zweiten Kapitel demaskiert. Nachdem im dritten Abschnitt das „Wundermittel Wasserstoff“ ausführlich erklärt und das notwendige Basiswissen vermittelt worden ist, widmet sich der umfangreichste Teil des Handbuchs dem Wasserstoff in der Praxis: Es geht um die Nutzung in Industrie und Verkehr, die deutsche und europäische Wasserstoffstrategie sowie globale Zusammenhänge. Gerade die Volksrepublik China sei ein Wasserstoffgigant, so Grandt, ebenso wollen etliche afrikanische und arabische Staaten auf den Zug aufspringen. Direkt praktisch anwendbar sind die Hinweise zur Nutzung von Wasserstoff im Hausgebrauch, etwa bei Brennstoffzellen-Heizungen, und die abschließende Abwägung beim möglichen Investment in internationale Wasserstoffaktien.

Bei der Lektüre wird deutlich, dass im Wasserstoff ein enormes Potenzial liegt. Allerdings wird die Kehrseite des Wasserstoffhypes in dem Buch nicht hinterfragt. Denn in Deutschland gibt es einfach nicht genügend Ökostrom für die Herstellung grünen Wasserstoffs. Experten gehen von einem immensen Importbedarf für die Bundesrepublik aus, von rund zehn Millionen Tonnen im Jahr 2030 bis hin zu über 40 Millionen Tonnen Wasserstoff zum vorgesehenen Abschluss der Energiewende im Jahr 2050. Die EU-Kommission hat nun grünes Licht für die Herstellung von „rotem“ Wasserstoff durch Kernkraft gegeben. Während die BRD aus der Atomenergie aussteigt, wird im „vereinten Europa“ die Kernkraft als unverzichtbare kohlenstoffarme Energie der Zukunft geadelt. Insbesondere Frankreich hätte dank seiner Atomkraftwerke die Möglichkeit zur Herstellung von Wasserstoff im großen Umfang und somit die Möglichkeit, damit die Wasserstoffversorgung der deutschen Volkswirtschaft maßgeblich zu kontrollieren. Ganz offen hat die französische Regierung im Februar 2023 der Bundesregierung die Blockade der Wasserstofflieferungen angedroht. In Zukunft wird Deutschland somit beim Wasserstoffimport vom Wohlwollen des Auslands abhängig sein. Auf diese Schwachstelle geht der sonst sehr kritische Journalist leider nicht ein. Ob Wasserstoff zum „Megatrend“ oder zur Energiefalle für Deutschland wird, dürften die nächsten Jahre zeigen.

sb

Der Energie-Irrtum: Warum Erdgas und Erdöl unerschöpflich sind

Hans-Joachim Zillmer
Langen Müller
335 Seiten
ISBN: 978-3-7844-3556-5
€ 28,–

Energie Irrtum

Dieses Buch wurde in seiner ersten Auflage bereits in NEXUS-Ausgabe 29 rezensiert, doch obwohl seitdem ein gutes Jahrzehnt vergangen ist, enthält Zillmers Werk so immens viele bahnbrechende Informationen, dass der Stoff für weitere Rezensionen nie ausgehen wird. Diese Neuauflage erscheint zu einer Zeit, in der das Thema Energie eine ungewohnt große Rolle in unser aller Leben spielt – nicht etwa, weil es eine Neuigkeit wäre, dass (zivilisatorisches) menschliches Leben eine Nachfrage nach Energie erzeugt, sondern vielmehr, weil die Angriffe auf eine sichere Energieversorgung in ihrer Zahl und Qualität ein Höchstmaß erreicht haben.

Zillmer hat ein Buch verfasst, in dem er beispielsweise erdrückende Indizien dafür vorstellt, dass Erdöl und Erdgas nicht fossiler Natur sind, sprich, in Jahrmillionen aus organischem Material entstehen, sondern durch mineralische Prozesse – und sich somit zügig regenerieren. Diese Erkenntnis würde einiges über den Haufen werfen, wenn sie allgemein akzeptiert wäre. Bei seiner Reise durch das geologische Wunderwerk Erde, auf die er den Leser mitnimmt, räumt Zillmer jedoch noch mit zahlreichen anderen Irrtümern auf, die das orthodoxe Weltbild prägen. Allen voran erläutert er, warum elektromagnetische Vorgänge und durch die Gesteinsschichten diffundierende Gase hauptsächlich ausschlaggebend sein dürften für das, was sich auf und in der Erde sowie in unserem Sonnensystem und dem gesamten Universum abspielt – und erklärt das rein mechanistische Bild vom All und der Erde dadurch für unzulänglich.

Die Implikation, dass die Narrative von der Erde mit ihrem flüssig-heißen Erdkern und der Sonne als gigantischem Fusionsreaktor so nicht stimmen können, ist schon eine Hausnummer, doch ist der Autor imstande, etliche Belege für seine Thesen anzubringen, die mich mächtig ins Staunen versetzten.

Zugegebenermaßen ist die Lektüre zum Teil komplizierte (und dadurch auch trockene) Kost, und es wäre gelogen zu behaupten, dass die fachlich formulierten Ausführungen allesamt auf Anhieb zu verstehen sind – auch nicht für ansonsten belesene Menschen. Doch sollte das nicht davon abhalten, sich mit den Thesen und Darlegungen Zillmers auseinanderzusetzen. Wer durchhält, dem eröffnen sich ganz neue Denkhorizonte. Und auch hier lässt sich wieder einmal feststellen, dass die offizielle Erzählweise von den Dingen herzlich wenig mit den Tatsachen zu tun hat – auch hinsichtlich des angeblich menschengemachten Klimawandels, wie im Buch eindeutig nachgewiesen wird.

Wem die Arbeit Zillmers noch unbekannt ist, dem sei angeraten, sich mit ihr priorisiert auseinanderzusetzen. Den Autoren möchte ich abschließend mit einem sehr treffenden Satz zitieren: „Rätsel werden nicht durch die Natur, sondern durch falsche Gedankenmodelle geschaffen!“ Mit jenen falschen Gedankenmodellen räumt Hans-Joachim Zillmer auf nachvollziehbare Weise auf und befreit den Leser damit von Dogmen, die ihn in seinem Erkenntnisprozess zurückhalten.

fp

Die Große Energiekrise … und wie wir sie bewältigen können

Fritz Vahrenholt
Langen Müller
205 Seiten
ISBN: 978-3-7844-3658-6
€ 22,70

Energiekrise

Am 15. April 2023 wurden die letzten deutschen Atomkraftwerke vom Netz genommen, bis 2030 soll die Kohlenutzung in Deutschland vollständig aufgegeben werden und bis 2045 soll die Verwendung von Öl und Gas abgewickelt sein. Während in der BRD der Atomausstieg gefeiert wurde, musste jedoch ausländischer Atomstrom importiert werden.

In seinem vorliegenden Büchlein warnt der Energieexperte und Hamburger Ex-Umweltsenator Prof. Dr. Fritz Vahrenholt in sieben Kapiteln vor der großen Energiekrise in der westlichen Welt, die durch den ideologisch und kapitalistisch motivierten Kreuzzug gegen Kohlendioxid droht. Denn der Ausstieg aus der fossilen Energiegewinnung ist nach Auffassung Vahrenholts ohne Rückgriff auf die Atomkraft nicht möglich, was auch außerhalb der Bundesrepublik Konsens ist. Mit naturwissenschaftlichen Fakten möchte der Verfasser der um sich greifenden Klimahysterie entgegentreten.

In den vergangenen 20 Jahren wurden in Deutschland über 500 Milliarden Euro an staatlichen Subventionen für Wind- und Solarenergie aufgebracht. Aufgrund der naturgegebenen Unregelmäßigkeiten bei der Energiegewinnung aus Sonnen- und Windkraft und der technischen Probleme bei der Speicherung führt die deutsche Energiewende jedoch zu einer fragilen Versorgung und vorprogrammierten Ausfällen infolge instabiler Frequenzen der Stromnetze. Dabei könnten Atomkraftwerke der dritten und vierten Generation nach Meinung des langjährigen Managers einen wichtigen Beitrag zur sicheren und klimaschonenden Energieversorgung in Deutschland leisten. Seit Ende 2021 sind beispielsweise in China zwei Hochtemperaturreaktoren (HTR-PM) in Betrieb, die nach dem Konzept des 1986 in der Bundesrepublik ausgeschalteten Kugelhaufenreaktors funktionieren.

Die Streitschrift dürfte vielen Lesern energiepolitisch die Augen öffnen. Denn eigentlich müsste die Bundesrepublik gar kein Gas aus dem Ausland importieren, weder aus Russland noch aus den USA oder gar den Arabischen Emiraten. Schließlich liegen im deutschen Schiefergestein bis zu 2,3 Billionen Kubikmeter erschließbares Erdgas, das die Versorgung der Bundesrepublik für Jahrzehnte sichern würde. Doch in der BRD ist das Verbot von Schiefergas-Fracking seit 2017 in Kraft. Das von der Merkel-Regierung durchgesetzte und von den Grünen lange forcierte Verbot der inländischen Gasgewinnung beschert ausländischen Gasexporteuren nicht nur Milliardengewinne, sondern auch einen gewaltigen Einfluss auf die deutsche Volkswirtschaft.

Auch das CCS-Verfahren dürfte vielen Menschen unbekannt sein. Unter CCS (Carbon Capture and Sequestration) versteht man die Kohlenstoffabtrennung und dessen Speicherung in tiefen Gesteinsschichten.

In den USA, Kanada, der Volksrepublik China und den Vereinigten Arabischen Emiraten wird das CCS-Verfahren schon seit Jahren praktiziert. Selbst der von den grünen Klimaschützern sonst gern zitierte UN-Klimarat IPCC befürwortet CCS. Während in Norwegen bereits alle neuen Gaskraftwerke über CCS-Anlagen verfügen müssen, wurde bezeichnenderweise das CCS-Verfahren 2011 in Österreich und 2012 von der schwarz-gelben Bundesregierung in der BRD verboten. Übrigens war einer der schärfsten Gegner einer CO2-Tiefenverpressung in Schleswig-Holstein und Trommler für ein deutschlandweites Verbot der damalige Landesvorsitzende der Grünen und heutige Wirtschaftsminister, Robert Habeck. Denn eine klimafreundliche Kohlenförderung hätte der grünen Kernforderung nach einem deutschen Kohleausstieg die argumentative Grundlage entzogen.

Angesichts weiter steigender Energiepreise und der Abhängigkeit vom Ausland erscheint es ratsam, sich mit den von Vahrenholt abschließend vorgeschlagenen 20 notwendigen Schritten aus der Großen Energiekrise auseinanderzusetzen.

sb

Das Titanic-Attentat: Die wahren Hintergründe der Schiffskatastrophe

Gerhard Wisnewski
Kopp
430 Seiten
ISBN: 978-3-86445-920-7
€ 14,99

Titanic Attentat

Was gibt es denn bitte hinsichtlich der berühmten Titanic und ihrem Untergang zu bemängeln, mögen Sie sich fragen. Der ganzen Welt ist bekannt: Der Passagierdampfer der britischen Reederei White Star Line ist auf seiner Jungfernfahrt in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 im Nordatlantik tragisch untergegangen, nachdem er einen in der Dunkelheit der Nacht übersehenen Eisberg rammte. Und selbst wenn: Welche Brisanz sollte so ein in der Weltgeschichte vergleichsweise nichtiger Vorfall denn haben? Gerhard Wisnewski geht in der inhaltlich unveränderten Neuauflage seines Klassikers auf Spurensuche nach den wahren Hintergründen der wohl berühmtesten Schiffskatastrophe überhaupt.

Schnell wird dem Leser verständlich, warum sich ein derart umfangreiches Buch über den Untergang verfassen lässt. Es zeigt sich, dass sich der Vorfall um die Titanic nicht hinter anderen, vielen kritischen Denkern längst als False Flag bekannten Ereignissen der jüngeren Geschichte verstecken muss. In der Tat weiß man gar nicht, wo man bei der Aufzählung all der brisanten Tatsachen und Ungereimtheiten anfangen soll.

Die Rolle der „falschen Flagge“ nimmt beim Untergang der Titanic definitiv der ominöse Eisberg ein – so viel steht fest. Am Ende der Lektüre ist tatsächlich fraglich, ob es den schuldigen Eisberg überhaupt jemals gegeben hat, den wir ja ausschließlich aus James Camerons gleichnamigem Spielfilm und zahlreichen Doku-Animationen kennen. Doch halt, gab es nicht eine Vielzahl Überlebender, die den Vorfall bezeugen konnten? Ein näherer Blick auf die Aussagen fördert zutage, dass die letztlich wenigen Zeugen des Eisbergs – vornehmlich Besatzungsmitglieder – nicht nur unerklärlich wenig bereitwillig auf die Fragen der Untersuchungskommission antworteten, sondern sich in ihren Geschichten häufig gar widersprachen und selbst des Lügens entlarvten – nicht nur in Bezug auf den angeblichen Eisberg.

Falls Sie das noch nicht skeptisch stimmt: Die Titanic fuhr in Europa mit brennenden Kohlebunkern und viel zu wenigen Rettungsbooten los, was für sich genommen bereits skandalös ist. Statt ordnungsgemäß auf die zahlreichen Eiswarnungen anderer Schiffe zu reagieren, steuerte Kapitän Smith exakt in das betreffende Gebiet hinein. Die Passagiere berichteten weniger über eine unverkennbare Kollision als vielmehr und viel glaubhafter über zwei massive Explosionen an Bord der Titanic. Die Crew bewaffnete sich für die Evakuierung der Passagiere, pervertierte das Motto „Frauen und Kinder zuerst“ in „Nur Frauen und Kinder“ und hielt die Mehrheit der Männer vom Betreten der nicht einmal voll besetzten Rettungsboote unter Androhung und Einsatz von Waffengewalt ab!

So unglaublich das nun klingt: Ein Motiv ergibt sich dann, wenn der Leser erfährt, dass der berühmt-berüchtigte J. P. Morgan hinter der Titanic und ihrer Reederei steht und sich an Bord seines Schiffes viele der reichsten Männer Amerikas und gar der Welt aufhielten, darunter solch bekannte Namen wie John Jacob Astor und Benjamin Guggenheim – beide überlebten diese Fahrt nicht. Handelt es sich also beim Untergang der Titanic um ein kaltblütiges Attentat J. P. Morgans (der seine Mitfahrt nur kurz vorher absagte) auf seine elitäre Konkurrenz? Der Autor sagt Ja und lässt am Ende keinen Zweifel mehr übrig – eine klare Leseempfehlung.

fp

Rezensenten

ak – Angelika Katterbach
fp – Fynn Peter
ph – Peter Hiess
rc – Renan Cengiz
sb – Sascha Bach

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