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Das CMAH-Gen und der Alien-Eingriff

dns-aliensAktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass ausgerechnet zu der Zeit, als der Mensch sich evolutionär vom Menschenaffen trennte, eine wichtige Gensequenz abgeschaltet wurde. Die Deletion dieses CMAH-Gens bewirkte, dass das Gehirn des Menschen größer werden konnte als das des Affen – doch handelte er sich damit auch eine Anfälligkeit für Entzündungskrankheiten und eine Fleischunverträglichkeit ein.

Wer aber hat das Gen abgeschaltet? Seltsamerweise fällt die vermeintliche Mutation in den Zeitraum, in dem die Anunnaki laut Zecharia Sitchin den Menschen als Genexperiment geschaffen haben sollen. Haben wir nun den Beleg dafür? Und wo werden unsere eigenen Eingriffe ins Erbgut enden?

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Im Laufe der Evolution traten immer wieder plötzliche genetische Mutationen auf, die einen bedeutenden Einfluss auf die Menschheitsgeschichte hatten. Erst vor Kurzem stellten Genforscher fest, dass eine bestimmte genetische Sequenz, die die Intelligenz des Homo sapiens erhöht, aber gleichzeitig die Langlebigkeit beeinträchtigt hat, auf einmal deletiert – herausgeschnitten – wurde. Dank dieser erstaunlichen Entdeckung wurden auch Mechanismen bekannt, die degenerative Krankheiten und Krebs beim Menschen steuern. Außerdem ermöglichte sie neue diagnostische Verfahren in der Medizin und der paläogenetischen Analyse.

In diesem Zusammenhang entdeckten Wissenschaftler der medizinischen Fakultät an der University of California, San Diego, unter Leitung von Professor Ajit Varki ein Molekül in einem sehr alten afrikanischen homininen Fossil. Das neue Molekül ist keine DNS und zersetzt sich im Gegensatz zu dieser in den Tropen auch nicht so schnell. Mithilfe dieses neuen Glycan-Moleküls lassen sich menschliche Spezies identifizieren, die viel älter sind als nur ein paar Tausend Jahre – eine Methode, die weit über die Beschränkungen der DNS-Analyse hinausgeht.

„Die Erforschung so alter Glycane hat daher das Potenzial, uns ein neues und bedeutendes Verfahren zur Untersuchung der Ursprünge der Menschheit zu liefern.“ (University of California, 2017)

Aus diesen aktuellen Forschungen geht hervor, dass Neu5Gc bzw. N-Glycolylneuraminsäure – ein toxischer Zucker bzw. ein Lektin – das verborgene Toxin ist, nach dem die Wissenschaft schon lange gesucht hat. Während die meisten von uns diese Erkenntnis erst verarbeiten müssen, liefert eine weitere neue Entdeckung das fehlende Puzzleteil. Eine Gruppe Genforscher gab vor Kurzem bekannt, dass der genetische Code mit dem Namen CMAH (Cytidin-Monophosphat-N-Acetylneuraminsäure-Hydroxylase), der Menschen vor dem in rotem Fleisch vorkommenden Karzinogen Neu5Gc schützt, während unserer Evolution „abgeschaltet“ wurde.

Gentechnische Aufrüstung des Homo sapiens?

Besagte Genforscher sind der Ansicht, dass ein Teil des CMAH-Gens deletiert wurde, als der Homo erectus sich von den Menschenaffen Afrikas abzuspalten begann. Die Abschaltung des Gens führte nicht nur zur Trennung des Menschen von den Primaten, sondern ermöglichte auch ein exponentielles Gehirnwachstum. Man hat festgestellt, dass die CMAH-Expression im Gehirn der meisten Säugetiere herunterreguliert wird und dass das menschliche Gehirn – im Gegensatz zum Primatengehirn, das nach der Geburt nicht mehr wächst – weiterwachsen kann, da es nicht mehr den durch CMAH hervorgerufenen Beschränkungen unterliegt. Somit hat die Gendeletion von CMAH einerseits eine überlegene Intelligenz ermöglicht, andererseits bei Homininen aber die Abwehrkraft gegen entzündliche degenerative Krankheiten und Krebs, die durch das Fleischlektin verursacht werden, geschwächt. (Padler-Karavani et al., 2013)

Angesichts der jüngst entdeckten vermehrten Ablagerung von Neu5Gc an den Zellmembranen von Krebszellen stellt sich die Frage: Welche Abwehrmechanismen hat der menschliche Körper ohne CMAH noch?

Eine andere Gruppe von Genforschern an der amerikanischen University of Nevada, Reno, analysierte 322 Tiergenome, um festzustellen, zu welchem Zeitpunkt in der evolutionären Entwicklung der betreffenden Tiere eine bestimme Genmodifikation stattgefunden hat, die aus manchen Spezies Neu5Gc-Träger und andere unfähig machte, sich gegen dieses Toxin zu wehren.

Die Forscher aus Nevada konnten durch die Analyse von Glycanen feststellen, dass das als CMAH bekannte Gen, das die Synthese des Zuckermoleküls Neu5Gc ermöglicht, vor zwei Millionen Jahren abgeschaltet wurde. Diese einschneidende Veränderung in der menschlichen Evolution führte dazu, dass wir vor manchen Krankheiten geschützt sind, aber anfälliger für Entzündungskrankheiten, die durch Fleischkonsum verursacht werden. Mithilfe neuer Analyseverfahren lässt sich ermitteln, zu welchem Zeitpunkt im Verlauf der Evolution einer bestimmten Spezies die Fähigkeit zur Neu5Gc-Synthese erworben wurde. Die Verfahren zeigen auch, dass der toxische Zucker Neu5Gc vom CMAH-Gen synthetisiert wird, dieses Gen aber nur bei bestimmten Arten vorkommt. So wurde das CMAH-Gen beispielsweise nur bei wenigen Fischen in nicht signifikanten Mengen gefunden; deren Eier (Kaviar) enthalten jedoch konzentrierte Mengen davon, wie der Wissenschaftler David Alvarez-Ponce berichtet.

Im Gegensatz dazu konnte man bei Vögeln kein CMAH-Gen feststellen. Damit dürfen laut den Wissenschaftlern am Labor von Alvarez-Ponce Huhn, Truthahn, Ente, Fasan, Wachtel und andere Geflügelarten als sichere Nahrungsmittel gelten, da sie kein Neu5Gc enthalten.

Historische Verweise auf Fleischkonsum

Wer feststellen will, wo die Nachteile des Fleischkonsums erstmals erwähnt wurden, der kommt an der Bibel nicht vorbei. Im Alten Testament heißt es bei Levitikus 11:

„Ihr sollt für unrein halten das Wildschwein, weil es zwar gespaltene Klauen hat und Paarzeher ist, aber nicht wiederkäut. Ihr dürft von ihrem Fleisch nicht essen und ihr Aas nicht berühren, ihr sollt sie für unrein halten.“

Und im Koran warnt Mohammed:

„Verboten ist euch Fleisch von verendeten Tieren, Blut, Schweinefleisch und Fleisch, worüber beim Schlachten ein anderes Wesen als Allah angerufen worden ist.“

Seit Jahrtausenden wird also vor dem Verzehr von Fleisch gewarnt, weil es als „unrein“ und bedrohlich gilt. Man vermutete schon die längste Zeit, dass Fleisch einen krankheitsverursachenden Mechanismus enthalten könnte, war jedoch nie in der Lage, den Schuldigen zu ermitteln … bis jetzt.

Den vollständigen Artikel können Sie in NEXUS 87 lesen. Die Ausgabe können Sie hier erwerben.

Kommentare

05. Februar 2020, 01:48 Uhr, permalink

Uwe

Ich weiß nicht, was ich von der Qualität des Artikels halten soll bzw. ob ich gegen Bezahlung mehr davon lesen will, wenn bereits einfachste Zusammenhänge nicht verstanden oder bewusst ausgelassen werden. Weder Bibel noch Koran (der eigentlich in großen Teilen eine Nacherzählung der Bibel ist) warnen vor Fleischkonsum generell. Generell wird Fleisch zum Verzehr freigegeben. Gewarnt wird hingegen vor einzelnen Ausnahmen und dem Verzehr von Blut. Das Blut-Verbot ist übrigens die einzige Regel des mosaischen Gesetzes, das ins Christentum hinübergeführt wurde.

Vers 3 in Levitikus "Alle Tiere, die gespaltene Klauen haben, Paarzeher sind und wiederkäuen, dürft ihr essen."

Vers 9 "Von allen Tieren, die im Wasser leben, dürft ihr essen; alle Tiere mit Flossen und Schuppen, die im Wasser, in Meeren und Flüssen leben, dürft ihr essen." usw. usf.

Wenn der Autor Vegetarier ist, dann ist das ok. Manipulativ wird es, wenn er daraus resultierend Fakten verdreht..

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