Die ungewöhnliche Geschichte des Alfons Ven

Die tiefgreifenden Erfahrungen des Belgiers Alfons Ven lehrten ihn, dass unsere sichtbare physische Welt von einer unsichtbaren, geistigen Dimension gesteuert wird. Mit diesem Ansatz erzielt er aufsehen erregende Erfolge bei vielen Problemen des Körpers und der Psyche. Hier erzählt er den faszinierenden Weg zur Entwicklung seiner Methode.

Willem: Das bedeutet also, daß jedes katholische Land seine offiziellen Exorzisten hat?

Alfons: Zwei oder drei. Nicht viele. Aber die sind Spitzenleute, sie haben nicht nur in Theologie promoviert, sondern auch in Psychologie. Zu jener Zeit wusste ich das noch nicht, aber diese Leute sind Experten in allen esoterischen Dingen. Es gibt in Rom phantastische Bibliotheken, wo man alles über jedes spirituelle und esoterische Thema nachlesen kann. Das sind wirklich gut ausgebildete Leute. Ich suchte also den Priester auf und erzählte von dem Fall des Jungen. Er fragte nach meiner Behandlungsmethode, und ich erzählte ihm von meinem Zentrum und der psychiatrischen Homöopathie, und er hörte mir sehr aufmerksam, sehr interessiert zu, sagte selbst aber kein Wort.

Irgendwann sagte ich: „Jetzt haben wir stundenlang geredet und Sie wissen mittlerweile alles über mich. Aber ich weiß nach wie vor nichts über die Art, wie Sie über Besessenheit denken.“

„Das geht Sie auch nichts an“, sagte er. „Wir sprechen nicht darüber. Es ist tabu. Sie sollten auch nicht darüber sprechen.“

Ich sagte: „Na, warum lassen Sie mich dann kommen, um sich mit mir zu unterhalten?“

„Weil ich von Ihnen lernen wollte“, antwortete er.

„Nett“, sagte ich. „Es war eine lange Reise – aber okay, dann fahre ich jetzt zurück in mein Büro.“

Doch er sagte: „Nein, lassen Sie uns einen Handel vereinbaren. Falls Sie den Jungen mit Ihren Mitteln nicht heilen oder wenigstens beruhigen können … wie lange würden Sie dafür brauchen?“

„Zwei Wochen“, sagte ich. „Entweder funktioniert es oder nicht.“

„Dann rufen Sie mich in zwei Wochen wieder an. Wenn es nicht funktioniert, helfe ich dem Jungen auf meine Art.“

Wieder zurück, erzählte ich den Eltern, dass ich Nachforschungen angestellt hätte und zwei Möglichkeiten sähe. Ich hätte diesen Exorzisten gefunden, der den Jungen behandeln könnte, aber ich würde es gerne lieber selbst versuchen. Sie sagten: „Dann versuchen Sie es.“

Ich verschrieb dem Jungen meine Präparate und bat die Eltern, in der Woche darauf wiederzukommen. Der Junge zeigte sein befremdliches Verhalten übrigens nicht nur in meinem Sprechzimmer. Zu Hause durfte man ihn nie alleine lassen, nicht mal für eine Sekunde, weder auf der Toilette noch im Bett, denn sobald er auch nur einen Augenblick allein war, schlug er alles kurz und klein. Nachts schlief er nicht, außer auf dem Autorücksitz. Damit er seine acht Stunden Schlaf bekam, fuhren sein Vater und seine Mutter ihn abwechselnd die ganze Nacht herum. Das war die einzige Möglichkeit. Ampeln mussten vermieden werden, weil er sonst wach wurde und sich wie ein Verrückter aufführte. Es war der reinste Psychoterror für die Eltern, und das jeden Tag. Der Junge konnte einfach nie allein gelassen werden.

Doch als sie eine Woche später wieder in meinem Sprechzimmer standen, sagte der Junge plötzlich: „Ich möchte mit Herrn Ven alleine sein.“ Also das war schon eine erste Veränderung.

Willem: Eine enorme Veränderung, tatsächlich.

Alfons: Ich bat also die Eltern, das Sprechzimmer zu verlassen. Der Junge stellte sich vor mich hin und fing an zu weinen: „Ich will Ihnen etwas sagen: Da ist dieses dicke riesige Monster.“

„Was denn für ein Monster?“

„Das auf dem Buch.“

„Welchem Buch?“

Willem: Er sah also ein großes Monster.

Alfons: Ein riesiges, furchterregendes Monster, das ihn quälen und verschlingen wollte. „Deshalb“, sagte er, „habe ich Angst, allein zu sein.“ Aus irgendeinem Grund hatte er das nie einem der Psychologen gesagt. Und nun gestand er es mir, und allein das war schon eine Art Erlösung.

„Wann hast du dieses Monster denn zum ersten Mal gesehen?“

„Da war ich zwei oder drei. Ich war mit meiner Mutter im Einkaufszentrum.“ Sie hatte ihn mit dem Kinderwagen vor einem Buchregal geparkt, und auf einem der Buchtitel war ein Monster abgebildet. Dieser Anblick hatte ihm eine solche Angst eingeflößt, dass er einfach nicht drüber hinweg kam.

Ich bat die Mutter, mit dem Kind in dasselbe Einkaufszentrum und an dasselbe Regal zu gehen und ihrem Sohn ein richtig schönes Buch auszusuchen. Ein wunderschönes Buch mit einem zauberhaften Einband. Eine Woche später ging er wieder in die Schule.

Doch das war nicht das Ende der Geschichte. Ich hatte vergessen, den Priester anzurufen, weil der Fall gelöst war und die Arbeit im Zentrum sich häufte. Der Junge war ja wieder in Ordnung. Damit war die Sache für mich erledigt. Doch da rief der Priester an: „Wie geht es dem Jungen?“

„Gut. Er geht wieder zur Schule.“

„Unmöglich!“

„Wieso?“

„Bei dem, was Sie mir erzählt haben, muss es sich um Besessenheit gehandelt haben. Wie können diese schwachen Präparate ihn geheilt haben! Das müssen Sie mir genau erzählen. Kann ich diesmal zu Ihnen kommen um darüber zu reden?“ Und dann kam er, und wir sprachen wieder über meine Methode, nicht über seine.

Willem: Sie haben also wieder nichts von ihm erfahren?

Alfons: Nichts. Aber schließlich sagte er: „Ich glaube, dass Sie den Medikamenten ohne Ihr Wissen etwas hinzufügen. Anders gesagt: Sie arbeiten vielleicht unbewusst auf spiritueller Ebene. Ich würde Ihnen gern jemanden schicken. Eine Frau, die Sie heilen sollen.“

„Gerne,“ sagte ich. „Mein Zentrum steht jedem offen.“ Er schickte eine Frau, die seit Jahrzehnten von irgendeinem Wesen besessen war. Ich behandelte sie auf meine Weise – und sie wurde gesund. Dann schickte er mir zwei weitere Patienten, danach vier, dann zehn. Es hörte nicht mehr auf. Am Ende sagte er: „Alfons, ich möchte Sie in die spirituelle Welt einführen“.

Willem: Ein katholischer Priester sagte das zu Ihnen?

Alfons: Ja. Und ich erwiderte: „Ich bin überhaupt nicht katholisch. Ich habe sehr liberale Ansichten über das Leben. Warum nehmen Sie ausgerechnet mich?“

„Sie wissen es vielleicht nicht“, sagte er, „doch Sie haben eine besondere, natürliche Begabung. Ich möchte Sie alles lehren, was ich weiß.“ Und dann verlangte er, dass ich mein Zentrum schloss.

Willem: Warum das?

Alfons: Er erklärte es so: „Sie haben eine Begabung, die Ihnen umsonst gegeben wurde. Deshalb müssen Sie sie auch umsonst weitergeben.“

Die Ärzte des Zentrums waren natürlich nicht glücklich. Sie sagten: „Es läuft doch gerade alles wunderbar, Alfons. Warum wollen Sie plötzlich etwas anderes machen?“ Ich erwiderte: „Wenn es stimmt, was der Priester sagt, dass ich unbewusst auf spiritueller Ebene arbeite, und dass es eine seltene Begabung ist, die kaum jemand besitzt, nicht einmal er selbst – wenn das tatsächlich wahr wäre, warum sollte ich mich dann davor verschließen? Wenn er mich lehrt, was er weiß, kann ich mir vielleicht auch endlich selbst helfen.“

Denn möglicherweise, so dachte ich, liegt ja mein eigenes Problem auch auf spiritueller Ebene. „Wenn ich also all diese Dinge lerne, kann ich mir entweder selbst helfen, oder zumindest sagen, dass es mich nicht weitergebracht hat.“ Und in der Tat: Über die spirituelle Welt und all diese Dinge Bescheid zu wissen, hat mir kein Stück geholfen.

Willem: Und wie sah diese Zusammenarbeit aus? Sind Sie mit dem Priester auf Reisen gegangen?

Alfons: Zuerst kam er mit all diesen Leuten in mein Zentrum, das ja nun geschlossen war. Dann schickte er mir Leute nach Hause. Und wir sind durch Flandern gereist und den verschiedensten Erscheinungen begegnet: Poltergeistern, unterschiedlichen Formen von Besessenheit, Obsessionen und tiefsten Qualen. Ich habe die Fälle übernommen, mit denen er nicht weiterkam, und stets konnte ich sie heilen – fast schon automatisch.

Willem: Konnte er selbst den Menschen denn nicht helfen?

Alfons: Doch, sicher. Ich sah, wie er für Leute betete. Seine Hand auflegte. Menschen, die an seine Religion glaubten, konnte er helfen; ich sah, wie sie sich veränderten. Aber nach einer Weile kam alles zurück. Es hielt meist überhaupt nicht an. Beispielsweise holte der Priester die Leute von Drogen herunter, aber wenn er nach drei Monaten wiederkam, waren sie wieder drauf. Oder andere Leute, die sagten, sie hätten einen Geist im Haus: Mit seinen Ritualen vertrieb er ihn, aber nach einer Weile war es noch schlimmer. Und er sagte zu mir: „Bei Ihnen ist es anders. Da gehen sie ohne Rituale weg und kommen auch nicht wieder.“ Er wusste sofort, hier war etwas Besonderes, etwas Neues für ihn.

Aber ich war ein Ketzer. Und ich war nicht gut fürs Geschäft, denn ich konnte Dinge tun, die sie nicht konnten. Der Kardinal verbot plötzlich den Umgang mit mir. In einem Schreiben an sämtliche Bischöfe legte er fest, dass ich ein Ketzer sei, dessen Hilfe man nicht mehr in Anspruch nehmen dürfe. All dies geschah im Stillen und ohne mein Wissen. Sie wollten mich loswerden, denn schließlich habe ich die Menschen nicht zum Christentum oder zum Katholizismus bekehrt.

Kommentare

24. Januar 2009, 18:22 Uhr, permalink

Margrit Küster

Ich danke Ihnen sehr für diesen so informativen, ja aufschlußreichen Bericht über Herrn Alfons Ven Erfahrungen zur Heilung seiner eigenenKrankheit. Ich arbeite auch schon einige Jahre auf spirituellem Gebiet und habe mich mit feinstollfichen Schwingungen vertraut gemacht, doch deren Zusammenhäng und - Wirkungen war mir noch nicht so klar. Ich bin deshalb Herrn Ven sehr dankbar so offen und ehrlich über seine Erfahrungen gesprochen zu haben. Ich selbst leide schon Jahre unter Schlafproblemen und möchte mich deshalb mit Herrn Ven in Verbindung setzen.
Bitte, teilen Sie mir deshalb seine Telefonnummer, seine Adresse und e-mail-Adresse mit. Herzlichen Dank, Margrit Küster

02. Januar 2012, 16:23 Uhr, permalink

Hildegard Vötterl

Ich hätte gerne eine telefonische Beratung mit Herrn Ven und möchte mich Ihm anvertrauen

Ich leide schon seit 20 Jahren von dem unheilbaren CFS virus (Chronische Müdigkeits Syndrom), kurz darauf und seither schwere Hormonstörungen, deshalb schwere Osteoporose entwicketlt und gleich damit Arthritis am ganzen Körper bekommen, habe schon seit der Kindheit Asthma, chronische Verstopfung schon als Baby, Immuneschwäche, dauernde infectionen (Hals, Nasen Ohren, chronische Nierenschmerzen sowie Niereninfektionen -u. Blasenentzündungen, konstante Zahn- u, Kieferinfektionen usw.) lern Schwierigkeiten in der Schule, 7 - 8 Magengeschwüre vom 15. bis 20. Lebensjahr, und sehr schlechte Verdauung und Depressionen seitdem, sowie ein schwindendes Gedächtnis, Ängstzusände und Sorgen für die Zukungt. Bin schon seit 20 Jahren arbeitsunfähig. Wie soll es weitergehen? Hab' schon alles probiert, alternatieve Heilbehandlungen aller Art, Akupuntur u. Chinesiche Medizin, Ayurvedisches Krankenhaus etc. etc.. Die normalen Ärtzte helfen nicht wirklich. Ich bin verzweifelt.. Können Sie mir helfen?
Bitte rufen Sie mich so bald wie möglich bei meiner Mutter in München an, wo ich bis ca. Ende Jan./Febr. auf Besuch bin;
Tel. 0049 / 89 / 8124362. Die best Anrufszeit ist Vormittags bis 13 Uhr.

02. Januar 2012, 16:27 Uhr, permalink

Hildegard Vötterl

Bitte rufen Sie mich an so schnell wie möglich für einen telefonischen Termin mit Herrn Alons Ven:
Tel. 0049/ 89/ 8124362. Vielen Dank.

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