Die Wahrheit über das Attentat auf Charlie Hebdo: Gründungsakt eines totalitären Europa

hebdoGerhard Wisnewski
Kopp Verlag
136 Seiten
ISBN: 978-3-864452-11-6
€ 14,95

Charlie Who? Es ist gerade einmal ein halbes Jahr her, aber wie die Fragwürdigkeiten um den MH-17-Zwischenfall und den German-Wings-Absturz wurde auch dieses Attentat, mit dessen „Je suis Charlie“-Buttons und medialen Schulterschlüssen die halbe Welt bombardiert wurde, von neuerlichen Vorfällen und Mainstream-Agenden übertüncht. Jetzt sind wir alle um den Grexit bekümmert, und wer weiß, was uns als Nächstes serviert wird, um uns in Angst und Schrecken zu halten und uns ja nicht zum Nachdenken über die wirklich wichtigen Dinge kommen zu lassen.

Die finden sich nämlich abseits des Mainstreams, in den wohlbekannten alternativen Verlagen und Publikationen. Diese hatte ich auch gleich nach dem Attentat konsultiert, nur war ich etwas verwundert, dass die Informationen aus den einschlägigen Kreisen so spärlich gesät waren. Die ganze Geschichte stank wie so oft zum Himmel, und sobald etwas in sämtlichen Massenmedien kolportiert und zu einem Politikum aufgebauscht wird, schrillen bei mir die Alarmglocken.

Ein paar Hinweise waren freilich zu entdecken: Youtube-Videos etwa, in denen von den Dächern in der Nähe des Redaktionsgebäudes gefilmt wurde und kurz vor Eintreffen der Attentäter drei Polizisten zu sehen waren, die in ihre Richtung stürmten. Auch ein versteckter Umschnitt war dort zu sehen – dann stürzten die Attentäter auf die Bühne. Oder ein Film, in dem einer der Attentäter auf einen am Boden liegenden Polizisten schießt, aber kein Blut zu sehen ist. Schließlich die Geschichte eines mit den Ermittlungen beauftragten Kommissars, der kurz nach dem Attentat Selbstmord beging – und natürlich der im Fluchtauto „vergessene“ Ausweis einer der Kouachi-Brüder. Das war es auch schon – sonst sah ich nur Propaganda: Krokodilstränen der gesamten Politikerelite Europas und allerorten das notorische „Je suis Charlie“ – als aufgesprühter Schriftzug an Mülleimern, als Downloadbild auf Websites, als Schlagzeile.

Ich war händeringend auf der Suche nach tiefer greifenden Informationen und wunderte mich noch immer, dass sich niemand des Themas annahm – bis der Newsletter des Kopp-Verlags eintraf. Kurz darauf hielt ich das vorliegende Werk in Händen.

Wisnewski zeichnet in dem farbigen, reich bebilderten und knapp 140 Seiten schmalen Werk noch einmal den gesamten Tathergang minutiös nach. Und was er dort alles an Ungereimtheiten zutage fördert, geht auf keine Kuhhaut. Ein paar davon möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

  • Das satirische Schmähblatt, das eigentlich nur Humor unter der Gürtellinie kannte, schien beim Publikum nicht sonderlich viel Interesse zu wecken, weshalb es auch kurz vor dem Bankrott stand. Und das nicht zum ersten Mal. Schon am 2. November 2011 hatte ein Brandanschlag ein dickes Minus in ein noch fetteres Plus verwandelt, allerdings war das nur ein Strohfeuer. Auch nach dem Attentat schnellte die Auflage dank zahlreicher Gutmenschen und staatlicher Unterstützung rasant in die Höhe.
  • Die Kouachi-Brüder waren eigentlich unauffällige Gesellen, Kiffer, Familienväter, und hatten kaum das Profil geistesgestörter Massenmörder. Ihre Waffen benutzten sie hingegen wie Profis, auch gaben sie sich gegenseitig Deckung, wie es nur militärisch ausgebildete Spezialeinheiten tun. Am Tatort waren sie vermummt, auf der Flucht aber zeigten sie in einem Tankstellenüberwachungsvideo unverblümt ihr Gesicht. An dieser Tankstelle, offenbar auf der Flucht aus Paris, kehrten sie seltsamerweise wieder um, und schafften in 24 Stunden gerade einmal 68 Kilometer.
  • Amédy Coulibaly, der „dritte“ Mann, kommt aus dem Nirgendwo ins Spiel, schießt auf einen Jogger und eine Polizistin und legt allerorten heiße „Spuren“. Er filmt seine Taten mit einer GoPro, kauft die beim Attentat benutzten Waffen bei einem belgischen Waffenhändler, wo noch die Belege gefunden werden, spricht Drehbuchsätze, an denen er eindeutig identifiziert werden kann – und ruft später Polizei und Fernsehen an. Auch er ist zunächst vermummt und bekommt erst später ein Gesicht; obwohl natürlich seine Vergangenheit um einiges radikaler erscheint als die der beiden Kouachis.
  • Alle angeblichen Attentäter standen zudem seit Längerem auf der Liste der Geheimdienste und wurden ausgerechnet im Gefängnis radikalisiert, wo sie ihren islamistischen „Ausbildern“ begegneten.

Die Liste ließe sich noch um zahlreiche Punkte ergänzen. Nach einer für einen modernen Rechtsstaat menschenunwürdigen Treibjagd jedenfalls werden alle drei „Täter“ an Ort und Stelle liquidiert – ein Schelm, wer Böses dabei denkt. An Täterwissen oder rechtsstaatlicher Behandlung schien kein Mensch interessiert zu sein.

Am Ende seines dichten Kurzwerks reiht Wisnewski dann das Attentat noch in den – interessierten Lesern sicherlich bekannten – historischen Kontext: Den nach dem Kalten Krieg erklärten „Kampf der Kulturen“, des Ringens der bellizistischen amerikanischen Elite um den Nahen und Mittleren Osten. Ein Kampf, der dem islamischen Kulturkreis gilt, mit dem 11.09. zur Weltpolitik erklärt wurde und in den wir seither verwickelt werden; ein Kampf, der kein Ende finden wird, bis die Drahtzieher all der dunklen Machenschaften ihr letztes Ziel erreicht haben.

Was dieses ist, darüber scheiden sich die Geister. Genauso wie darüber, was in der dunklen Welt hinter dem Schleier noch alles für Überraschungen auf uns warten. Charlie Hebdo ist nur ein kleines Puzzlesteinchen für alle, die die verborgene Machtpolitik analysieren; aber das, was Wisnewski an Hintergrundfakten zusammenträgt, reiht sich nahtlos in andere Enthüllungen ähnlicher Ereignisse ein. Den Eindruck, den die Lektüre hinterlässt, bringt die letzte Grafik im Buch auf den Punkt: „Je suis manipulé“. Dass der Komiker, der diese Grafik erstellt hat, dafür im Gefängnis landete, spricht Bände über die nach dem Attentat so doppelzüngig heraufbeschworene Meinungsfreiheit.

Kommentare

05. August 2015, 16:23 Uhr, permalink

Grenzwissenschaft

Kleine Ergänzung: Kurz nach den Anschlägen publizierte ein franz. Schüler bei Facebook eine eigene Karikatur als Parodie eines Charlie-Hebdo Titelblattes - prompt wurde er verhaftet! Über diese bigotte Auslegung von Meinungsfreiheit berichtete hierzulande KEINE einzige deutsche Zeitung!

Kommentar schreiben

Folgende Art von Kommentaren sind unerwünscht und werden von uns entfernt:

  • (Schleich-)Werbung jedweder Art
  • Kommentare die nichts zum Thema beitragen
  • Kommentare die der deutschen Sprache nicht gerecht werden
  • Geplänkel mit anderen Kommentarschreibern
  • Kontaktanfragen an die Redaktion (benutzen Sie hierfür bitte das Kontaktformular)

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise

Weitere Artikel dieser Ausgabe

Artikel herunterladen

Download starten Format: PDF
Größe: 5 KB
Download starten

hier werben

NEXUS Suche

NEXUS Magazin Artikel Feed

Alle Artikel-Veröffentlichungen auf nexus-magazin.de

 RSS-Feed abonnieren