Editorial Ausgabe 42

Liebe Leser, was wäre, wenn wir just in dieser Epoche unserer Welt, kurz vor dem Kollaps unserer Gesellschaften, feststellten, dass unser Weltbild nicht nur in einigen Details sondern auch im Kern komplett falsch ist? Ich persönlich nähere mich jedenfalls immer mehr diesem Standpunkt an. Obwohl ich durch unsere NEXUS-Themen ja schon einiges gewöhnt bin, haben die Informationen, die ich gerade in den letzten Wochen auf meinem Bildschirm hatte, wirklich auch noch die letzten Überreste meiner früheren Überzeugungen hinweggefegt. Alles scheint mir inzwischen möglich. Alles.

Lesen Sie beispielsweise den zweiten Teil meines Interviews mit Douglas Dietrich, und Sie werden sofort verstehen, was ich meine. Nazis unterm Südpol flogen mit UFOs zum Mond. Wie krass ist das denn? Ich denke, wir hatten noch nie einen derart kontroversen Artikel im Heft, aber für mich lief das Interview schon im April, und seitdem ging es eigentlich so weiter. Mittlerweile habe ich noch erfahren, dass führende Remote-Viewer davon ausgehen, dass 2013 ein Jahr globaler Geo-Katastrophen werden wird.[1] Gerüchte über gigantische staatliche Bunkerbauten in vielen Ländern der Welt passen da genauso ins Bild wie die ständig anwachsende Zahl an Hinweisen, dass sich nun eben doch ein „Brauner Zwerg“ in etwa der Größe von Jupiter (oops!) in unserem Sonnensystem befindet. Oder über unser Magnetfeld, das sich anscheinend mit atemberaubender Geschwindigkeit vermindert. Nehmen sie dazu noch die Nachricht, dass die Existenz von Parallel-Welten mittlerweile eine wissenschaftliche Realität darstellt, auch wenn ein Großteil der denkenden Bevölkerungsschicht noch gar keine Zeit hatte, sich mit den Implikationen zu befassen. Aber es geht noch krasser: Wie wäre es, wenn diese alte, total bekloppte Geschichte von der hohlen Erde auf einmal doch stimmen würde? Wäre das nicht der ultimativeGame-Changer, auf den wir alle instinktiv warten?

Ich weiß genau, dass einige unserer Leser nun bei der endgültigen Schlussfolgerung angekommen sein werden, dass der Herausgeber leider einen an der Waffel hat. Aber bevor Sie das von mir denken, gehen Sie einfach mal ins Internet und sehen Sie sich ein paar der besseren Websites zum Thema „Hollow Earth“ an[2] oder schauen Sie einfach mal auf Youtube nach dem Begriff. Und wenn Sie sich dann mit einer etwas längeren Aufmerksamkeitsspanne von, sagen wir, drei Stunden das Material ansehen, dann möchte ich mal wissen, was Sie für unwahrscheinlicher halten: dass die Erde hohl ist, oder dass man in Fukushima noch immer nichts unternimmt, um das Abklingbecken auf dem Dach des zerstörten Reaktors Nummer Vier zu entschärfen. Ich glaube, viele von uns nehmen mehr oder weniger unbewusst an, dass die Gefahr längst nicht mehr akut sei, weil man in den Nachrichten nichts mehr davon hört. Es kommt aber nur darauf an, welche Nachrichten Sie zur Kenntnis nehmen. Die, die ich kenne, verlauten, dass die Nation Japan bald nicht mehr existieren wird. Genausowenig wie das Land. Wenn es einen Polsprung gibt, den einige Forscher voraussagen, indem sie den zügig wandernden magnetischen Nordpol beobachten, dann wird die Radioaktivität Fukushimas auf diesem Planeten weiß Gott wohin schwappen. Spätestens an diesem Punkt werden wir uns wünschen, dass die Geschichten über die hohle Erde wahr sind. Wie ich gerade gelesen habe, haben Bill Gates und sein zweiter Mann, Paul Allen, ein erstaunliches Projekt laufen, mit dem sie die Gegend um Neuschwabenland herum submarin erkunden. Auch die Website von einem zweiten, privaten Forschungsprojekt habe ich gesehen: Da will man mit einem atomgetriebenen russischen Eisbrecher zum Pol aufbrechen[3], um der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Was, wenn sie nicht nur eine, sondern gleich zwei weggebrochene Zivilisationen dort finden würden? Wenn die Nazis dort auf eine Rasse vom Aldebaran gestoßen wären, wie es die Geheimgesellschaften Vril und Thule schon vorausgesagt hatten? Als ich ca. 1974 zum ersten Mal von 2012 las, verspürte ich ein leichtes Gruseln, aber das war ja alles noch so fern. Bis dahin würde es sich längst als Quatsch erwiesen haben. Jetzt sind wir mittendrin in 2012, und wenn dies das Jahr des Anfangs vom Ende sein soll, dann würde ich sagen, liegen wir genau auf Kurs. Ähnlich geht’s mir jetzt mit dem Thema „Planet X“ oder „hohle Erde“. Eigentlich sollte sich das alles schon als Blödsinn herausgestellt haben. Dabei hätten wir eigentlich nur die Wäsche beim Schleudern beobachten müssen, um zu sehen, dass sich die Masse vom Zentrum wegbewegen will.

Ich finde es schwer, mit solchen Gedanken noch an weiterführenden Zukunftsplänen zu bauen. Im Verlag stecke ich meine Arbeit lieber in kurzfristige Projekte als in weitere Bücher, die vielleicht erst fertig werden, wenn die Welt schon untergeht. Höchstens eins bringen wir dieses Jahr noch heraus, das ist dann passenderweise „Cosmic War“ von Joseph Farrell. Da können Sie dann lesen, wie es beim letzten Mal war, als jemand jenen Planeten in die Luft gejagt hat, der jetzt den Asteroiden-Gürtel bildet. Aber egal was geschieht: Bitte lesen Sie uns trotzdem weiter – entweder in dieser oder eben in der nächsten Dimension!

Ihr Thomas Kirschner

[1] www.viewzone.com/rv2013.html

[2] http://hollowplanet.blogspot.de

[3] http://npiee.org

Kommentare

27. Juli 2012, 20:53 Uhr, permalink

de Gruyter

Würde sehr gerne den zweiten Teil des Interviews lesen, leider kann ich die neueste Ausgabe nicht als E-Paper erwerben. Sehr Schade, ich hätte es für eine gute Zusammenfassung gehalten, aber ich werde mir dann wohl mal bei Zeit den Vortrag anschauen.

28. Juli 2012, 00:06 Uhr, permalink

Joko

Hey, lieber Thomas,
ja, so ähnlich denken wir doch alle! Es gibt so viele grenzwissenschaftliche Themen, aber welche wird sich alsbald in den öffentlichen Vordergrund drängen? Wir sind gespannt, aber irgendwas wird passieren und RTL wird es mediengerecht auf einem platten Format präsentieren, so dass auch die Leute vom Kiosk ansatzweise rangeführt werden, an unser neues Bewusstsein.
Noch 'n' Bierchen? Klar, das hilft beim Übergang in die neue Dimension unseres Alltags, der dann schon bald gar keiner mehr ist! Lass dich überraschen, bald kann es geschehen... oder auch nicht?
Mir wurde als Kind im Westen von meinen Eltern unter bitterlich streng, zitternd vorgehaltenem, christdemokratischem Zeigefinger verinnerlicht: "WIR WERDEN DIE DDR-MAUER NIEMALS FALLEN SEHEN!" Und genauso wird auch die nächste Mauer fallen!

28. Juli 2012, 08:59 Uhr, permalink

Mirko Alexander

Die Hohle-Erde-Hypothese ist nicht von der Viele-Welten-Hypothese zu trennen.
Die Erde ist in ihrem, von uns wahrgenommenen/ zugänglichen, Frequenzbereich nicht hohl. Ein Planet besteht jedoch, wie jede andere multidimensionale Manifestation, aus verschiedenen "Schichten" übereinander gelagerter Wirklichkeitsfelder. In bestimmten Zonen der Erdkruste befinden sich tatsächlich andere Zivilisationen, jedoch in frequenzmodulierten, vom menschlichen Wahrnehmungsspektrum nicht erfassbaren, Bereichen. Der "Mythos" etwa von Shambala/ Agartha hat hier seine "einfache" Erklärung. Nicht alle Bewohner dieser frequenzmodulierten Wirklichkeitsfelder sind uns freundlich gesinnt (Sorry, Mr. Greer). Das funkioniert freilich auch in die andere Richtung dieser irdischen, multidimensionalen Schichtentorte. Die Stadt in den Wolken (Star Wars Episode V) mag eine verdeckte Anspielung darauf sein.
Das Polsprungszenario (Crustal Shift) ist übrigens vorerst vom Tisch. Die geologischen Umwälzungen, die auf uns zukommen, werden dagegen ein Pappenstiel sein.
Quelle: Ashayana Deane, Patricia Cori (etwa "Atlantis Rising")

28. Juli 2012, 11:45 Uhr, permalink

Angelika

Hi Mirko,
bravo, ich gebe Mr. Greer auch nicht Recht, ich sehe ihn sogar als, vor den Karren bestimmter Meinungsmacher gespannt. In unserer Welt der Dualität MUSS es beides geben. Es ist also hirnrissig, die dunkle Seite zu verleugnen. Zuviele Belege beweisen das Gegenteil von Greers Aussagen. Der Mann ist mir nicht mehr geheuer.

28. Juli 2012, 17:54 Uhr, permalink

NEXUS Redaktion

@ de Gruyter:
Die neue NEXUS-Ausgabe (42) mitsamt dem zweiten Teil des Dietrich-Interviews können Sie ab spätestens Anfang August auch als E-Paper erwerben.
Herzliche Grüße!

Die Redaktion

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