Editorial Ausgabe 45

Liebe ThomasLeser,
na, fühlen Sie sich erleichtert, nachdem der 21.12.2012 nun doch ohne größeren Zwischenfall an uns vorbeigegangen ist? Nein, ich auch nicht. Die Zeitqualität ist und bleibt zutiefst undurchsichtig und gruselig, wobei wir in Deutschland derzeit natürlich noch an einem der wenigen vergleichsweise angenehmen Orte dieser Welt sitzen.

Nehmen wir die USA zum Vergleich: Dort scheint sich die Hälfte der Bürger derzeit zu fragen, welche ihrer Waffen sie in die Hand nehmen sollen, solange sie sie noch besitzen, um sich damit ihre Bürgerrechte zurückzuholen. Dass der Staat dort das jüngste Massaker an der Sandy-Hook-Schule von hinten bis vorne inszeniert hat, das weiß wohl inzwischen jeder, der denken kann, und mittlerweile hat sogar ein ordentlicher Uni-Professor1 die von Vielen geteilte Vermutung öffentlich gemacht, dass der ganze Vorfall in Wirklichkeit nie passiert sei, sondern von Schauspielern inszeniert wurde. Überraschend dabei ist für mich vor allem die Breite des öffentlichen Diskurses – der aber vor allem in den Diskussions-Boards des Internets passiert und natürlich von den Mainstream-Medien genauso unterschlagen wird wie jene merkwürdige Husten- und Grippeepidemie, von der die Betroffenen sich überhaupt nicht erholen können, und die natürlich den Chemtrails und den sprühenden schwarzen Helikoptern zugeschrieben wird, die plötzlich allerorts über amerikanischen Städten aufzutauchen scheinen.

Falls Sie Skeptiker sind, können Sie jetzt natürlich nach Belieben Gegenargumente auffahren, aber der eigentliche Punkt besteht für mich in der Tatsache, dass derzeit die schiere Anzahl der täglich neuen Theorien über Verschwörungen und bevorstehendes Unheil jeden Rahmen sprengt. Konnte ich noch vor ein paar Jahren in meinen Editorials jeweils die ein, zwei interessantesten Fälle der letzten zwei Monate herausgreifen, weiß ich jetzt gar nicht mehr, wo ich überhaupt noch anfangen soll! Verschwörungen, UFOs, kosmische Gefahren, dunkle Prophezeiungen … wie können wir denn mit derart schlimmen Befürchtungen im Kopf überhaupt noch unseres Lebens froh werden? Und wie, bitte, soll das jemals enden, wenn nicht in einem großen Knall? Das Ausmaß der Verheimlichung, des Unrechts und der ungebremsten Vorteilsnahme durch die Eliten scheint mir einen Punkt erreicht zu haben, an dem selbst unser liebster Verdrängungsmechanismus, der Konsum unnötiger Produkte, nicht mehr hilft.

Aber wissen Sie was? Ich glaube, als Rasse brauchen wir diese Erfahrungen, um dagegen eine Immunität zu entwickeln, und wir sind daher aufgefordert, etwas daraus zu lernen. Ich stelle mir „die Bösen“ auf unserer Welt wie Parasiten vor, denen wir selbst die Tür geöffnet haben. Die Macht, die sie jetzt über uns haben, hatten sie jedenfalls nicht immer. Großteils waren wir so dumm, sie ihnen freiwillig zu geben. Sicher: Nur zu oft haben sie unsere besten Anführer ermordet. Aber der Rest von uns war so feige oder so dusselig, es hinzunehmen. Wieder andere haben sich korrumpieren lassen und sich den Tyrannen sogar als Schergen verkauft. Und der Rest von uns hat auch das hingenommen. In jüngster Zeit haben „sie“ dann noch alle unsere Werte auf den Kopf gestellt, und wir haben vor Vergnügen gewiehert und an die Spaßgesellschaft geglaubt. Plötzlich war Geiz geil und geil war eine gesellschaftsfähige Eigenschaft geworden. Männer wurden zu Frauen und Frauen zu Männern. Debil wurde zu lustig und Abartigkeit wurde zum Lifestyle. Müll wurde zu Lebensmitteln. Richtige Nahrung wurde rar oder illegal, genauso wie richtige Medizin. Krankenhäuser wurden zu Todesfabriken, Altersheime zu Vorhöfen der Hölle und Pfleger zu Verwaltern. Aus Ehen wurden Rosenkriege, und Kinder hatten plötzlich ADHS und brauchten Pillen. Freizeit war Fernsehen, und die beste Unterhaltung bestand darin, den Tod anderer Leute zu beobachten. Das alles haben wir mitgemacht, ohne mit der Wimper zu zucken. Wir haben unsere Peiniger sogar noch bestens dafür bezahlt. Sind wir nicht selber schuld, wenn wir jetzt in der Hölle gelandet sind?

Wie kommen wir da jetzt wieder heraus? Wenn Sie mich fragen: entweder frisch immunisiert oder tot. Ich selbst habe mich für die erste Lösung entschieden. Gift in der Nahrung? Ich kaufe so gut wie keine fertigen Lebensmittel mehr. Staatliche Überwachung? Bitteschön. Ich habe nichts zu verbergen. Terrorattacken? Ich lebe auf dem Land. In den Urlaub zu fahren oder auf Großveranstaltungen zu gehen, halte ich für einen Anachronismus, der mich langweilt und den ich mir nicht mehr leisten kann. Abartigkeiten im TV? Ich habe keinen Fernseher.

Sicher: Auch meine Verteidigungslinie hat noch Lücken. Aber ich arbeite täglich daran, sie zu schließen. Die beste Waffe heißt für mich Integrität, und um die zu bekommen, braucht man keinen Waffenladen – nur sein Herz.

Machen Sie’s gut!

Thomas Kirschner

1 http://bit.ly/SXvoiF

Kommentare

04. Februar 2013, 23:52 Uhr, permalink

ms

gut gebrüllt löwe

10. Februar 2013, 12:01 Uhr, permalink

Mensch

Zum Artikel "Der Kampf um die Gehirne"

Liebes Nexus Team,

ein wirklich interessanter Artikel der unter anderem Bernays behandelt, allerdings muss man auch da sehr skeptisch sein, was die Geschichte des 3. Reiches betrifft, da der Autor, hier unbewusst oder gezielt die Methoden Bernays selbst anwendet und z.B. Zitate aus dem Zusammenhang reist, besonders was die Postkarten aus Auschwitz betrifft, so sollte der Autor dies etwas neutraler recherchieren und gegeben Falles die Angorakaninchenzucht beleuchten, leider schwebt uns hier in Deutschland das Damoklesschwert des §130 über den Köpfen welches verhindert, genau darüber zu recherchieren oder neutral darüber zu berichten.

LG und nichts destotrotz machen Sie weiter wie bisher, ein treuer Leser

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