Editorial Ausgabe 54

Liebe Leser, eigentlich hatte ich dieses Editorial schon fertig geschrieben, doch dann ereignete sich der Absturz von Malaysian-Airlines-Flug 17 und überschattete natürlich alles. Wenn man die derzeit verfügbaren Hintergrundmeldungen berücksichtigt, ergibt sich ein Bild extremer Hässlichkeit: Dass irgendjemand den im März verschwundenen Flug MH370 samt seiner damals getöteten Passsagiere jetzt den Ukrainern vor die Füße geschleudert hat, um den ganz großen Stunk auszulösen. Ich schaudere bei so viel zur Schau gestellter Bösartigkeit. Wer mag darin alles verwickelt sein?

Flug MH17 ist meinem derzeitigen Erkenntnisstand nach nie gestartet; stattdessen ließ man die leichengefüllte MH370 ein letztes Mal aufsteigen. Muss da nicht zwingend auch die Airline mitgespielt haben?

Dann habe ich noch eine Nachricht in eigener Sache, die ich Ihnen verkünden muss: Bei mir wurde Krebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert – welch Ironie des Schicksals. Da maßt sich ein alter Hippie an, den Leuten jahrelang Gesundheitstipps zu geben, und dann wird er – aller alternativen Wundermittel zum Trotz – plötzlich selber krank. Eine Zeit lang hält er sich noch über Wasser, indem er alles auf sich anwendet, was er vorher gepredigt bzw. gedruckt hat, doch dann bekommt er die Diagnose „Krebs im Endstadium“ und ist plötzlich mit der Prognose konfrontiert, ohne Chemo und Bestrahlung dieses Jahr nicht zu überleben – so geschehen im Mai, einen Tag nach meinem 57. Geburtstag. Was für eine schöne Überraschung.

Natürlich habe ich mich gefragt, wie das passieren konnte; ob es meine frühere Angewohnheit des Rauchens war (die Statistik spricht wohl dafür), ob eine Verschwörungstheorie als Erklärung dienen könnte (meine ersten, etwa ein Jahr dauernden Symptome schienen auf eine Vergiftung hinzudeuten) oder ob ich ganz einfach Pech hatte (jeder Dritte stirbt heute an Krebs, und bald wird es jeder Zweite sein, so die Prognosen). Aber angesichts des herannahenden Todes, den ich sehr bald im ganzen Körper spüren sollte, machte das, ehrlich gesagt, nun keinen Unterschied mehr. Sorry, das war’s dann also mit mir …

… oder etwa doch nicht? Seit ein paar Wochen ist nämlich plötzlich eine gewisse Verbesserung meines Zustands eingetreten. Nachdem ich bereits – ganz wie Walter Last das in NEXUS schon beschrieben hat – ein Opfer der Kachexie geworden zu sein schien (ich sah aus wie ein Skelett und hatte nur noch 52 Kilogramm Körpermasse), bekam ich plötzlich wieder Appetit und konnte –eine ständige Zufuhr von Schmerztabletten vorausgesetzt – sogar wieder leidlich am Leben teilnehmen. Was war passiert? Hatten die gesammelten Naturheiltipps letztlich doch noch angeschlagen? Fast sieht es danach aus. Oder kam mir ein spiritueller Faktor zur Rettung? In NEXUS habe ich das Thema Spiritualität meist umschifft, doch privat ist es für mich angesichts meiner Lage zu einem bestimmenden Teil meines Lebens geworden. Ohne Meditation und ständig innerlich laufender Mantras wäre ich längst komplett verzweifelt, denn je näher man an den Tod kommt, desto weniger kann man sich an irgendwelchen materiellen Dingen festhalten. Ganz sicher war auch die Liebe, die mir von Seiten meiner Frau und meiner engsten Freunde zuteilwurde, ein mächtiger Bremsblock für das Fortschreiten der Krankheit. Wie auch immer: Noch bin ich an der Tastatur, und ich habe mich sogar weit genug hochgerappelt, um ein paar wichtige Weichen zu stellen. Die erste besteht wahrscheinlich in meiner grundlegenden Entscheidung, keinerlei destruktive Eingriffe an mir vornehmen zu lassen, ganz egal für wie verrückt meine Ärzte mich halten mögen: keine Biopsie (denn die steigert nur das Risiko auf eine Ausbreitung des Krebses), keine CT (dito), und schon gar keine Chemotherapie oder Bestrahlung. Warum soll ich denn gegen mich selbst in den Krieg ziehen? Diesen Widersinn mache ich nicht mit, Punkt. Stattdessen habe ich meinen Körperzellen versichert, dass wir es entweder gemeinsam auf friedlichem Weg schaffen oder eben gemeinsam untergehen werden. Ich glaube, ich bin auf meine alten Tage zu einem Prinzipienmenschen geworden.

Nachdem ich die Regelung meiner weltlichen Angelegenheiten in die Wege geleitet hatte, traf ich dann noch eine andere Entscheidung, und die ist der Grund dafür, dass ich die erste Version dieses Editorials in Indien geschrieben habe. Aber den Rest der Geschichte muss ich Ihnen aus Platzgründen weiter hinten im Heft erzählen. Bis dahin wünsche ich Ihnen weiter interessante Lektüre – ich denke, wir haben wieder einmal eine pralle Packung für Sie zusammengestellt.

Alles Liebe!

Thomas Kirschner

Kommentare

01. August 2014, 11:07 Uhr, permalink

Sandra Lemmer

Lieber Thomas - gestern Abend hab ich Deine Zeilen gelesen, auch Deinen Artikel über Deine Indien Reise. Bitte guck auch bei Dahlke : "Krankheit als Symbol", rein. Das ist gerade neu aufgelegt. Was im außen kannst und willst Du nicht mehr schlucken?
Ich würde Dir so gerne helfen. Bei mir wurde vor Jahren ein Gehirntumor diagnostiziert und ich sollte sofort operiert werden...Pustekuchen - alle Beschwerden verschwunden, der "kleine Freund" ist noch da hat, aber das wachsen aufgehört nachdem ich mein Denken geändert habe. Danke an Herrn Dahlke und sein Buch welches mir die Augen geöffnet hat. Ich hoffe so sehr dass Du auch Deinen Knackpunkt findest und Du ganz bald wieder ganz gesund bist.Ich freue mich immer auf Deine Artikel und Dank Deiner bin ich nach 1 1/2 Jahren noch immer Nichtraucher und dampfe nur noch.
Ich kenne niemanden der an Krebs gestorben ist - ich könnte hier einige Beispiele geben wo mir nahe stehende Menschen erst dann verstorben sind als sie Chemo und Bestrahlung über sich ergehen lassen haben. !!!
Ich denke dass Dir nun viele Menschen Kraft senden, Gesundheit und Liebe. Ich bin einer davon.
Mit den allerbesten Wünschen für Dich lieber Thomas
Sandra Lemmer

01. August 2014, 20:54 Uhr, permalink

superomega

Guten Tag Thomas,

ich habe mich schon die ganzen Monate gefragt, wie es Ihnen geht. Es war ein Gefühl in mir, daß in Ihrem Leben gerade etwas sehr wichtiges passiert. Nun haben Sie meine Vermutungen soeben bestätigt.

Für Ihre vollständige Genesung wünsche ich Ihnen das Beste, was ich Ihnen zu Wünschen in der Lage bin. Möge Gott Vater Ihnen stets zur Seite stehen.

Aus gutem Grund fühle ich mit Ihnen ganz persönlich mit. Denn ich hatte selbst im Oktober 2013 eine Krebsdiagnose erhalten. Bei mir war es die Diagnose Hodenkrebs.
Der Arzt hat mir auf den Kopf zugesagt, daß ich ohne Operation sterben werde, weil diese Krebsart unbehandelt zu Metastasen führt und anschließend tödlich verläuft. Ein anderer Arzt lachte mich fast aus, als ich ihn nach natürlichen Heilmethoden befragte.

Da ich selbst Heilpraktiker bin und mich außerdem störrisch verhalte, wenn man mir blöd kommt und mir nichts erklärt usw. habe ich 9 Monate mit allen möglichen Naturheilverfahren, alles versucht, meinen Organismus wieder ganz gesund zu bekommen.

Eine sehr liebe Dame aus Zypern hat mir gesagt, daß ich mein Denken ändern muß. Das hat mich während der letzten 9 Monate sehr beschäftigt. Es ist verdammt schwierig, herauszufinden, wie man sein Denken ändern muß, wenn man sonst keine Hilfe dazu erhält. Woher soll ich denn nun wissen, was auf welche Art und Weise ich in meinem Denken ändern soll, wenn ich meine Art zu Denken im großen und ganzen doch in Ordnung finde? Mann, das ist eine sehr schwere Aufgabe.

Eine Freundin von mir sagt, daß ich ein weicherer Mensch geworden bin. Ich selbst kann das von mir nicht sagen. Immer noch kann ich sehr hart auftreten, mir selbst gegenüber und anderen gegenüber. Also kann ich nicht sagen, daß ich nun allem und jedem gegenüber total liebevoll begegne. Ich bin also auch heute noch kein perfekter Mensch, doch ich arbeite ständig an mir und mit mir.

Die Arbeit an uns selbst ist die schwierigste und zugleich spannendste und lohnendste Arbeit überhaupt. Die wichtigsten Knoten, die uns von uns selbst trennen sind die Identifikation und die Erwartungen. Gerade bei Kopfmenschen, wie ich auch einer bin, kann ich viele Lieder singen, wie schwer das ist auf Gefühlsebene wirklich zu verstehen. Warum? Weil Kopfmenschen ihre Intelligenz wie einen Deckel benutzen, der auf einem Dampdruckkochtopf sitzt, in dem die Gefühle schmoren. Durch den extrem dominanten Intelligenzdeckel sind uns unsere Gefühle sehr oft überhaupt nicht klar bzw. wir spüren diese überhaupt nicht und glauben darum sehr oft, daß in uns alles in bester Ordnung ist, was allerdings nicht stimmt.

Das geht soweit, daß wir uns unsere Gefühle denken.
Wir manipulieren unsere Gefühle durch das Denken und erschaffen uns unsere eigene Gefühlswelt die mit der Realität nicht unbedingt etwas zu tun haben muß. Das gefährliche daran ist, daß uns das selbst überhaupt nicht bewußt ist.

Der Intellekt ist ein extrem mächtiges Werkzeug auf der einen Seite, auf der anderen Seite ist der Intellekt die mächtigste Waffe gegen uns selbst. Und wir wissen in der Regel überhaupt nichts davon und darüber. Niemand bringt uns bei, wofür das Denken überhaupt da ist, wofür wir es einsetzen sollen und wie wir das tun sollen.

In der Regel wissen wir überhaupt nichts von unserem Gefühlszentrum. Niemand klärt uns darüber auf, was das Gefühlszentrum wirklich ist und wie wir mit unserem Gefühlszentrum richtig arbeiten sollen.

Dabei ist das so extrem wichtig -entscheidend wichtig!

Es klingt so unglaublich einfach, aber gleichzeitig ist es für die meisten Menschen unglaublich schwierig umzusetzen:

Das Gefühlszentrum ist für das fühlen der Gefühle und Emotionen da.
Das Denkzentrum ist zum großen Teil für das Beobachten da.

Sobald wir anfangen mit dem Denkzentrum Erwartungen zu produzieren, die nicht durch das Gefühlszentrum gestützt werden,
kommen wir vom rechten Pfad ab.

Das Leben, die Liebe und das Licht ist Gott selbst.

Heilung kann auf viele Arten passieren.
Die tiefste Heilung kann dann geschehen, wenn wir uns zu spirituellen Wesen entwickeln, die wir in unserer Seele schon immer waren. Es lohnt sich, an sich selbst zu arbeiten, bis wir verstehen, was echte Spiritualität bedeutet.

Es gibt da so einen kleinen Besserwisser in uns selbst, den müssen wir überlisten lernen. Dann kann die wahre Freude in unser Leben Einzug halten.

Ihnen lieber Thomas alles alles Beste.
Sollten Fragen auftauchen,
so werde ich diese jederzeit gerne beantworten.

07. August 2014, 12:31 Uhr, permalink

niko

Orgonite Cloudbuster nach Willhelm Reich Erfolgreich Chemtrails bekämpfen und vieles mehr scheinbar
moeglich..habe mir gestern einen Cloudbuster bei orgoniseafrica.com bestellt..Also die Videos auf YouTube sehen auf
jedenfall überzeugend aus..

24. August 2014, 14:19 Uhr, permalink

Ralf

Hallo Thomas,

mann das ist ja eine Nachricht.Alex und ich senden Dir aus Berlin Energie und die besten Wünsche zur Genesung.Von Herzen alles Gute für Dich !
Ralf

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