Editorial Ausgabe 64

thomas-editorial-neuLiebe Leser, für dieses Editorial hatte ich schon einen Kommentar über aktuelle politische Vorgänge geschrieben, doch mein Kollege erinnerte mich daran, dass wir mit NEXUS doch bewusst unpolitisch bleiben wollten. Recht hat er – einerseits. Wenn ich die Texte der Seher lese, von Irlmaier, von Mühlhiasl oder aus grauer Vorzeit, dann bin ich immer wieder baff, wie akkurat sich die heutigen Verhältnisse schon damals abgebildet haben. Für mich stellt sich da die Frage, wie weit denn überhaupt mein eigener Handlungsspielraum reicht, wenn die Zukunft schon in der Vergangenheit deutlich erkennbar war.

Bin ich nur ein Schauspieler in einer schon längst festgelegten Rolle? Spiele ich in einem Stück, das schon die Seher der Veden erschauern ließ? Manchmal habe ich den Eindruck, ein Leben auf Schienen zu führen, von denen ich – im Guten wie im Schlechten – nicht herunterkomme. Lasse ich mich davon zu Tode ängstigen, weil der Zug, in dem ich sitze, keine Bremse hat? Oder vertraue ich darauf, dass jemand im göttlichen Stellwerk immer die richtigen Weichen stellt? Ich habe mich für Letztgenanntes entschieden, und immer, wenn mich doch die Angst packt, sage ich ein paar Mantras und lehne mich, so gut es geht, entspannt zurück in den Sitz, um die Aussicht aus dem Fenster zu genießen. Wozu also wählen gehen oder sonst wie Stellung beziehen? Die Welt wird auch ohne mich das tun, was sie schon immer tut: Drama produzieren.

Aber macht man sich’s auf diese Art nicht doch allzu leicht? Gerade habe ich die Bhagavad Gita aus dem Regal gezogen, um darin nach einer Inspiration in dieser Frage zu suchen – und ich schwöre, dies waren die ersten Worte, die ich las, als ich einfach eine x-beliebige Seite aufschlug:

„Jene, die sich bloß vor weltlichen Tätigkeiten drücken, in der Meinung, sie ‚entsagen‘ dem Handeln, können das höchste Ziel nicht erlangen. Zuerst muss man handeln. Die bloße Weigerung zu handeln ist nutzlos. Sogar das vermeintlich ‚passive‘ Ziel der Geistesläuterung und der Wissensaneignung kann ohne Handeln nicht erreicht werden.“

So, da hatte ich also mein Fett für heute abbekommen und fühlte mich fast ein wenig schuldig wegen meiner vorschnell „erleuchteten“ Teilnahmslosigkeit. Zurück also zu den Problemen unserer heutigen Zeit – und wenn Sie schon immer eine klare Ansage von mir hören wollten, wie ich zu dem stehe, was in unserem Lande läuft, dann wäre es wohl die hier: Ich habe, genau wie viele, viele andere, die Schnauze gestrichen voll von den etablierten Parteien und koksenden, pädophilen Politikern, die in ihrem Wahn komplett vergessen, wem sie eigentlich in erster Linie verpflichtet sein müssen – nämlich uns, dem Volk. Ich bin kein Partei-Mitglied und kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zum letzten Mal zur Wahl gegangen bin, denn für mich gab es bisher sowieso nichts zu wählen. Aber wenn ich mir ansehe, wie die etablierten Parteien und ihre treu ergebenen Vasallen in der Presse scheinbar einen unterschwelligen Vernichtungskurs gegen das eigene Volk fahren, dann ballt sich langsam auch bei mir die Faust in der Tasche.1 Und ich habe, verdammt nochmal, keine Lust, deshalb „Dunkeldeutscher“ genannt zu werden, bloß weil ich konstatiere, dass diese Massen, die sich jetzt unter den Namen AfD, Pegida, Legida oder Reichsdeutsche in Bewegung setzen, nun mal das Volk sind, und unsere Politiker ihnen gegenüber die Pflicht haben, loyal zu sein und zuzuhören. Und wenn deshalb hier in Bayern wieder Wahltag ist, dann werde ich zum ersten Mal seit langer Zeit hingehen und mein Kreuzchen bei der AfD machen, allein um diese saturierten Arschgeigen, die schon längst keine Volksvertreter mehr sind, maximal zu ärgern und hoffentlich auch aus dem Amt zu jagen.

Und wenn Sie mich fragen, was ich von Trump halte, dann sei gesagt, dass ich ihn trotz aller Tolpatschigkeit und staatsmännischer Unberechenbarkeit noch immer für die beste Wahl halte, die sich dem amerikanischen Volk seit Generationen geboten hat.2 Und wenn er „verliert“ (wie ich eigentlich annehme), dann wird mich nichts und niemand davon überzeugen können, dass diese Wahl mit rechten Dingen abgelaufen ist. Wenn dann die alte Hexe wie vorgesehen die Präsidentschaft antritt und das, was von Amerika übrig geblieben ist, endgültig in den Eimer tritt, werden am Ende vielleicht doch die Seher recht behalten, die uns schon zu ihren Zeiten vor der großen Katastrophe warnten. Und vielleicht soll es ja auch so sein. Aber dass ich das alles am eigenen Leib erlebt habe, ohne auch nur einmal aufzuschreien – nein, das möchte ich mir nicht nachsagen lassen, auch wenn es vielleicht nur ganz wenige sein werden, die dann überhaupt noch etwas sagen können.

Ihr Thomas Kirschner

1 Jasinna ist eine Videobloggerin, die das viel umfassender beschreibt, als ich es hier kann. Ich empfehle ihr Youtube-Video „Die Deutschen-HASSER“, 15.12.2015; https://youtu.be/EQ0l0HxNEOY

2 Alex Jones ist sicher, dass Trump sich selbst gehört: „Breaking: New Trump Scandal, Devastating Info Released auf Youtube.com, 18.03.2016; https://youtu.be/sDr2NJPv8kE

Kommentare

06. April 2016, 12:12 Uhr, permalink

Bernd

Mit dieser Ausgabe treffen Sie genau den Nagel auf den Kopf Herr Kirschner! Bei uns in Österreich wird es auch zunehmend ungemütlicher und ich bin auch der Auffassung dass das Alles ein tatsächlicher Angriff auf Europa ist ..... Wer dahinter steckt brauche ich hier ja nicht zu erläutern. Ihre Frau Merkel ist zu100% in einen Plan eingeweiht der weder für Deutschland noch für Europa positiv ausgehen soll. Es ist eine Schande!!
Liebe Grüße und alles Gute.
Bernd

06. April 2016, 12:19 Uhr, permalink

Buntes Papier

Nicht zur Wahl zu gehen ist die schlechteste Wahl.
Besser ist es ungültig zu wählen, denn dann streichen die Gewinner keine Gelder ein.

06. April 2016, 12:20 Uhr, permalink

niko

Kaum denkt man das neue Jahr wird nicht viel überraschendes bringen ,da haut Thomas alle um mit seiner bemerkenswerten
Leidensgeschichte ,und dann noch Jim Elridges Buch mit mehr als aktuellem Thema.
Jetzt geht es rasant weiter in der neuen Ausgabe ..
Zu den meisten Politik und Flüchtlings fragen bringt auch
G.Wisnewski mit VVV 2016 sehr objektive Übersicht und noch
brisanten Mars Fotos Artikel noch dazu.
Zufällig las ich am Ostern Sam Osmanagich Das Geheimnis der Anasazi dass sehr ergänzend passt zu den Themen über dieZeitalter, Hopis und Monolithenbauten .
Die neue Ausgabe von Brinsley le Poer Trench "Sky People "muss auch noch erwähnt werden ,in dem Thesen wie Schöpfung der Tiermenschen und seine Programmierung auf dem Mars einen schon nachdenklich machen.
Und zum Schluss noch das düsteres Stalking the Herd vom
Christopher O'Brien in dem es neben Tierverstummelungen
noch um die Statistiken über die Auswirkungen der Massen
Tierhaltung auf den Planeten geht.
Viele haben Eindruck ein Leben auf Schienen zu führen und
hoffentlich führen sie eine Zukunft planetarischen Erwachens
und Kosmischen Bewusstsein. .es bleibt spannend. .
alles gute

15. April 2016, 10:58 Uhr, permalink

Denkakustiker

" Für mich stellt sich da die Frage, wie weit denn überhaupt mein eigener Handlungsspielraum reicht, wenn die Zukunft schon in der Vergangenheit deutlich erkennbar war. "

Hallo Herr Thomas Kirschner !

Unsere Gegenwart ist die Folgeerscheinung der Vergangenheit und zugleich die Kausalität der Zukunft.

Da wir diesen Fortgang einige Zeit lang mit erleben, neigen wir zu einer statistischen Vorhersage und weil wir Menschen uns geistig kaum verändern, gleichen solche Vorhersage zumeist auch unserer wahrnehmbaren Gegenwart.

Und unser individueller Handlungsspielraum entspricht der Komplexität des synergetischen und des aufgesetzten kultursynergetischen Lebensraumes.

Beste Grüße aus Magdeburg
Denkakustiker

28. April 2016, 10:28 Uhr, permalink

Ananda96

Lieber Herr Kirschner, nach langer Zeit mal wieder über Ihre Mag.site gestolpert weil ich einen Artikel suche, den ich hier gelesen hatte..

Nun mal etwas zur Prophetie:
Schauspieler und göttliches Stellwerk?
WEDER NOCH!

Wenn es so wäre so wären wir unfreie Wesen ohne freien Willen.
Ursache schafft Wirkung und baut eine Kausalkette, als Individuum sowie als Gruppe.
Diese Kausalkette menschlichen Denkens und Handelns erschafft einen Ereignispunkt, einen Knoten in der Kette der Reinkarnationen der sich als "Impact" manifestiert und von den echten Sehern wahrgenommen wird.
Ein Seher kann niemals das Ereignis genau sehen, weder im Zeitpunkt noch in der Ausdehnung, das ist so auf dieser Ebene nicht möglich.
Warum ist ganz einfach:
Der Mensch selber kann den Impact verzögern, verändern, abschwächen oder verstärken, durch Handeln und FÜHLEN.
Wenn also 10 Millionen auf Krieg gebürstet sind und 1000 geistig sich dagegen stemmen so wird der "Impact" eintreten aber minimal abgeschwächt werden als prophetisch gesehen wurde. und so weiter..
Umso klarer die geistige Haltung aller umso deutlicher wird das sehen des Impacts in Tiefe und Breite sowie einem genaueren Datum, das durch Nebenereignisse wie Jahreszeiten usw. spezifiziert wird.

Mit anderen Worten: Wir haben es in der Hand, ein Ereignis, das unwiederruflich kommen wird zu verändern, es ist aber abhängig von der Gesamtzahl aller fühlenden Wesen hier.

Deshalb spiegelt die Aufforderung zum Handeln wie in der Gita echtes Wissen wieder.
Das Wissen um die Erleuchtung erleuchtet nicht.

Ja, der gute Irlamaier hat mit seiner Zuban-Schachtel eine Menge Leute erschreckt...beschreibt sie doch die Smartphone Generation jüngeren Datums und nicht die alten, ersten Handys

Durch die sich akkumulierenden Ereignisse in D steuern wir ganz klar auf einen Bürgerkrieg zu durch gewissenlose, sich der Cabal verschriebene "Politiker"...könnte kotzen bei dem Wort...Kriminelle passt besser, sowie den narzistisch linksgendergestörten Chaoten, dieses elendige weltfremde ich-bin-gut-und will-mich-so-fühlen-alles-rechts-ausser-mir Häuflein sowie einer vollkommen gesteuerten und beeinflussten Presse werden sich automatisch Gegenkräfte formieren, und der Informiertheitsgrad sowie alle anderen kommenden Ereignisse steuern lediglich das Datum des Impacts, die Tiefe und Breite, der Impact kann so nicht verhindert werden, das ist es was Irlmaier und co. sahen..

Meiner Meinung nach spielt es keine große Rolle was die AFD darstellt, sie ist die momentane Störkraft neben Pegida. Ich wähle AFD.

Kommentar schreiben

Folgende Art von Kommentaren sind unerwünscht und werden von uns entfernt:

  • (Schleich-)Werbung jedweder Art
  • Kommentare die nichts zum Thema beitragen
  • Kommentare die der deutschen Sprache nicht gerecht werden
  • Geplänkel mit anderen Kommentarschreibern
  • Kontaktanfragen an die Redaktion (benutzen Sie hierfür bitte das Kontaktformular)

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise

Weitere Artikel dieser Ausgabe

Der Autor

Artikel herunterladen

Download starten Format: PDF
Größe: 5 KB
Download starten

hier werben

NEXUS Suche

NEXUS Magazin Artikel Feed

Alle Artikel-Veröffentlichungen auf nexus-magazin.de

 RSS-Feed abonnieren