Nikola Tesla hat einmal gesagt: „Das 21. Jahrhundert wird mir gehören“. Tesla (1856–1943) prophezeite, dass es eine Ära im Überfluss vorhandener, sauberer, dezentraler elektrischer Energie sein werde, die auf der Nutzung dessen basieren sollte, was er Strahlungsenergie nannte. Nun liegt aber bereits ein Viertel des 21. Jahrhunderts hinter uns – und wir führen nach wie vor Kriege um Erdöl!
Tesla und viele andere helle Köpfe konnten einen Einblick in die Geheimnisse der Natur erhaschen und erkennen, wie man erschaffen kann statt zu zerstören. Auch wenn ihre Entdeckungen einer weiteren Erforschung wert gewesen wären, mussten die Forscher mit der Tatsache leben, dass der Mainstream sie in eine Zelle namens „Parawissenschaft“ gesperrt hatte.
Vielleicht war ihre Zeit doch noch nicht gekommen.
2026 – die große Chance?
In unserer Zeit rasanter Veränderungen öffnen sich manchmal auch Türen und Fenster, die einst verschlossen schienen. Wir können nicht vorhersagen, was sich 2026 ereignen wird, sondern nur Spekulationen anstellen. Dennoch habe ich mit einigen der Forscher, die an bahnbrechenden Energiesystemen arbeiten, nach Jahren wieder Kontakt aufgenommen, um mit ihnen im Internet zu chatten oder bis zu drei Stunden lang zu telefonieren, weil ich wissen wollte, was sie sich von diesem Jahr erhoffen.
Das Streben nach der Energierevolution
Reed Huish, der Gründer von ZPower, erwähnte zum Beispiel, wie schnell ein funktionierendes Produkt alles verändern kann, wenn es sich auf dem Markt durchsetzt: Er hat bereits vor 30 Jahren von künstlicher Intelligenz gehört, doch vor ChatGPT nahmen nur wenige Leute dieses Thema ernst.
„Und das war erst vor drei Jahren. Jetzt stellt die KI ganze Wirtschaftszweige auf den Kopf.“
Seiner Ansicht nach wäre nur ein einziges Produkt, das tatsächlich nutzbare grenzenlose Energie liefere, dazu nötig, die Schleusen für eine ähnliche Entwicklung zu öffnen. „Dann werden auch wir unseren ,ChatGPT-Moment‘ haben“, sagt er.
Für Huish war das jahrzehntelange Streben nach einem Durchbruch in diesem Bereich „eine wirklich lange Zeit. Aber bei all den Aktivitäten in Sachen LENR (low energy nuclear reactions = Kernreaktion bei niedriger Energie, also kalte Fusion) und Nullpunktenergie besteht die Hoffnung, dass wir 2026 endlich den Durchbruch schaffen!“
Kleiner Einschub: Neuigkeiten im Januar
Bevor ich näher auf die längeren Gespräche eingehe, die ich geführt habe, hier noch ein paar aktuelle Kurzmeldungen:
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Richard Friedrich veranstaltet von 5. bis 7. März einen praxisbezogenen Workshop in Dallas, Texas. Zu den behandelten Themen gehören auch Tipps für den Bau des „Schulmädchenmotors“ des mittlerweile verstorbenen John Bedini, der angeblich mithilfe von Strahlungsenergie Batterien aufladen kann.
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Im Juni findet Aaron Murakamis Energy, Science & Technology Conference ESTC 2026 statt; Einzelheiten dazu werden bald von eMediaPress bekannt gegeben. Ich rechne damit, dass es dort Neuigkeiten zur Arbeit an der Tesla-Turbine geben wird, die zu einem kommerziellen Produkt weiterentwickelt werden soll – oder wenigstens zu einem Heimwerkerprojekt für Hausbesitzer, die nicht am Stromnetz hängen (wollen).
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Im Januar werden ein paar wortgewandte Forscher in einer Fernsehsendung über grenzenlose Energie auf Gaia TV zu sehen sein. Laut Jason Verbelli heißt die Serie „Forbidden Technologies: Humanity’s Stolen Future“. In der erwähnte Episode könnte ein großes technisch nicht vorgebildetes Publikum erstmals von den Möglichkeiten neuer Energiequellen erfahren.
Die Arbeit am SEG geht weiter
Jason Verbelli äußerte sich auch zu Generatortechnologie des verstorbenen John Searl aus England – dem Searl Effect Generator (SEG).
„Was ,Nullpunktenergie‘, Ufos, ,freie Energie‘, rotierende Supraleiter und exotische Technologien angeht, […] war mein Mentor Professor John Searl der wohl umstrittenste von allen“, schrieb Verbelli an seine Social-Media-Follower. Er gab an, ganze Kisten mit Searls Hinterlassenschaften zu besitzen sowie Originalfotos gefunden zu haben. Archive wie dieses könnten ein Licht auf Searls Gedankenwelt werfen.
Thomas Valone war 1989 bei derselben Konferenz in der Schweiz, auf der ich auch John Searl kennenlernte und fotografierte. Valone antwortete gut gelaunt auf meine Frage nach den Aussichten für 2026 und schickte mir seine Publikation Future Energy eNews sowie einen E-Mail-Verlauf zwischen ihm und Professor Garret Moddel.
In den eNews finden sich Nachrichten über Verbesserungen an bereits bekannten Entdeckungen – beispielsweise thermoelektrische Chips, die jetzt mikrogefertigt und ultradünn sind, oder eine neue Methode der Abspaltung von Wasserstoff (für Treibstoffe) aus Wasser sowie ein Artikel unter der Überschrift „Erstes Weltraumsolarkraftwerk startet“. (Letzteres lässt mich etwas zurückschrecken. In einem späteren Beitrag werde ich mich vielleicht mit dem Thema der Energieübertragung über Mikrowellenstrahlen von Solarsatelliten zur Erde befassen. Generell dazu: Diese Methode steht nicht gerade im Einklang mit der Natur …)
Ziel für 2026: erfolgreiches Ergebnis konsistent reproduzieren
Tom Valone hat Dr. Moddel erst vor Kurzem um eine Stellungnahme ersucht. Valone war nämlich als Gast in die Radiosendung Coast to Coast AM eingeladen und wusste, dass sich die in die Millionen gehende Zuhörerschaft fragen würde, wann ein Produkt zur Nutzung von Nullpunktenergie auf den Markt kommen würde.
Dr. Moddel bestätigte, dass diese Energie real ist. Aber sie anzuzapfen, um nutzbare Energie zu erzeugen, „erfordert einige Feinheiten“. Was sollte Valone dem Radiopublikum also über die Erkenntnisse von Moddel und seinem Team berichten? Dr. Moddel riet Valone diesbezüglich, einfach zu sagen, was er weiß: dass sie mit ihrem Experiment die Nutzung von Nullpunktenergie demonstrieren konnten und jetzt hart daran arbeiten, das Ergebnis konsistent zu reproduzieren.
Atomarer Wasserstoff für eine Energierevolution?
Artur Sala aus dem spanischen Barcelona wird manchmal als fisico disidente („Physikdissident“) bezeichnet. Jeroen Van Straaten, ein Kollege aus den Niederlanden, hat mich mit ihm bekannt gemacht, als ich diverse Ratschläge für die Produktion von „Energía Universal“ – die spanische Ausgabe meines Buches „Hidden Energy: Tesla-inspired Inventors and a Mindful Path to Energy Abundance“ – benötigte.

Artur Sala (Screenshot)
Auf meine Neujahrsfrage antwortete Artur:
„Ich hoffe, dass wir uns 2026 auf die einfachste, leichteste und verborgenste Art der Energieproduktion konzentrieren werden: atomaren Wasserstoff.“
Diese Entdeckung hat laut Artur der Nobelpreisträger Irving Langmuir gemacht, doch sie wurde unterdrückt.
Nichtsdestotrotz ist ein System für saubere Energie, das auf „atomarem Wasserstoff“ gründet, „die einfachste, schnellste und klarste Methode, um die unbegrenzte Energie zu gewinnen, die unsere Welt voranbringen wird“, sagte Artur.
„Wir sollten schleunigst den Unsinn und die Absurdität der Wasserstoffkernfusion vergessen.“
Ich habe mir die Arbeiten eines russischen Professors angesehen, den Artur in seiner Antwort zitiert hat. Philipp Kanarew und sein ebenfalls zitierter Landsmann Alexander V. Frolow arbeiteten trotz finanzieller Probleme weiterhin mit dem Ansatz zum „atomaren Wasserstoff“. Von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht staatlich oder privat geförderter russischer Wissenschaftler habe ich übrigens erstmals gehört, als ich Kanarew im Jahr 2001 bei einer Konferenz in der Schweiz kennenlernte. Auf Juha Hartikkas Foto von Kanarews frühem Plasmaexperiment (unten) ist zu sehen, dass Kanarew seine eigene Badewanne in das Experiment einbeziehen musste. Man sieht allerdings nicht, dass diese Forscher im Winter in unbeheizten Räumen arbeiten mussten.

Wasserstoffexperiment von Philipp Kanarew (Bild: Juha Hartikka)

Jeane Manning schreibt seit 20 Jahren über die internationale Szene der Forscher, die sich einer naturnahen Energiegewinnung aus dem Kosmos widmen. Für diesen Beitrag hat sie bei ihren Kontakten angeklopft und nach den Aussichten für freie Energie im Jahr 2026 gefragt.
Jeane Manning ist eine preisgekrönte Autorin mit Wohnsitz im kanadischen British Columbia.
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