Furchtbarer Völkermord im Jemen

yeDer Krieg gegen den Jemen geht unter der Führung der USA und Saudi-Arabiens mittlerweile in sein drittes Jahr. Die Bevölkerung des wie ein Sarg geformten Landes auf der Arabischen Halbinsel kämpft nicht nur ums Überleben, sondern auch darum, von den Massenmedien wahrgenommen zu werden. Denn die Medien beschäftigen sich mit dem Krieg im benachbarten Syrien, der Fortsetzung der Spannungen mit Russland fast wie zu Zeiten des Kalten Krieges und dem Twitter-Account und Sexleben von US-Präsident Trump.

Berichtet die internationale Presse dann doch einmal über den Konflikt im Jemen, so wird dieser als Konfessionsstreit dargestellt, als unblutige Schlacht wie in einem Videospiel, gekämpft von namenlosen Stellvertretern des Irans gegen Saudi-Arabien. In Wirklichkeit jedoch ist das, was im ärmsten Land des Nahen Ostens geschieht, eine Bewährungsprobe für unsere Menschlichkeit: eine katastrophale Verkettung unglücklicher Umstände aus Leiden und Tod und ein furchtbarer Völkermord, von dem Sie wahrscheinlich noch nie gehört haben.

Die Menschen im Jemen müssen ohne Essen, Wasser, Medikamente und Treibstoff auskommen. Laut den Vereinten Nationen leiden mehr als die Hälfte der 28 Millionen Einwohner des Jemen unter der Nahrungsmittelknappheit. Nach den Schätzungen internationaler Hilfsorganisationen verhungerten allein im letzten Jahr 150.000 Jemeniten – eine erschütternde Zahl. Die NGO „Save the Children“ gibt die Zahl der derzeit im Jemen verhungernden Kinder mit 130 pro Tag an. Ursache dafür ist großteils die saudi-arabische Blockade der jemenitischen Häfen.

Zusätzlich wurde auch die Hälfte der medizinischen Infrastruktur des Landes zerstört. Saudi-Arabien feuert Raketen auf die Krankenhäuser im Jemen, denen ohnehin die nötigen Medikamente und Verbandsmaterialien zur Behandlung der Verwundeten ausgehen. Seit dem Beginn am 26. März 2015 werden diese Angriffe durchgängig sowohl von den USA als auch von Großbritannien unterstützt.

Die Zahl der Todes­opfer im Jemen ist so hoch, dass das Rote Kreuz sogar schon Leichenhallen für die Krankenhäuser spendet. Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, hat dieser militärische Konflikt laut der Nachrichtenagentur Reuters nicht nur Al-Qaida den Weg in diese sensible Region geebnet, sondern auch dafür gesorgt, dass die Terrororganisation noch mehr Reichtümer anhäuft.

Trotz allem blockiert die saudi-arabische Regierung auch weiterhin eine diplomatische Lösung im Jemen. Riad nutzte seine humanitäre Hilfe sogar als Druckmittel und drohte damit, den Vereinten Nationen die finanzielle Unterstützung zu kürzen, weil das Königreich auf die Liste jener Staaten gesetzt worden war, die die Rechte von Kindern bedrohen – und wurde daraufhin wieder von der Liste gestrichen. Was den Krieg im Jemen betrifft, könnte es sogar noch schlimmer kommen: In der Schlussphase seiner Regierungszeit verkaufte Präsident Barack Obama den skrupellosen Saudis weißen Phosphor, der schwere Brandwunden verursacht.

Mark Lowcock, Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten der UNO, sagte gegenüber dem Nachrichtensender Al Jazeera: „Die Situation im Jemen […] gleicht einer Apokalypse.“

Quelle: GlobalResearch.ca, 19.04.18, http://tinyurl.com/y9y8qkfk

Kommentare

11. August 2018, 10:32 Uhr, permalink

Abrasax

Ich kann diese Jammerei über ach so schlimme Dinge in der Welt nicht mehr hören und lesen und lösche Link um Link aus meiner Buchzeichen-Listen raus.

Ich weiß nichts über die Vorgänge im Jemen, ich weiß nichts über die Herrscher dort, ich weiß nichts über die Leute dort, ich weiß nichts über die Zustände dort, ich weiß nichts über die Absichten dort.

Sonst wurde auch nie über den Jemen geschrieben und andere Nationen auch nicht, aber dann kommt plötzlich solch ein seltsamer Artikel. Was soll das? Von einem gut ausgearbeiteten Fakten-Artikel kann ich hier nichts erkennen. Ich denke man muß viel lesen, bis man eine Nation versteht. Wir lesen auf den Blogs mehr über Amerika als über Deutschland und verstehen dennoch nicht wirklich, was Amerika wirklich will.

Überhaupt interessieren mich mittlerweile die Geschichten der islamischen Welt immer weniger, das heißt es interessiert mich schon, aber anders als es die Gutmenschen gerne hätten.

14. August 2018, 20:01 Uhr, permalink

Redaktion

Na, zwischen Jammern und auf einen Völkermord hinweisen, da gibt es ja dann doch ein paar Unterschiede. Es ist auch kein Artikel, wie man an der Kürze erkennt, sondern eine News.

D. Red.

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