Gardasil: Durchgewunken und mangelhaft

Als nach langer Ursachenforschung die humanen Papillomaviren (HPV) als alleinige Erreger von Gebärmutterhalskrebs festgezurrt wurden, entwickelten Pharmariesen rasch Impfstoffe gegen HPV. Diese aber wurden an einem Surrogatmarker getestet – ihre Wirksamkeit ist also nicht endgültig beweisbar –, enthalten unsichere Wirkungsverstärker und rufen Nebenwirkungen hervor. Rechtfertigt das die Impfung von Millionen gesunder Mädchen?

Man kann diese Entscheidungen nur schwer nachvollziehen, und ich möchte Sie als meine Leser dazu auffordern, sich über die Konsequenzen Gedanken zu machen. Überall auf der Welt werden weiterhin viele Millionen Mädchen mit einem Wirkstoff geimpft, der nur an einem Surrogatendpunkt getestet wurde – an Vorläuferläsionen, die meistens überhaupt nicht zu Gebärmutterhalskrebs führen. Wir könnten jetzt ausschließlich gegen die kapitalistische Einstellung der Pharmariesen wettern, hätte der Impfstoff keine negativen Nebenwirkungen. Aber in Anbetracht Tausender Mädchen (und Jungen), die nach ihren HPV-Impfungen schwer erkrankten, müssen wir auch die Moral der Pharmaindustrie ernsthaft anzweifeln und uns fragen, warum die Regierungen den Vertrieb von HPV-Impfstoffen immer noch subventionieren.

Probleme mit Studien und der Wirksamkeit von HPV-Impfstoffen

Natürlich vertritt Merck, der Hersteller von Gardasil, eine andere Ansicht. Judy Wilyman hat sich im Zuge ihrer Doktorarbeit mit den Gardasil-Impfstofftests beschäftigt. Die erste Erkenntnis dieser Tests war, dass Frauen im Alter von 15 bis 26 Jahren, denen der Impfstoff injiziert worden war, weniger Vorläuferläsionen vom Grad 2 und 3 entwickelten als nicht geimpfte Frauen. Wie Wilyman herausfand, versicherte Merck daraufhin, Gardasil würde zu 100 Prozent vor hochgradigen Erkrankungen und nichtinvasivem Gebärmutterhalskrebs infolge von HPV-Infektionen schützen (Wilyman, 2015, S. 241). Wilyman hält dagegen, dass das erste Ergebnis in Wirklichkeit von der Probandengruppe abhing. Die merkliche Abnahme der Vorläuferläsionen wurde nur in der Gruppe mit jungen Frauen beobachtet, die nicht schon vor Behandlungsbeginn mit HPV 16/18 infiziert gewesen waren (S. 241–242). Des Weiteren muss bedacht werden, dass die Entwicklung von CIN 3 bis hin zu invasivem Krebs ganze 8,1 bis 12,6 Jahre andauert. Die längste klinische Folgestudie zur Wirksamkeit gegen Vorläuferläsionen im Stadium 3 erstreckte sich allerdings nur über vier Jahre (S. 242). Wilyman zieht daraus die Schlussfolgerung, dass Vorläuferläsionen in dieser Altersgruppe kein Anzeichen dafür sind, dass sich aus hochriskanten HPV-Infektionen Gebärmutterhalskrebs entwickelt. Daraus folgt, so Wilyman, dass es keinen Nachweis gibt, wie wirkungsvoll dieser Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs wirklich ist (S. 242).

Die Abbildung zeigt die Struktur des humanen Papillomavirus Typ 16. (© std.uw.edu)

Entgegen dem, was uns die Ärzteschaft und die Impfstoffhersteller weismachen wollen, ist bis heute kein Nachweis gelungen, dass HPV-Impfstoffe auch nur einen einzigen Fall von Gebärmutterhalskrebs verhindert haben.

Die früher bei Merck angestellte HPV-Impfstoffforscherin und Whistleblowerin Diane Harper, MD, gibt zu, dass eine Impfung Mädchen nicht vor Gebärmutterhalskrebs schützt, da es ein Jahrzehnt oder länger dauern kann, bis sich eine Dysplasie entwickelt. Sie hält es für unsinnig, Impfungen für elf- oder zwölfjährige Mädchen anzuordnen. Weiterhin müsse man aufgrund mangelnder Erkenntnisse bezüglich der Nebenwirkungen auch die Sicherheit des Wirkstoffs infrage stellen.

Die Wirksamkeit des Impfstoffs auf sehr junge Mädchen wurde nie getestet. Niemand erkrankt im Alter von elf Jahren an Gebärmutterhalskrebs – ob sich dieser jemals entwickelt, würden die betroffenen Mädchen erst nach 25 Jahren wissen (Sharav, 2007).

Harper zufolge ist sich Merck dessen sehr wohl bewusst. Die Impfungen zu diesem Zeitpunkt anzuordnen, komme ausschließlich Merck selbst zugute (Sharav, 2007).

Auch Gesundheitsforscherin Renate Klein, PhD, schließt sich diesem Argument an.

Man dürfe nicht vergessen, dass Gardasil von der US-Gesundheitsbehörde FDA im Eilverfahren auf den Markt gebracht wurde. Diese Vorgehensweise wird normalerweise nur bei lebensrettenden Medikamenten angewandt (Klein, 2008).

Dr. Klein merkt an, dass Merck sich glücklich schätzen könne, durch Gardasil die nötigen Gewinne erzielt zu haben, um die Entschädigungszahlungen an die Opfer des Arthrose-Medikaments Vioxx® finanzieren zu können. Vioxx® hatte in der Vergangenheit Tausende Herzinfarkte und Todesfälle herbeigeführt.

Übereilt eingeführte Impfstoffe für ungedeckten medizinischen Bedarf

Um ein Medikament oder einen Impfstoff im Eilverfahren auf den Markt zu bringen, muss es sich um ein Heilmittel für eine schwere Krankheit handeln, das zudem einen ungedeckten medizinischen Bedarf deckt. War das bei Gardasil der Fall? Nicht in den Augen von Norma Erickson, einer der Gründerinnen der US-amerikanischen Organisation SaneVax, Inc. Sie stimmt zu, dass es sich bei Gebärmutterhalskrebs um eine schwere Krankheit handelt, vertritt aber zugleich die Ansicht, dass Gardasil keinen dringenden Bedarf deckt.

Dank regelmäßiger Krebsvorsorgeuntersuchungen und entsprechender medizinischer Nachsorge bei der Diagnose von veränderten Zellen ist die Zahl der Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs in den USA um mehr als 74 Prozent gesunken und sinkt immer weiter. Die gleiche Entwicklung lässt sich in den meisten Industrieländern weltweit beobachten. Wo also ist dieser ungedeckte medizinische Bedarf? (Erickson, 2010).

Die gesunkene Zahl der Erkrankungen während der letzten Jahrzehnte ist zumindest in den Industrieländern primär den verbesserten Krebsabstrichen und Lebensstandards zu verdanken. Obwohl es demzufolge keinen „ungedeckten“ Bedarf gibt, werden weiterhin junge Menschen mit HPV-Vakzinen geimpft. Im Jahr 2014 starben in Australien 223 Frauen an Gebärmutterhalskrebs (Cancer Council Australia, 2016a). Natürlich ist jeder einzelne dieser Todesfälle ein tragisches Ereignis, aber man kann mitnichten von einer Gebärmutterhalskrebsepidemie in Australien oder irgendeinem anderen hoch entwickelten Land sprechen.

Unerwünschte Nebenwirkungen und gefährliche Zusatzstoffe

Im Jahr 2016 feierte Gardasil seinen zehnten Geburtstag in den USA. In Australien begann das Impfprogramm erst im April 2007, etwas später als in den USA (Colvin, 2007).

Bei Gardasil handelt es sich um einen gentechnisch hergestellten Impfstoff. Wie bei genmanipulierten Nahrungsmitteln wissen wir nicht genug über die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen solch experimenteller Produkte auf die heranwachsenden Körper junger Menschen. Der leidenschaftliche Gesundheitsreformer und Autor Dr. Joseph Mercola merkt an, dass man nach wie vor nicht weiß, was passiert, wenn Fremd-DNS in den menschlichen Körper eindringt:

„Wird sie unerwünschte Veränderungen in den Zellen oder im Gewebe hervorrufen? Wird sich das fremde Genmaterial mit der menschlichen DNS verbinden oder gar ihren Platz einnehmen? Werden sich die Veränderungen auf zukünftige Generationen übertragen? Niemand weiß das ...“ (Mercola, 2012)

Während noch niemand eine Antwort auf diese Fragen geben kann, weiß man allerdings von Tausenden Berichten über unerwünschte Nebenwirkungen nach der Verabreichung von HPV-Impfstoffen. Diese Nebenwirkungen äußern sich wie folgt: plötzlicher Kollaps mit Bewusstlosigkeit innerhalb von 24 Stunden, Krämpfe, Muskelschmerzen und Kraftlosigkeit, invalidisierende Müdigkeit, Guillain-Barré-Syndrom (GBS), Gesichtslähmung, Gehirnentzündung, Gelenkrheumatismus, Lupus, Blutgerinnsel, Sehnerventzündung, multiple Sklerose, Schlaganfälle, Herzprobleme, andere ernsthafte gesundheitliche Schäden und sogar Todesfälle – alles im Anschluss an Impfungen mit Gardasil (Fisher, 2016).

Eine Untersuchung der Inhaltsstoffe von Gardasil zeigt, dass neben den Proteinen des humanen Papillomavirus Typ 6, 11, 16 und 18 weitere Zusatzstoffe enthalten sind, darunter Aluminium, Hefeprotein, Natriumchlorid, L-Histidin, Polysorbat 80 und Natriumborat (Merck, 2011). Besonders beunruhigend ist der Inhaltsstoff Natriumborat, Hauptbestandteil in Borsäure, der oft als Insektizid Anwendung findet. Außerdem wurden Natriumborat und Polysorbat 80 mit Unfruchtbarkeit in Verbindung gebracht (Off the Radar, 2016).

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