Handelt es sich bei der Covid-19-Impfung um Gentherapie?

ImpfkritikDer Ruf nach einer verpflichtenden Impfung gegen Covid-19 wird immer lauter. Daher ist es umso wichtiger zu verstehen, welche Auswirkungen diese „kleinen Pikse“ haben. Die mRNA-„Impfstoffe“ von Moderna und Pfizer sind in Wahrheit Gentherapie. Und obwohl mRNA-Präparate von Beginn an als eine Form von Gentherapie galten, sind die Impfstoffhersteller heute verzweifelt bemüht, diese Tatsache abzustreiten.

Update 28.08.2021: Der Artikel wurde um die fehlenden Links ergänzt und die Quellenangabe korrigiert, da Joseph Mercola sein Archiv aus dem Netz genommen hat.

Einen möglichen Grund für dieses Vorgehen hat David Martin, PhD, aufgezeigt: Solange die Präparate als „Impfstoffe“ gelten, gibt es staatliche Unterstützung, sollten Schadenersatzforderungen auftauchen. Bei experimenteller Gentherapie entfällt dieser staatliche Schutzschild, doch bei einer Impfung zum Schutz vor einer Pandemie greift er selbst im experimentellen Stadium, sofern eine Notfallzulassung erteilt worden ist.

Ein anderer Grund dafür könnte die Befürchtung sein, die Menschen würden sich nicht für eine experimentelle Gentherapie anstellen. Eine solche Behandlung wird (berechtigterweise) mit ganz anderen Dingen assoziiert. Als dritte Möglichkeit ist den Pharmaunternehmen durchaus bewusst, dass man Menschen unter ethischen Gesichtspunkten zwar zu einer Impfung zwingen kann, nicht aber zu einer Gentherapie.

Staatlich verordnete Gesundheitsmaßnahmen beruhen auf der Überzeugung, die Rechte des Einzelnen zugunsten der Allgemeinheit einzuschränken. Doch die Covid-19-Impfung kann nur die Symptome der Krankheit mildern. Sie verhindert weder eine Infektion noch die Verbreitung des Virus, und da geimpfte Personen nur vielleicht einen gesundheitlichen Vorteil haben, fällt das Argument aus, Impfen sei „zum Wohle aller“.

Es mag weitere Gründe geben, die uns bisher entgangen sind, aber die Pharmaunternehmen wollen auf jeden Fall verhindern, dass die Covid-19-Impfungen als Gentherapie betrachtet werden. In der öffentlichen Wahrnehmung sollen sie als reguläre Impfstoffe gelten.

Ist mRNA-Technologie Gentherapie?

Was auch immer die Konzerne versuchen, das Etikett „Gentherapie“ wird die mRNA-Technologie nicht loswerden. Da wäre etwa die Tatsache, dass Moderna sein Präparat in den Unterlagen, die bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht wurden, selbst als „Gentherapie-Methode“ bezeichnet. Auf Seite 70 der Unterlagen findet sich folgende Beschreibung

„Gegenwärtig gilt mRNA nach den Richtlinien der FDA als Gentherapieprodukt. Anders als bestimmte Methoden von Gentherapie, die die DNA einer Zelle irreversibel verändern und schwere Nebenwirkungen verursachen können, verändern mRNA-Medikamente die DNA in den Zellen nur vorübergehend. Dennoch können, trotz unterschiedlicher Wirkungsweise, auch bei mRNA-Medikamenten dieselben Nebenwirkungen wie bei Gentherapien auftreten und die Wahrnehmung dieser Präparate negativ beeinflussen.“

Mit anderen Worten: Es ist eine Form von Gentherapie, allerdings eine, die nicht in die DNA des Zellkerns eindringt und diese dauerhaft verändert. Stattdessen verbleibt die mRNA im Zytoplasma (Zellplasma), wo Ribosomen den Code der mRNA auslesen und entsprechende Proteine bilden.

Der Unterschied zwischen der mRNA aus der Impfung und der natürlich vorhandenen mRNA ist, dass Letztere sich gemeinsam mit der DNA im Zellkern befindet – vergleichbar am besten mit einem „Negativ“ der DNA – und den Kern nur verlässt, wenn ein Protein gebildet werden soll. Im Gegensatz dazu kommt die synthetische mRNA des Impfstoffs von außen in die Zelle und soll nie in den Zellkern gelangen.

Darüber hinaus wird die körper­eigene mRNA sehr rasch von Enzymen abgebaut, während die mRNA aus den Impfungen eine Hülle aus Lipid-Nanopartikeln besitzt, sodass sie nicht abgebaut wird und kontinuierlich das Antigen-Protein produzieren kann. Wie lange dies funktioniert, ist unbekannt – niemand hat es bisher getestet.

Kann mRNA aus einer Impfung in das menschliche Genom integrieren?

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie zeigen, dass die RNA des SARS-CoV-2-Virus in das menschliche Erbgut eingeschleust werden kann. Dr. Doug Corrigan äußerte sich dazu folgendermaßen:

„Eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern aus Harvard und des MIT beweist, dass Segmente der RNA des Coronavirus höchstwahrscheinlich zu einem dauerhaften Bestandteil der menschlichen DNA werden.

Dies galt früher als unmöglich, und dabei wurden dieselben Gründen angeführt, mit denen uns nun versichert wird, beieinermRNA-Impfung könnte dies nicht der Fall sein. Entgegen den derzeit gültigen biologischen Glaubenssätzen stellten die Forscher nämlich fest, dass sich Gensegmente des RNA-Virus mit großer Sicherheit in unserem Genom einnisten werden.“

Die Unterlagen, die BioNTech (die mRNA-Technologie des Unternehmens kommt in der Pfizer-Impfung zum Einsatz) bei der US-Börsenaufsicht eingereicht hat, stellen das ebenso fest. Auf Seite 21 heißt es

„Wir gehen davon aus, dass wir für unsere mRNA-Produkte in den USA eigene Zulassungsanträge einreichen werden, da hier, wie in der Europäischen Union, mRNA-Behandlungen als Form von gentherapeutischen Medizinprodukten eingestuft werden. Andere Staaten könnten von dieser Ansicht abweichen und unsere möglichen mRNA-Produkte als völlig neue Art von Medikament, nicht als biologisches oder gentherapeutisches Medizinprodukt, definieren und daher eine andere Form von Zulassung für die Vermarktung verlangen.“

In den USA und in Europa ist also die Gruppe der mRNA-Behandlungen als „gentherapeutisches Medizinprodukt“ klassifiziert. Der springende Punkt ist auch hier scheinbar die Idee, dass eine Behandlung mit mRNA keine dauerhaften Veränderungen der DNA verursacht.

Auf Seite 35 der BioNTech-Unterlagen verdeutlicht das Unternehmen den Unterschied zwischen anderen irreversiblen Gentherapien und ihrer Variante mit mRNA: 

„In den USA und anderen Wirtschaftsräumen sind derzeit nur wenige Gentherapieprodukte zugelassen, und es gibt gut dokumentierte, erheblich nachteilige Ereignisse im Zusammenhang mit deren klinischen Tests und Einsätzen. […]

Gentherapieprodukte entfalten ihre Wirkung, indem sie neue DNA in eine Zelle schleusen und die vorhandene DNA dort eventuell irreversibel verändern. Im Gegensatz dazu ist es bei mRNA höchst unwahrscheinlich, dass sie in den Zellkern vordringt und sich in die DNA der Zelle integriert, also dauerhafte Veränderungen der DNA verursacht. […]

Infolgedessen erwarten wir, dass unsere möglichen Produkte andere potenzielle Nebenwirkungen aufweisen als bisherige Gentherapien, da die Risiken im Zusammenhang mit einer permanenten Änderung der DNA nicht gegeben sind.“

Hacker der „Software des Lebens“

Führungskräfte und Wissenschaftler, die sich eingehend mit mRNA-Therapien beschäftigt haben, bezeichnen diese Medizintechnologie seit Jahren als Gentherapie. Ein unter http://y2u.be/FU-cqTNQhMM verfügbares Video zeigt einen TED Talk mit Dr. Tal Zaks, dem medizinischen Leiter von Moderna. Das Video entstand 2017, mehr als zwei Jahre vor dem Ausbruch von Covid-19.

YT-Video „Moderna boss: mRNA jabs are "rewriting the Genetic Code" we call it "information therapy" (Ted 2017)“

In dem Interview erklärt Dr. Zaks, das Unternehmen würde zu diesem Zeitpunkt bereits an verschiedensten Impfstoffen arbeiten, unter anderem einer mRNA-Impfung gegen Influenza und einer individuellen mRNA-Impfung gegen Krebs, basierend auf dem Genom des Tumors des Patienten. Er betonte, diese Impfungen seien nicht vergleichbar mit bisherigen Impfstoffen und deren Wirkungsweise.

„Wir erleben gerade diese phänomenale digitale wissenschaftliche Revolution, und ich bin heute hier, um Ihnen zu erzählen, dass wir uns in die Software des Lebens einhacken. Das wird unsere Ansichten zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten komplett verändern“, berichtete Zaks.

„In jeder Zelle gibt es dieses Ding namens Messenger-RNA, kurz mRNA genannt. Die mRNA übermittelt alle notwendigen Informationen aus unserer DNA zu den Proteinen, den Stoffen, aus denen wir alle bestehen. Diese Informationen bestimmen, was die Zelle tut. Es ist also so etwas wie das Betriebssystem eines Computers. […] Wenn man das also ändern könnte […], wenn man eine Zeile Code in das Programm einfügen oder es anpassen könnte, dann hat das, wie sich herausgestellt hat, weitreichende Auswirkungen auf alles – von der Grippe bis zum Krebs. […] Stellen Sie sich vor, statt [den Patienten] das Protein eines Virus zu verabreichen, geben wir ihren Genen die Bauanleitung für das Protein, sodass der Körper die Impfung im Prinzip selbst herstellt.“

Ein weiterer Unterschied zwischen herkömmlichen Impfungen und mRNA-Technologie ist Zaks zufolge der Ort, an dem das Virusprotein im Körper anzutreffen ist. Bei herkömmlichen Impfungen befindet sich das Protein außerhalb der Zelle und schwebt in den Zellzwischenräumen. Bei einer mRNA-Impfung wird das Protein innerhalb der Zellen gebildet.

Eine Dosis mRNA-Impfstoff seines Unternehmens ist Zaks zufolge eine „Informationstherapie“ – eine elegante Umschreibung für „Gen­therapie“, denn die Informationen der mRNA sind genetischer Code.

Zur Klarstellung: Der genetische Code Ihrer körpereigenen mRNA spiegelt den Code Ihrer DNA, während der Code der mRNA aus den Impfstoffen nicht zu Ihrer DNA passt, da er von außen zugeführt wird. Impfstoffe basierend auf mRNA beinhalten trotzdem „genetischen Code“, bloß keinen, der auf natürliche Weise in Ihrem Körper vorkommt.

Impfen mit mRNA ist und bleibt Gentherapie

Egal, wie sich die Konzerne dagegen sträuben: Die mRNA-„Impfstoffe“ von Moderna und Pfizer sind Gentherapie. Sie erfüllen alle Kriterien der Definition von Gentherapie und kein einziges Kriterium der Definition eines Impfstoffs.

In der Vergangenheit wurde mRNA-Technologie auch stets als solche betrachtet. Tatsächlich werden mRNA-Medikamente, mRNA-Behandlungen und mRNA-Technologien überall auf der Welt als Gentherapie eingestuft. Nehmen wir als Beispiel den Artikel „mRNA: Fulfilling the Promise of Gene Therapy“ in der Fachzeitschrift Molecular Therapy aus dem Jahr 2015. Die Autoren führen in dem Artikel detailliert aus, dass in vitro übertragene mRNA das Potenzial besitzt, eine tragende Rolle in der Gentherapie zu spielen, die bis zu diesem Zeitpunkt der DNA vorbehalten schien.

Bereits 2009 war im Artikel „Current Prospects for mRNA Gene Delivery“ im European Journal of Pharmaceutics and Biopharmaceutics zu lesen, dass sich „mRNA als sinnvolle und vielversprechende Alternative zur non-viralen Transduktion von Genen erwiesen hat“, obwohl „der Einsatz modifizierter Viren in der Gentherapie bisher der erfolgversprechendste Weg war“. Ein Artikel in Frontiers in Oncology aus dem Jahr 2019 beschrieb eine „Gentherapie für Glioblastome auf Basis von mRNA“.

Impfstoffe mit mRNA als „vorübergehende Gentherapie“ zu bezeichnen, wäre aus meiner Sicht noch in Ordnung – vorausgesetzt, die Pharmaunternehmen könnten beweisen, dass die Wirkung tatsächlich nur vorübergehend ist, vorhersagen, wie lange sie andauert, und nachweisen, dass die mRNA aus der Impfung, anders als die SARS-CoV-2-RNA, nicht in das menschliche Genom integrieren kann.

Die Präparate von Pfizer und Moderna nur als „fortschrittliche Variante einer Impfung“ zu bezeichnen und rundheraus abzustreiten, dass es sich um Gentherapie handelt, ist in meinen Augen aber nicht möglich.

Quelle: Mercola.com, 31.03.2021

Anm. d. Red.: Der Artikel wurde redaktionell bearbeitet und gekürzt; er ist auf der Website Mercola.com nicht mehr abrufbar. Eine gespiegelte Version mit Links des Originalartikels „COVID-19 VACCINES LIKENED TO "SOFTWARE UPDATES" FOR YOUR BODY“ finden Sie z.B. hier.

Der Artikel ist in NEXUS 96 erschienen. Abonnieren können Sie unser Heft hier.

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