Hydrino-Update: Ein Blick in die Kessel des Dr. Mills

MillsIn Internetvideos sieht man Metallbottiche vor sich hinblubbern oder Dampfdüsen überirdisches blaues Licht in eine Dunkelkammer pusten. Die Filmchen sind aber nur ein paar Minuten lang und als Beleg für eine Technologie, die mehr Ausgangs- als Eingangsleistung erzeugen soll, denkbar ungeeignet.

Eindrucksvoller sind da schon die Validierungsberichte, die mittels Kalorimetrie nachweisen, was die konventionelle Physik für undenkbar hält. Doch Dr. Randell Mills hat mit genau jener Physik einen bisher unbekannten Zustand des Wasserstoffs unterhalb der bekannten Energieniveaus prognostiziert, den er mit seinen Geräten erzeugt haben will – und die sollen nun industriereif sein.

Die Validierungsberichte unabhängiger Experten, die online eingesehen werden können, sind nüchtern und technisch. Dabei sind es die Messprotokolle einer Revolution. Dr. Stephen D. Tse von der Abteilung für Maschinen- und Luftfahrttechnik der Rutgers University schreibt beispielsweise im Februar 2020 in seiner Einschätzung:

„In den drei genannten Fällen, in denen mir Daten zur Verfügung gestellt wurden, erzeugten die Zellen Wärmeenergie, die dem 2,51-, 2,79- und 4,74-Fachen der eingespeisten elektrischen Arbeitsenergie entsprachen. Die Enthalpien, die bei konventioneller Verbrennung der H2- und O2-Gase in den drei Fällen zustande gekommen wären, sind vernachlässigbar und liegen nicht in der Größenordnung der produzierten Überschussenergie. Basierend auf meinen Beobachtungen und der Sichtung der Daten komme ich zu dem Schluss, dass die von diesen Geräten erzeugten Überschussenergien beachtlich sind.“1

Der jüngste Bericht stammt vom April 2021 und wurde von Dr. Mark Nansteel verfasst. Er bestätigt erneut: Beim Betrieb kommt es zur Verdopplung bis Vervierfachung der Eingangsleistung.2 

Die Rede ist von der SunCell®, einem Produkt der Firma Brilliant Light Energy. Das Unternehmen wurde 2001 von Dr. Randell Mills gegründet und forscht seit Jahrzehnten an Overunity-Geräten. Zugrunde liegt Mills’ Theorie vom Hydrino, einem speziellen, stabilen Zustand des Wasserstoffs unterhalb der bekannten Energieniveaus. Die Details finden sich in seinem Werk „The Grand Unified Theory of Classical Physics“3, einem 1.800-Seiten-Monster, das vor Formeln und Tabellen strotzt. Auf der Homepage seiner Firma findet man eine englische Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen,4 wer einen Einstieg in Erfinder, Theorie und Technik auf Deutsch sucht, wird im Artikel „Die dunkle Seite des Wasserstoffs“ fündig.5

Nun scheint das Unternehmen mit der Technik gewichtige Schritte in Richtung Kommerzialisierung zu gehen: In einer im Februar 2021 gehaltenen Präsentation in Washington, D. C., zeigt Mills eine fertige SunCell und das Herzstück seines Dampfkessels,6 in Boston packt er im Mai 2021 noch einen drauf.7

Präsentation der Technologie in Washington, D.C., Februar 2021

Präsentation der Technologie in Boston, Mai 2021

Wir haben ihn um ein Interview gebeten und nach dem Stand der Dinge gefragt.

Das vollständige Interview können Sie in NEXUS 96 lesen. Abonnieren können Sie unser Heft hier.

Kommentare

13. August 2021, 16:25 Uhr, permalink

Andudu

Wow, Danke. Hatte ich noch nicht gehört. Bin gespannt ob etwas draus wird. Von den meisten Sachen hört man ja leider nie wieder.

Wenn er das vermarkten will, sollte er sehr vorsichtig sein, immerhin griffe er damit eine billionenschwere Industrie an, an der die wirtschaftliche Existenz mehrerer Staaten hängt...

30. Oktober 2021, 00:54 Uhr, permalink

Ken

Mills is being smart about it he will lease it to the power companies and they will provide the infrastructure and because you don't have the overhead of extracting and refining energy and using energy in the process to move the energy they will make more money. This will change the world ,because never will someone have to think of the cost of input to output. We can clean water and the air. However it's just a dream, because the science is not theirs.

13. November 2021, 13:37 Uhr, permalink

Cosmo

Ende der 70er Jahre sagte mir ein Physikprofessor, dass in der Physik Vieles nicht stimmt und korrigiert werden sollte.

Man sollte Erfinder mit funktionierenden Prototypen nicht gleich verteufeln, nur weil die "bekannte Physik" das nicht hergibt - dieser "bekannten Physik" schmeichelt das Wort -rückständig- geradezu

Hier nur eines von vielen Beispielen:
Japanische Forscher experimentierten mit kleinsten Magneten und fanden heraus, dass die Feldlinien vom „Zentrum“ ausgehen und in einer „flussähnlichen Bewegung“ nach Norden und Süden verlaufen - wenn Sie einen Stabmagneten zerbrechen, entstehen zwei neue Magnete, wie geht das? ? Die Neuordnung erfolgt auf Quantenebene – das wussten die Leute 1870 noch nicht, aber wir bleiben immer noch bei den falschen Bildern. Ein Dorntorus würde mehr oder weniger der Realität entsprechen. In der Mitte, wo nichts oder „0“ ist, entstehen die Feldlinien. Deshalb KANN es auch keine magnetische Monopole geben!
Als Werkstoffwissenschaftler klammere ich mich nicht an 150 Jahre alte Theorien - solltet ihr auch nicht tun

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