Suchtgene von Viren eingeschleust

Eine neue Studie legt nahe, dass durch uralte Virusinfektionen in die „dunklen Teile“ des menschlichen Genoms eingebrachte DNS möglicherweise erklären helfen könnte, warum manche Menschen anfälliger für Süchte sind.

Forscher von der University of Oxford und der Universität Athen entdeckten, dass Veränderungen in Teilen unserer DNS, von denen man bisher keine starken Auswirkungen auf das menschliche Verhalten vermutete, doch eine ganze Reihe suchtspezifischer Verhaltensweisen beeinflussen könnten.

Schuld daran ist ein Fragment viraler DNS, das HK2 genannt wird und in der Nähe von Genen zu finden ist, die das Belohnungssystem des Gehirns unterstützen und das Suchtrisiko erhöhen, indem sie den Neurotransmitter Dopamin beeinflussen, der genussorientiertes Verhalten fördert.

Laut den Wissenschaftlern beeinflusst die Kombination aus DNS-Fragment und Standort im Gehirn die Funktionsweise des dopamingesteuerten Suchtverhaltens und ist somit wahrscheinlich wenigstens für einen Teil des menschlichen Suchtverhaltens verantwortlich.

Quelle: Independent.co.uk, 26.09.18, http://tinyurl.com/yafvsot2

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