Anmerkung der Redaktion
Im November 2024 erschien im Open-Access-Journal Surgical Neurology International ein Artikel des französischen Forschers Fabien Deruelle zum Einsatz von Mikrowellen zur Bewusstseinskontrolle. In der Einleitung zitiert der Autor eine Reihe von Studien, die bis in die 1970er-Jahre zurückreichen und zeigen, dass Mikrowellenstrahlung aus Mobilfunktechnologien (2G–5G, WLAN) auch weit unterhalb der offiziellen Grenzwerte nachweislich gesundheitsschädlich ist. Dokumentierte Effekte wie neurologische und DNA-Schäden, Hirntumoren, Verhaltensveränderungen und das sogenannte Elektro-Hypersensitivitäts-Syndrom werden laut Deruelle bewusst ignoriert, da die zuständige Kommission (ICNIRP) industriehörig sei.
Hinter all dem sieht er militärische Ziele: 5G basiere auf Militärradartechnologie und werde primär für Waffensysteme entwickelt. Oberhalb von 20 GHz sei 5G funktional einer chemischen Waffe gleichzusetzen. Das sogenannte Havanna-Syndrom – neurologische Symptome bei US-Diplomaten weltweit – interpretiert der Autor als Beweis, dass gepulste Mikrowellenstrahlung bereits als Waffe eingesetzt werde. Und zwar nicht nur im militärischen Bereich.
Die folgenden Abschnitte sind Direktübersetzungen aus der Studie – hier führt Deruelle aus, in welchen Untiefen sich die Forschung bereits bewegt.
Der neue Krieg
Im Jahr 2021 legten zwei hochrangige Offiziere der US Air Force an der Naval Postgraduate School (die von der US Navy betrieben wird) eine Arbeit vor, in der sie erläuterten, dass Kriege heute neurologisch geführt werden – als „Neurowar“, dessen Hauptziel kognitive Funktionen sind. Die erklärten Zielsetzungen dieser neurologischen Kriegsführung sind Manipulation, Beeinflussung und Kontrolle sowohl von Gegnern als auch der eigenen Bevölkerung. Die Manipulation von Informationen, um die Bevölkerung zu beeinflussen, stößt allerdings an ihre Grenzen, wenn besagte Bevölkerung darauf aufmerksam wird. Die nächste Stufe wird daher direkt auf eine groß angelegte Manipulation des Gehirns abzielen. Diese hochrangigen Luftwaffenoffiziere sehen das Havanna-Syndrom (mit immerhin 200 Fällen in 16 Ländern) als eine neue Form des Angriffs, aber auch des Krieges, der bereits angelaufen und dessen Ziel das menschliche Gehirn ist – das derzeit auch im Zentrum einer biotechnologischen Revolution steht.
Neurologische Waffen zielen darauf ab, kognitive, emotionale und/oder motorische Aktivitäten und Fähigkeiten zu beeinflussen, um bei den Zielpersonen ein bestimmtes und vorhersagbares Verhalten hervorzurufen. Wir sprechen hier von totaler Bewusstseinskontrolle.
Neurologische Waffen können entweder pharmakologischer, biologischer oder elektromagnetischer Natur sein. Die Autoren deuten auch an, dass manche Fälle des Havanna-Syndroms das Ergebnis von Mikrowellenenergiewaffen sein könnten. Eines der Probleme dieser neuen Methode der Kriegsführung (unter Einsatz von Energiewaffen) ist das Fehlen medizinischer Strategien zur Behandlung der unkonventionellen Verletzungen, die durch diese Art von Waffen verursacht werden.
Bestimmte Arten von Wellen – modulierte Hochfrequenzwellen (HF-Wellen) mit 0,4 bis 3 GHz und einer durchschnittlichen Leistungsdichte von höchstens 400 μW/cm2– können dazu führen, dass Geräusche oder Töne direkt im Kopf oder knapp dahinter als real wahrgenommen werden, ohne erkennbare Verletzungen des Nervengewebes oder Innenohrs zu verursachen. Hochfrequente Mikrowellen, insbesondere Millimeterwellen, weisen jedoch Merkmale auf, die dafür sorgen, dass sie für „heimliche“ Angriffe besser geeignet sind. So erzeugen Millimeterwellen zum Beispiel weniger Interferenzen mit normaler Elektronik und lassen sich mit gewöhnlichen HF-Prüfgeräten nicht nachweisen. Dazu kommt, dass die technischen Geräte kleiner sind und viel näher am Ziel platziert werden können, sodass dieses einer stärkeren Strahlenbelastung ausgesetzt ist. Bereits in den 1970er-Jahren haben russische Wissenschaftler nachgewiesen, dass man Mikrowellen mit geringer Intensität als Waffen zur Desorientierung, Verhaltensbeeinflussung und bei Verhören einsetzen kann.


Anfang Januar äußerte Donald Trump in einem Interview, beim Überfall in Venezuela einen „Discombobulator“ eingesetzt zu haben – eine Mikrowellenwaffe, die die Wachleute von Präsident Maduro außer Gefecht gesetzt habe. Ob das Gerät auf der hier beschriebenen Technologie fußt? Mikrowellen, 5G und Nanomaterialien sind nämlich sowohl in der militärischen als auch in der medizinischen Forschung brandheißer Stoff. Dadurch sind nicht nur ferngesteuerte Medikamente möglich – sondern auch Mensch-Maschinen. Nur: Wer hat die Fernsteuerung?
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