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NEXUS Magazin 72, August-September 2017

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Worum es bei der Nordkorea-„Krise“ wirklich geht

NordDie „Krise“ um Nordkorea ist eine Inszenierung Washingtons. Nordkorea war zuletzt im Krieg von 1950 bis 1953 und hat in 64 Jahren weder ein anderes Land angegriffen noch überfallen. Nordkorea verfügt nicht über die militärische Stärke, ein anderes Land wie Südkorea oder Japan anzugreifen, das von den USA beschützt wird. Außerdem würde China es Nordkorea nicht erlauben, einen Krieg anzufangen.

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Worum geht es also bei der Dämonisierung Nordkoreas durch die Mainstream-Medien und die Trump-Regierung?

Es ist das Gleiche wie bei der Dämonisierung des Irans. Die inszenierte „Bedrohung“ durch den Iran wurde als Deckmantel genutzt, um Stützpunkte für die US-Raketenabwehr an Russlands Grenzen zu errichten. Ein Raketenabwehr- bzw. ABM-System dient dazu, atomar bewaffnete Interkontinentalraketen (ICBMs) abzufangen und zu zerstören und so zu verhindern, dass sie ihre Ziele erreichen.

Washington hat behauptet, dass sich die Raketenabwehr nicht gegen Russland richten würde, sondern dass die Stützpunkte eingerichtet wurden, um Europa vor Irans Interkontinentalraketen zu schützen. Das könnten ein paar unbekümmerte Amerikaner vielleicht geglaubt haben – die Russen aber taten es nicht, da der Iran weder Interkontinentalraketen noch Atomwaffen besitzt. Daher hat die russische Regierung deutlich gemacht, dass die US-Stützpunkte ihrer Meinung nach dazu dienen, einen russischen Gegenschlag gegen einen Erstschlag Washingtons zu verhindern.

Auch die chinesische Regierung lässt sich nicht für dumm verkaufen. Sie hat verstanden, dass der Grund für die „Krise“ um Nordkorea darin besteht, Washington einen Vorwand für die Errichtung von ABM-Stützpunkten in der Nähe von Chinas Grenzen zu bieten.

Mit anderen Worten: Washington baut einen Schutzschild auf, um atomare Gegenschläge Russlands und Chinas zu verhindern, die auf einen atomaren Erstschlag der USA gegen diese Länder erfolgen könnten. China hat unmissverständlicher als Russland auf die Ambitionen Washingtons reagiert und einen unverzüglichen Stopp der Stationierung von Raketen in Südkorea gefordert (http://tinyurl.com/n3w3eaa). Um die US-Bevölkerung zu verwirren, bezeichnet Washington Raketenabwehrsysteme nun als Terminal High Altitude Area Defense (THAAD). Den Chinesen ist klar, dass das THAAD-System nichts mit dem an Südkorea grenzenden Nordkorea zu tun hat, da es für Nordkorea sinnlos wäre, Südkorea mit Interkontinentalraketen anzugreifen – es dient etwaigen Vergeltungsschlägen Chinas.

Noch immer bereiten sich Washingtons Militärstrategen darauf vor, im Falle eines atomaren Erstschlags gegen Russland und China die Gegenreaktion möglichst gering zu halten – obwohl Europa in einem solchen Fall mit Sicherheit vollständig zerstört werden würde, da das THAAD-System oder Abfangraketen weder die atomaren Cruise-Missiles der Russen noch die russische Luftwaffe selbst aufhalten könnten. Aber kein Reich hat sich je um das Schicksal seiner Vasallen geschert, und Washington hat kein Interesse am Schicksal Europas. Es ist allein an seiner Vorherrschaft interessiert.

Die Frage, die gestellt werden muss, lautet: Werden Russland und China jetzt, wo ihnen klar ist, dass Washington einen atomaren Präventivschlag gegen sie vorbereitet, um die zwei Hemmnisse gegen die eigene Unilateralität zu beseitigen, still sitzen bleiben und auf den Angriff warten?

Quelle: Paul Craig Roberts, PaulCraigRoberts.org, 03.05.2017, http://tinyurl.com/l8fjqcq

Kommentare

15. August 2017, 09:55 Uhr, permalink

Erik

Trump war kurze Zeit nach seinem Amtsantritt in China und kam mit der Botschaft zurück, er hätte sich mit den Chinesen sehr gut verstanden und ich denke in dem Fall meinte er das sogar genau so. Auf der Ebene der Hochgradfreimaurer ziehen die USA und China momentan an einem Strang, selbst wenn sie äußerlich in den nächsten Jahren einen Konflikt miteinander heraufbeschwören. Schon eher ist es so, dass das nordkoreanische Modell der Menschenhaltung einigen (nicht allen) Hochgradfreimaurern nicht ins Konzept passt, weil von unterdrückten Arbeitssklaven keine Kreativität und kulturelle Entwicklung mehr ausgeht, sprich, nach einigen Jahrzehnten gibt's in so einem Land nichts mehr auszubeuten.

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