Aktivist auf Draht: Neue Ansätze in der Elektro- und Magnetokultur (Teil 2)

auf DrahtElektrokultur war gestern – jetzt gibt es energetische Landwirtschaft! Im zweiten Teil seines Artikels berichtet Andrea Donnoli über seine Entwicklung vom Lakhovsky- und Christofleau-Fan zum Landwirtschaftsenergetiker. Golod-, Cheops- und nubische Pyramide, Kupferspiralen in allen Farben des Spektrums, atmosphärische Antennen und Düngung mit Basaltgestein – alles hat er in seinem Waldgarten in den Apenninen ausgetestet. Die Anwendungen auf inzwischen über 5.000 Hektar Landfläche weltweit sprechen für sich: bis zu 50 Prozent mehr Erträge, ausgezeichneter Geschmack, unerreichte Wachstumsgrößen. Im Praxisteil schildert er, wie man im eigenen Garten mit dem Experimentieren beginnen kann.

Wir holen Andrea Donnoli 2024 für zwei Seminare nach Deutschland.

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13. bis 14. April 2024: Energetische Landwirtschaft für Landwirte & Selbstversorger

6. bis 7. Juli 2024: Grundlagenseminar Elektro- und Magnetokultur

Erste Erfahrungen mit Elektropermakultur

Die ersten Jahre der Erkundung und des Experimentierens vergingen wie im Flug. Damals war ich noch sehr unerfahren, konzentrierte mich auf Permakultur und auf die Planung und Gestaltung meines eigenen Standorts mit dem Ziel, so viele Lebensmittel wie möglich für meine Familie selbst zu produzieren.

Die Vorstellung zu wissen, wie mein Gemüse angebaut wird, woher es kommt und dass ich es vom Samen bis zur Reife wachsen sehen kann, gab mir ein starkes Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Selbst angebautes Essen hat einen ganz anderen Geschmack. Am Anfang war es eine kleine Wiederentdeckung: Ich erinnerte mich an Opa Franz, der sich im Sommer um mich kümmerte und mir alle Tricks und Kniffe rund um seinen Obstgarten, die Bienen und sein Federvieh beibrachte. Er war ein wunderbarer Großvater, der sein Leben lang als Teilpächter für verschiedene Landbesitzer arbeitete und die beiden Kriege überlebt hatte.

Großvater erzählte mir von den Pflanzen und beschrieb sie mit ihren lateinischen Namen. Er ließ mich gerne von den Früchten kosten, die er im Garten oder direkt vom Baum pflückte. Eines seiner Talente war es, Obstbäume und -sträucher zu veredeln, wobei er sehr experimentierfreudig und erfolgreich war. So hatte er zum Beispiel mindestens sechs verschiedene Sorten Pflaumen in unterschiedlichen Farben auf demselben Baum. Ich sehe es noch deutlich vor mir, wie ich über diesen Baum mit seinen gelben, grünen, violetten und orangefarbenen Früchten staune, aber vor allem erinnere ich mich an die Aromen der frisch vom Baum gepflückten Früchte – Gerüche, Düfte und Geschmäcker, die ich erst heute wieder in meinem Waldgarten in den Bergen wahrnehmen kann.

Etwa 1.000 neue Pflanzen pro Jahr boten mir die Gelegenheit, das zu erproben, was ich durch die Lektüre des Materials von Georges Lakhovsky und Justin Etienne Christofleau verstanden hatte.

Ich experimentierte mit neuen Obst- und Gemüsepflanzen sowie deren Samen und tauschte mich mit Aroma- und Heilpflanzenverbänden aus. Große Freude machten mir, wie im ersten Teil geschildert, die Experimente mit den Lakhovsky-Ringen, die ich entweder unten im Pflanzloch oder im Stamm und in den Ästen von Obstbäumen anbrachte. Ich verwendete die Ringe, um Samen zu dynamisieren und stellte Kontrollvergleiche mit unbehandelten Samen an.

Auch testete ich den Einsatz dieser Ringe als Antennen, um kosmische Ätherenergie vom Himmel auf die Erde zu den Pflanzen zu bringen, so wie es Justin Etienne Christofleau und andere Forscher vor ihm beschrieben haben.

Exkurs in die Geschichte der Elektrokultur

Die ersten Untersuchungen über die Auswirkungen von Energie auf die Entwicklung von Pflanzen wurden 1746 von Dr. Maimbray in Edinburgh durchgeführt, alser Myrtenpflanzen mit einem elektrostatischen Generator behandelte und damit ihre Entwicklung und Blüte verbesserte. Zwei Jahre später entdeckte der französische Abt Jean Nolet, dass die Pflanzen mit einer schnelleren Keimung und Entwicklung reagierten.

Ende 1770 experimentierte der Franzose Bernard Germain Lacépède mit der Bewässerung von Pflanzen mit Wasser, durch das er Gleichstrom fließen ließ. Er veröffentlichte 1781 einen Aufsatz über seine Erkenntnisse, dass Pflanzen schneller und kräftiger wuchsen, wenn sie unter Strom gesetzt wurden. Auch andere französische Experimentatoren, darunter der Abt Pierre Berthelon, bewässerten Pflanzen mit elektrisch behandeltem Wasser, und 1841 erfand Alexander Bain die „Erdbatterie“, die nach demselben Prinzip wie eine moderne Batterie funktionierte.

Im Jahr 1844 nutzte der schottische Landbesitzer Robert Forster atmosphärische Elektrizität, um seine Gerstenernte erheblich zu steigern. Einzelheiten wurden im März 1845 im Magazin The British Cultivator veröffentlicht.

1885 entdeckte Professor Selim Lemström, dass elektrischer Wechselstrom die Entwicklung von Kartoffeln, Karotten und Sellerie in etwa zwei Monaten zwischen 40 und 70 Prozent steigerte. In der Gärtnerei gezogene Erdbeerpflanzen lieferten in der Hälfte der üblichen Zeit Früchte. Das und vieles mehr ist in dem Buch „Electricity in Agriculture and Horticulture“ von Professor Lemström aus dem Jahr 1904 beschrieben.1

Im Oktober 1912 fand in Reims, Frankreich, der erste internationale Kongress für Elektrokultur statt. Thema war die Anwendung von Elektrizität in der Landwirtschaft, im Gartenbau und im Weinbau. Der Kongress stand unter der Schirmherrschaft des Landwirtschaftsministeriums sowie der Akademie der Wissenschaften, mit Vertretern aus Belgien, Mexiko, Ungarn, Russland, Luxemburg und Frankreich.

Vernon Blackman, ein Pflanzenphysiologe aus Großbritannien, der am Imperial College arbeitete und ebenfalls auf diesem Gebiet forschte, experimentierte zwischen 1915 und 1920 in drei verschiedenen Regionen des Landes mit Hafer, Gerste, Winterweizen und Mischungen aus Klee und Heu. Von den 18 Feldversuchen zeigten 14 eine Ertragssteigerung. In neun Fällen lagen die Erträge um mehr als 30 Prozent über den Erwartungen. Bei Hafer und Gerste betrug die Steigerung 22 Prozent im Vergleich zu den Kontrollparzellen. Tests an Topfpflanzen schienen das zu bestätigen. Als Blackman die Polarität umkehrte, blieb der Effekt bestehen, ebenso als er Wechselstrom durch Gleichstrom ersetzte.

1918 organisierte eine Gruppe britischer Wissenschaftler Experimente, um die Wirksamkeit von Elektrizität bei der Steigerung der Ernteerträge zu testen. Ihre Ergebnisse bestätigten die Wirkung – die Elektrokultur versprach erhebliche Gewinne.

Justin Etienne Christofleau machte sich 1920 mit seiner atmosphärischen Antenne einen Namen, die sich weltweit mit über 150.000 Stück verbreitete. Er führte seine Tests bis 1938 durch.

In Italien wurde 1927 sogar ein königliches Dekret vom Parlament verabschiedet, um die Elektrokultur zu finanzieren.

Georges Lakhovsky veröffentlichte 1929 sein Buch „Das Geheimnis des Lebens“. Ein paar Jahre später wurde es ins Spanische, Deutsche, Italienische und Englische übersetzt.

In Italien gab es etliche Forscher und über 50 Wissenschaftler aus vielen Ländern, darunter der Schweiz, Deutschland und Österreich. In einem Artikel im französischen NEXUS 69 aus dem Jahr 2010 werden mehr als 450 Wissenschaftler genannt, die zwischen 1745 und 1910 an der Elektrokultur gearbeitet haben.

Meine weitere Entwicklung (2014-2018)

Nach Georges und Justin wandte ich meine Aufmerksamkeit anderen Autoren zu, wobei ich kontinuierlich forschte und praktisch experimentierte. Ich war weiterhin neugierig und begann mit der Recherche historischer Dokumente. Da das meiste Material aus Frankreich, Großbritannien, den USA und Russland stammte, wollte ich in meinem eigenen Land, Italien, nachforschen und entdeckte viele Universitätsprofessoren und Wissenschaftler wieder, die ihre Forschungsergebnisse in diesem Bereich in Büchern veröffentlicht hatten. Das erste italienische Buch, das ich gefunden habe, stammt von 1772 und wurde von Beccaria verfasst. Dann stieß ich auf ein Buch von Francisci Josephi Gardini aus dem Jahr 1784 in lateinischer Sprache mit dem Titel „De Influxu Electricitatis Atmosphaericae“2, gefolgt von vielen anderen, die ich aus Leidenschaft immer noch sammle.

KupferpyramidenKupferpyramiden2

Keimung mithilfe von Kupferpyramiden

Wenn man diese Texte liest, versteht man, dass der Mensch schon immer darauf bedacht war, den Ertrag von Feld- oder Gartenpflanzen zu steigern, sie vor Krankheiten zu schützen und nicht zuletzt die Qualität der Ernte zu verbessern. Wie ich schon sagte, steigt die Qualität mit Techniken, die sich natürlicher Methoden (zu denen für mich die Elektro- und Magnetokultur zählt) bedienen, erheblich. Die Pflanzen sind in der Lage, ihre Lebensprozesse zu beschleunigen, sie sind merklich widerstandsfähiger und kräftiger, wodurch sich die vegetativen Prozesse verbessern – und damit in der Lage, viel mehr Nährstoffe zu speichern. So bieten sie ein ausgewogenes Verhältnis an Mineralien, Vitaminen, Antioxidantien und Proteinen, das für die Gesundheit unerlässlich ist. Wenn ich an den einzigartigen Geschmack und die Aromen meiner selbst geernteten Pflanzen denke, kommt mir immer wieder Opa Franz in den Sinn.

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