Das Svali-Material: Im innersten Zirkel der Illuminati

illum1Fast 25 Jahre ist es her, dass die Illuminati-Whistleblowerin „Svali“ mit ihrem Insiderwissen an die Öffentlichkeit getreten ist. Bis heute haben ihre Aussagen kaum an Aktualität verloren, denn an der grundsätzlichen Situation und dem Gebaren der Illuminati scheint sich wenig geändert zu haben. Im folgenden Interview mit dem Chefredakteur der mittlerweile vom Netz genommenen Website CentrExNews.com spricht Svali im Detail über ihre Einblicke und Erlebnisse als Opfer und Komplizin des Illuminati-Kults.

Teil 1: Über Svali

Als wir unsere Artikelserie „Die Illuminati: Wie der Kult Menschen programmiert“2 veröffentlichten, erhielten wir einige Emails, die sich eher skeptisch lasen und / oder in denen weitere Informationen über das Thema gewünscht wurden.

Natürlich hatte auch ich ein paar weiterführende Fragen zu den Illuminati und ihren Zielen. Daher setzte ich mich mit „Svali“ (ihr Pseudonym) – einer ehemaligen Programmiererin / Ausbilderin der Illuminati – in Verbindung, um Details über ihre Behauptungen zu erfahren.

Im folgenden Interview möchte ich Sie so gut wie möglich erleuchten (auf das Wortspiel konnte ich jetzt einfach nicht verzichten) und die zusätzlichen Informationen, die ich von Svali erhalten habe, an Sie weitergeben.

Unsere Korrespondenz fand in Form eines Email-Interviews statt, das ich zum Großteil unverändert gelassen habe, bis auf einige Rechtschreib- und Zeichensetzungskorrekturen. Nur einige private Informationen, die an mich persönlich gerichtet waren, habe ich weggelassen. […]

H. J. Springer, Chefredakteur CentrExNews.com

Wie alles begann

Svali: Lieber Mr. Springer! Danke, dass Sie mich kontaktiert haben. Zufälligerweise habe ich heute auch eine ziemlich skeptische Email von jemandem erhalten, der die Beiträge auf Ihrer Website gelesen hat.

Ich bin gerne bereit, Ihre Fragen über die Richtigkeit der dortigen Informationen usw. zu beantworten – allerdings nur unter einer Voraussetzung: Ich schreibe unter Pseudonym, um meine beiden Kinder und meinen Mann zu schützen, weil ich nicht will, dass sie beleidigende oder bedrohende Anrufe erhalten. Meine Kinder erholen sich immer noch von der Zeit, als sie innerhalb der Gruppe großgezogen wurden, und ich möchte vermeiden, dass sie weiter traumatisiert werden.

Immerhin ist das Thema, um das es hier geht, durchaus brisant – und das ist noch milde ausgedrückt. Viele Menschen engagieren sich in der Frage, ob es die Illuminati wirklich gibt, emotional sehr stark. Dennoch möchte ich Ihnen einige Hintergrundinformationen liefern, die Sie gern an Ihre Leser weitergeben dürfen. Zudem finden sich in meiner Kolumne auf Suite101.com (dort schreibe ich über rituellen Missbrauch; suchen Sie einfach nach „Svali“) zahlreiche Beiträge zu diesem Thema, aus denen Interessierte mehr erfahren können.3 Ich kam 1957 in Alexandria, Virginia, zur Welt. Für kurze Zeit lebte ich in einer Kleinstadt, eine Stunde Fahrzeit von Washington, DC, entfernt. Als meine Mutter dann meinen Stiefvater heiratete, zogen wir auf eine 200 Hektar große Farm im nördlichen Virginia um. Sowohl meine Mutter als auch mein Stiefvater waren Mitglieder der Gruppe. Es handelt sich um eine äußerst generationenübergreifende Gruppe. Meine Mutter saß im Regionalrat für die Gegend um Washington, DC, und war die „spirituelle Vorsitzende“. Die Illuminati haben sechs solche Vorsitzende in ihrem „Rat der Meister der Weisheit“ – für Wissenschaft, Regierung, Menschenführung, Gelehrsamkeit, Spiritualität und Militär.

In den genannten Bereichen werden auch die Kinder unterrichtet, die innerhalb der Gruppe aufwachsen. Die Illuminati setzen auf „vielseitige“ Kinder. Die „spirituellen“ oder okkulten Rituale sind nur ein kleiner Teil der in dieser Gruppe vermittelten Lehren; die anderen Bereiche werden gleichermaßen unterrichtet. Ich habe mehr Zeit damit verbracht, Geschichte, Sprachen und Naturwissenschaft zu lernen, als an Ritualen teilzunehmen, auch wenn diese für die Gruppe von hoher Bedeutung waren.

Ich ging von 1975 bis 1981 in Charlottesville, Virginia, zur Schule, machte eine Ausbildung zur Krankenpflegerin und meinen Bachelor in Spanisch – habe also zwei abgeschlossene Ausbildungen. In dieser Gegend gab es auch sehr viele Missbrauchsfälle und zahlreiche Verbrechen mit okkultem Hintergrund, die auf einem Anwesen etwa 16 Kilometer südwestlich von Charlottesville – wenn man Richtung Crowley, Virginia,fährt –verübt wurden.

Nach meinen Abschlüssen zog ich im Jahr 1981 nach San Diego. Ich wurde von der dortigen Führung in die Stadt berufen. Die Gruppe in San Diego war in Sachen militärischer Ausbildung sehr stark, schwächelte aber hinsichtlich Naturwissenschaft, was mir eher lag. Ich wurde Teil des Führungsrats und war dort als sechster und somit rangniedrigster Chefausbilder tätig; mir unterstanden 30 Ausbilder in den Ortsgruppen. Der Führungsrat traf regelmäßig in Ramona, Kalifornien, zusammen, auf einem Grundstück, das einem gewissen Jonathan Meiers gehörte.

Als ich nach meinem Austritt aus der Gruppe 1996 die Polizei verständigte, fanden die Beamten tatsächlich ein Anwesen, das einem Mann dieses Namens gehörte. Einer seiner Namen im Kult war „Black Hand“ („Schwarze Hand“), weil er immer schwarze Handschuhe trug, wenn er mit Leuten arbeitete. Er war Cheftrainer der Gruppe und einer der sadistischsten und brutalsten Typen, die ich je kennengelernt habe. Er verheizte die meisten anderen Trainer, die mit ihm zusammenarbeiteten; ich kam nur durch, weil ich eine Freundin im Führungsrat hatte, die ihn hasste und mir dabei half, seine Autorität zu unterminieren. Die Illuminati sind eine äußerst politische und hinterhältige Gruppe, in der sich alles nur um das Recht des Stärkeren dreht; jeder will befördert werden. Der Sektenname meiner Freundin war Athena.

Nach zwölf Jahren Zusammenarbeit mit Jonathan wurde ich zur zweithöchsten Cheftrainerin des Countys befördert. Jonathan bereitete sich auf eine regionale Führungsposition vor und wollte, dass ich seinen Posten übernehme. Gleichzeitig hassten wir einander aber, und er stellte mir eine Falle, die meine Illuminatilaufbahn zerstören sollte. Das ist eine ganz andere Geschichte – aber jedenfalls einer der Gründe, warum ich aus der Gruppe ausstieg.

Ich verließ die Gruppe 1995, da mich all die Lügen und Täuschungen, die ganze Politik schon so anwiderten. Außerdem hatte ich Angst um mein Leben. Ich flüchtete nach Texas und begann dort eine Therapie bei Dr. Jerry Mundgaze und seiner Gruppe. Leider wusste man aber auch dort nicht, wie man mich „deprogrammieren“ konnte. Dr. Mundgaze sagte:

„Sie sind in einer höheren Position als fast alle anderen, die bisher bei uns waren – und daher auch stärker programmiert.“

Ich konnte mich an so viele Dinge erinnern, von denen er noch nie gehört hatte. Er hatte keine Ahnung, wie er mir dabei helfen sollte. Das bedeutet aber auch, dass er mir garantiert keine falschen Erinnerungen suggerieren konnte, da mir meistens spontan und zu Hause etwas einfiel. Ich wurde nie hypnotisiert oder rückgeführt; meine Erinnerungen kamen mir alle im ganz normalen Alltag wieder.

Ich brachte ein ganzes Jahr damit zu, mich sehr intensiv zu deprogrammieren. Schließlich war ich eine Chefprogrammiererin und -ausbilderin gewesen, also konnte ich mein Wissen dazu nutzen, das rückgängig zu machen, was man mir angetan hatte. In dieser Zeit wurde ich auch sehr wütend, weil ich erkannte, dass der Missbrauch, den ich erlitten – und anderen zugefügt –hatte, keineswegs normal war. Man hatte mich viele Jahre lang manipuliert.

Mein Buch4 baut auf den Erinnerungen auf, die ich als erwachsenes Mitglied der Gruppe gesammelt habe. Ich war dort nicht nur Opfer, sondern auch Täter, und das bereue ich heute sehr. Heute möchte ich vor Gott dafür Buße tun, indem ich aufdecke, was diese Gruppe treibt und für welche Ziele sie steht. Ich habe mein Buch auch für Therapeuten geschrieben, damit sie die Gruppe und ihre Methoden besser verstehen können. Für mich war es nämlich sehr schmerzhaft, von einem landesweit bekannten Zentrum für rituellen Missbrauch zu hören: „Wir wissen auch nicht, was wir tun sollen.“ Mein Buch erzählt davon, mit welchen Methoden ich mich selbst geheilt habe.

Vor zwei Jahren durften mich meine Kinder besuchen. Dabei erzählten sie mir, wie sie selbst missbraucht wurden. Ich ging mit diesen Fakten zum Jugendamt, aber dort wies man mich ab – die Angestellte sagte nur, dass sie nicht an rituellen Missbrauch glaube. Mein Ex holte die Kinder dann ab. Er hätte mich ins Gefängnis bringen können, wenn ich ihm die Kinder vorenthalten hätte. Die Justiz in San Diego hat explizit erklärt, dass sie nicht an rituellen Missbrauch glaubt. In jedem einzelnen Fall, bei dem jemandem ritueller Missbrauch vorgeworfen wird, sprechen die Gerichte die Kinder jenem Elternteil zu, der den Missbrauch angeblich begangen hat.

Unsere Kinder warfen ihm den Missbrauch dann persönlich vor. In diesem Augenblick wurde er kreidebleich und sagte: „Ihr wollt also wirklich nicht zur ,Familie‘ zurück.“ Sie sagten: „Nein.“ Er flüchtete dann nach Kalifornien, gab seine Arbeit auf und blieb an der Westküste, wo er sich heute einer Therapie für rituellen Missbrauch und DIS (dissoziative Identitätsstörung) unterzieht.

Auch meine Kinder befinden sich in Therapie und machen einen schnellen Heilprozess durch. Mein mittlerweile zwölfjähriger Sohn hat die Ereignisse fast völlig integriert und ist glücklicher als je zuvor; meine 16-jährige Tochter muss sich allerdings noch mit schwierigen Problemen wie dem sexuellen Missbrauch an ihr herumschlagen. Doch Gott hat mit Seiner Heilkraft unser aller Leben verbessert.

Ich würde mir wirklich wünschen, dass all das, was ich hier erzähle, „erfunden“ und unwahr wäre. Doch es ist leider wahr. Es liegen jede Menge Dokumente und Beweise dafür vor. (Ich kann Ihnen auf Wunsch einen Weblink mit Fällen von wegen rituellem Missbrauch verurteilten Tätern schicken.) Am meisten bedauere ich, dass meine innere Berufung zum Lehren missbraucht wurde, dass ich von den anderen Illuminati zu einer Täterin der übelsten Sorte gemacht wurde. Ich habe nämlich Menschen gefoltert und missbraucht – und dabei noch geglaubt, ihnen zu „helfen“.

Heute weiß ich, dass ich falsch gehandelt habe, und habe Gott um Vergebung gebeten. Und ich bin fest entschlossen, diese Gruppe durch meine Bücher und Artikel weiterhin bloßzustellen. Ich bin auch professionelle Medizinautorin, war mehr als 18 Jahre lang staatlich geprüfte Krankenschwester und unterrichte derzeit Englisch als Zweitsprache, bin Gesundheitserzieherin und freischaffende Autorin (zu Themen, bei denen es nicht um Missbrauch geht).

Ich hoffe, dass diese Hintergrundinformationen ausreichend sind, und gelobe vor Gott und den Menschen, die Wahrheit gesagt zu haben. Wenn Sie mehr wissen wollen und die gewünschten Fakten weder meine Anonymität noch die Sicherheit meiner Kinder gefährden, dann lassen Sie es mich bitte wissen.

PS: Meine jüngere Schwester erinnert sich, dass sie im Alter von drei Jahren geknebelt, auf einem Steinaltar festgebunden und vergewaltigt wurde. Sie weiß auch noch, wie unsere Großmutter väterlicherseits sie zu Freunden mitgenommen hat, die sie zwischen ihrem dritten und fünften Lebensjahr sexuell missbraucht haben.

Sie wurde im Alter von 13 Jahren Alkoholikerin, nachdem sie schon mit zwölf ganze sieben Selbstmordversuche hinter sich hatte. Mein älterer Bruder erinnert sich an ÜBERHAUPT NICHTS, das vor seinem 20. Lebensjahr passiert ist, da klafft eine riesige Lücke in seinem Gedächtnis. Er glaubt nur, dass unser Vater ein perverser und seltsamer Mann war. Dieser Bruder versuchte übrigens, sich mit acht Jahren in unserer Garage zu erhängen, und wurde gerade noch rechtzeitig gerettet.

Mein ältester Bruder ist auf der Flucht und traut sich nicht, mehr als ein paar Monate an einem Ort zu bleiben, weil er glaubt, dass sie „hinter ihm her sind“. Er hat im Kindesalter ebenfalls mehrmals versucht, Selbstmord zu begehen. Auch das könnte als Nachweis für meine Behauptungen dienen – ebenso wie die Tatsache, dass meine Kinder in deutscher Sprache träumen, weil dies die Sprache ist, in der die Illuminati miteinander kommunizieren. Tagsüber haben sie nie ein deutsches Wort gehört …

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