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Den echten Kolloiden auf der Spur: Meine Suche nach dem perfekten Silberwasser

Alles begann mit einer Frage: Warum bekommt man mit handelsüblichen Geräten zur Kolloidherstellung nicht die für Silber- und Goldkolloid kennzeichnende Färbung zustande? Horst Thuy hat sich auf die Suche begeben, aktuelle Studien gewälzt, seine Geräte angeschmissen und in wochenlangen Testreihen eine Frage geklärt, die uns schon länger beschäftigt: Was unterscheidet ionisches von kolloidalem Silber? Nach dem Lesen seines Artikels wussten wir nicht nur das, sondern kannten auch Dinge wie Rayleigh-Streuung und Ostwald-Reifung. Der Clou aber ist der Praxisteil: Hier beschreibt der Autor, wie Sie in Ihrer eigenen Küche ein schönes, hellgelbes und stabiles Silberkolloid herstellen können.

Schon in der Antike versuchten Gelehrte und Alchimisten, Edelmetalle wie Gold und Silber 
in trink- oder essbarer Form herzustellen, um sie für medizinische oder spirituelle Zwecke verwendbar zu machen. Heutzutage ist zumindest Silberwasser kein Wunschdenken mehr, die kolloidale Lösung kann jeder in der eigenen Küche herstellen.

„Das Wort Kolloid bedeutet heute nicht mehr eine leimähnliche Substanz oder deren Lösung, sondern fein verteilte Materie.“ 1

Mit dieser Feststellung beendete Dr. Richard Zsigmondy 1898 seine Rede auf der Hauptversammlung der Deutschen Elektrochemischen Gesellschaft in Leipzig. Eine Stille legte sich über den Hörsaal und unmittelbar danach brach eine heftige Diskussion aus. Die Fachwelt wurde mit der kontroversen Entdeckung gespalten.

Einige Fachgenossen griffen Zsigmondy an, ja verspotteten ihn sogar. Doch ungläubige Kollegen sind oft die beste Motivation. Um seine Theorie zu beweisen, entwickelte er zusammen mit dem Physiker Siedentopf von den Zeiss-Werken in Jena ein Ultramikroskop.

Das Prinzip dieses Mikroskops fußte auf einer Erscheinung, die jedem Menschen bekannt ist: Ein schmaler Sonnenstrahl, der in ein dunkles Zimmer fällt, macht unzählige Staubteilchen sichtbar. Der Lichtstrahl wird durch die winzigen Partikel gebeugt, wodurch um sie eine Lichtscheibe entsteht, die größer ist als das Teilchen selbst. Da es sich so von der umgebenden Dunkelheit abhebt, wird es sichtbar.

Genau das geschah mit den Kolloiden unter Zsigmondys Ultramikroskop: Die Lösung wurde intensiv beleuchtet und senkrecht zur Achse des einfallenden Lichtbündels betrachtet. Dadurch wurden Partikel, die im gewöhnlichen Mikroskop wegen ihrer kleinen Größe unsichtbar blieben, sichtbar gemacht. In der bisher als „leer“ – also homogen – erscheinenden wässrigen Kolloidlösung zeigten sich nun die allerfeinst verteilten Partikel. Der Nachweis, dass Kolloide heterogene Gemenge seien, war gelungen. Die Fachwelt blieb nicht länger unbeeindruckt. Man konnte Zsigmondy und seine Arbeit nicht länger ignorieren.

Zsigmondy hatte mit dem Ultramikroskop ein Werkzeug geschaffen, mit dem Kolloidforschung überhaupt erst möglich wurde, und ebnete einem ganzen Wissenschaftszweig den Weg.

Heute, über 120 Jahre später, ist das Thema in der alternativen Szene allseits bekannt. Viele stellen sich ihr eigenes kolloidales Silber oder Gold her, es gibt diverse Literatur zum Thema und verschiedene Generatoren auf dem Markt. Auch ich gehöre seit 20 Jahren zu den begeisterten Anwendern, doch als ich mich tiefer in die Materie hineingrub, stellte ich fest, dass der Teufel im Detail steckt – um genau zu sein: im Nanometerbereich. Viele der heute als Kolloid angepriesenen Substanzen enthalten nämlich hauptsächlich Ionen.

Der Stein kam ins Rollen, als ich vor einem Dreivierteljahr einer befreundeten Ärztin für die Behandlung ihrer rheumatischen Arthritis kolloidales Gold vorschlug. Wie viele andere hatte auch sie sich irgendwann ein Gerät für die Herstellung von Kolloiden gekauft, inklusive zweier Goldelektroden. Doch die Versuche, gelbes kolloidales Silber oder gar ein rötliches kolloidales Gold herzustellen, blieben bei ihr und auch bei mir erfolglos. Ich schlug ihr vor, das Gerät für die Herstellung von kolloidalem Gold nicht nur einen Tag, sondern mehrere Tage lang laufen zu lassen. Eine Woche später hatte sie dennoch keinerlei Verfärbung feststellen können – trotz diverser weiterer Tipps wie einer Leitfähigkeitserhöhung des dampfdestillierten Wassers. Auch ihr Laserpointer konnte keine Anwesenheit von kolloidalem Gold per Tyndall-Effekt (siehe Kasten auf S. 47–48) nachweisen. Mein sportlicher Ehrgeiz war geweckt und mein Marathon durch die Welt der Kolloide begann. Einige wichtige Entdeckungen, die ich auf meiner Reise gemacht habe und die Ihnen bei der Herstellung eigener Kolloide – vor allem kolloidalen Silbers – helfen können, habe ich in diesem Artikel für Sie zusammengetragen.

Aktuelle Anwendungserfahrungen und Selbstexperimente

Sicherlich haben Sie selbst schon Erfahrungen mit der Anwendung von Kolloiden gesammelt, die meisten wohl mit kolloidalem Silber. Beginnen wir daher mit ein paar Episoden aus meinem Kolloidalltag – einige davon habe ich sogar erst während der Recherchen zum Artikel entdeckt.

Erst vor wenigen Tagen kam ich beispielsweise von einer längeren Radtour zurück. Aufgrund einer Pollen­allergie waren meine Augen gereizt und ein paar Pusteln bildeten sich auf meinem Arm. Einige Insektenstiche hatte ich ebenfalls kassiert und bekam nach circa sieben Stunden Sonne gleich noch einen leichten Sonnenbrand an Armen und Beinen. Frisch geduscht schnappte ich mir etwas kolloidales Silber. Der allergische Juckreiz (Augen, Ohren, Mund, Nase) und auch die unangenehmen Insektenstiche klangen nach wenigen Minuten dank dem Silberkolloid völlig ab. Die Pusteln auf der Haut und der Sonnenbrand waren ebenfalls bald vergessen, da sich alles wieder völlig normal anfühlte. Spannungsgefühl, Juckreiz oder sonstige Beschwerden – alles war zügig abgeklungen. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich noch meine Füße und Achseln mitbehandelt, um geruchsbildenden Bakterien keine Chance zu geben. Um es kurz zu machen – ich habe letztlich meinen gesamten Körper damit eingerieben.

Im Rahmen der Überlegungen für diesen Artikel bin ich auch auf die Idee gekommen, das kolloidale Silber als Sonnenschutzmittel zu testen. Da Silberpartikel das Sonnenlicht reflektieren und die Haut „just in time“ bei der Regeneration unterstützen, so dachte ich, hat man einen brauchbaren Sonnenschutz bei der Hand, wenn man eine Glassprühflasche bei sich trägt und regelmäßig nachsprüht. Ein Bekannter probierte es bei einer Bergtour aus und sprühte die freien Bereiche, Arme, Hals und Gesicht, stündlich ein. Trotz heller und empfindlicher Haut konnte er die vier Stunden Sonne in den Bergen ohne Sonnenbrand absolvieren – wie gesagt, bei stündlichem Sprühen. Für mich war das absolut erstaunlich. Angespornt durch dieses sehr positive Ergebnis testete ich weiter. Bei einer darauffolgenden siebenstündigen Radtour bei 32 °C Außentemperatur und ohne jeglichen konventionellen Sonnenschutz besprühte ich mich stündlich mit kolloidalem metallischem Silber. Ich vertrage Sonnenstrahlung relativ gut und habe bestimmt seit zehn Jahren keinen Sonnenschutz mehr verwendet, daher gibt es im Laufe einer solch längeren Radtour bei mir meistens einen leichten Sonnenbrand. In diesem Fall hatte ich überraschenderweise nicht die leichteste Rötung – absolut nichts. Bei meinem Bekannten mit heller Haut war der Test noch deutlich spannender. Ohne Sonnenschutz wäre bei einer ähnlichen Exposition ein starker Sonnenbrand mit Schmerzen und einem Ablösen der Haut garantiert. Zum Glück ist er ein mutiger und experimentierfreudiger Mensch, und so willigte er ein, das Experiment mitzumachen. Das Ergebnis nach siebenstündiger Sonnenexposition und halbstündigem Sprühen war eine leichte bis mittlere Rötung lediglich an den Stellen, die diesen Sommer noch nicht der Sonne ausgesetzt waren. An der restlichen, leicht gebräunten Haut hatte sich die Bräune vertieft. Das oftmals beim Duschen dann spürbare unangenehme Gefühl blieb aus. Lediglich ein leichtes Spannungsgefühl trat auf.

Aus dem Experiment kann ich schlussfolgern, dass man mit einem guten Kolloid bewaffnet auch mit sehr empfindlicher Haut ein paar Stunden ohne schmierige Sonnenschutzmittel in der prallen Sonne klarkommt. Wenn Sie dies selbst ausprobieren wollen, sollten sie es aber langsam angehen lassen: Ihr Vitamin-D3-Spiegel wird es Ihnen danken.

Anwendungsmöglichkeiten wie die eben beschriebenen haben mich zum Kolloidfan werden lassen. Noch beeindruckender ist die Wirkung kolloidalen Silbers jedoch bei Bindehautentzündungen, Wunden und Harnwegsentzündungen, und auch da habe ich gerade erst einen Erfolg verzeichnet. Mein 92-jähriger Vater, der seit 30 Jahren diverse Medikamente zu sich nimmt, hatte vor Kurzem sehr viel Blut im Urin. Da sich die Begeisterung für eine Blasenspiegelung, die dann auch erst in drei Wochen stattfinden sollte, in Grenzen hielt, habe ich ihm zwei Liter kolloidales Silber vorbeigebracht und inbrünstig eine baldige Genesung in Aussicht gestellt. Empfohlen habe ich ihm, alle zwei Stunden 100 Milliliter zu trinken, was er auch tat. Glücklicherweise war tatsächlich nach zwei Tagen der Urin wieder völlig klar, das Brennen beim Urinieren ebenfalls weg und der nächtliche Harndrang wieder auf normalem Niveau.

Eitrigen und von mehreren schulmedizinischen Behandlungen völlig unbeeindruckten Bindehautentzündungen konnte ich mehrmals innerhalb von ein bis zwei Tagen im Kreise meiner Verwandten zuverlässig den Garaus machen. Bei Halsweh oder einer Mandel­entzündung ist stündliches Gurgeln mit kolloidalem Silber sehr empfehlenswert, während bei einer Erkältung das Inhalieren von kolloidalem Silberdampf gute Ergebnisse erzielen kann. Hierfür gibt es spezielle Inhalationsgeräte, die ähnlich wie eine E-Zigarette aufgebaut sind – ein Borosilikatglas auf der Kochplatte funktioniert aber genauso gut als Dampfspender.

Als Heuschnupfengeplagter hatte ich in der Vergangenheit viele Male selbst hergestelltes ionisches Silber äußerlich angewendet und war absolut begeistert. Bei oraler Einnahme hatte ich hingegen seltsamerweise während diverser kleiner Erkrankungen, beispielsweise einer Erkältung oder eines grippalen Infekts, keinerlei nennenswerte Erfolge. Warum dies so war, wurde mir erst klar, als ich tiefer in die Materie eingestiegen bin. Ganz klar – ich hatte all die Jahre kein oder fast kein kolloidales Silber hergestellt, sondern ionisches Silber. Dieses wirkt hervorragend bei der äußerlichen Anwendung – oral eingenommen hatte ich jedoch keinerlei Erfolge. Dies hat sich erst mit der Herstellung von echten Kolloiden geändert, auf die ich noch zu sprechen komme.

Den vollständigen Artikel können Sie in NEXUS 84 lesen. Die Ausgabe können Sie hier erwerben.

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