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Des Teufels Terroristen

Die Verbindungen zwischen Geheimdiensten und Extremisten sind undurchsichtig, die Grenzen zuweilen fließend. Wenig bekannt ist, dass die Dienste auch satanistische und okkulte Orden benutzen, um rechtsextreme Gruppen zu unterwandern. Eine Reise ins Reich der Nebelkerzen, die bis in die Ukraine führt.

In den letzten paar Jahren haben die Konzernmedien ihren Fokus von islamischen Extremisten auf rechtsextreme Terroristen verlagert. Mit April 2020 hatten die von weißen Rassisten, Ultranationalisten und Faschisten verübten Angriffe innerhalb von fünf Jahren um 320 Prozent zugenommen.1 Einige der rechtsextremen Terroristen, die heute Schlagzeilen machen, sind Okkultisten und sogar Satanisten,2 darunter auch pädophile Neonazis.3 Doch manche ihrer Anführer entpuppen sich auch als von der Obrigkeit geschützte Kollaborateure, Informanten und sogar Provokateure der Geheimdienste.

Satanistische Nazis … das klingt beängstigend. Doch die beängstigendste Institution von allen ist der Staat, weil er die Macht hat, Gruppierungen aller möglichen Ideologien zu schaffen und zu unterdrücken, wann immer es seinen Absichten entspricht. Sündenböcke kommen ins Gefängnis, doch die Agenten, die sie lenken, werden unter dem Deckmantel der „nationalen Sicherheit“ geschützt. Staatstragende Medien und Strafrichter schwadronieren über die Unmoral der Marionetten und verbergen gleichzeitig die Identität der hinter ihnen stehenden Drahtzieher vor der Öffentlichkeit.

Während des Kalten Kriegs bewaffneten, trainierten und organisierten die USA, Großbritannien und später auch die NATO-Mitgliedsstaaten Tausende von Paramilitärs in Europa und im Nahen Osten. Sie sollten gegen linke Anarchisten, Kommunisten und Sozialisten kämpfen, falls sie politische Erfolge verzeichneten, es zu Generalstreiks oder gar zu einer Invasion durch die Sowjetunion kommen sollte.4Diese sogenannten Gladio-Truppen setzten sich aus verschiedensten Extremisten zusammen, von Neonazis über Hardcore-Katholiken bis hin zu Drogenbanden.5 Viele der Gladio-Frontkämpfer wurden von ihren geheimdienstlichen Betreuern verraten und landeten im Gefängnis.

Ab den 1970er-Jahren finanzierten, trainierten und organisierten die US Navy Seals, Green Berets und die CIA zusammen mit dem britischen Auslandsgeheimdienst MI6 und dem Special Air Service (SAS) Großbritanniens im Rahmen der OperationCycloneein internationales Netzwerk Zehntausender Dschihadisten, die sie später als „al-Qaida“ – „die Basis“ – bezeichneten und mit deren Hilfe sie die Sowjets in Zentralasien bekämpften.6Die Unternehmung diente auch dazu, die fortdauernde Besetzung des ölreichen Nahen Ostens unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung zu rechtfertigen. Bei neueren Projekten wie der Operation Timber Sycamore wurden Dschihadisten zum Sturz von Feinden der USA eingesetzt, vor allem des säkular eingestellten syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.7

Der Einsatz rechtsextremer Gruppierungen passt in dieses Muster. Wenn der Staat will, dass jemand getötet oder erpresst wird, bedient er sich oft solcher Erfüllungsgehilfen. Im Falle satanistischer Gruppierungen gründet der Staat eine Zelle, infiltriert und/oder fördert sie. Im Glauben, Rituale durchzuführen, begehen die naiven Neueinsteiger Verbrechen, ohne zu wissen, dass sie im Namen des Staates tätig sind. Andere werden dazu ermutigt, im Ausland zu kämpfen, und beteiligen sich so unwissentlich an den amerikanischen Stellvertreterkriegen gegen Russland. Manche wiederum bringen satanistisches Gedankengut in eigentlich weltlich orientierte Neonazi-Gruppen ein, ohne zu ahnen, dass Inlandsgeheimdienste ideologische Zwietracht säen, um diese Gruppen zu zerschlagen.

Faschisten und das Okkulte

Der Begriff „okkult“ hat eigentlich nicht direkt mit luziferisch oder satanistisch zu tun, sondern bezeichnet das Verborgene. Der sogenannte Pfad der linken Hand impliziert im Okkultismus jedoch gewöhnlich eine Verbindung zu dämonischen Wesenheiten. Manche Okkultisten befassen sich lediglich mit der Symbolik, während andere Magie praktizieren – sowohl weiße (um zu heilen) als auch schwarze (um anderen zu schaden). Magier lassen sich in zwei grundlegende Kategorien einteilen: diejenigen, die glauben, dass sie zaubern oder sich mit Geistern verständigen können, und diejenigen, die andere glauben machen wollen, dass sie diese Künste beherrschen. Okkulte Praktiken sind eine mächtige Form der Bewusstseinskontrolle. Wenn jemand einem anderen Menschen vorzugaukeln imstande ist, dass er seine Gedanken lesen oder mächtige Wesenheiten herbeirufen kann, dann hat er diesen Menschen in seinem „Bann“, ob buchstäblich oder nicht.

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