Editorial Ausgabe 127: Runde Sache(n)

Puh, geschafft, Sie halten es in Händen! Dass Sie derzeit auf das NEXUS warten müssen wie auf die Deutsche Bahn, liegt daran, dass die unsichtbare Hand, die mich allenthalben aus meiner Komfortzone zerrt, wieder zugepackt hat: Nach dem Rock ’n’ Roll auf dem Geistreich am Teich, von dem ich im Editorial der letzten Ausgabe berichtet hatte, überkam mich das unstillbare Bedürfnis, in Klausur zu gehen. Alle „Aber du musst doch!“, von denen es in meiner Lebensphase nicht gerade wenige gibt, implodierten plötzlich.

Ich konnte nur noch auf die Stimme hören, die aus meiner Tiefe drang. Als ich ihr folgte, fand ich mich kurzerhand bei einer Frau wieder, die sich dem „höchsten Wohle aller“ verschrieben hat – sie hat in dieser Inkarnation für sich gewählt, eine Hohe­priesterin zu verkörpern, und Menschen, die das nächste Zeitalter mitbegründen wollen, vor das Allerheiligste zu stellen. Das mag für manche von Ihnen völlig abgehoben klingen, für mich aber ergab es Sinn – und der heilige Raum, den sie für mich eröffnete, war ein kosmischer Kristallspiegel. Aus dem blickte mich die Zukunft an und fragte: Daniel, bist du noch auf deinem Weg? Bist du der, der du sein willst? Bist du mit ganzem Herzen bei der Sache?

Wenn Sie schon länger mit uns durchs NEXUS-Universum cruisen, hören Sie diesen Akkord nicht zum ersten Mal: Tatsächlich rüttelt es mich ab und an durch, mein Herz bricht auf, ich schmeiße ein paar Ängste über Bord und folge den Synchronizitäten, die in diesen Phasen zu meinem Wegweiser werden. Beim letzten derartigen Aufbruch (siehe NEXUS 104 & 110) landete ich in Olsztyn, der Heimat meiner Großmutter, beim Erfinder des Plasmabetts Wago. In meiner Artikelreihe (NEXUS 110, 112, 122, 124 & 125) habe ich die ganze Geschichte aufgeschrieben, und wie Sie auf www.plasmabett.de nachsehen können, sind inzwischen neun dieser Betten im deutschen Sprachraum aufgebaut und zugänglich.

Nun stand ich also wieder unter Strom. Meine Stimme führte mich in den Chiemgau, wo Gloria Doreana Uranos zu einer Runde geladen hatte, die ihr Projekt „Ova Mundi“ vorantreiben sollte, von dem Sie in unserer Rubrik „Wille & Vorstellung“ lesen. Kurz gesagt geht die Dame seit Jahren mit der Vision schwanger, Rundhausdörfer als Zentren der neuen Zeit entstehen zu lassen. Und wie sollte es anders sein? Während ich unterwegs war, häuften sich die Synchronizitäten. Der Freund, der mich in seinem Bus mitnahm, fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, auf dem Weg in den Chiemgau beim Friedenszentrum Europa vorbeizuschauen – und was meinen Sie, wie ich staunte, als ich plötzlich vor einem 400 Jahre alten Gutshof stand, der rund angelegt war! So was hatte ich meinen Lebtag noch nicht gesehen, und die Stille im Zentrum des Guts, die Ausstrahlung des Gebäudes, muss man erlebt haben. Die Sage geht, dass das Gut einst zwölf Türen und 365 Fenster hatte – und so war es nicht verwunderlich, dass ich einen Tag später im Chiemgau in einer Runde von exakt zwölf Menschen, sechs Frauen und sechs Männern, die nächste Resonanz hatte. Gemeinsam debattierten wir über die Zukunft des Rundhausbauprojekts, und da ich just den Eindruck vom runden Friedenszentrum mitgebracht hatte, entschieden wir, Kontakte dorthin zu knüpfen. Und jetzt raten Sie, welchen Tag Gloria für das Treffen gewählt hatte, ohne es zu wissen? Es war der „Tag außerhalb der Zeit“ im modernen Mayakalender, ein System, mit dem wir auch in unserem Plasmaraum in Auerstedt arbeiten. Als ich dann noch mitbekam, dass der Architekt, der das Projekt konzipiert, von „Torushäusern“ spricht, war alles klar …

Denn der Torus, die Form, von der Sie hier im NEXUS immer wieder lesen, drängt mit unwiderstehlicher Kraft in mein Leben. In dieser Ausgabe geht es daher direkt weiter mit dem Torusweltbild von Cristian Knopke. Auch bei ihm sagt mir die leise Stimme beständig: Bleib dran, das ist tief. Nach den ersten Artikeln in NEXUS 86 und 95 hatte ich ja selbst eine Pyramidenantenne konstruiert – aber schnell festgestellt, dass ich zwar Feuer und Flamme, aber eben kein Techniker bin. Deshalb hier und im Artikel mein Aufruf zum Mitforschen – wir brauchen Praktiker, die uns im Bereich Messtechnik, Elektronik, 3-D-Druck, Webdesign und Pädagogik unterstützen.

Wild? Verrückt? Vielleicht von außen. Für mich nimmt das gerade alles immer mehr Gestalt an, und die Vision, die ich verwirklichen will, wird immer klarer. So, wie es aussieht, wird es viel mit Tori zu tun haben.

Aber das NEXUS soll sich ja nicht nur um mich drehen – im Grunde ist es Ihr persönlicher Postbote der Anderswelt. Das größte Paket, das wir Ihnen heute zustellen, ist eine Sicht auf das Thema Außerirdische, die im öffentlichen Diskurs mal wieder unter die Räder kommt. UAPs hin oder her – in der Debatte um unbekannte Flugobjekte wird nämlich gern ausgeklammert, dass unzählige Menschen äußerst seltsame Begegnungen hatten – von drei davon berichtet Ihnen Preston Dennett im Leitartikel. Sie stehen beispielhaft für das, was Millionen Menschen auf diesem Planeten erlebt haben – aber was hat das zu bedeuten?

Sagen Sie es mir … oder kramen Sie die Trilogie aus dem Regal, die ich in unserer neuen Rubrik „Nachlese“ vorstelle, in der wir Ihnen ab jetzt als Rausschmeißer Klassiker der Alternativliteratur präsentieren. Auch den „Kampf der Narrative“ haben wir neu aufgelegt, dieses Mal zum Thema „Methylenblau“.

Sie merken schon: Bei uns gehts richtig rund.

Aber wie haben wir beim Treffen im Chiemgau festgestellt?

Rund ist gesund!

Herzlich,

Ihr Daniel Wagner

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