Editorial Ausgabe 19

Eine Software namens „Halfpasthuman“ analysiert das Internet mit linguistischen Berechnungen und erstellt daraus einen Zukunftsindex, auf dessen Basis Voraussagen über globale Ereignisse möglich sein sollen.

Liebe Leser,

eine Software namens „Halfpasthuman“ analysiert das Internet mit linguistischen Berechnungen und erstellt daraus einen Zukunftsindex, auf dessen Basis Voraussagen über globale Ereignisse möglich sein sollen. Für den 7. Oktober hat die Software eine Warnung ausgegeben: Ein großes Geschehnis von nie dagewesener Tragweite soll sich anbahnen, das sowohl ökonomische als auch militärische Implikationen hat. Eines scheint sicher: Die Zeilen, die ich hier schreibe, werden sehr bald von den wirklichen Ereignissen überholt werden, was immer sie sein mögen.

Planet-X-Forscher Marshall Masters fragte mich kürzlich: „Wie viele Menschen in deinem Umfeld kennst du, die Visionen von einer großen Katastrophe haben?“

„Viele“, sagte ich.
„Eben“, meinte er.

Ich denke, es ist nur natürlich, dass unser kollektives Unbewusstes solche Ereignisse kommen ahnt, denn wir leben in einer Zeit, in der wirklich alles möglich scheint – außer ein Leben in Frieden natürlich. Ob es nun der neue Kalte Krieg ist, der uns Sorgen macht, der angedrohte Angriff auf den Iran, der vorausgesagte neue Aktivitätszyklus der Sonne, der seinen rechnerischen Höhepunkt 2012 haben soll (wann sonst?) oder die kollabierende Umwelt. „Ein konkreter Anlass zur Sorge besteht jedenfalls nicht“ heißt das meist in den gleichgeschalteten Medien, und vielleicht haben die ja sogar Recht, denn der Anlass scheint mir eher multidimensional-unkonkret, wenngleich dadurch um nichts weniger gefährlich.
Wie kommt es denn eigentlich, dass wir in derart vielen Schwierigkeiten auf einmal stecken? Gibt es irgendeine Instanz, die dafür sorgt, dass seit hunderten von Jahren immer der falsche Staatenlenker an die Macht kommt? Dass die Geschichte immer ihre unwillkommenste Wendung nimmt? Dass die Guten immer umkommen und den Bösen meist ein langes Leben und viele Nachkommen beschert sind? Vielleicht leben wir ja in einer Computer-Simulation, deren Parameter darauf eingestellt sind, möglichst viel „Bumm“ zu erzeugen, so wie in Hollywood.

Bin ich ein Pessimist, weil ich all dies schreibe, oder gehöre ich gar – wie jemand kürzlich im Internet schrieb – inzwischen zur „Oh-Gott-wir-werden-alle-sterben“-Fraktion?

Nicht ganz. Mein Punkt ist eher der: Wenn wir eine Chance haben wollen, das Kommende zu überleben, dann sind wir gut beraten, Vorkehrungen zu treffen: technischer Art; medizinischer Art; in unseren Lebensumständen; in unserem Konsumverhalten; und nicht zuletzt in unserer Spiritualität. Können wir das leisten, während wir uns durch die Allerweltsmedien mit öffentlich-rechtlicher Ablenkungspropaganda zudröhnen lassen? Ich denke nicht. Deswegen rede ich hier Klartext, ganz egal ob das unserer Auflage guttut. Also, was können Sie persönlich tun? Nun, darüber schreiben wir seit drei Jahren in unserem Magazin. Viele unserer Artikel enthalten eine implizite Handlungsaufforderung für jene, die sie hören wollen. Und solche Impulse werden wir auch weiterhin geben, solange wir können.

Ein ganz aktuelles Beispiel wäre das Problem der Energieversorgung. So, wie es jetzt läuft, kann es in keinem Fall weitergehen. In diesem Heft zeigt Bestseller-Autor und Umweltaktivist David Blume auf, wie groß das Dilemma ist, in dem unsere Energiewirtschaft steckt. Wir planen, noch zwei weitere Artikel von David folgen zu lassen, und der letzte davon wird zeigen, wie wir ganz konkret Alkohol als Treibstoff einsetzen können.

Wussten Sie, dass in Brasilien das halbe Land auf Ethanol als Treibstoff umgestellt hat? Und wussten Sie, dass man Ethanol sehr gut im kommunalen Rahmen herstellen kann und dafür keine Konzerne benötigt? Und dass man an der Tankstelle dafür weniger bezahlt als für Benzin?

Ich hoffe, dass wir Ihnen noch lange Zeit immer die aufregendsten „nachhaltigen“ Informationen ins Heft packen können. Denn selbst wenn wir tatsächlich in einer Simulation leben sollten: Wäre es da nicht jetzt an der Zeit, das Spiel von innen heraus ein wenig umzuprogrammieren? Jeder von uns kann in seinem eigenen Rahmen noch eine ganze Menge zum Besseren wenden. Bitte machen Sie mit.

Ihr
Thomas Kirschner

Kommentare

15. Mai 2009, 13:49 Uhr, permalink

mariobartoli

Und wieder will man Kapital schlagen: Auf der Webseite findet sich dies hier, und man sieht nur Dollarzeichen in den Gischtern all derer, die mit der Thematik bloss Geld verdienen wollen:

On vacation during the Summer (we started early) of Hell, 2009. Subscriptions now closed. See below.

We sell the "old future" on this page.

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ich sag nur: schweinerei hoch drei!

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