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Kann Vitamin C Ebola heilen?

Laut Ansatz der orthomolekularen Medizin sind diverse Krankheiten und nachweislich auch Viren mit hohen Dosen von Vitaminen und Mineralstoffen bekämpfbar. Ein am 20. August 2014 über den Orthomolecular Medicine News Service (OMNS) veröffentlichter Kommentar überträgt diese Theorie auf Ebola und liefert unmissverständliche Anweisungen für den Fall der Fälle: Vitamin C, Vitamin C – und nochmals Vitamin C.

Wenn es ein Medikament gegen Ebola gäbe, dann würden wir Ihnen empfehlen, es einzunehmen. Doch es gibt keins. Es gibt nur Vitamin C. Sie müssen sehr sorgfältig auswählen, was Sie glauben wollen und was nicht, denn das Internet ist voll von gefährlichen Spinnern. Seit nahezu einem Jahrzehnt berichtet der OMNS mittlerweile über ernährungstherapeutische Therapien. Wir kümmern uns nicht um die Medizinpolitik, für uns zählen nur Fakten. Deshalb präsentieren wir Ihnen hier die Fakten über Vitamin C und Ebola.

  1. Wenn Sie täglich etwa ein Gramm Vitamin C zu sich nehmen, dann sind Sie eigentlich vor gar nichts geschützt, allenfalls vielleicht vor akutem Skorbut. Dabei spielt es keinerlei Rolle, ob Sie das Vitamin liposomal, als Nanopartikel oder mit Gold überzogen einnehmen. Hüten Sie sich vor Websites, Firmen und Youtube-Clips, die Ihnen das Blaue vom Himmel herunter versprechen oder nicht belegte Behauptungen über die Wirksamkeit von Vitamin C aufstellen.
  2. Klinischen Untersuchungen zufolge schützt die tägliche Einnahme (aufgeteilt in mehrere Dosen) von Vitamin C in Mengen, die bis an die Darmtoleranzgrenze heranreichen, praktisch vor allen Arten von Viren. Das bestätigen die Berichte unabhängiger Ärzte bereits seit Jahrzehnten. Die entsprechenden Ärzte betonen aber auch ganz deutlich, dass die jeweilige Dosis und die Einnahmeform stimmen müssen – sonst wird das Ganze nicht funktionieren. Es gibt keine direkte, placebokontrollierte Studie, die „beweist“, dass Stoßbehandlungen mit Vitamin C gegen Ebola wirken. Zweifellos würde sich niemand an einer solchen Studie beteiligen wollen. Doch es konnte nachgewiesen werden, dass hohe Dosen des Vitamins bisher gegen jedes Virus geholfen haben, gegen das es eingesetzt wurde. Das gilt unter anderem für Kinderlähmung, Denguefieber und Aids. Auch Impfungen wirkten besser, wenn zusätzlich Vitamin C verabreicht wurde. Man weiß, dass in den 1980er Jahren, als es noch keine Medikamente gegen Aids gab, die Krankheit sogar noch im Endstadium mit Vitamin C geheilt werden konnte und die Patienten in einen passablen Gesundheitszustand zurückfanden.1,2

Wenn Sie also einem Ebola-Risiko ausgesetzt sind oder sich wegen der Krankheit Sorgen machen, sollten Sie die folgenden Ratschläge beherzigen.

Vitamin C

Vitamin C ist das wichtigste Antioxidans in unserer Ernährung. Die meisten Menschen nehmen nicht so viel Vitamin C zu sich, wie es für eine optimale Gesundheit erforderlich wäre. Wenngleich das auch für viele andere Nährstoffe gilt, stellt Vitamin C doch einen Spezialfall dar. Ignorieren Sie die Aussagen staatlicher Stellen, Sie bräuchten nur 100 Milligramm pro Tag und könnten diese Menge mit Ihrer Nahrung aufnehmen. Die erforderliche Menge Vitamin C richtet sich nach dem jeweiligen Gesundheitszustand. Ein normaler Erwachsener braucht nur eine geringe zusätzliche Dosis, vielleicht 500 Milligramm pro Tag, doch wer sich nicht wohl fühlt, benötigt mehr. Außerdem muss die Tageszufuhr erhöht werden, wenn Krankheiten vorgebeugt werden soll.

Ein gesunder Mensch, der sich einigermaßen zuverlässig vor einer gewöhnlichen Erkältung schützen möchte, sollte etwa acht bis zehn Gramm (8.000 bis 10.000 mg) pro Tag zu sich nehmen. Das ist ungefähr die zehnfache Menge dessen, was die etablierte Medizin in ihren Untersuchungen zu Vitamin C und gewöhnlichen Erkältungen getestet hat. Zehn Gramm (10.000 mg) stellen die pharmakologische Mindestdosis dar, die Ihnen bei leichten Halsschmerzen helfen wird. Doch möglicherweise brauchen Sie mehr (viel mehr). Eine gewöhnliche Erkältung werden Sie mit 20 bis 60 Gramm (60.000 mg) pro Tag los. Bei einer Grippe kann der Bedarf auf täglich 100 Gramm (100.000 mg) ansteigen. Da die Dosis von Person zu Person und von Krankheit zu Krankheit variiert, müssen Sie experimentieren, um die für Sie richtige Menge zu finden.

Dynamischer Fluss

Bei einer oralen Einnahme stellt sich das Problem, dass gesunde Menschen Vitamin C nicht gut aufnehmen können. Dr. Robert Cathcart prägte dafür den Begriff „Darmtoleranz“.3 Wenn man zu viel Vitamin C in einer einzigen Dosis zu sich nimmt, wird der Stuhl weich. Ein Mensch in guter gesundheitlicher Verfassung kann allerdings problemlos einige Gramm auf einmal einnehmen. Erstaunlicherweise verträgt ein erkrankter Mensch weit größere Mengen ohne Nebenwirkungen: sogar in der Größenordnung von 20 bis über 100 Gramm pro Tag, aufgeteilt in mehrere Einzeldosen.4

Hochdosiertes Vitamin C hat im Körper nur eine kurze Halbwertszeit. Als Halbwertszeit bezeichnet man die Zeit, in der sich der Vitamin-C-Spiegel im Blutplasma halbiert. Bis vor Kurzem haben einige Leute behauptet, Vitamin C hätte eine Halbwertszeit von mehreren Wochen. Wir konnten jedoch nachweisen, dass diese lange Halbwertszeit nur für sehr geringe Dosen gilt.5 Im Vergleich dazu beträgt die Halbwertszeit bei hohen Blutspiegeln nur eine halbe Stunde. Aufgrund dieser geringen Halbwertszeit müssen die Abstände zwischen den Einnahmen hoher Dosen von Vitamin C kurz gehalten werden – sie sollten höchstens ein paar Stunden betragen.

Das Ziel besteht darin, einen dynamischen, kontinuierlichen Fluss von Vitamin C durch den Körper zu erreichen. Dazu müssen über den Tag verteilt mehrere hohe Dosen eingenommen werden. Wenn ein gewisser zeitlicher Abstand eingehalten wird, kann jede Dosis individuell absorbiert werden. Zwei Dosen à drei Gramm, die im Abstand von zwölf Stunden eingenommen werden, werden besser aufgenommen als eine Einmalgabe von sechs Gramm. Mehrere hohe Dosen von beispielsweise drei Gramm, die vier Mal am Tag eingenommen werden, erzeugen einen steten Fluss von Vitamin C aus dem Darm in den Blutstrom, bis schließlich die Ausscheidung über den Urin erfolgt. Ein Teil der zugeführten Menge wird nicht vom Blut aufgenommen und verbleibt im Darm. Dort dient das Vitamin C als Reserve gegen die ersten Vorboten einer Krankheit. Sobald sich die Krankheit entwickelt, greift der Körper auf diesen „Überschuss“ zurück, um damit das entsprechende Virus zu bekämpfen.

Der dynamische Fluss hat zum Ziel, den Körper durch hohe Vitamin-C-Dosen in einem „reduzierten“ (sprich antioxidativen) Zustand zu halten. So steht stets genug Vitamin C zur Verfügung, um die Körpervorräte aufzufüllen und andere Antioxidantien zu unterstützen. Jedes Molekül Vitamin C (Ascorbinsäure) hat zwei antioxidativ wirkende Elektronen, die es zum Schutz des Körpers abgeben kann. Durch die Oxidation wird das Molekül zu Dehydroascorbat (DHA) umgewandelt und schließlich ausgeschieden. Der Körper hat damit zwei antioxidativ wirkende Elektronen gewonnen. Die Nieren resorbieren Vitamin C, nicht aber DHA. Das Vitamin-C-Molekül wird also aufgenommen, genutzt und in seiner oxidierten Form mit den Ausscheidungsprodukten wieder entsorgt.

Die Wirksamkeit von Vitamin C steigt nicht direkt proportional zur Dosis; das Verhältnis ist nichtlinear. Vielmehr gibt es eine Schwelle, bei deren Überschreiten Vitamin C hochwirksam wird. Unterhalb dieser Schwelle bleibt die Wirkung gering, oberhalb der Schwelle steigt sie drastisch an. Das Problem ist, dass niemand Ihnen im Voraus sagen kann, wie viel Vitamin C Sie zu sich nehmen müssen. Es lässt sich aber dadurch lösen, dass Sie mehr konsumieren – mehr als Sie für notwendig halten und mehr als Ihnen vernünftig erscheint. Das Mantra lautet: zuführen, zuführen und nochmals zuführen.

Kommentare

30. November 2014, 11:05 Uhr, permalink

Ich glaub es nicht

Mit hochdosiertem Vitamin C habe ich mich ausführlich beschäftigt. In der Folge habe ich mir einige Male eine höhere Dosis gepuffertes Vitamin C hochdosiert als Infusion verabreicht. Den gewünschten Effekt zur Bekämpfung eines Tumors konnte ich bei mir nicht feststellen. Ich kenne auch eine andere Person, die von einem Arzt mehrere hochdosierte Vitamin C Infusionen erhalten hat. Auch bei ihm konnte dadurch keine Reduzierung des Tumors oder der Metastasen festgestellt werden. Zusätzlich haben bei beiden von uns die Venen unter den Infusionen gelitten. Es gab zwar keine Infektion oder andere Komplikationen, aber der Venenquerschnitt wurde deutlich geringer. Probleme haben wir dadurch zwar keine, aber gut finde ich das auch nicht.

Wo sind denn eigentlich die Ergebnisse zu lesen, daß Ebola mit Vitamin C geheilt wurde? Habe ich einen Link oder einen Hinweis dazu hier im Artikel durch meine Unaufmerksamkeit überlesen?

Die orthomolekulare Medizin entwickelt sich zu einem vollen Erfolg, aber für wen? In ihrem Zusammenhang lassen sich viele schön wissenschaftlich erscheinende Artikel publizieren. Die passenden Mittelchen stehen oft schon zur Verfügung. Am Anfang war ich auch fasziniert, aber mittlerweile hat sich das etwas gelegt. Warum?

In meiner Weltanschauung ist der Mensch eingebunden in ein Gewebe der Natur und des Kosmos. In diesem Gewebe hängt alles mit allem zusammen. Wenn ich an einem Faden des Gewebes zupfe, so bewegt sich der ganze Stoff. Und ich als einfacher Mensch kann überhaupt nicht überblicken, was da genau alles passiert. Aber die orthomolekulare Medizin, genauso wie die konventionelle Medizin behauptet von sich, daß sie genau diese Fähigkeit hat und gibt dem Menschen aus dem Naturkontext herausgerissene Mittel.

Wenn das so gut funktionieren würde, dann bräuchte man in unseren Krankenhäusern einfach nur ein Arsenal an orthomolekularen Mittelchen aufs Tablett stellen und die Menschen sind im Nu alle gesund, die Krankenhäuser sind leer und die Krankenversicherungen sind gerettet. Das das nicht so einfach funktioniert wie es uns die Werbung erzählen möchte, können wir in unseren Krankenhäusern live erleben.

Heilkunst ist ein hoch komplexes Fachgebiet und je mehr ich darüber weiß, desto größer wird mein Respekt davor. Echte Heilkunst darf sich nicht von der Natur und auch nicht vom Kosmos trennen, sondern muß damit die engste Verbindung suchen. Heilkunst besteht in der Harmonisierung der Kräfte des Lebens. Und Leben ist alles um uns herum, sowohl im Sichtbaren, als auch im Unsichtbaren und Geistigen.

Das Wort Heilung hat nicht umsonst eine enge Verwandtschaft zum Wort heilig. Heilung ist ein ganzheiltlicher heiliger Vorgang. Alles andere ist nur Besserung, was auch schon ganz gut ist. Aber Heilung ist doch besser, stimmts?

22. Dezember 2014, 17:58 Uhr, permalink

Nikola Tesla

Mir hat jemand gesagt der sich mit alternativer Medizin beschäftigt, dass 10g/Tag von Camu Camu, innerhalb einer Woche Ebola heilen kann. 12% Gewicht von Camu Camu ist Vitamin C! Und das ist die Pflanze mit meisten Vitamin C auf der Erde.

21. Januar 2015, 15:18 Uhr, permalink

Regen

Mir ist es nicht gelungen eine einzige seriöse Studie zu finden in welcher der Nachweis gelungen sei, dass hohe Gaben von Vitamin C „praktisch vor allen Arten von Viren“ schützen.

Da dies aber oben quasi als „Beweis“ angeführt wird, bitte ich um links zu diesen Studien.

28. Januar 2015, 18:58 Uhr, permalink

BlinderPermalink

Kommentator "Permalink"...haben Sie nicht auf die Seite 4 geklickt, wo die ganzen weiterführenden Informationen und Endnoten vorhanden sind? Und warum haben Sie sich C intravenös geben lasse, in welcher Form, wie lange, welche Dosis? Fragen über Fragen....

31. Januar 2015, 17:38 Uhr, permalink

welches VItamin C?

Für mich ist die Frage offen geblieben, aus welches Quelle ich hier die hohen Dosen von Vitamin C bekomme. Ascorbinsäure würde ich hier nicht nehmen, genauso wenig wie ich es intravenös nehmen würde. Das halte ich für unsinnig, denn das Vitamin durch den Verdauungstrakt aufzunehmen ist schon was anderes, als direkt in die Vene.... das ist ja total unnatürlich. Meine Meinung ist immer: ausprobieren. Aus einer natürliche Quelle kann es bestimmt nicht schaden. Mir fällt dazu auch Amla ein, diese Frucht gehört ebensfalls zu den Vitamin C reichsten überhaupt.

30. März 2015, 20:55 Uhr, permalink

Diana

Ja, doch das stimmt, das hochdosiertes Vitamin C hilft, bei allen Krankheiten. 95% aller Prozesse im Körper laufen über Vitamin C. Traubenkernextrakt wirkt 20 mal stärker als Vitamin C. Robert Franz sagt das auch in seinen Gesundheitsvideos auf youtube. Er empfiehlt aber auch Vitamin D.

Es ist schwer zu glauben denn uns wurde immer wieder erzählt ein zuviel an Vitamin C wird wieder ausgeschieden.

Ich habe den Bericht gelesen, "die Wahrheit über das wichtigste aller Vitamine", ein kranker Mensch braucht mehr Vitamin C, bis zu 100g und mehr am Tag. Die Aloevera Trinkgels, die Kaiserin der Heilpflanzen enthält zu 75% Vitamin C und wird 3 mal am Tag, 30 ml, immer vor den Mahlzeiten empfohlen.

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