KI-Meeresraubtier verhält sich wie lebendiges Pendant

meeWie Wissenschaftler berichten, haben sie ein mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattetes Meeresraubtier konstruiert, das sich sehr ähnlich verhält wie der Organismus aus Fleisch und Blut, dem es nachempfunden ist. Im Gegensatz zu den meisten anderen KI-Wesenheiten verfügt die Cyberslug [Cyberschnecke; Anm. d. Übers.] über eine einfache Form der Selbstwahrnehmung – zumindest laut Rhanor Gillette, Professor für molekulare und integrative Physiologie an der University of Illinois, der gemeinsam mit dem Softwareentwickler Michail Woloschin für das virtuelle Lebewesen verantwortlich zeichnet.

 „Das heißt, dass es seine Motivation und seine Erinnerungen in Beziehung zu seiner Wahrnehmung der Außenwelt setzt“, sagt Gillette, „und dass seine Reaktion auf Informationen darauf beruht, welche Gefühle diese Informationen in ihm auslösen“.

So weiß die Cyberslug beispielsweise, ob sie hungrig ist, welche anderen virtuellen Meeresschnecken ihr gut schmecken und welche sie lieber in Ruhe lassen sollte. Echte Meeresschnecken (P. californica) wählen bei Begegnungen mit anderen Lebewesen in freier Wildbahn üblicherweise eine von drei Reaktionen: „Fresse ich es?“, „Paare ich mich mit ihm?“ oder „Flüchte ich?“. Um die richtige Entscheidung zu treffen, müssen sie zum einen ihren inneren Zustand spüren („Bin ich hungrig?“), zum anderen Reize aus ihrer Umgebung wahrnehmen und verarbeiten („Wie riecht es?“) und sich schließlich an frühere Begegnungen erinnern können („Hat dieses Ding mich letztes Mal gestochen?“).

„Wenn P. californica sehr hungrig ist, greift sie sogar einen schmerzhaften Reiz an“, führt Gillette weiter aus. „Und wenn das Tier keinen Hunger hat, meidet es auch einen appetitanregenden Reiz.“ Die Cyberslug verhält sich genauso.

Quelle: ScienceDaily.com, 01.03.18, http://tinyurl.com/ya3kthrd

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