Kohlendioxid: Wo ist das Problem?

kohlendioxidDer „Klimakiller“ Kohlendioxid ist heute Staats- und Umweltfeind Nummer eins, weil das von uns Menschen freigesetzte CO2 schuld an der Erhöhung der Durchschnittstemperatur der Erde sein soll. Eine neuere Arbeit von David Coe, Walter Fabinski und Gerhard Wiegleb widerlegt die argumentative Basis der Aktivisten und relativiert den Alarmismus … wieder einmal, möchte man sagen.

Die Spurengase

Und wie viel tragen die Spurengase zur Erwärmung der Atmosphäre bei?

Abb. 2: Wie sich die Temperatur der Erde durch die Zunahme von CO2 zusammen mit den Auswirkungen unterschiedlicher Mengen an sphärischem Wasserdampf verändert

Methan (CH4) und Distickstoffmonoxid (N2O) werden häufig genannt. Unter Verwendung ähnlicher Berechnungen auf Grundlage der HITRAN-Daten belaufen sich ihre ECS, also die Verdoppelungseffekte der Konzentration, auf gerade einmal 0,06 °C bzw. 0,08 °C. Verglichen mit dem Wert von 0,5 °C für Kohlendioxid sind diese Werte sehr gering und machen bei den derzeitigen Konzentrationen zusammen nur 0,4 % des gesamten Treibhauseffekts aus. Die Spurengase können daher als unbedeutend für die atmosphärische Erwärmung angesehen werden, so Coe abschließend.

Es kann keinen „kritischen Punkt“ geben

Die Befürchtung, dass es einen „kritischen Punkt“ gibt, ab welchem aufgrund der zunehmenden Verdunstung von Wasser bei steigender Temperatur eine fortschreitende und unkontrollierbare zusätzliche Rückkopplung entstehen würde, ist unbegründet. In der Tat gibt es eine zusätzliche Rückkopplung durch den Wasserdampf, die mit dem Dampfdruck und der Luftfeuchtigkeit zusammenhängt. Ausgehend von der Tatsache, dass es oberhalb von 10.000 Metern fast keinen Wasserdampf mehr gibt und dass die Temperatur mit steigender Höhe abnimmt, ergibt sich mathematisch die Summierung einer algebraischen Reihe, die in der vollständigen Veröffentlichung ausführlich beschrieben wird. Diese Berechnungen sind nichts für schwache Nerven!Erfreulicherweise ist das Ergebnis dieser Berechnung, dass nur ein einfacher Multiplikationsfaktor von 1,183 eingeführt werden muss.Die Rückkopplung von Wasserdampf führt also nur zu einem geringen zusätzlichenTemperaturanstiegin der Größenordnung des Bruchteils eines Grades, je nach Dampfdruck und Feuchtigkeitsgrad.

Vom ECS-Wert aus betrachtet erhöht der atmosphärische Wasserdampf die CO2-Klimasensitivität nur geringfügig von 0,45 °C auf 0,5 °C, und es ist ersichtlich, dass eine „unkontrollierte Überhitzung“ unmöglich ist.

Trotz der verwendeten komplexen mathematischen Gleichungssysteme sind die meisten Textabschnitte in Coes Arbeit auch für Leser ohne wissenschaftlichen Hintergrund gut nachvollziehbar.

Das Ziel einer Netto-Null-Erwärmung ist unsinnig

Sogenannte Klimaschützer und all diejenigen, die derzeit auf eine Netto-Null-Vorgabe drängen, haben ein bestimmtes Ziel vor Augen: den weiteren Temperaturanstieg unter 1,5 °C zu halten. Würde dieser Anstieg durch die Zunahme des CO2-Anteils in der Atmosphäre verursacht werden, wären laut Coes Forschung drei Konzentrationsverdopplungen erforderlich, die die Temperatur jeweils um 0,5 °C erhöhen würden. Um dies zu erreichen, müsste sich der derzeitige CO2-Gehalt von 400 auf 800 ppm verdoppeln, dann auf 1.600 ppm und danach noch einmal auf 3.200 ppm. Wie lange würde solch ein Temperaturanstieg dadurch dauern?

Ein kurzer Blick auf das Diagramm der Messstation Mauna Loa (Abb. 3) zeigt, dass der Anteil an Kohlendioxid in der Erdatmosphäre derzeit mit einer Rate von 240 ppm pro 100 Jahre zunimmt. Der Anstieg des Kohlendioxids von den derzeitigen 400 ppm auf 3.200 ppm entspräche also einem Wert von 2.800 ppm. Wenn man davon ausgeht, dass der Anstieg des Anteils an Kohlendioxid in der Erdatmosphäre weiterhin konstant bleibt, würde es etwas mehr als 1.300 Jahre dauern, um weitere 2.800 ppm und damit eine Erwärmung von 1,5 °C zu erreichen.

In den letzten 1.300 Jahren hat die Erde sowohl die mittelalterliche Warmzeit als auch die kleine Eiszeit erlebt. Wer kann sagen, dass sich ähnliche massive Klimaveränderungen, die ausschließlich auf natürliche Ursachen zurückzuführen sind, nicht auch unabhängig von diesem recht minimalen Einfluss des CO2 auf die Erderwärmung wiederholen werden? Unsere heutigen klimatischen Verhältnisse sind bei Weitem keine Krise und die derzeitigen verzweifelten Versuche, die Nutzung fossiler Brennstoffe zu beenden, sind von äußerst fragwürdiger Natur.

Erderwärmung vor der industriellen Revolution

Derselbe ECS-basierte Ansatz kann auch für den Anstieg des Kohlendioxids von damals 280 ppm vor der Zeit der industriellen Revolution bis zum aktuellen Wert von 420 ppm angewandt werden, wie ihn die Daten der Messstation Mauna Loa derzeit ausweisen. Dieser Anstieg von 140 ppm entspricht nur einer halben Verdoppelung, die also nur einen Temperaturanstieg von 0,25 °C verursachen würde. Der allgemein anerkannte geschätzte Temperaturanstieg während dieses Zeitraums beträgt jedoch 1 °C. Es ist daher offensichtlich falsch, anzunehmen, dass diese Erwärmung allein dem Anstieg des Kohlendioxids in der Atmosphäre geschuldet ist. Der verbleibende Anstieg von 0,75 °C muss auf andere Ursachen zurückgeführt werden, vor allem auf den Einfluss der Sonne!

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Abb. 3: Am Mauna Loa gemessener atmosphärischer CO2 -Gehalt (Bildquelle: Global Monitoring Laboratory, GML.NOAA.gov)

Fazit

In der Zusammenfassung seiner Abhandlung drückt es der Autor so aus:

„Das Ergebnis deutet stark darauf hin, dass ein Anstieg des CO2-Gehalts nicht zu signifikanten Veränderungen der Durchschnitts­temperatur der Erde führt und dass ein Anstieg von CH4 und N2O kaum wahrnehmbare Auswirkungen hat.“

Und in einer früheren Version der Abhandlung hieß es:

„Es ist bekannt, dass Schwankungen der Erdtemperatur von vielen Grad Celsius über Jahrtausende hinweg durch völlig natürliche Phänomene verursacht wurden, insbesondere durch Schwankungen der Sonneneinstrahlung. Die mittelalterliche Warmzeit und die kleine Eiszeit sind dafür zwei Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit. Die Wissenschaft sollte sich vielleicht besser auf die Möglichkeit konzentrieren, dass wir uns dem Ende einer zwischeneiszeitlichen Periode nähern, an deren Ende die Erde eine neue Eiszeit erleben wird. Unsere Ohnmacht, das Klima zu beeinflussen, wird uns dann unmittelbar und schmerzlich bewusst werden.“

Ein abschließender Gedanke von David Coe:

„Das übergreifende Prinzip der wissenschaftlichen Methode besteht seit Isaac Newtons Zeiten darin, alle Erkenntnisse zu hinterfragen, um die Wahrheit zu finden. Dieses Prinzip wurde von der Klima­wissenschaft zerstört. Jede Stimme, die der anerkannten Darstellung widerspricht, wird schnell zum Schweigen gebracht. Sie, liebe Leserinnen und Leser, können damit beginnen, die Inte­grität der Wissenschaft wiederherzustellen, indem Sie hinterfragen, was man Sie glauben lassen will.“

Anmerkung der Redaktion

Die in diesem Artikel beschriebene Abhandlung von David Coe, Walter Fabinski und Gerhard Wiegleb finden Sie unter der Bezeichung „The Impact of CO2, H2O and other Greenhouse Gases on Equilibrium Earth Temperatures“ im International Journal of Atmospheric and Oceanic Sciences, 2021, 5(2):29–40 (https://bit.ly/coe-co2).

Nachtrag von David Coe

Aufgrund von Beschwerden diverser Klimaalarmisten wurde mein Artikel kurz nach der Veröffentlichung von der Zeitschrift zurückgezogen. Nachdem eine weitere „strenge Überprüfung durch Fachkollegen“ erfolgte, wurde er offiziell wieder aufgenommen. Es konnten keine Fehler gefunden werden.

Kommentare

04. Mai 2022, 16:18 Uhr, permalink

Andudu

Danke für den Artikel. Wenn das so ist, drängt sich allerdings die Frage auf: was führt denn jetzt zur angeblichen globalen Erwärmung? Oder anders: wieso nimmt Wasserdampf zu (?), wenn der Rückkopplungseffekt eigentlich zu gering ist, um eine nennenswerte Steigerung zu verursachen?

Gibts die Erwärmung eigentlich gar nicht? Ein statistischer Effekt aus zunehmender Verstädterung und Landwirtschaft?

05. Mai 2022, 12:42 Uhr, permalink

Daniel

Vielleicht steht uns unser monokausales Denken im Weg. Wir brauchen auch immer noch einen Sündenbock zum Verjacken bzw. Verjagen - uralte Kollektivstruktur. Siehe z.B.:

charleseisenstein.org/essays/girard-series-part-1-the-death-of-the-festival/

05. Mai 2022, 12:45 Uhr, permalink

Daniel

Andere bzw. weitere Einflussgrößen wären z.B.:

- Sonnenstrahlung
- kosmische Strahlung / interstellare Wolke
- Rundfunk (NEXUS 90)
- Handystrahlung (Millionen Mikrowellen)
- andere technische EM-Strahlung
- aufgeheizte menschliche Atmosphäre
- natürlicher Zyklus

05. Mai 2022, 12:45 Uhr, permalink

Daniel

Und nicht zu vergessen: Nibiru. :-)

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