Minderjährige als Währung: Wie Eliten und Geheimdienste Kinder für Erpressungen missbrauchen

menschliche WährungMan kennt sie, die Gerüchte, die keiner hören will und die man nur zu gern in die hintersten Schich­ten des Bewusstseins schiebt. In­ zwischen wuchert im Internet ein schwer greifbarer Mythos zum Thema Kindesmissbrauch: von okkulten Blutritualen ist die Rede, adrenochromsüchtigen Eliten und kinderfressenden Reptilioiden.

Man fragt sich, ob solche Ge­schichten den wahren Tätern nicht in die Hände spielen. Denn das Thema Kinderhandel hat eine eiskalte politische Dimension: In Zeiten, in denen Homosexualität gesellschaftlich anerkannt ist, ist der Verkehr mit Minderjährigen die letzte Tabuzone – und damit optimales Kompromat. Eine nüchterne Darstellung offi­ziell bekannt gewordener Fälle.

In den letzten Jahrzehnten scheinen sich die Eliten und insbesondere die Geheimdienste gewohnheitsmäßig am Verkauf von menschlichen Körpern und Pornografie zu bereichern. Während des Kalten Krieges blühte die sogenannte „Sexpionage“ auf, im Zuge derer ganze Ausbildungsinstitutionen eingerichtet wurden, in denen Männer und Frauen beigebracht bekamen, wie man Zielpersonen verführt und anschließend erpresst.1

Spione zielten unter anderem darauf ab, Bildmaterial von Politikern zu erlangen und die Beweise als strategisches Druckmittel einzusetzen. In Geheimdienstkreisen wird dieses operative Vorgehen als „Honigfalle“ bezeichnet.2 Derartige Erpressung wurde von allen möglichen Gruppierungen angewandt. So beschaffte sich die amerikanische Mafia beispielsweise belastendes Material über den FBI-Direktor J. Edgar Hoover (1895–1972), der Sex mit „Jungen“ gehabt haben soll (ob der Berichterstatter damit Kinder, junge Männer oder beides meinte, ist unklar).3 Während das FBI Gewerkschaften, Bürgerrechtler und viele andere verfolgte, ließ es die Mafia in Ruhe.

In der heutigen Hyperrealität entfalten unbewegte Bilder weniger Wirkung als Videos. In den 1980er-Jahren boomte die Pornoindustrie, was maßgeblich auf die Videotechnologie zurückzuführen ist: Videos waren schneller, einfacher und wesentlich günstiger zu produzieren als Zelluloidfilme.4 Wie wir sehen werden, wurde es mit der Entwicklung der Videotechnologie immer einfacher, Zielpersonen in die Falle zu locken. Auch die sexuellen Gepflogenheiten änderten sich. In der „zivilisierten“ Gesellschaft war Pädophilie völlig tabu, es wurde nicht einmal erwähnt. Den Opfern wurde entweder nicht geglaubt (wie es auch heute noch oft der Fall ist), oder man befahl ihnen zu schweigen, um dem jeweiligen Täter oder dessen Institution die Beschämung zu ersparen.5 Die moralische Empörung konzentrierte sich vornehmlich auf außereheliche Affären und Homosexualität. In den Enthüllungen der 1980er-Jahre ging es beispielsweise um „homosexuelle Orgien“, nicht aber um Kindesmissbrauch.

Heute sieht die Situation in den westlichen Ländern anders aus. Zu Recht wird Kindesmissbrauch mittlerweile als schlimmer angesehen als eheliche Untreue und Homosexualität. Für Erpresser ist Kindesmissbrauch deshalb ein interessantes Thema, weil es als derart abscheulich gilt, dass es sowohl Linke, Rechte als auch politisch Uninteressierte verurteilen. Es ist schwer zu sagen, wie viel Kinderpornografie vor dem Zeitalter des Internets kursierte, aber das Internet hat, wie auch die Entwicklung der Videotechnologie, die Produktion und die Verbreitung von Missbrauch sehr viel einfacher gemacht.6

Durch den Skandal um Jeffrey Epstein (1953–2019), dessen Ausmaß die meisten Medien heruntergespielt haben, wurde ein Teil der Kinderhandelsnetze der Eliten aufgedeckt. Das FBI ist im Besitz von Epsteins Erpresserbändern und damit belastenden Informationen über möglicherweise Hunderte hochrangige Personen.7

Dieser Artikel befasst sich mit der jüngsten Beteiligung der Geheimdienste am Kindesmissbrauch zu Erpressungszwecken.

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